Prigoschin-Aufstand | PUTSCH, MEUTEREI oder KRIEGSLIST? | Was WIRKLICH in Russland passiert ist02.07.2023
Abschrift
Abschrift des Videos vom 02.07.202374 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Ich habe das für völlig unglaubwürdig gehalten und dachte mir, Moment mal, was ist denn hier los? Das kann doch gar nicht wahr sein. Aber mit wenigen Soldaten und mit ein paar zehntausend Soldaten, die hauptsächlich eben Landstreitkräfte sind, eine Stadt wie Moskau, die hochgesichert ist, einzunehmen, die gegen Atombombenangriffe gesichert ist, das ist ja sowas von lachhaft. Also zu glauben, dass der Putin von nichts wusste, das halte ich auch wieder für ein sehr naives Kindermärchen.
Eli
Das sagt mir der Mann, hat zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form die Kontrolle verloren.
Gast
Die Kriegsliste war so gut, was Russland gemacht hat, dass, denke ich, in der Zukunft werden da in den militärischen Akademien über das unterrichtet, was Russland getan hat.
Eli
Also, Russland soll offensichtlich diesen Moment genutzt haben, um einerseits, wie du schon gesagt hast, lieber Uwe, ne, Säuberungsaktionen durchzuführen von ausländischen Geheimdiensten, gleichzeitig die Truppenbewegungen der Ukraine überwacht oder vielleicht sogar in Aufruhr versetzt haben. Und man soll sich das alles bezahlt haben lassen, 6,2 Milliarden, die ...
Uwe
Das, was wir bei uns hier lesen, Schwäche von Putin und nervös und pipapo, das ist alles Blödsinn. Sondern ganz im Gegenteil, aus dieser Aktion geht er nach meiner Meinung deutlich gestärkt hervor.
Eli
Das heißt, wir haben hier ein Schauspiel, das sich uns präsentiert hat.
Uwe
Ja, und ich hätte da auch einen Namen für. Weil es ja um ein Schachspiel geht, um Globalstrategie, würde ich die Prigoschin-Rochade nennen. Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Liebe Freunde, unser Thema heute wird sein eine Frage, die viele Leute seit letzter Woche umtreibt, und zwar die Frage, was denn genau nun geschehen ist in Russland. Speziell natürlich im Hinblick auf die ganzen Geschehnisse rund um die Wagner-Truppe, von der es hieß zuerst, das sei die schlagkräftigste Truppe, die Russland überhaupt in irgendeiner Form aufbieten kann, selbst wenn es nicht die regulären Streitkräfte sind, sondern die Privatarmee, haben sie sich offensichtlich erzürnt, erdreistet aus irgendwelchen Gründen hier, ermächtigt gefühlt zu sagen, sie machen da irgendwelche Bewegungen und bis heute rätselt die Welt, war es nun ein Putsch, war es eine Morderei oder war es gar vielleicht eine Kriegsliste. Zugegebenermaßen, diese dritte Möglichkeit, die dritte Option, die einer Kriegslist, die haben die wenigsten Leute auf dem Schirm, weil, wie so oft, liebe Freunde, entspringt der alternativen Sphäre mal der ein oder andere Gedanke, den der Mainstream sehr gerne eben als Verschwörungstheorie abtut. Aber hier auf diesem Kanal setzen wir uns keine willkürlich gewählten Denkverbote, sondern sagen, wir analysieren gerade raus und schauen uns einfach mal die Fakten an. Auch wenn ich gerade von Fakten spreche, muss ich natürlich vorneweg schicken, liebe Freunde, dass auch heute eine gehörige Portion Spekulationen nichtsdestotrotz auch in diesem Stream mit dabei sein wird. Aber nichtsdestotrotz, wir werden versuchen, so gut es geht, unsere Behauptungen, unsere Theorien, was auch immer es wird, nachhaltig mit Fakten zu belegen, soweit sie uns der Öffentlichkeit natürlich eben zugänglich sind, in der Hoffnung, uns zumindest ein Stück weit an die Wahrheit anzunähern oder zumindest eben eine andere Lesart dieses immer noch lodernden Konfliktes eben anzubieten. Ich mache das