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Biden sprengte, weil er Deutschland nicht traute | Interview mit Seymour Hersh | Berliner Zeitung16.02.2023

ATTENTATE GLOBAL

Abschrift

Abschrift des Videos vom 16.02.202356 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Gibt es in Norwegen eine ausgeprägte Feindseligkeit gegenüber Russland, dass der Präsident sich darüber im Klaren war, was er den Menschen in Deutschland antat, dass er sie für einen Krieg bestrafte, der nicht gut verlief. Der Präsident der Vereinigten Staaten möchte lieber, dass Deutschland friert, als dass Deutschland die Ukraine möglicherweise nicht mehr unterstützt. Ich glaube, man muss überhaupt niemandem glauben, sondern was man braucht, ist nur mal seinen Gehirnkasten anzuschalten.

Und auch wenn einem die Wahrheit nicht gefällt, es müssen NATO-Länder gewesen sein. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, Die Welt Klar Sehen. Wir hatten vor einiger Zeit über den spektakulären Bericht, die Reportage auf dem Blog von Samuel Hirsch gesprochen. Und die Frage war ja von Anfang an, sind es Fake News oder sind es eben News? Sprich, ist es wahr oder ist es falsch? Darüber gab es ja heiße Diskussionen, auch bei mir auf dem Kanal. So, ob er das alles nur getürkt hätte, sprich, da gibt es vielleicht gar nicht mehr.

Aber Faktum ist, wir können jetzt den Begriff Fake News ersetzen durch aktuelles Interview, denn Seymour Hersh hat am 14.02. also vor zwei Tagen ein Interview bei der Berliner Zeitung gemacht und dort hat er ja außerdem, was er bisher schon in seinem Bericht getan hat und das nochmal erläutert für die Berliner Zeitung, noch zusätzliche Details und Informationen gegeben. Nämlich insbesondere, dass Herr US-Präsident Joe Biden unserem Bundeskanzler Scholz nicht getraut hat und quasi aus Sicherheit und zur Bestrafung Deutschlands die Pipelines gesprengt hätte. Ja, was er genau damit sagen will, das schauen wir uns dann gleich mal an.

Ja, zunächst einmal wollen wir uns da mal den Bericht der Berliner Zeitung anschauen und der sieht dann ja in etwa so aus. Ja, also Thema Hirschen Interview. Joe Biden sprengte Nord Stream, weil er Deutschland nicht traute. Ja, und jetzt blättern wir hier nur einmal kurz durch, dass also das ein relativ langes Interview ist für eine Zeitung, also jedenfalls für die Berliner Zeitung mit auch Querverweisen. Ja, und das geht hier also noch so ein bisschen weiter.

Und man muss sagen, das meiste von dem, was hier gesagt wird, kennen wir schon, weil wir das eben selber schon aus dem Blog von Seema Hirsch gelesen haben. Und ich möchte jetzt nur noch mich beschränken auf den Teil, der weiter hinten ist, quasi der letzte Teil und der für uns neu ist. Und da gibt es auch noch ein paar ganz interessante Details. Ja, die erste Frage ist, oder der erste Punkt ist zum Thema Norwegen. Es gab ja bei mir auf dem Kanal jemanden, der sagte, nein, die Norweger, die sind ja so stolz, die würden sich doch niemals Befehle von den USA geben lassen.

Ja, genau die Frage stellt sinngemäß jetzt auch ein Reporter oder der Reporter der Berliner Zeitung, nämlich inwiefern war das Land beteiligt und warum sollten die Norweger so etwas tun? So, und jetzt antwortete Sieber Hirsch, Norwegen ist eine große Seefahrernation und sie haben Energiequellen in der Tiefe. Okay, das wissen wir. Sie sind auch sehr darauf bedacht, ihre Erdgaslieferungen nach Westeuropa und Deutschland zu steigern. Das hatte ich auch erwähnt. Ja, Russland ist deren größter Konkurrent. Und das haben sie auch getan. Sie haben ihre Exporte gesteigert.

Warum sollten sie also nicht aus wirtschaftlichen Gründen sich mit den USA zusammentun? Das heißt, die Argumentation, die ist eben rein wirtschaftlich und außerdem gibt es in Norwegen eine ausgeprägte Feindseligkeit gegenüber Russland. Ja, eine wirklich interessante Passage, die wir hier besprechen. Man kommt aber eigentlich noch weiter hinten und die geht eigentlich los, nachdem jetzt angeblich Herr Biden eben die Sprengung befohlen hat.

