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Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

Voreingestellt: das Wahlergebnis vom 20.09.2026 — vorläufiges amtliches Ergebnis der Landeswahlleitung Berlin, Zweitstimmen und alle 78 Direktmandate, seit dem 02.10.2026 mit der Korrektur im Wahlkreis Spandau 1: 153 statt 158 Sitze.

Bedienung, Datenstand, Rechenweg und Grenzen

Tragen Sie die Prozentwerte ein — die resultierende Sitzverteilung wird sofort angezeigt. Die Zeile „Sonstige“ wird automatisch befüllt, um stets auf die 100 Prozent zu kommen.

Voreingestellt ist seit dem 21. September 2026 das Wahlergebnis selbst — keine Umfrage mehr: die Zweitstimmenanteile des vorläufigen amtlichen Ergebnisses (Linke 25,7 · CDU 18,8 · AfD 16,3 · Grüne 14,3 · SPD 12,1 · BSW 4,7 Prozent; die FDP kam auf 2,5 und steckt im Sammelposten „Sonstige“). Die Wahlkreis-Vorgabe ist ebenfalls keine Schätzung mehr, sondern das gezählte Ergebnis: Die Linke hat 28 der 78 Wahlkreise direkt gewonnen, die CDU 26, die AfD 13, die Grünen 10 und die SPD einen. Beide Werte sind aus den amtlichen Wahlbezirksdateien der Landeswahlleitung nachgerechnet und gegen die amtliche Liste der Gewählten geprüft; mit dieser Vorgabe gab der Rechner die damalige amtliche Sitzverteilung zahlengenau wieder (158 Sitze).

Korrektur vom 2. Oktober 2026: Nach einer Neuauszählung hat im Wahlkreis Spandau 1 nicht die CDU gewonnen, sondern die AfD, mit 5.184 zu 5.150 Erststimmen. Das Ergebnis war am Wahlabend falsch übermittelt worden. Damit ändern sich Überhang und Ausgleich, und das Abgeordnetenhaus hat 153 statt 158 Sitze (Meldung vom 2. Oktober 2026, unter Berufung auf Landeswahlleiter Stephan Bröchler). Der Rechner ergibt mit der korrigierten Vorgabe genau diese 153 Sitze, davon Linke 45, CDU 33, AfD 29, Grüne 25, SPD 21. Die Verteilung auf die Parteien ist nachgerechnet, noch nicht amtlich: Das Endergebnis stellt der Landeswahlausschuss am 12. Oktober 2026 fest.

Die Rechengrundlage wurde im selben Zug ausgetauscht, und das ist die wichtigere Änderung: Diese Seite schreibt die Bezirks- und Wahlkreisprofile einer Referenzwahl auf die eingegebenen Werte fort. Referenz war bis zum Wahltag die Wiederholungswahl vom Februar 2023 — mit ihr errechnete der Rechner aus den amtlichen Werten von 2026 ein Abgeordnetenhaus von 176 statt 158 Sitzen. Die Berliner Parteienlandschaft hatte sich zu weit verschoben, um noch von 2023 aus fortgeschrieben zu werden (die Linke von 12,2 auf 25,7 Prozent, die CDU von 28,2 auf 18,8). Referenz ist deshalb jetzt die Wahl vom 20. September 2026 selbst.

Dafür ist der Rechner jetzt da: Verändern Sie einen Wert und sehen Sie, was daran gehangen hätte. Das BSW ist mit 4,7 Prozent an der Hürde gescheitert — drei Zehntel mehr, und das Haus sieht anders aus. Die Wahlkreise sind der empfindlichste Wert der Seite: Wer der CDU ein paar Wahlkreise mehr gibt, treibt das Abgeordnetenhaus über die Ausgleichsmandate schnell um Dutzende Sitze nach oben.