heute nicht alleine, deshalb spreche ich nicht vom königlichen Wir, sondern ich mache das in bester Gemeinschaft mit ihm hier. Er bereitet sich gerade noch vor, ist aber ansonsten eigentlich schon in den Startlöchern. Noch nichts freischalten, Uwe, ich wollte dich nur mal kurz gezeigt haben, denn wir reden wie gesagt nachher mit dem Klardenker Uwe, den ihr auf seinem Kanal kennt und auf meinem Kanal hoffentlich schätzt und ich glaube, er ist der Richtige. um mich mit ihm eben und mit euch auch sehr gerne, liebe Freunde, eben über dieses Thema zu unterhalten. Bevor ich den Uwe mir mit dazu hole, wenn es dann darum geht, diese Sache meta zu analysieren, rekapitulieren wir. Achtung, liebe Freunde, in aller Kürze, was im Prinzip dort geschehen ist. Was ist denn jetzt nun also passiert, wirklich passiert in Russland, unserer Meinung nach? So, und da setzen wir auch schon an zu unserer Kurzrekapitulation der Ereignisse, die man wissen muss, bevor man sich auf so eine Interpretation hier also einlässt. Die Wagner-Truppen und alle weiteren Beteiligten werden euch weiter im Verlauf dieses Streams in aller Kürze von jemand anderem zusammengefasst. weder von mir noch von Uwe, ich verlasse mich da auf ein Video, aber wichtig ist festzuhalten, dass natürlich die Welt den Atem angehalten hat, als auf einmal Prigoschin und die ihm unterstellte Privatarmee, der sogenannten Wagner-Kämpfer, eben aus der Ukraine kommend in Rostow am Don, also im Prinzip im fast westlichsten Zepfel Russlands, gesagt hat, sie übernehmen jetzt auf einmal für 24 Stunden die Kontrolle und während die Wagners also offensichtlich eben auf Moskau, zumindest zu Maschinen schienen, schien es eben so, als wenn Putin da etwas entglitten sei und am Ende sprach davon, dass ihm eben die Kontrolle abhanden gekommen sei. Allein der Fakt, dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass die Wagner-Truppen, Paramilitärs, die ein Stück weit aber auch auf jeden Fall dem Staat auch mitfinanziert oder unterstellt sind, dass die also überhaupt so etwas angehen, war bereits laut Bildzeitung eine Demütigung für Putin gewesen. Man hat sogar inzwischen spekuliert, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass innerhalb dieser 24 Stunden ja Bedingungen stattfinden, die dazu führen werden, dass das ganze Land in einen riesengroßen Bürgerkrieg eben abrutscht. Ein paar Tage später, nachdem alles vorbei war, hat man nichtsdestotrotz es sich nicht nehmen lassen, Mikro zu analysieren, was das erste Statement von Putin gewesen ist, nachdem er nach dem Aufstand wieder eben unter die Leute gegangen ist und eben bereits Reden gehalten hat. Man hat auf jeden Fall, hier sieht man das, festhalten wollen, dass der angebliche Kreml-Diktator, so tituliert ihn zumindest die Bild-Zeitung offensichtlich, hier seht ihr, dass immer nervöser scheint, aber wie gesagt, die schreiben ja sehr viel über Putin, die schreiben auch, dass er seit Jahren angeblich Krebs hat und trotzdem nicht dran verstorben ist. Na, wie dem auch sei, sehr nervös hat er nicht gewirkt, dass er unmittelbar in den letzten Tagen eine erste, auch außerhalb des Krebes, öffentliche, ähm, einen öffentlichen Auftritt wahrgenommen hat, indem wir mal ganz kurz reingucken, nur um die Mainstream-Medien mal wieder, ja, hier das, äh, ähm, der Lüge zu überführen. Also insoweit fragt euch mal selbst, ob hier an dieser Stelle Putin wirkt wie ein angeschlagener Kreml-Diktator, der in seinem Land verhasst ist, in einem Land, das kurz vor einem Bürgerkrieg steht, wo er angeblich nicht nur Krebs hat, sondern unter anderem inzwischen auch schon den Rückhalt seiner Bevölkerung verloren hat.
