Russland will verhandeln | Ukraine-Sieg unmöglich | EU-Länder verhindern aktiv Friedensverhandlungen08.03.2023
UKRAINE - NARRATIV UKRAINE - NARRATIV
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Abschrift des Videos vom 08.03.202377 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Wie sieht es denn eigentlich um dieser politischen Propaganda aus? Vormals ranköste deutsche Soldat und Vorsitzender des NATO-Russland-Rates sagt, vielleicht wird einmal die Frage gestellt, wer diesen Krieg nicht verhindern wollte. Hat der damalige britische Premierminister Boris Johnson am 9. April in Kiew interveniert und eine Unterzeichnung verhindert mit der Begründung, der Westen sei für ein Kriegsende nicht bereit.
Die beiden Hauptakteure in diesem Krieg sind Russland und die USA. Die Ukraine kämpft auch für die geopolitischen Interessen der USA, was die Politik des Westens eine unglaubliche Provokation ist und wenn EU und NATO ihren Kurs nicht ändern, es zu einer Katastrophe kommen könnte. Der amerikanische Generalstabschef und dem Generalstabschef, dem obersten Soldaten der USA, General Mark Milley, hat die Ukraine das, was sie militärisch erreichen konnte, erreicht. Mehr ist nicht möglich. Deshalb sollten jetzt diplomatische Bemühungen aufgenommen werden, um einen Verhandlungsfrieden zu erreichen. Jetzt stellt sich heraus, wir sind diejenigen, die internationale Vereinbarung nicht einhalten.
klar sehen clever denken bei handeln hallo liebe zuschauer willkommen auf meinem kanal die welt klar sehen heute möchte ich das thema mit der ukraine mal wieder von einer ganz anderen perspektive beleuchten wir hatten ja als letztes mal gehabt da ging es ja um die sprengung der nord stream pipeline und da hatte colonel black ja einiges erzählt über die nach seiner meinung
mit verantwortung der usa so aber darüber kann man natürlich streiten solange die beweise nicht auf dem tisch liegen so und davor hatten wir ja mal über die allgemeine militärische lage einschätzung gesprochen soweit sie von österreichischen militärstrategen aus der ferne beurteilt wird auf basis von vermutlich britischer geheimdienstinformationen und was wir wir dann aber nur so nebenbei gestreift haben, auch mit einem amerikanischen Beitrag im Grunde
genommen, nämlich wie wichtig Propaganda bei einer Kriegsführung im Allgemeinen ist und in diesem Zusammenhang, ja da macht unser heutiges Video auch noch einen besonderen Sinn. Ja und zwar in der Hinsicht, dass man eigentlich sagen kann, ja wie sieht es denn eigentlich so um dieser politischen Propaganda aus. Da habe ich einen Text gefunden, den ich mal mit Ihnen besprechen möchte.
Und zwar gab es da eben von Seiten der Zeitschrift Emma, die hat jetzt am 4. März ein Interview veröffentlicht. Und zwar, wollen wir mal gucken, welches ist es denn? Das ist wohl dieses hier. Russland will verhandeln, heißt es dort. Dort spricht ein Generalmajor A.D. Harald Kujat und erklärt, warum der Krieg längst beendet sein könnte und klagt über Medien, die Selbstpolitik machen wollen.
Der vormals ranköste deutsche Soldat und Vorsitzende des NATO-Russlandrates sagt, vielleicht wird einmal die Frage gestellt, wer diesen Krieg nicht verhindern wollte. Ja, Tatsache ist, dass die Emma diesen Texte selber, ich sag mal, ausgeliehen hat, beziehungsweise Lizenz bekommen hat, von eben einem Online-Magazin in der Schweiz, das heißt Zeitgeschehen im Fokus. So und die haben eben das Interview geführt und wenn man mal schaut, dann ist das eigentlich schon ein Weilchen her, nämlich vom 18. Januar 1923.
Das heißt, was wir haben, ist jetzt ein nicht ganz tagesaktuelles Thema, aber es ist doch vielleicht mal ganz interessant von jemandem, der vielleicht oben auf der militärischen Seite gesessen hat, und zwar in Deutschland und in der NATO, dessen Einschätzung der ganzen Lage auch mal zu hören. Bevor wir dessen Einschätzung hören, also von Generalmajor A.D. Harald Kujat, sollten wir uns mal informieren, um wen handelt es sich denn überhaupt? Was ist das denn für einer?
So, und dann gucken wir einfach mal im Standardtisch-Nachschlagewerk der Wikipedia rein. Und was finden wir also? Er ist Jahrgang 1942, ursprünglich mal im polnischen Bereich geboren, Luftwaffengeneral, war von 2000 bis 2002 Generalinspektor der Bundeswehr und dann noch weitere Jahre dann Vorsitzender des NATO-Militärausschusses. Das heißt, hier haben wir auf jeden Fall schon mal jemanden, der grundsätzlich schon mal weiß, wovon er eigentlich redet.