So, aber nachdem die Russen einmarschiert waren und dann als die Operation abgeschlossen war, wurde die ganze Sache den Leuten, die sie durchführten, zunehmend zuwider. Es handelt sich um Leute, die in Spitzenfunktion bei den Geheimdiensten arbeiten und gut ausgebildet sind. Sie wendeten sich gegen das Projekt, sie hielten es für verrückt. Ja, das ist doch mal ganz interessant, dass also die Leute, die drin steckten, nach dieser Aussage auf einmal ihre Meinung änderten, dass es selbst denen das nicht mehr gefiel.

Und das erklärt natürlich auch manche, ich sag mal, für mich unsinnige Kritik an dem Hirsch-Bericht. Das haben ja einige Leute gesagt, wo sind die Beweise, wo sind die Beweise, wo sind die Beweise. Natürlich sind Beweise immer das Beste, was man haben kann. Aber wir reden doch hier von geheimdienstlichen Operationen. Also bitte, liebe Leute, müsst doch mal ein bisschen das Gehirn einschalten. Bei geheimdienstlichen Operationen, die auf höchster Ebene stattfinden, was glauben Sie denn, wann jemals irgendein Beweis dafür erbracht wird? Das ist doch lebensgefährlich für Leute, wenn die sich äußern, wer sind seine Quellen?

Da glauben sie, dass irgendein Whistleblower, der auf einer hohen Ebene ist, sich outen wird und wird sagen, ich bin der Verräter von Staatsgeheimnissen, wo da in Amerika die strengsten Strafen draufstehen. Also ein bisschen Realismus sollte aber schon sein, wenn man an solche Sachen rangeht. Meinen sie nicht? So, also sie wendeten sich gegen das Projekt, weil sie es für verrückt hielten. Kurze Zeit nach dem Anschlag, nachdem sie getan hatten, was ihnen befohlen worden war, gab es bei den Beteiligten eine Menge Zorn über die Operation und Ablehnung.

Und das ist einer der Gründe, warum ich, also Seymour Hersh, so viel erfahren habe. So sprich, es bestand ein Bedarf seitens dieser Geheimnisträger, die Sache irgendwie aus dem Geheimnis rauszuholen. Und da hat man sich an jemanden gewandt, wie den Seymour Hersh, der eben als vertrauenswürdig gilt und von dem man weiß, dass er sie nicht verraten wird. Und ich werde Ihnen noch etwas sagen. Die Menschen in Amerika und Europa, die Pipelines bauen, wissen, was passiert ist.

Ich sage Ihnen etwas Wichtiges. Die Leute, denen Unternehmen gehören, die Pipelines bauen, kennen die Geschichte. Ich habe die Geschichte nicht von Ihnen erfahren, aber ich habe schnell erfahren, dass Sie es wissen. So, lassen Sie uns zu dieser Situation im Juni des vergangenen Jahres zurückkehren. Präsident Joe Biden beschloss es nicht direkt zu tun und verschob es. Außenminister Antony Blinken sagte ein paar Tage nach der Sprengung der Pipelines auf einer Kofferkonferenz, dass Putin ein wichtiger Machtfaktor genommen worden sei. Er sagte, die Zerstörung der Pipelines sei eine ungeheure Chance, eine Chance Russland die Möglichkeit zu nehmen, die Pipelines als Waffe einzusetzen.

Es ging darum, dass Westeuropa nicht mehr unter Druck setzen konnte, die Unterstützung der USA im Ukraine-Krieg zu beenden. Die Befürchtung war, dass Westeuropa nicht mehr mitmachen würde. Ich glaube, der Grund für diese Entscheidung war, dass der Krieg für den Westen nicht gut lief und sie Angst vor dem nahenden Winter hatten. Nord Stream 2 wurde von Deutschland selbst auf Eis gelegt, nicht durch internationale Sanktionen und die USA hatten Angst, dass Deutschland die Sanktionen wegen eines kalten Winters aufheben würde.