Gast
Ich bin sehr glücklich. Wir sehen uns wieder. Vielen Dank.
Eli
Und das wohlgemerkt, ich lasse es noch einmal im Hintergrund laufen, diesmal ohne Ton, das wohlgemerkt, liebe Freunde, in einer Woche, in der es schien, als ob seine gesamte Macht aus irgendwelchen Gründen jetzt hier eben nun offensichtlich flöten geht, als wenn das Land, sein Land, das er vertritt auf der Weltbühne und innenpolitisch, offensichtlich, ja, droht, drauf und dran ist, eben in den Bürgerkrieg abzusinken, in einer Woche, in der jeder andere Staatsmann in irgendeiner Form sich in den Urlaub verabschiedet hätte, um zu sagen, um Gottes Willen, er hat noch mal den Machtsturz eben abgewendet, einen waschechten Putsch, wie ihn 2015, glaube ich, war, als Erdogan halt eben in der Türkei erlebt hat. Nichts dergleichen und an sich jetzt schon mal vielleicht ein kleiner Hinweis, eben nicht alles so für bare Münze zu nehmen, wie es uns eben der Mainstream verkaufen will. Ob das in der Tat also nur eine Meuterei oder ein Putsch war, liebe Freunde, das steht für mich nicht mal mehr außer Frage. Wie gesagt, angesichts dessen, wie sich hier dieser Staatsmann präsentiert, wie sich Putin präsentiert. glaube ich, ist das nicht konkurrent mit den Fakten, die wir uns gleich eben hier angucken werden. Aber Stichwort Fakten, ich möchte mich hier nicht verlieren und ich möchte auch nicht zu viele Worte dazu verlieren. Stattdessen möchte ich die Kollegen von Infrarot an dieser Stelle zu Wort kommen lassen, denn die haben in der Tat einen sehr guten vor vier Tagen Zusammenschnitt ins Internet gestellt mit dem Titel Wagner Putsch, die eine so ganz andere Lesart, abseits des Narrativs, von eben dem Mainstream eben in Umlauf gebracht haben, das für uns mal jetzt die Basis sein soll, damit wir nicht ganz im Urschlamm anfangen müssen, sondern uns fundiert dann auf die Meta-Analysenebene mit Uwe und euch natürlich begeben können. Also, was mag da eventuell noch gelaufen sein, ja, was der Mainstream verschweigt im Zusammenhang mit dieser ganzen Wagner-Initiative? Film ab für das Team von Infrarot.
Gast
Die Wagner-Truppen verlassen Rostow am Don am Ende eines Tages, der in der russischen Geschichte bereits eingraviert war, bevor er zu Ende ging. Als der dritte Putschversuch binnen 32 Jahre. Keiner bisher war so gut organisiert und in seiner Anfangsphase so professionell und entschlossen ausgeführt. Keiner bisher hat so viel Begeisterung, falsche Hoffnungen und Schadenfreude außerhalb des Landes ausgelöst. Vormaliger Putins Bluthund, der Schlechter von Bachmut, der Skrupellose, der berüchtigte Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin, alles in Anführungsstrichen, wird über Nacht zum Hoffnungsträger. Oligarch außer Dienst Chodorkowski entrichtet ihm seine Erfolgswünsche. Der US-Senat setzt das neue Sanktionspaket gegen seine Firma aus. Es beginnt mit einem Clip, der in den sozialen Kanälen viral herumgeht. Eine Art Neuauflage des Blair Witch Project. Zwei Typen rennen schwerfluchend durch den Wald in schauspielerischer Aufregung. Das Ganze soll einen Raketenangriff der russischen Armee auf ein Wagner-Feldlager zeigen. Der Holzhammer-Fake ist so brutal evident, man muss nur den Kopf drüber schütteln. Die ganze behauptete Zerstörung sollen zwei kleine Lagerfeuer vorgaukeln, vorsichtshalber in einem Graben angelegt. Doch es ist der Kasus Belli. Es