Er war Sohn eines Landwirtes, der im Zweiten Weltkrieg gedehnt hat. Er hat 1965 seine Offiziersausbildung abgeschlossen und dann später, ab 1972, war er beim Bundesminister der Verteidigung als Ordnanzoffizier, also Sprecher durfte, für den eben die konkrete Hilfsarbeiten machen. Dann ist er bei der Führungsakademie der Bundeswehr gewesen und so weiter und so fort. Schließlich war er dann auch
Oberst geworden 1988 und dann Dezernatsleiter bei NATO-Truppenplanung bei den Luftstreitkräften. Später wurde er noch General, nämlich ab 1992 und war Chef des Stabes und Stellvertreter des deutschen militärischen Vertreters im Militärausschuss der NATO und Brüssel. Ab 1995 wurde er zum Generalmajor übernannt und der eben Stabsabteilungsleiter für Militärpolitik im Führungsstab der Streitkräfte im Verteidigungsministerium.
später Leiter des IFO-Koordinationszentrums im NATO-Hauptquartier SHAPE in Belgien und stellvertretender Direktor im internationalen Militärstab der NATO in Brüssel. Das heißt, hier haben wir also einen lupenreinen Generalstapler, der eben nicht nur in Deutschland, sondern in der NATO in wichtigen Positionen tätig war. Das heißt, hier dürfen wir eigentlich annehmen, dass eine militärische Expertise wohl gegeben ist. Oder meinen Sie nicht?
Ja, 1998 Generalleutnant unter Scharping und später, dann ab 2005, wurde er also vorher nochmal kurz befördert und dann ging er in den Ruhestand. Im Ruhestand hat er sich als Kritiker für Sicherheitspolitik öffentlich und häufig gemeldet und hat insbesondere auch in einer Organisation, war er zumindest Mitglied, die wiederum wurde gegründet von einem Freund des russischen Präsidenten Putin,
wobei es hier um eine Gesellschaft ging, die öffentliche Dialoge, Dialog der Zivilisation heißt es, dort machen wollte. Also hier haben wir natürlich schon einen Punkt, wo man sich die Frage stellen muss, ja ist er dann nach seiner Dienstzeit dann Putin-Versteher geworden? Ist er ein russischer Propagandist. Nun könnte man sagen, das war möglicherweise so. Aber wenn wir jetzt mal
heute gucken, der ist heute 81 Jahre alt. Als Mann hat er nicht mehr so viel Restlebenszeit, denn die durchschnittliche Lebenserwartung für neugeborene Jungen beträgt ja mal gerade 82 Jahre. Das heißt, Das heißt, dieser Mann steht am Ende seines Lebens, der hat nichts mehr zu verlieren. Also könnte er ja rein theoretisch entweder ein Angsthase sein und sagen, oh, ich tue das, was der Putin mir sagt, oder aber er könnte auch sagen,
ich habe nichts zu verlieren, ich bin Soldat gewesen, ich bin ein Krieger gewesen, ich bin immer auf der NATO-Seite gewesen, lasst mich doch einfach mal die Wahrheit sagen. Die Möglichkeit könnte ja auch bestehen. Naja, das Argument, dass er in so einer putinaren Gesellschaft da irgendwie mit zusammenhängt, ist ihm wohl schon des Öfteren mal vorgehalten worden. So kurz eben nach Kriegsbeginn hat er dann eben selber erklärt, dass er diesem Institut nicht angehört. Das ist ja durchaus glaubwürdig, denn ab Sommer 19 war er Aufsichtsratsvorsitzender des Rüstungsunternehmens Heckler & Koch. Also warum sollte jemand, der für eine NATO-Rüstungsindustrie oder für eine deutsche Rüstungsindustrie tätig ist, jetzt ein großer Putin-Freund sein? Das erschließt sich ja nicht so ohne weiteres.
So schauen wir weiter, diverse Orden und Ehrenzeichen und dann eben seine verschiedenen politischen Positionen. Da brauchen wir im Detail nicht reingehen, sondern wir können einfach festhalten, ja er bemüht sich aus seiner Perspektive Argumente zu liefern, warum die öffentliche Darstellung, die wir hier im Westen von Russland und von Putin haben, falsch sein soll. So, ob ihm das gelingt und was er jetzt in dem neuesten Interview von vor einigen Wochen erzählt, das schauen wir uns jetzt mal an.
So, Russland will verhandeln, soweit waren wir schon. Also ich verwende jetzt hier die Fassung von, immer weil die ein bisschen von der Darstellung her ein bisschen netter gemacht ist. So, und es wird zuerst mal gefragt, welchen Wert geben wir der Berichterstattung über die Ukraine in unseren Mainstream-Medien? Er sagt, das ist nicht nur eine militärische Auseinandersetzung, sondern auch ein Wirtschafts- und Informationskrieg. Und was ich jetzt interessant finde, ist folgende Aussage. Man kann auch zu einem Kriegsteilnehmer werden, wenn man sich Informationen und Argumente zu eigen macht, die man weder verifizieren noch aufgrund eigener Kompetenz beurteilen kann.
Das heißt, hier spielt er ganz eindeutig auf die Medien an und auf Experten, die behaupten, Experten zu sein, aber die gar keine sind. Er führt das weiter aus. In den Medien überwiegen Experten, die über keine sicherheitspolitischen, strategischen Kenntnisse und Erfahrungen verfügen und deshalb Meinungen äußern, die sie aus Veröffentlichung anderer Experten mit mit vergleichbarer Sachkenntnis beziehen. Das heißt, vergleichbare Sachkenntnis, die haben auch keine Ahnung.
Das heißt, er kritisiert, dass Laien sich als Experten aufspielen und wiederum von anderen Laien ihre Meinung und Datenquellen sich holen. Das ist natürlich grober Umfug. Die Debatte über die Lieferung bestimmter Waffensysteme zeigt überdeutlich die Absicht vieler Medien, selbst Politik zu machen. Das heißt, die Medien treiben jetzt die Politiker vor sich her mit ihren Berichten, oder wie sollen wir das jetzt verstehen?