Gerechnet wird nach dem Verfahren des Landeswahlgesetzes Berlin: Fünf-Prozent-Hürde oder ein gewonnener Wahlkreis, Sitzverteilung nach Hare/Niemeyer, zweistufig vom Land auf die zwölf Bezirke, Überhang mit Ausgleich ohne Deckel — nachzulesen in §§ 16 bis 19 LWahlG (Fassung vom 17. April 2025). Das Abgeordnetenhaus hat mindestens 130 Sitze (§ 7 Absatz 2), gewählt werden 78 Wahlkreise direkt (§ 9 Absatz 1).

Die Grundmandatsklausel ist der schärfste Hebel dieses Wahlrechts. Anders als in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern behält eine Partei mit einem gewonnenen Wahlkreis nicht nur diesen einen Sitz — sie nimmt nach § 18 Halbsatz 2 voll an der Verhältnisrechnung teil, auch unter fünf Prozent. Tragen Sie bei einer kleinen Partei einen Wahlkreis ein und sehen Sie, was passiert.

Zur Regelungslücke, offen benannt: Die geltende Landeswahlordnung von 2025 enthält die Berechnungsvorschrift für den Ausgleich nach § 19 Absatz 2 Satz 2 nicht mehr. Dieser Rechner folgt deshalb der dokumentierten Praxis des Landeswahlamts (Information zum Sitzzuteilungsverfahren, Stand 7. Januar 2026) und dem Bericht des Landeswahlleiters zur Wiederholungswahl 2023: neue Gesamtzahl = Mandate der Überhangpartei mal berücksichtigte Zweitstimmen geteilt durch ihre Zweitstimmen, Bruchteile über 0,5 aufgerundet. Mit dieser Formel reproduziert der Rechner das amtliche Ergebnis von 2023 zahlengleich (158,9769 → 159 Sitze).

Offengelegte Modellannahmen. (1) Die Zweitstimmen je Bezirk folgen dem Bezirksprofil der jeweiligen Partei aus der Wahl vom 20. September 2026. (2) Die eingetragenen Wahlkreiszahlen werden den Wahlkreisen mit dem größten fortgeschriebenen Vorsprung zugeordnet; mit den amtlichen Werten von 2026 trifft dieses Verfahren exakt die 78 tatsächlichen Wahlkreissieger. (3) Alle sechs Parteizeilen haben jetzt ein Wahlkreisfeld — auch das BSW, das 2026 in allen 78 Wahlkreisen mit Erststimmen angetreten ist (und keinen gewonnen hat). Bis zum Wahltag war dieses Feld gesperrt, weil die damalige Referenzwahl von 2023 für das BSW keine Erststimmen kannte. (4) Erfolgreiche Einzelbewerber nach § 17 Absatz 1 Satz 2 sind nicht abgebildet; dieser Fall ist in Berlin noch nie eingetreten. (5) Bei mehreren Überhangparteien kennt der amtliche Präzedenzfall von 2023 keine Regel — der Rechner lässt eine zunächst festgeschriebene Partei wieder in die Normalverteilung zurück, sobald ihr Verhältnisanspruch bei der vergrößerten Gesamtzahl über die Festschreibung wächst.

Es handelt sich um ein Analysemodell, nicht um eine amtliche Sitzberechnung und nicht um eine Prognose. Maßgeblich ist allein der Landeswahlausschuss. Die gleichzeitig stattfindenden Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen bildet dieser Rechner bewusst nicht ab — dafür gilt ein anderes Verfahren (§ 22 LWahlG).

Die farbigen Punkte vor den Parteinamen sind Erkennungsfarben in Anlehnung an die üblichen Wahlgrafiken, keine Parteilogos.

ParteiErgebnis in %gewonnene Wahlkreiseim Parlament?Sitze
Summe – – Zum Ergebnis ↓ –

Das Wahlergebnis

Was zeigt diese Grafik?

Alle Parteien, so wie Sie sie eingetragen haben. Blass dargestellt ist, wer nicht ins Parlament kommt.