ist Samstag, 5 Uhr morgens. Die Stadt Rostow am Don erwacht in der neuen Realität. Das ganze Viertel um das Hauptquartier der russischen Streitkräfte ist umstellt mit Wagner-Wachposten. Das Gebäude ist unter Prigoschins Kontrolle. Doch diejenigen, die er sucht, sind nicht da. Der Verteidigungsminister Sergei Shoigu und der Generalstabschef Valery Gerasimov. Ihre Stellvertreter, der bei der Truppe hochgeachtete General Yunusbek Evkurov und Generalleutnant Wladimir Alekseev, verhandeln mit Prigoschin. Dieser zeigt sich zickig, will gesiezt werden. Wir wollen Shoigu und Gerasimov haben, sagt Prigoschin. Na, dann hol sie doch, antwortet Alekseev. Wir sind hier. Wagner setzt seine mobilen Truppen in Bewegung. In drei Kolonnen, mit Panzern auf Tiefladern, Geschützen, Raketenwerfern und Flugabwehrsystemen Richtung Moskau. Prigoschin nennt es den Marsch der Gerechtigkeit. Es sind aktuell die schlagkräftigsten Sturminfanterieverbände mit größter Kampferfahrung weltweit. welche kurz zuvor in Unterzahl die als uneinnehmbare Festung ausgerufene Stadt Bachmut erobert hatten. Mit einem Kräfteverhältnis von 26.000 Sturmtruppen gegen 40.000 Verteidiger. Dazu noch gegen die besten von der NATO ausgerüsteten Brigaden der ukrainischen Armee, internationale Söldnerverbände und polnische Einheiten. die letzteren natürlich als Freiwillige legendiert. Kurz, Wagner ist eine hochmotivierte, bestens organisierte und geführte Streitmacht, die den Kampf verbundener Kräfte beherrscht. Dürftige Straßensperren werden gerammt. Die russische Armee hält sich auffällig zurück. Die Luftwaffe überfliegt die Kolonnen. Kampfjets werfen Bomben ab, vor dem Kopf der Kolonne auf die Straße. Prigoschins Flugabwehr schießt insgesamt sechs Hubschrauber und ein Flugzeug an einem Tag ab, von denen nur zwei überhaupt bewaffnet sind. Alle anderen gehören zur elektronischen Aufklärung. 200 Kilometer vor Moskau erklärt Jewgeni Prigoschin seinen Vormarsch für beendet und befähigt seine Truppen zurück in die Feldlager im Gebiet Rostow. Die Wagner-Kolonnen machen Kehrt und ziehen ab. Ihr Chef setzt sich ab nach Weißrussland zu Alexander Lukaschenko, der sich gerade als Chef unter Händler und Schlichter profiliert hat. Hätte er, sagen wir mal, den Marsch auf Kapitol mit seiner Intervention verhindert, wäre ihm der Friedensnobelpreis sicher. Die Generalstaatsanwaltschaft eröffnet eine Ermittlung gegen Prigoschin wegen Hochverrats und Organisation einer bewaffneten Meuterei, um diese am nächsten Tag einzustellen. Oder doch nicht? Die Mühlen der Staatsmaschine mahlen langsam. Weder Sergei Shoigu noch Valery Gerasimov lassen sich im Laufe des geschichtsträchtigen Tages blicken, noch was von sich hören. Wladimir Putin dagegen hält um 9 Uhr morgens den Appell an die Bevölkerung und an die Putschisten. Er fasst sich knapp, klar und unmissverständlich. Es ist ein Schlag gegen Russland, ein Schlag gegen das russische Volk. Und wir werden auf diese Gefahr hart reagieren, um unser Vaterland zu verteidigen. Diejenigen, die bewusst den Weg des Hochverrats gewählt haben und diesen Aufstand vorbereitet haben, diejenigen, die terroristische Methoden, nun einsetzen und andere erpressen, werden bestraft. Sie werden sich gegenüber unserem Gesetz und unserem Volk verantworten müssen. Als Präsident und oberster Befehlshaber der Streitkräfte Russlands, aber auch als russischer