Sie haben sich Anfang 2022 damals zu dem Thema Inspekteur der Marine Vize-General Kai Achim Schönbach geäußert und sich hinter ihn gestellt. Denn der Schönbach argumentierte oder warnte eindringlich vor einer Eskalation mit Russland und machte dem Westen den Vorwurf, er hätte Putin gedemütigt und man müsse auf gleicher Augenhöhe mit ihm verhandeln. So, was sagt der Kujat nun? Er war immer der Ansicht, dass man diesen Krieg verhindern muss und dass man ihn auch hätte verhindern können.
Und dass vielleicht einmal die Frage gestellt werde, wer diesen Krieg wollte, wer ihn nicht verhindern wollte und wer ihn nicht verhindern konnte. Ja, wie schätzen Sie die momentane Entwicklung in der Ukraine ein? Wir pflegen uns jetzt also so langsam ans Thema ran. Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger wird es, einen Verhandlungsfrieden zu erzielen. So erfindet es bedauerlich, dass die Verhandlungen, die im März in Istanbul geführt wurden, nach großen Fortschritten und einem positiven Ergebnis für die Ukraine abgebrochen wurden.
Russland hatte sich damals dazu bereit erklärt, seine Streitkräfte auf dem Stand vom 23. Februar zurückzuziehen, also vor Beginn des Angriffs auf die Ukraine. Ist das nicht faszinierend, diese Behauptung, diese Information, dass es quasi ein Frieden hätte sein können und Russland hätte sich auf den Vorkriegsstand zurückgezogen? Warum um Himmels Willen ist es denn nicht dazu gekommen? Was hat denn die Ukraine als Gegenleistung angeboten?
Die Ukraine hatte sich verpflichtet, auf eine NATO-Mitgliedschaft zu verzichten und keine Stationierung ausländischer Truppen oder militärischer Einrichtungen zuzulassen. Dafür sollte sie Sicherheitsgarantien von Staaten ihrer Wahl erhalten. Die Zukunft der besetzten Gebiete sollte innerhalb von 15 Jahren diplomatisch, ohne militärische Gewalt, gelöst werden. Das wäre doch eigentlich eine ganz passable Lösung gewesen. Nur warum kam es nicht dazu, fragt jetzt der Reporter.
So und jetzt argumentiert Krujat, nach zuverlässigen Informationen hat der damalige britische Premierminister Boris Johnson am 9. April in Kiew interveniert und eine Unterzeichnung verhindert mit der Begründung, der Westen sei für ein Kriegsende nicht bereit. Nach seinen Informationen. Gut, nun können wir sagen, der ist 81 Jahre alt, der Kujat, der ist im Ruhestand schon seit 20 Jahren oder so. Woher hat er seine Informationen? Andererseits, er ist immerhin
der oberste Soldat in Deutschland gewesen. Also der kennt doch sicherlich den einen oder anderen Soldaten. Insofern können wir das jetzt glauben, dass er über solche Informationen verfügt? Oder Wir glauben es eben nicht. Aber folgen wir einfach mal dem Kujat und schauen mal, was er da noch weiterkommt. Der Reporter stellt natürlich fest, es ist ungeheuerlich, was da gespielt wird, von dem der gutgläubige Bürger keine Ahnung hat.
Ja, natürlich ist das ungeheuerlich, denn wenn es tatsächlich so wäre, dass eine Einigung möglich gewesen wäre, quasi kurz vor Abschluss stand, und dann hat ein europäischer NATO-Partner, und zwar noch jemand, der noch nicht mal in der EU ist, nämlich Großbritannien, das quasi verhindert, das wäre ja, wenn es denn wahr wäre, ein regelrechter Skandal, nicht wahr? Ja, man stand kurz vor einer Einigung, aber von einem Tag auf den anderen hat man nichts mehr gehört,
obwohl die britische Financial Times über Fortschritte berichtet hatte. Auch in deutschen Zeitungen erschienen entsprechende Meldungen. Weshalb die Verhandlungen scheiterten, ist allerdings nicht berichtet worden. Erst als Putin am 21. September die Teilmobilvermachung verkündete, wurde zum ersten Mal öffentlich erwähnt, dass die Ukraine positiv im März auf russische Vorschläge reagiert hat. Aber, so sagte Putin wörtlich, eine friedliche Lösung passte dem Westen nicht. Deshalb hat er Kiew tatsächlich befohlen, alle Vereinbarungen zunichte zu machen. Also der Westen hat Kiew befohlen, den Friedensvertrag nicht zu machen.
Daraus folgt die logische Schlussfolgerung, dass in der Lesart von Couillard der Westen Krieg haben wollte. Darüber schweigt tatsächlich unsere Presse, moniert jetzt der Reporter. Jetzt sagt der Kujat, ja, aber amerikanische Medien haben darüber berichtet, Foreign Affairs und Responsible Statecraft, zwei renommierte Zeitschriften veröffentlichten dazu sehr informative Berichte.
Der in Foreign Affairs war von Fiona Hill, einer ehemals hochrangigen Mitarbeiterin im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses. Das heißt, hier haben wir also eine Person, von der wir annehmen dürfen, dass sie weiß, wovon sie redet. Also eine Amerikanerin, die quasi das bestätigt, was der Kujat jetzt sagt. Und das sei öffentlich gewesen. Sehr detaillierte Informationen wurden bereits am 2. Mai auch in der regierungsnahen
Ukrainster Pravda veröffentlicht, also selbst in der Ukraine wurde das veröffentlicht. Und was wurde in Deutschland veröffentlicht? Das kann der Reporter kaum glauben und fragt, haben sie noch weitere Angaben zu dieser Ungeheuerlichkeit? Bekannt ist, dass die wesentlichen Inhalte des Vertragsentwurfs auf einem Vorschlag der ukrainischen Regierung vom 29. März beruhen. Darüber berichten inzwischen auch viele US-amerikanische Medien. Und die Deutschen. Worüber berichten die?