Ja, da sehen wir also, dass diese These, dass Deutschland doch immer nur ein Vasall der USA sei und überhaupt gar keinen eigenen Willen hätte, so denn auch nicht stimmt. Also auch Vasallen, wenn sie denn welche sind, die können auch mal Nein sagen. Und Politiker wollen ja wiedergewählt werden. Und der deutsche Wohlstandsbürger möchte natürlich nicht im Winter frieren. Und da ist natürlich klar, dass man versucht, als Politiker nicht nur USA-Maßgaben zu befolgen, sondern auch seine Wiederwahl oder zumindest sein Amt zu erhalten.

und das ist doch irgendwie eine ganz interessante sachlage und weiter geht es jetzt fragt der reporter was sind nach ihrer meinung die motive für den anschlag die us-regierung war ja aus vielen gründen gegen die pipeline manche sagen sie waren dagegen weil die russland schwächen wollte oder um die beziehungen zwischen russland und westeuropa insbesondere deutschland zu Aber vielleicht auch um die deutsche Wirtschaft zu sprechen, die ja ein Konkurrent der US-Wirtschaft ist. Die hohen Preise haben ja, also Gaspreise haben dazu geführt, dass Unternehmen in die USA abwandern. Was ist Ihre Sicht auf die Motive der US-Regierung?

Also eine ziemlich lange Frage, wollen wir mal gucken, was der Seymour Hersh antwortet. Ich glaube nicht, dass sie das gründlich durchdacht haben. Ich weiß, das klingt seltsam. Ich glaube nicht, dass Außenminister Blinken und einige andere in der Regierung tiefgründige Denker sind. Es gibt sicherlich Leute in der amerikanischen Wirtschaft, denen die Idee gefällt, dass wir wettbewerbsfähiger werden. Wir verkaufen Flüssiggas mit extrem hohen Gewinnen, wir verdienen eine Menge Geld damit. Ich bin sicher, dass es einige Leute gab, die dachten, Junge, das wird der amerikanischen Wirtschaft einen langfristigen Schub geben. Aber im Weißen Haus war man, glaube ich, immer von der Wiederwahl besessen und man wollte den Krieg gewinnen, man wollte einen Sieg erringen, man wollte, dass die Ukraine irgendwie magisch gewinnt.

Es könnte einige Leute geben, die denken, dass es vielleicht besser für unsere Wirtschaft ist, wenn die deutsche Wirtschaft schwach ist. Aber das ist verrückt. Ich denke, dass wir uns in etwas verstrickt haben, das nicht funktionieren wird. Der Krieg wird für diese Regierung nicht gut ausgehen. Ja, ist doch auch mal ganz interessant, dass der Hirsch mit seiner Kenntnis also glaubt, dass es quasi ein Fehler war, eine falsche Einschätzung von Ursache und Wirkung. Also die Ursache ist natürlich klar, aber dass die Wirkung dann vielleicht nicht die sind, die daraus resultieren.

Aber auch das zeigte, dass die Weltverschwörungstheorien, die manche Leute für unbestreitbar halten, nach dem Motto, da gibt es allmächtige, allwissende, sechs- und siebendimensionale Globalstrategen und die machen niemals Fehler. Fehler, doch die machen auch Fehler, sondern wir haben eben nicht alles unter Kontrolle, da gibt es eben auch einzelne Menschen, die mal dumm sind und was Falsches sagen zu einem Zeitpunkt, wo sie es nicht sagen sollten oder die dann Beschlüsse fällen, die vielleicht auch nicht so optimal sind.

Nun kann man wieder sagen, ja, aber das ist dann auf einer Meta-Ebene doch wieder ein höherer Plan, kann man sagen, aber den Beweis muss man ja erstmal antreten. Also Beweis, die dann jetzt nicht nur als Spekulation, es muss doch so sein, sondern dann vielleicht eher auf der Ebene von Hirsch, ich habe Quellen, die mir genau das belegen, aber ich kann diese Quellen aus Quellenschutzgründen nicht benennen. Was denken Sie, wie dieser Krieg enden könnte, ist die nächste Frage.

Es spielt keine Rolle, was ich denke. Was ich weiß, ist, dass dieser Krieg auf keinen Fall so enden wird, wie wir es uns wünschen. Und ich weiß nicht, was wir tun werden, wenn wir weiter in die Zukunft blicken. Es macht mir Angst, dass der Präsident zu so etwas bereit war. Und die Leute, die diese Mission durchführten, glaubten, dass der Präsident sich darüber im Klaren war, was er den Menschen in Deutschland antat, dass er sie für einen Krieg bestrafte, der nicht gut verlief. Und auf lange Sicht wird dies nicht nur seinen Ruf als Präsident bestätigen, beschädigen, sondern auch politisch sehr schädlich sein. Es wird ein Stigma für die USA sein.