Bürger, werde ich alles dafür tun, um unser Land zu verteidigen, um die Verfassungsordnung zu schützen, um für das Leben, die Sicherheit und die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Diejenigen, die diesen bewaffneten Putsch organisiert haben, diejenigen, die die Waffe gegen die Kameraden gerichtet haben, haben Russland verraten und sie werden sich dafür verantworten müssen. Ein Nawalny mit Panzern? So einer Verwandlung hätte wohl Jewgeni Prigoschin noch vor wenigen Tagen keiner zugetraut. Die Parallele liegt vor allem darin. dass bei der Korruption und Käuflichkeit im Staatsapparat sowie dessen Ineffizienz als Vorwand vorschieben im Kampf um die eigene Macht, welche mit großer Sicherheit nicht minder korrupt und käuflich wäre. Wo es putscht, dort ist die Spur fremder Geheimdienste zu suchen. Kein Putsch ist ohne subversive äußere Einmischung jemals zustande gekommen. Ob Chile 1937, die Ukraine 2014 oder die Türkei 2016. Überall waren fremde Dienste, allen voran die CIA, massiv am Werk. Die US-Geheimdienste zwinkern auch diesmal ganz heftig, indem sie ihr angebliches Vorauswissen über die Putschvorbereitungen breittreten. Prigoschin, ein neuer Pinochet mit der CIA als Strippenzieher? Schwer vorstellbar, dass die geheimdienstliche Führung in diesem Fall so direkt gewesen ist. Indirekt aber, indem man Prigoschin eine mögliche Unterstützung vorgetäuscht hätte, durchaus denkbar. Diese, die Unterstützung, ist nämlich ausgefallen. Einzelne Fakes ukrainischer Psychokrieger wie dieser rufen nur Schmunzeln hervor. Hier soll ein russischer Fallschirmjäger sich mit Wagner solidarisieren. Dumm nur, dass der Darsteller eine falsche Uniform trägt und mit einem AK-74-Gewehrtyp bewaffnet ist, welcher Anfang 2000er ausgemustert und mit dem erneuerten AK-74M und später AK-12 ersetzt wurde. Auch Prigoschins größter Unterstützer bei der Truppe, Armeegeneral Sergej Surowikin, distanziert sich von ihm entschlossen. Ich bin der Armeegeneral Sergej Surowikin. Ich wende mich an die Führung, an die Soldaten und Kommandeure der Wagner-Verbände. Wir haben zusammen einen schweren Weg hinter uns. Wir haben gemeinsam gekämpft, gemeinsam Risiken gewagt, Verluste erlitten und gemeinsam Siege errungen. Wir haben ein und dasselbe Blut. Wir sind Soldaten. Ich rufe Sie auf, Halt zu machen. Die Kolonnen stoppen, in die Kasernen und die Aufmarschgebiete zurückkehren. Alle Probleme auf friedlichem Wege unter der Führung des Oberbefehlshabers der russischen Streitkräfte lösen. Surowikins Stimme hat Gewicht und Autorität bei den Soldaten wie wohl keine andere. Der General ist der Architekt der russischen Verteidigungslinien und Meister der mobilen Verteidigung, an der sich die ukrainische Offensive bislang verblutet. Es ranken sich diverse Hypothesen um Prigoschins Möchtegern-Blitzkrieg herum, die mehr oder weniger auf eine interne Absprache oder ein äußerst geschicktes Täuschungsmanöver hinauslaufen. Sie nähren sich vorwiegend aus der fast ungehinderten Durchfahrt der Wagner-Truppen bis kurz vor Moskau. Das Ganze sei nur eine Nebelkerze, um unauffällig für den Gegner große Truppenverbände zu verlegen, sagt ein britischer General dem Sender Sky. Bei den britischen Quellen ist auf eins Verlass. Jedes gesprochene und geschriebene Wort ist eine Täuschung, solange Großbritannien sich im Krieg befindet. Proxykriege inklusive.