Kujot sagt, habe erfahren müssen, dass deutsche Medien selbst dann nicht bereit sind, das Thema anzugreifen, wenn sie Zugang zu den Quellen haben. Ja, hier wird also nochmal von ihm besonders betont, dass die deutschen Medien quasi Propaganda betreiben, sodass sie Informationen, die ihnen zur Verfügung stehen und die von enormer Wichtigkeit für eine solche Situation sind, schlichtweg nicht publizieren und auch nicht publizieren wollen.
Sie wollen noch nichtmals auf die Information zugreifen und da stellt sich natürlich schon auch die Frage, wie ist denn in Deutschland tatsächlich die Relation, die Kontaktverbindung oder Informationsschluss zwischen unseren Politikern, sei es den Landes- und Bundespolitikern und eben den deutschen und vielleicht auch internationalen Medien. Aber es scheint, wenn Kujat recht hat, dass die internationalen Medien da sogar noch viel aufgeschlossener sind als die deutschen. Warum ist für Sie das Argument, in der Ukraine würde unsere
Unsere Freiheit verteidigt unsinnig. Alle argumentieren doch so. Kujat, die Ukraine kämpft um ihre Freiheit, um ihre Souveränität und um die territoriale Integrität des Landes. Aber die beiden Hauptakteure in diesem Krieg sind Russland und die USA. Die Ukraine kämpft auch für die geopolitischen Interessen der USA. Ja, also sowas, das ist ja quasi unverschämt. Also bisher reden wir doch immer nur davon, wie wir die arme Ukraine zu unterstützen haben. Und jetzt auf einmal kommt ein ex-hoher deutscher General und sagt, die Amerikaner haben geopolitische Interessen. Welche sollen denn das bitte sein?
Nein, das erklärte Ziel ist, Russland politisch, wirtschaftlich und militärisch so weit zu schwächen, dass sie, also die Amerikaner, sich dem geopolitischen Rivalen zuwenden können, der als einziger in der Lage ist, ihre Vormachtstellung, also die Vormachtstellung der USA, als Weltmacht zu gefährden, nämlich China. Also, das heißt, mal in anderen Worten ausgedrückt, Amerika hat Interesse an einem Stellvertreter der Ukraine gegen Russland, damit Russland geschwächt wird und sich nicht mit China gegen Amerika verbünden kann. Das wäre quasi das geostrategische Interesse.
In diesem Krieg geht es nicht um unsere Freiheit. Die Kernprobleme, weshalb der Krieg entstanden ist und immer noch fortgesetzt wird, obwohl er längst beendet sein könnte, sind ganz andere. Ja und welches ist das Kernproblem? Russland will verhindern, dass der geopolitische Rivale
USA eine strategische Überlegenheit gewinnt, die Russlands Sicherheit gefährdet, sei es Durch Mitgliedschaft in der Ukraine, durch Mitgliedschaft in der NATO, durch die Stationierung amerikanischer Truppen, die Verlagerung militärischer Infrastruktur oder gemeinsame NATO-Manöver. Auch amerikanische Systeme des ballistischen Raketensystems der NATO in Polen und Rumänien sind Russland ein Dorn im Auge. Ja, das ist natürlich verständlich. Keiner möchte jetzt Feinde direkt vor seiner Haustür haben und Ukraine, die ja bisher noch so eine Art Uferland war, vor dem Krieg jedenfalls, wenn die jetzt auch noch NATO-Land würden, dann wäre das aus russischer Perspektive wohl wenig wünschenswert.
Eine wichtige Rolle spielt auch das Minsk-II-Abkommen, in dem sich die Ukraine verpflichtet hat, der Donbass-Bevölkerung bis Ende 2015 durch eine Verfassungsänderung mit einer größeren Autonomie Minderheitenrechte zu gewähren, wie sie EU-Standard sind. Es gibt inzwischen Zweifel, ob die USA und die NATO bereit waren, vor dem russischen Angriff auf die Ukraine ernsthaft über die Fragen zu verhandeln.
Und woher hat er seine Zweifel? Wilfried Scharnagel zeigt in seinem Buch am Abgrund bereits 2015 ganz deutlich auf, dass die Politik des Westens eine unglaubliche Provokation ist und wenn EU und NATO ihren Kurs nicht ändern, es zu einer Katastrophe kommen könnte. Ja, das ist jetzt das russische Narrativ. Bedrohung Russlands durch die NATO-Osterweiterung und Nicht-Einhaltung der Minsk-Verträge. Also ist Herr Kujat jetzt ein Putin-Versteher? Und vor allen Dingen, wenn er Putin versteht, ist er auch ein Putin-Freund?
Und ist er ein russischer Agent? Was meinen Sie, was hier tatsächlich der Fall ist? Ja, weiter geht es also im Text. Also diese Katastrophe, das haben wir bereits in der Kuba-Krise gehabt, sagt der Reporter. Kujat, eine vergleichbare Situation. Nun geht es ein bisschen mehr so ins Tagesgeschehen. Wie beurteilen Sie die beschlossene Lieferung von Panzern an die Ukraine? Ja, jetzt erklärt Kujat ein bisschen militärisch. Waffensysteme haben Stärken und Schwächen, abhängig vom Ausbildungsstand der Soldaten, den operativen Rahmenbedingungen und daraus ergibt sich ein bestimmter Einsatzwert.