Das Weiße Haus hatte die Befürchtung, dass es auf verlorenen Posten stehen könnte, dass Deutschland und Westeuropa die von uns gewünschten Waffen nicht mehr liefern würden und dass der deutsche Bundeskanzler die Pipeline wieder in Betrieb nehmen könnte. Das war eine große Sorge in Washington. Ich würde Bundeskanzler Scholz eine Menge Fragen stellen. Ja, also hier führt Hirsch nochmal auf im Detail, was quasi die Beweggründe der USA nach seiner Beurteilung gewesen sind und dass er Bundeskanzler Scholz Fragen stellen würde.

Ja, das hatte ich ja in meiner Besprechung auch gemacht, denn immerhin stand ja damals, als der George Joe Biden sagte, ja, wir bringen die Pipeline down, ja, we will bring it to an end oder ähnliches, sagte er, also sprich, wir kappen das, ja, sagte ja der Bundeskanzler so ein bisschen diplomatisch, ja, wir machen alles gemeinsam, ja, aber was heißt denn gemeinsam? Also wenn er damals wusste, was der US-Präsident vorhatte, dann war er ja Mitwisser an einem staatsterroristischen Akt, rein theoretisch. Und das würde auf unseren Bundeskanzler ja auch nicht so ein gutes Licht werfen.

Und ich glaube, in diese Richtung geht jetzt auch der Seymour Hersh. Ich würde Bundeskanzler Scholz eine Menge Fragen stellen. Ich würde ihn fragen, was er im Februar erfahren hat, als er beim Präsidenten war. Die Operation war streng geheim und der Präsident sollte niemandem von unserer Fähigkeit erzählen. Aber er plaudert gern. Er sagt manchmal Dinge, die er nicht sagen sollte.

Über ihre Geschichte wurde in deutschen Medien eher zurückhaltend und kritisch berichtet. zurückhaltend und kritisch. Weißt du, die typische Diffamierungskampagne, die wir bei allen kritischen Meldungen der letzten Jahre hatten, nämlich, das ist ja jemand, der ist alt, der hat es selber nicht geschrieben, der spinnt nur vor sich hin und wer ist er schon? Also, ich bitte Sie, unser Journalismus, der ist doch auf einem so absteigenden Ast, das ist ja beschämend.

Wie könnte ich über meine Quelle, achso, Sie hätten nur eine einzige Die einzige anonyme Quelle, und das sei nicht zuverlässig, manche griffen ihren Ruf an. Wie könnte ich über meine Quelle sprechen? Ich habe viele Geschichten geschrieben, die auf ungenannten Quellen beruhen. Wenn ich jemanden nennen würde, würde er gefeuert oder noch schlimmer eingesperrt werden. Ja eben, weil es Geheimnisverrat ist. Das Gesetz ist sehr streng. Ich habe noch nie jemanden enttarnt. Und wenn ich schreibe, sage ich natürlich, wie ich es in diesem Artikel getan habe, dass es sich um eine Quelle handelt. Punkt. Und genau so funktioniert journalistische Arbeit. Wie oft hören wir in unseren Nachrichten aus informierten Kreisen der Regierung, aus informierten Kreisen des Bundestages.

Das ist doch genau diese Arbeit. Ein Insider erzählt einem Journalisten etwas und macht das aber nur unter der Voraussetzung, dass er als Quelle geschützt wird. Genau das ist Journalismus. Und da kann man doch nicht Journalisten vorwerfen, dass sie ihre Quelle schützen. Also das ist ein Blödsinn hoch drei. Im Laufe der Jahre sind die Geschichten, die ich geschrieben habe, immer akzeptiert worden, was zu Deutsch heißt.

Seine Geschichten haben sich als wahr erwiesen. Wie haben Sie Ihre Fakten überprüft, fragt der Reporter. Ich habe für die aktuelle Story mit ebenso erfahrenen Faktenprüfern zusammengearbeitet, wie ich sie früher beim New Yorker hatte. Also da hat er immer gearbeitet. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, obskure Informationen, die mir mitgeteilt werden, zu prüfen. Die persönlichen Angriffe auf mich fehlen außerdem den Punkt. Der Punkt ist nämlich, dass Biden beschlossen hat, die Deutschen diesen Winter frieren zu lassen.

Der Präsident der Vereinigten Staaten möchte lieber, dass Deutschland friert, als dass Deutschland die Ukraine möglicherweise nicht mehr unterstützt. Und das ist für mich eine verheerende Sache für dieses Weiße Haus. Ja, natürlich ist das verheerend, weil das eben die Beziehung zwischen USA und Deutschland und im Grunde genommen auch zu den anderen EU-Staaten oder NATO-Staaten ja schwer belastet, wenn der stärkste Bündnispartner quasi seine eigenen Mitkumpanen, seine Partnerländer unter Druck setzt und zwar, indem er quasi die eigene Bevölkerung dort bedroht.