Das Ergebnis

Stimmen, die nicht gezählt werden
–
Parteien, die rausfallen
–
Größe des Abgeordnetenhauses
–
Zusätzliche Mandate (Überhang und Ausgleich)
–
Absolute Mehrheit ab
–
Absolute Mehrheit erreicht?
–

Das Abgeordnetenhaus

Was zeigt diese Grafik?

Nur die Parteien, die es ins Abgeordnetenhaus geschafft haben — über die Hürde oder über ein Direktmandat (Grundmandatsklausel).

– Sitze insgesamt

    ↑ Werte verändern

    Wer könnte regieren?

    Was zeigt dieser Rechner?

    Eine Mehrheit ist eine Rechenaufgabe — eine Regierung ist es nicht. Klicken Sie die Parteien an, die Sie zusammenstellen wollen: Die Grafik zeigt sofort, ob die Sitze für eine Mehrheit reichen. Darunter steht, was die Beteiligten dazu öffentlich gesagt haben — mit Sprecher, Wortlaut und Datum. Wo niemand etwas gesagt hat, steht das ausdrücklich da: eine fehlende Erklärung ist keine Zustimmung.

    Detailanalyse: alle Bündnisse mit Belegen

    Der Rechner oben beantwortet eine Frage, die Sie stellen. Hier unten rechnet er von sich aus jede mögliche Kombination durch, sortiert sie nach tragfähig, ausgeschlossen und Minderheitsregierung und legt zu jeder die Belege bei.

    ↑ Werte verändern

    Die Regel dahinter — und was beim Ausprobieren zu beachten ist

    Eine Partei bekommt die absolute Mehrheit der Sitze, sobald mehr Stimmen verfallen als 100 minus ihr doppeltes Ergebnis. Jede Partei, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, hebt den Sitzanteil aller übrigen — am stärksten den der stärksten Partei. Genau das zeigt dieser Rechner: Ändern Sie eine kleine Partei auf einen Wert knapp unter 5 Prozent und beobachten Sie, was mit den Sitzen der anderen passiert.

    Leere Zellen in der Sitze-Spalte bedeuten: Diese Partei ist an der Hürde gescheitert und bekommt keinen einzigen Sitz. Die Berliner Ausnahme ist scharf: Tragen Sie bei einer Partei unter 5 Prozent einen einzigen gewonnenen Wahlkreis ein, so zieht sie mit ihrer vollen Stärke ins Abgeordnetenhaus ein — das ist der größte Hebel des Berliner Wahlrechts. „Sonstige“ ist ein Sammelposten aus vielen kleinen Parteien, von denen jede einzeln unter 5 Prozent bleibt — diese Zeile bekommt deshalb nie Sitze, zählt aber bei den gültigen Stimmen mit. Ihr Prozentwert wird automatisch ermittelt: 100 minus die Summe der sechs Parteien.

    Der Bezirks-Überhang ist die zweite Berliner Eigenheit. Weil SPD, CDU und Linke ihre Wahlkreissiege je Bezirk angerechnet bekommen, kann eine dieser Parteien mehr Sitze behalten, als ihr landesweit zustehen — und das Abgeordnetenhaus wächst, bis das Verhältnis wieder stimmt. Probieren Sie es aus: Verschieben Sie Wahlkreise zwischen CDU und Linke und beobachten Sie die Gesamtgröße.

    Ein Hinweis zum Ausprobieren. Wenn Sie nur einen einzigen Wert erhöhen, holt sich diese Partei die Stimmen rechnerisch bei „Sonstige“ — also bei Parteien, die ohnehin an der Hürde scheitern. Das ist ein möglicher, aber nicht der übliche Fall. Wollen Sie eine echte Wählerwanderung abbilden, senken Sie zusätzlich die Partei, die diese Stimmen abgibt. Das Ergebnis unterscheidet sich spürbar: Stimmen aus dem Sammelposten vergrößern die Menge der zählenden Stimmen, Stimmen von einer anderen Parlamentspartei nicht.