Beim niedrigen Ausbildungsstand ist der Einsatzwert gering. Das ist die gegenwärtige Lage, in der moderne westliche Waffensysteme in den Ukraine-Krieg in den Einsatz kommen. Hier stellt er die weiterführende Frage, also Kujat selbst, welchem Zweck sollen die westlichen Waffen dienen? So, das heißt, das ist natürlich logisch, das ist eine militärstrategische Frage und eine politische Frage, worum geht es eigentlich, was will man erreichen? Er beantwortet sich das selber, Zelensky hat die strategischen Ziele immer wieder geändert. Gegenwärtig verfolgt die Ukraine das Ziel, alle von Russland besetzten Gebiete einschließlich der Krim zurückzuerobern.
Der deutsche Bundeskanzler sagt, wir unterstützen, solange das nötig ist. Aber die USA haben betont, es ginge lediglich darum, das Territorium zurückzuerobern, das seit dem 24. Februar 1922 eingenommen wurde. Das heißt also, die USA ist weniger strikt in der Unterstützung der Ukraine als Deutschland. Also Deutschland will die Ukraine unterstützen, alles zurückzuerobern und die USA sagt, nö, wir alles zurück auf Null, so wie es vor Februar 22 war, dann ist in Ordnung.
Die USA liefern keine Waffen außer solche zur Selbstverteidigung. Keine Waffen, die das Gefecht der verbundenen Waffen ermöglicht und vor allem keine, die eine nukleare Eskalation auslösen könnten. Das sind Präsident Bidens drei Neins. Ja, wenn das so ist, dann ist ja die Angst vor dem Atomkrieg völlig unsinnig. Denn von Seiten der USA würde da ja nichts gemacht werden, wenn man der Argumentation von Kujat folgt.
Dann blieben ja bloß noch die verrückten Russen, das Regime um Putin herum, die müssten ja dann das eben wollen. Ob sie das tatsächlich wollen, werden wir dann noch sehen. Wie will die Ukraine ihre militärischen Ziele erreichen? Die ukrainische Generalstabschef Zalnushny sagte kürzlich, ich brauche das und das und das und das, um die russischen Truppen auf die Position vor dem Angriff zurückzudrängen.
jedoch mit dem, was er jetzt hat, seien größere Operationen nicht möglich. Ach, hören wir nicht und lesen wir nicht jeden Tag in der Zeitung, was die Ukrainer alles erobern und wie desolat die Russen sind und dass sie Probleme haben, keine Munition, keine Leute und und und. Das ist doch das, was wir hören. Und Herr Kujat, der ist jetzt aber anders informiert. Ob die ukrainischen Streitkräfte angesichts der großen Verluste der letzten Monate überhaupt noch über eine ausreichende Zahl geeigneter Soldaten verfügen, um diese Waffensysteme einsetzen zu können, ist allerdings fraglich.
Ja, und dann kommt noch hinzu, dass Russland die westliche Eskalation jederzeit durch eine eigene übertreffen könnte. Ja, das erklärt er hier nicht weiter, aber da möchte ich vielleicht mal meine Spekulationen reinbringen. Russland hat ja einen logistischen Vorteil. Russland muss ja seine Waffen nur von der russischen Grenze auf die ukrainische Seite rüberbringen und hat ja die Produktionsstätten im eigenen Lande und ist ja auch nur ein Land. Das heißt, Russland beschließt, wir wollen Waffen, wir wollen Munition und so weiter und dann machen sie das eben. Die NATO besteht aus vielen Ländern und die müssen dann Teile ihrer Bestände in die Ukraine liefern. Da muss es erstmal in die Ukraine rein, da muss ja bis zur Front geliefert werden.
Da kann ja so manches verloren gehen durch technische Mängel, durch Unfälle, durch Korruption und natürlich auch durch russische Sabotageakte, die ja dann nicht so begeistert von sein dürften. So, weiter geht es also. Dabei spielt auch die Art und Weise eine Rolle, wie einige Verbündete versuchen, die Bundesregierung öffentlich nun auch zur Lieferung von Leopard 2 Kampfpanzern zu drängen. Das hat es in der NATO bisher nicht gegeben. Ja, sowas nennt man Kriegsdreiverei. Geh du mal voran, mach du mal zuerst. Das sind ja tolle Bündnispartner. Es zeigt, wie Deutschlands Ansehen gelitten hat und welchem Engagement einige Verbündete das Ziel verfolgen, Deutschland gegenüber Russland besonders zu exponieren.
Ja, besonders zu exponieren heißt, nach meinem Verständnis, wie eben einige Bündnispartner versuchen, Deutschland ja in den Krieg gegen Russland zu treiben, vermutlich noch mit deutschen Waffen vor Ort, mit deutschen Besatzungen in den Panzern etc. Etc. Was nährt Zelenskys Auffassung? Man könnte die Russen aus der Ukraine vertreiben. Jetzt antwortet Kujat, werden die ukrainischen Streitkräfte mit den Waffensystemen, die sie hinzugesagt werden am 20. Januar,
also das ist jetzt Vergangenheit, werden sie effektiver sein, sich zu verteidigen, aber dadurch können sie nicht die besetzten Gebiete zurückerobern. Ja, und das ist natürlich interessant. Und das ist jetzt nicht nur die Laienmeinung und die russische Propagandameinung von Herrn Kujat, sondern er argumentiert mit einem amerikanischen Generalstabschef, dem Generalstabschef, dem obersten Soldaten der USA, General Mark Milley, hat die Ukraine das, was sie militärisch erreichen konnte, erreicht.
mehr ist nicht möglich deshalb sollten jetzt diplomatische bemühungen aufgenommen werden um ein verhandlungsfrieden zu erreichen also der oberste amerikanische soldat erklärt dass der krieg nicht mehr sich verändern kann zugunsten der ukraine und dass man jetzt friedensverhandlungen machen sollte um was aber sehen wir jetzt in den tagesnachrichten richtet sich da irgendjemand in in unseren Medien und auch in unserer Politik nach diesen Erkenntnissen oder wissen wir Deutschen, wir Europäer, es besser?