Denn was anderes ist es denn, wenn man sagt, entweder du machst so wie ich will oder aber deine Bevölkerung muss im Winter frieren, was zu deutsch heißt, du wirst aus dem Abt gejagt, lieber Herr Olaf Scholz und deine ganzen Ampelkoalition gleich mit. Das heißt, das sind ja politische Methoden, die machiavellischer Art sind. Gewalt geht vor Recht und Ordnung. Aber das hatten wir ja auch schon gehört, dass der Black meinte, dass die letzten Regierungen sich wie Mafia-Methoden, wie bei Al Capone, bedient hätten.

Der Punkt ist auch, dass dies als ein kriegerischer Akt nicht nur gegen Russland, sondern gegen auch westliche Verbündete, insbesondere Deutschland, wahrgenommen werden kann, sagt jetzt wieder der Reporter. Hirsch antwortet, ich würde es einfacher formulieren. Die Leute, die an der Operation beteiligt waren, sahen, dass der Präsident für seine kurzfristigen politischen Ziele Deutschland frieren lassen wollte und das hat sie entsetzt.

Das heißt, für langfristige politische Ziele hätte sie das nicht entsetzt. Also diese Leute, und das waren ja die eben beim CIA und alle anderen, die er da weiter oben im Text benannt hat, also die wichtigen Geheimdienste und militärischen Führer, die sind schon bereit, solche Maßnahmen zu machen, aber bitte nicht für solche billigen kurzfristigen Ziele. Wenn es langfristig einen Nutzen bringt, ja dann schon, aber kurzfristig, nein, da sind wir dann doch lieber moralisch.

Ich spreche hier von Amerikanern, die den Vereinigten Staaten gegenüber sehr loyal sind. Bei der CIA ist es so, dass man, wie ich es in meinem Artikel formuliere, für die Macht arbeitet und nicht für die Verfassung. Was zum Deutsch heißt, die CIA ist völlig gewissenlos, sie kämpft für jeden. Der politische Vorteil der CIA liegt darin, dass ein Präsident, der seine Pläne im Kongress nicht durchbekommt, mit dem CIA-Direktor im Rosengarten des Weißen Hauses spazieren gehen kann,

um etwas Geheimes zu planen, das auf der anderen Seite des Atlantiks, wo auch immer auf der Welt, viele Menschen treffen kann. Das war immer das Alleinstellungsmerkmal der CIA, mit dem ich meine Probleme habe. Ja, warum hat er ein Problem? Weil er quasi damit argumentiert, dass ein Präsident die CIA als persönliches Machtmittel missbraucht und die CIA so unmoralisch ist und sich wohl an kein höheres Gesetz gebunden fühlt nach dem Motto, wenn der Präsident sagt, ich will das und das, dann machen wir das eben.

Also das ist ja einerseits ganz schön, dass sie so eine Nibelungentreue haben, jeden Befehl auszuführen, aber es ist natürlich auch traurig, dass sie ja keine ethischen Werte mehr haben, die irgendwie mit der amerikanischen Gerichtsbarkeit noch zusammenhängen. Aber selbst diese Gemeinschaft, also die CIA, ist entsetzt darüber, dass Biden beschlossen hat, Europa der Kälte auszusetzen, um einen Krieg zu unterstützen, den er nicht gewinnen wird.

Das ist für mich ruchlos. Nächste Frage. Sie sagten in Ihrem Artikel, dass die Planung des Angriffs dem Kongress nicht gemeldet wurde, wie es bei anderen verdeckten Operationen notwendig ist. Antwort. Die Sache wurde auch an vielen Stellen innerhalb des Militärs nicht gemeldet. Es gab noch an anderen Stellen Leute, die hätten informiert werden müssen, aber nicht informiert wurden. Die Operation war sehr geheim. Welche Rolle spielt Mut für Sie in Ihrem Beruf? Was ist mutig daran, die Wahrheit zu sagen? Unser Job ist es, nicht Angst zu haben. Und manchmal wird es hässlich.

Da ist er doch sehr bescheiden. Also erinnern sich mal, wie bei uns in Deutschland das Meinungsklima sich doch für viele Leute subjektiv so verschlechtert hat, dass immer mehr Umfragen sagen, dass immer mehr Menschen glauben, dass sie bestimmte Dinge in diesem Land nicht sagen dürften. Das heißt also, es gibt schon das Gefühl von Angst. Und wenn er sagt, ja was ist Mut? Hauptsache wir haben keine Angst. Ja genau das ist doch Mut, keine Angst zu haben. Keine Angst zu haben, die Wahrheit zu sagen und dann eben aber auch den Preis dafür zu bezahlen, wenn andere Leute der Meinung sind, dass diese Wahrheit nicht gesagt werden darf.

Und manchmal wird es hässlich. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen, wissen Sie, ich spreche nicht darüber, aber Drogen werden nicht an Menschen wie mich gerichtet, sondern an die Kinder von Menschen wie mir. Das heißt also, man hat seine Familie mit Leib und Leben oder was auch immer bedroht, damit er die Klappe hält und seine Forschung oder Recherchen nicht macht. Ja, das sind tatsächlich Mafia-Methoden.

Es gab furchtbare Dinge, aber man macht sich keine Gedanken darüber. Das kann man nicht. Man muss einfach tun, was man tut. Ja, das heißt also, man hat ihn wohl erheblich unter Druck gesetzt und er hat sich aber nicht einschüchtern lassen, ja, trotz allem. So, und da sieht man eben, dass wer mutig ist und die Wahrheit, die geheim bleiben soll, offenbaren will, dass der ein gefährliches Leben lebt, ja,

Und sich ganz genau überlegen, muss das nicht nur er selber einem Risiko unterliegt, sondern auch alle, die mit ihm verbunden sind. Und da kommt eben die Kosten-Nutzen-Kalkulation rein. Was bin ich als Wahrheitsfanatiker, sage ich jetzt mal, bereit, meiner Familie, meinen Lieben, meiner Firma anzutun? Oder im Interesse, die zu schützen, schweige ich dann lieber oder äußere mich weniger? Ja, was ist nun mein Fazit? Was haben wir nun Neues erfahren? Gut, wir haben ein paar Details erfahren, was die Motive von Herrn Biden sein könnten. Es wurde nochmal in Frage gestellt, inwieweit unser Bundeskanzler Scholz von diesem Vorhaben Kenntnis hatte, was natürlich eine ganz heiße Frage ist.

Die wird aber nur Herr Scholz selber beantworten können. Wir können jetzt darüber spekulieren. Und dann ist natürlich auch die Frage, was hat uns jetzt das an mehr Glaubwürdigkeit gebracht? Also im Grunde genommen hängen wir immer noch bei dem Punkt, entweder wir glauben Herrn Hirsch oder wir glauben ihm nicht. Und auch auf meinem Kanal wurde diese Frage, ja, warum soll man dem denn glauben, wenn der nur sich auf anonyme Quellen bezieht?

Ja, kann man so sehen. Man muss ja nicht der Autorität glauben. Man muss auch nicht dem Oberst Black glauben. Ich glaube, man muss überhaupt niemandem glauben, sondern was man braucht, ist nur mal seinen Gehirnkasten anzuschalten. Und jetzt versetzen wir uns mal zurück vor ungefähr einem Jahr. Und der Krieg beginnt und dann irgendwann mal einige Monate später explodiert die Pipeline oder die Pipelines. Und an dem Tag, an dem sie explodiert sind, da hat es noch kein Seymour Hersh gegeben, da hat es noch kein Colonel Black gegeben, die irgendetwas gesagt haben.

So, und was hätten wir mit eigenem logischen Denken uns denken können, wer der Attentäter ist? So, denn dass es sich um einen Attentat handelt, weil es ja die Energieversorgung unseres ganzen Landes und vielleicht sogar ganz Europas gefährdet, das ist ja klar. Ja, und man sich fragt ja, wie kann man jetzt das Problem lösen? Wir sind doch keine Militärs, wir sind doch keine Politiker, wie kann man da rangehen? Dann sage ich, denken Sie mal an viele, viele Krimis, in denen ein geschlossener Täterkreis ist.

Dass da sitzen zehn Leute in einem Haus, das Licht geht aus und plötzlich, wenn das Licht wieder angeht, hat einer ein Messer in der Brust und ist tot. Es ist doch ganz klar, dass einer von den übrigen neunen der Täter sein muss. Wenn das in der Zeit, wo das Licht einmal ausgeht und wieder angeht, ein Elfter von außen reinkommt, dem das Messer in die Brust sticht und wieder abhaut, ist eher unwahrscheinlich. Und genau so einen Raum haben wir bezüglich der Pipelines auch, nämlich den Ostseeraum. Und dieser Ostseeraum ist, wie Hirsch da ganz richtig sagt, hoch überwacht. Und zwar warum? Weil ja dort seit Februar Krieg ist in der Ukraine.