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die russischen Streitkräfte offenbar die Absicht haben, das eroberte Gebiet zu verteidigen und den Rest des Donbass zu erobern, um die von ihnen annektierten Gebiete zu konsolidieren. Und wenn man auf dem Siegerzweig ist, ist klar, dass man da nichts mehr zurückgeben will. Also das halte ich jetzt nicht für besonders böse, sondern das ist ganz normal im Krieg, dass man seine Gebiete, die man kostenpflichtig mit Blutschweiß usw. erobert hat, dann auch nicht mehr hergeben will.
Angriffe auf diese Stellung erfordern einen hohen Kräftaufwand und die Bereitschaft, erhebliche Verluste hinzunehmen. Logisch, der Angreifer ist immer im Nachteil, wenn er auf eine gut verteilte Stellung trifft. Ja, aber was sollen dann die Waffenlieferungen, die das Erreichen von Zelenskys Zielen nicht ermöglichen? Kujat, man muss zwischen den öffentlich geäußerten Gründen und den konkreten Entscheidungen der Bundesregierung unterscheiden. Das heißt, eine öffentliche Rede ist eine andere als die tatsächliche Politik.
Und außerdem machen Waffenlieferungen Deutschland noch nicht zur Konfliktpartei. Aber in Verbindung mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten an diesen Waffen schon. Und das hat, so zitiert er jetzt, den wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages in seinem Gutachten vom 16. März 1922 erklärt, dass damit der gesicherte Bereich der Nicht-Kriegsführung verlassen wird. Das heißt also, damit würde in dem Moment, wo Deutschland jetzt ukrainische Soldaten an den modernen Waffensystemen ausbildet, selbst nach der eigenen Expertise in Deutschland zur Kriegspartei werden.
Ja und nicht nur das, sondern weil das Grundgesetz enthält in seiner Präambel ein striktes Friedensgebot für unser Land. Das Grundgesetz toleriert die Unterstützung einer Kriegspartei also nur dann, wenn diese geeignet ist, eine friedliche Lösung zu ermöglichen. So, jetzt ist aber nach Kujat wird damit gerade eben nicht der Frieden erreicht, sondern es wird ja der Krieg verlängert. Das heißt, er behauptet, dass diese Art von Handeln auch der deutschen Regierung verfassungswidrig sei oder grundgesetzwidrig.
Die Bundesregierung ist deshalb in der Pflicht der deutschen Bevölkerung zu erklären, innerhalb welcher Grenzen und mit welchem Ziel die Unterstützung der Ukraine erfolgt. Schließlich müssten auch der ukrainischen Regierung die Grenzen der Unterstützung aufgezeigt werden. Also nicht jetzt ewig nur Ukraine bis zum Ende. Selbst Präsident Biden hatte erklärt, dass die USA die Ukraine zwar weiter militärisch unterstützen werden, aber eben auch ihre Bemühungen in diesem Konflikt einen Verhandlungsfrieden zu erreichen.
Nächste Frage. Seit Wochen rennt die ukrainische Armee gegen die Russen an, ohne Erfolg. Dennoch spricht Zelensky von Rückeroberung. Ist das Propaganda oder besteht diese Möglichkeit tatsächlich? Dazu sind die ukrainischen Streitkräfte sowohl nach Einschätzung des amerikanischen wie des ukrainischen Generalstabschefs nicht in der Lage. Beide Parteien befinden sich gegenwärtig wieder in einer Paz-Situation. Und die Waffenlieferungen bedeuten das Gegenteil, nämlich dass der Krieg sinnlos verlängert wird. Also im Pakt hätte man jetzt Frieden machen können, der richtige Zeitpunkt, die abgebrochene Verhandlung wieder aufzunehmen, aber nun geht es weiter mit der Fortsetzung der Zerstörung des Landes und wir, also wir Deutschen, noch tiefer in den Krieg hineingezogen werden.
Selbst der NATO-Generalsekretär hat kürzlich vor einer Ausweitung der Kämpfe zu einem Krieg zwischen der NATO und Russland gefahren. Der ukrainische Generalstab will eigentlich nicht weiter kämpfen. Die Amerikaner halten den Krieg nicht für sinnvoll. Der oberste NATO-Anführer erkennt Risiken. Ja, wer will denn jetzt eigentlich die Ukrainer weiter aufrüsten, damit der Krieg weiter vorangeht?
Sie sagten, wir haben wieder eine Paz-Situation. Was meinen Sie damit? Eine positive Ausgangslage für eine Verhandlungslösung hatte sich beispielsweise Ende März vergangenen Jahres ergeben, als die Russen entschieden, vor Kiew abzudrehen. Eine ähnliche Lage entstand im September, bevor Russland die Teilmobilisierung durchführte. Die damals entstandenen Möglichkeiten sind nicht genutzt werden. Jetzt wäre wieder Zeit, zu verhandeln. Wir tun das Gegenteil. Wir schicken Waffen und eskalieren. Sie haben in Ihrem Text noch erwähnt, dass der russische Verteidigungsminister Shoigu Bereitschaft für Verhandlungen signalisiert hat. Das hat auch Putin gemacht am 30. September. Als er zwei weitere Regionen zu russischem Territorium erklärte, hat er ausdrücklich wieder Verhandlungen angeboten. Er hat das zwischenzeitlich mehrfach getan.