Das heißt, dort patrouillieren die NATO-Schiffe, da sind die Russen und da sind auch Schiffe von reiner Ländern an die Ostsee, die nicht zur NATO gehören. Das heißt, es gibt ja quasi niemanden, der in der Ostsee irgendetwas machen kann, der nicht von irgendeiner Militäraufklärung erfasst wird. Und wenn da jemand etwas macht, dann weiß man das von Seiten des Militärs.

Also ist schon mal eins klar. Die Chinesen waren es mit Sicherheit nicht. Denn dann hätten wir mit Sicherheit die Aufklärung, es waren die Chinesen. Also kommen nur die Länder, die unmittelbar regelmäßigen Zugang zur Ostsee haben, nämlich alle NATO-Länder, alle Anrainerländer, die nicht NATO-Länder sind und die Russen als potenzielle Attentäter in Frage. Frage. Und jetzt kann man sich die Frage stellen, welche Täter kann man denn ausschließen? Wer hat welche Motive? Und jetzt denken Sie bitte mal logisch, völlig entfernt davon, von Schuld oder von wie böse jemand ist.

Und Russland baut zehn Jahre lang zusammen mit Deutschland eine multimilliardenteure Infrastrukturanlage. Warum? Um Geld zu verdienen, um sich seinen Marktanteil in Europa mit den Gaslieferungen zu verdoppeln, um vielleicht auch Europa mehr in seine Abhängigkeit zu bringen und dann später die Preise zu erhöhen. Russland hat einen Konkurrenten, Norwegen. Und in dem Moment, wo Russland diese zweite Pipeline baut,

ist der Marktanteil von Norwegen reduziert. Also auch das ist ein Vorteil. Wenn aber der Marktvorteil von Russland größer wird, heißt es, Russland verdient mehr Geld, kann mehr prosperieren, kann mehr Industrie aufbauen und, und, und. Das heißt, Russland hat ein ganz klares wirtschaftliches Interesse gehabt, diese Pipelines zu bauen und in Betrieb zu halten. So, und jetzt wird behauptet, die Russen hätten ihre eigene Pipeline gesprengt. Ja, warum sollten sie das tun? Sie bauen erst für Milliarden eine Pipeline und dann müssen sie, nach dem Hirsch-Bericht wissen wir ja, dass es über Monate gedauert hat, diese Pipeline zu sprengen. Dann müssten die Russen ja auch über Monate hinweg planen, um sowas zu sprengen. Warum sollten die das tun?

Nun, Sie könnten doch einfach da, wo Sie sind, nämlich in Russland, den Gashahn zudrehen. Das dauert 30 Sekunden und dann fließt da auch kein Gas mehr. Und dann ist Europa auch ohne Gas. Dann könnten Sie Europa erpressen. Ihr habt ja kein Gas. Aber wenn ihr mir das dreifache, fünffache, zehnfache, zwanzigfache zahlt, dann drehe ich den Gashahn wieder auf. So diese Verhandlungsposition hätte Russland doch nicht, wenn es seine eigene Pipeline zerstört. und dann vielleicht für hunderte von Millionen Euro nachher wieder reparieren muss.

Wo sie dann vielleicht noch von der NATO behindert werden, weil denen das nicht gefällt, dass die die Pipeline reparieren. Also so blödsinnig kann doch Russland überhaupt gar nicht sein. Das heißt, jeder, der behauptet, die Russen haben ihre eigene Pipeline zerstört, erzählt einen hirnverbrannten Blödsinn, den ein Fünfjähriger eigentlich schon nicht mehr glauben kann, weil es schlichtweg unlogisch ist. Und damit scheidet Russland schon am ersten Tag, wo die Sprengung veröffentlicht ist, bekannt gemacht wird, als potenzieller Attentäter aus, aus rein logisch wirtschaftlichen Gründen. Und dadurch reduziert sich der Täterkreis auf alle anderen. Das heißt, auf NATO-Länder und auf Anrainer an die Ostsee, die nicht NATO-Länder sind.