Mehrfach hat Putin das getan. Was führen wir? Putin ist der einzige, der den Frieden verhindert, denn mit dem kann man nicht reden. Der will nicht reden, es lohnt nicht mit dem zu reden. Und jetzt hören wir das Gegenteil. Shoigu hat das nicht an Bedingungen geknüpft, also Frieden auf jeden Fall. Putin aber hat die Messlatte höher gelegt, nämlich dass die andere Seite die Gebiete, die wir, also die Russen in dem Fall, anerkennt. Logisch, das ist ja jetzt auch einige Zeit später. Ich möchte noch auf ein Ereignis zu sprechen kommen. Frau Merkel in einem Interview fragt jetzt der Reporter. Ja, antwortet, genau, was sie sagt ist eindeutig. Sie hätte das Minsk-II-Abkommen nur ausgehandelt, um der Ukraine Zeit zu verschaffen.
Zeit wofür? Also Frau Merkel hat doch diese Minsker Gespräche ursprünglich mal mit angeleitet und jetzt erklärt sie, das sei ja nur eine Phrase gewesen, um Zeit zu gewinnen. Die Ukraine habe diese Zeit auch genutzt, um militärisch aufzurüsten. Das hat der ehemalige französische Präsident Hollande bestätigt. Also zwei europäische Chefpolitiker erklären, dass man quasi einen Verhandlungsdreck gemacht hat, um der Ukraine die Möglichkeit zur Aufrüstung zu geben.
Oder man könnte auch anders sagen, Herr Hollande und Frau Merkel wollten den Krieg oder was soll ich daraus jetzt interpretieren. Petro Poroschenko, der ehemalige ukrainische Staatspräsident, hat das ebenfalls gesagt, so der Reporter. Der General Russland bezeichnet das verständlicherweise als Betrug. Merkel bestätigt, dass Russland ganz bewusst getäuscht wurde.
Nicht wegdiskutieren kann man allerdings, dass die Weigerung der ukrainischen Regierung in Kenntnis dieser beabsichtigten Täuschung das Abkommen umzusetzen, noch wenige tage vor kriegsbeginn einer der auslöser für den krieg war nicht nur dass wir zwei westliche länder haben die ein anderes land was weder eu noch nato mitglied war militärisch aufrüsten für einen krieg mit russland so die lesart je nach kujat sondern wie heißt es hier
noch mal die weigerung der ukrainischen regierung das abkommen umzusetzen war eine der wesentlichen Gründe für den Krieg. Also nach acht Jahren weigert sich eine Partei, ein Land, was jetzt angegriffen wird, das, was wir damals vereinbart haben, das machen wir aber nicht. Auch interessant, nicht wahr? Die Bundesregierung hatte sich in der UNO-Resolution dazu verpflichtet, das gesamte Paket der vereinbarten Maßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus hatte die Bundeskanzlerin
mit anderen, die eine Erklärung zur Resolution unterschrieben, in der sie sich noch einmal ausdrücklich zur Implementierung der Minsk-Bereinbarung verpflichtet. Nun fragt der Reporter, das ist doch auch ein Völkerrechtsbruch. Kujat, ja, das ist ein Völkerrechtsbruch, das ist eindeutig. Man muss sich das mal vorstellen. Die Leute, die von Anfang an Krieg führen wollten und immer noch wollen, haben den Standpunkt vertreten, mit Putin kann man nicht verhandeln.
Der hält die Vereinbarung so oder so nicht ein. Jetzt stellt sich heraus, wir sind diejenigen, die internationale Vereinbarung nicht einhalten. Wir, hat der Kujat jetzt recht, sind wir das? Sind unsere Politiker reißte Lügner, die selber Aggressoren sind und anderen dann die Schuld in die Schuhe schieben? Kann das sein? Was meinen Sie dazu?
Herr Reporter, nach meinen Kenntnissen halten die Russen ihre Verträge ein. Sogar während des aktuellen Krieges hat Russland weiterhin Gas geliefert. Aber Frau Baerbock hat vollmundig verkündet, wir wollen kein russisches Gas mehr. Daraufhin hat Russland die Menge gedrosselt. So war es doch. Kujat, ja, wir haben gesagt, wir wollen kein russisches Gas mehr. Folgewirkung, Energiekrise, Rezession sind das Resultat der Entscheidung der Bundesregierung und nicht eine Entscheidung der russischen Regierung.
Wenn das so ist, dann sind ja auch vielleicht die Gaspreiserhöhungen und was da sonst noch so alles ist, im Zuge der ganzen Boykottmaßnahmen, wer hat die denn dann zu verantworten, wenn es doch nicht Putin war, laut Kujat. Aber wenn Sie Nachrichten hören oder sehen, dann gibt es die Energiekrise aufgrund von Putins Entscheid gegen die Ukraine zu führen. Kujat, in der Vergangenheit gab es zweimal Schwierigkeiten bei der Lieferung von Gas, die von der Ukraine verursacht wurden.
Russland würde weiter liefern, aber wir wollen von dort nichts mehr. Also wer erklärt, dass Russland ein unsolider Gaslieferant ist, weil es ja schon Störungen ergeben hat, der unterschlägt, so behauptet Krujat, dass das eigentlich die Ukraine gewesen sei, die das verhindert hat und Russland ein treuer Vertragslieferant ist. Welche Erfahrungen haben Sie in Verhandlungen mit Russland gemacht? Ich habe viele Verhandlungen in Russland geführt, zum Thema Kosovo-Einsatz der NATO. In den 90er Jahren stand eine enge politische Abstimmung um militärische Zusammenarbeit zwischen NATO und Russland, seit 1997 durch den NATO-Russland-Grundlagenvertrag geregelt.
Das heißt, er war da also offensichtlich stark mit in die Verhandlung eingebunden. Die Russen sind harte Verhandlungspartner, aber wenn man zu einem gemeinsamen Ergebnis kommt, dann steht das und dann gilt das auch. Wie sah das Ergebnis aus? Die Russen wollten in den Verhandlungen um den Grundlagenvertrag eine Art Mitentscheidungsrecht erhalten. Das war nicht möglich. Wir haben aber einen Weg gefunden, gemeinsame Lösungen zu finden, in denen die Sicherheitsinteressen der jeweiligen Seite betroffen sind.
Nach dem Georgienkrieg hat die NATO die Zusammenarbeit leider suspendiert. Ja, das heißt also auch hier, laut Kujat hat es die NATO geeignet und nicht Russland. Ja, und das ist jetzt auch das Ende des Interviews und ich möchte mal mein Fazit und Zusammenfassung mal formulieren. Also wir hören jetzt von den Kujan eine völlig andere Story, ein ganz anderes Narrativ, nämlich, dass im Grunde genommen alle Schuld sind am Krieg, nur Russland nicht. Also wir kennen ja das umgekehrt. Niemand ist schuld, außer Russland.
Und er begründet das im Grunde genommen damit, dass also A, das kam ja erst später im Interview, die Minsker Verträge absichtlich nicht eingehalten wurden vom Westen, um der Ukraine die Möglichkeit einer Aufrüstung zu geben. Dann hat man dadurch, dass man die Ukraine dann später versucht hat in die NATO einzubinden und vielleicht dort Truppen und so weiter zu stationieren, Russland geostrategisch in die Ecke gedrängt aus russischer sicherheitspolitischer Sicht, wo das Russland dann wohl, wobei jetzt im Detail jetzt nicht gesagt hat, was genau jetzt wir jetzt den Einmarsch bewerten, die Einmarschbegründung.
Aber vom Gesamtüberblick her, nach dem Motto, Russland hatte ja keine andere Wahl oder es war zumindest aus russischer Sicht eine vernünftige, rationale Entscheidung, militärisch da aktiv zu werden. Und dass der Westen das anders sieht ist klar, logischerweise. Aber interessant ist eben auch, dass er selbst zu solchen Nebenschauplätzen übergeht, wie die Gaslieferungen sind nicht von Putin gestoppt worden, sondern das haben wir selber gemacht. Damit haben wir auch alles andere,
die ganze Wirtschaftskrise selber gemacht. Und dass eben ein Verhandlungsfrieden schon relativ früh, nämlich kurz nach Kriegsbeginn, hätte geschlossen werden können, aber eben von Großbritannien aus eben das ausdrücklich verhindert wurde, weil die NATO-Staaten noch nicht so bereit wären für einen Frieden. Also das muss man sich mal anhören. Die NATO-Staaten sind nicht bereit für einen Frieden.
Ja, wozu sind sie dann bereit? Zum Nichtstun oder zum Krieg führen oder zum Däumchen drehen? Man weiß es nicht. Ja, interessant finde ich die Rolle, die hier, oder die Aussagen, die von Frau Merkel und François Hollande und dem Poroschenko gemacht wurden. Man kann das alles nachvollziehen. Es gibt Quellen, auch in den öffentlich-rechtlichen Medien, wo man das findet. Das heißt, in der Summe haben wir hier eine Darstellung, die diametral entgegengesetzt ist zu dem öffentlichen Narrativ.
und sie ist aber nicht neu, denn jeder, der sich umfassend informiert und in einer Informationsgesellschaft wird jeder mündige Bürger das ja machen, der wird ja nicht nur ARD und ZDF sich angucken, sondern auch alles andere. Das Internet hat ja unendlich viele Sender und überall werden Nachrichten gemacht Und wer sich nur auf eine Information stützt, der ist ja einseitig informiert. Und das wollen wir ja heutzutage nicht sein. Also insofern, das könnten wir alle schon gewusst haben, wenn wir uns vielseitig informiert hätten.
So, was interessant ist eben, dass dieses Gesamtbild von dem Herrn Kujat gesagt wird, dass der Herr Kujat nicht irgendwer ist, sondern eben ein ganz hochrangiger Ex-NATO-General, in dem zu unterstellen, dass er ein russischer Agent ist, das halte ich doch für ein bisschen sehr weit hergeholt. Aber vielleicht haben Sie dann eine andere Meinung. Schreiben Sie mal Ihre Meinung in den Kommentar, was Sie von diesem Interview halten, ob das alles Quatsch ist oder die einzig wahre Wahrheit. Was denken Sie? Bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen.
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Russland will verhandeln | Ukraine-Sieg unmöglich | EU-Länder verhindern aktiv Friedensverhandlungen“, Die Welt Klar Sehen, 08.03.2023.
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Uwe Loose bespricht ein Interview des Generalmajors a.D. Harald Kujat (Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Ex-Vorsitzender des NATO-Militärausschusses), der argumentiert, der Ukraine-Krieg hätte früh beendet werden können und die deutschen Medien betrieben einseitige Berichterstattung. Säule 2: Medien & Wirklichkeit (Ukraine-Narrativ).