So, und jetzt kann man sich dann fragen, wer von denen hat ein Interesse und wer von denen hat die Möglichkeiten, sodass Zivilisten da reinkommen, die vielleicht die Möglichkeiten hätten. Ja, gibt es solche Zivilisten? Gibt es Spezialunternehmen, die unter Wassersprengung machen müssen? In welchen Fällen soll denn so etwas passieren? Ja, und die sollen unerkannt dort gearbeitet haben. Irgendwelche Terroristen, irgendwelche Klimakleber, die sich eine Gebrauchsanleitung, wie sprenge ich eine Pipeline aus dem Internet heruntergeladen haben. Ja, irgendwelche normalen Terroristen. Wie sollen die denn da hinkommen mit einem hoch überwachtes militärisches Sperrgebiet, wo selbst die Handelsschifffahrt überwacht wird, ja, und keiner einen Pups machen kann, ohne dass die 27 Länder genau wissen, was da passiert.

Ja, so, also das ist ja auch Unsinn. Das heißt, es ist unvermeidbar, dass der Sprengstoffattentäter dieser Pipelines aus einem militärischen Kreis kommt. Denn alle diese Länder, die Marineeinheiten haben, haben Kampfschwimmer, die haben Kampftaucher. Ja, die sind genau für solche Sachen ausgebildet. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass ein ziviles Unternehmen, ein ziviler Terrorist, irgendein Araber oder sonst nicht, wer da die Sprengung vorgenommen hätte, ein Sohn von Osama Bin Laden sozusagen, ist ein völliger Unfug.

Also es kann nur eine der anderen sein, nämlich NATO-Länder oder nicht NATO-Anrainerstaaten an der Ostsee. Und dann muss man sich die Frage stellen, wer hat ein Interesse daran? Wer profitiert davon? Qui bono? Wer hat den größten Nutzen? Ja, und insofern ist ganz klar, die Russen waren es nicht, die Chinesen waren es nicht, Terroristen externe waren es auch nicht und die Klimakleber waren es auch nicht. Und auch wenn einem die Wahrheit nicht gefällt, es müssen NATO-Länder gewesen sein.

So und in Anbetracht dessen, wie die NATO sich bisher im Leben dargestellt hat, seitdem sie existiert, weiß jeder, dass wir in der NATO wie die USA das dominante Land sind. Wie schon der Herr Colonel Black sagte, was nicht ausdrücklich von den USA genehmigt ist, passiert nicht in der NATO. Und das ist nicht die Aussage nur von Herrn Black. Das weiß jeder, der ein bisschen sich mit Außenpolitik und NATO beschäftigt hat.

Also ist die logische Schlussfolgerung, es gibt jetzt nur noch zwei mögliche Tätergruppen, nämlich ein nicht anreiner Land oder ein anreiner Land, was nicht in der NATO drin ist oder ein NATO Land. Und jetzt können Sie sich mal überlegen, was wohl wahrscheinlicher ist. Welche Länder gibt es überhaupt, die dort Anrainerländer sind und die nicht in der NATO sind und die unter den Augen der NATO-Länder, die dort ständig sind, weil ja Krieg in der Ukraine ist, tatsächlich die Dreistigkeit haben, dort ein Sprengstoffattentat zu machen.

Glauben Sie das im Ernst? Das kann nicht sein. Das heißt, es mag solche Anreinerländer geben, aber nicht in einer Kriegssituation. Wäre das in der Vorkriegssituation gewesen, vor zwei, drei Jahren, wo noch keiner dort aufgerüstet hat, wo wieder die Russen dort aufgerüstet haben, wo noch die NATO dort ständig Manöver gemacht hat, dann hätte man sagen können, ja, da hätte irgendein Land, was nicht NATO-Mitglied ist, sagen können, ja, wir wollen die Russen ärgern und diskreditieren, wir machen das mal. Aber doch nicht jetzt, mitten in einem Kriegsgebiet. Das heißt also, der Täterkreis reduziert sich alleine auf NATO-Länder. Jetzt können Sie sich selber Gedanken machen, welche NATO-Länder daran beteiligt waren.

Schreiben Sie einfach Ihre Meinung unten rein, was Sie glauben, was die Wahrheit ist. Bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen. Clever Denken 300

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Biden sprengte, weil er Deutschland nicht traute | Interview mit Seymour Hersh | Berliner Zeitung“, Die Welt Klar Sehen, 16.02.2023.

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Uwe Loose bespricht das Interview der Berliner Zeitung mit dem Investigativjournalisten Seymour Hersh zu dessen These, die USA hätten unter Joe Biden die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. Im Zentrum stehen die neuen Details zu Bidens Motiven und eine logische Täterkreis-Analyse des Anschlags.

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