Eli
So, und dann geht's dann natürlich noch weiter. Was in Deutschland in erster Linie propagiert worden ist, habt ihr alle mitbekommen, denn ihr wohnt mutmaßlich alle in Deutschland oder konsumiert ein Stück weit eben auch die deutschen Mainstream-Medien. Und jetzt kommen aber wir im Spiel, soweit die langatmige, aber nichtsdestotrotz wirklich faszinierende Recipientation. des Teams von Infrarot, die uns noch einmal die offizielle Lesart der Geschichte noch mal in Erinnerung rufen, aber gleichzeitig auch die richtige Portion an Zweifel streuen, damit man eben merkt, dass an dieser ganzen Sache doch irgendetwas faul sein muss. Und wenn es daran geht, die Sachen zu durchdenken, zu hinterfragen, zu durchanalysieren, so gut es geht, dann macht das ansonsten außer mir keiner besser als mein heutiger Gesprächspartner, der Klardenker Uwe. Mir jetzt eben gerade zugeschaltet, Wunderbar lächelnd und bestimmt herrlich duftend freue ich mich, dich hier in diesem Stream zu begrüßen. Lieber Uwe, wer wie gesagt mehr von dir sehen möchte, dich gibt es auf deinem eigenen Kanal. Klar denken, beziehungsweise die Welt klar sehen, aber klar denken, das ist unsere und deine Expertise. Deshalb ohne längeren Verzug jetzt, wie hast du also dieses Wahnwitz-Wochenende, letztes Wochenende mitbekommen und wie hat sich dann im weiteren Verlauf der Woche entsprechend halt bei dir auch der Erkenntnisprozess genähert? dass da irgendetwas faul sein muss an dieser Sache.
Uwe
Also mir hat eigentlich, als ich die Nachrichten hörte, dass der Prigoschin da angeblich einen Putsch macht und auf Moskau losmarschiert, da musste ich laut lachen.
Eli
Okay.
Uwe
Ja, also ... Weil ich fand das so absurd, dieses Vorhaben überhaupt so zu machen, weil der hat nur eine kleine Armee und ist ein paar hundert Kilometer entfernt von Moskau. Und so etwas zu machen, wenn er tatsächlich putschen wollte, wäre ja eine ganz andere Vorbereitung nötig. Also insofern, ich habe das für völlig unglaubwürdig gehalten und dachte mir, Moment mal, was ist denn hier los? Das kann doch gar nicht wahr sein.
Eli
Als die ganze Sache dann keine 24 Stunden später wieder vorbei war, hast du dich da bestätigt gefühlt oder hast du gemeint, ah, da sind noch so viele Faktoren, die wir alle nicht wissen können, da erspare ich mir mal lieber meine Meinung und warte.
Uwe
Also ich habe auf meinem eigenen kleinen internen Telegram-Kanal dazu was kurz kommentiert und habe gesagt, das ist sinngemäß, dass ich das für ein Windei halte. dass es da entweder überhaupt gar keine Auseinandersetzung geben wird und die Sache entweder gibt ja sofort auf oder es gibt ein kurzes Techtelmechtel oder es gibt ein Greenscreen-Gefecht und das war es dann. Aber dass daraus was Ernsthaftes kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
Eli
Und etwas richtig Ernsthaftes ist ja auch nicht wirklich rausgekommen, sondern stattdessen war das ja so eine Art Mini-Putsch. Gleichzeitig wurde aber auch gesprochen von eben einer Meuterei. Also vielleicht erstmal die Definition vorneweg. Was hast du nach deiner Lesart beobachtet? War das jetzt ein Putsch, war das eine Meuterei oder war das ganz was anderes?
Uwe
Für einen Putsch möchte man ja eben die vorherige Staatsführung beseitigen. Eine Meuterei ist ja zunächst einmal eine Befehlsverweigerung. Ich meine, wer gegen Moskau zieht und nicht den Befehl dazu hat, der verhält sich natürlich schon befehlswidrig. Sprich, an der Stelle ist es natürlich eine Meuterei. Aber mit wenigen Soldaten und mit ein paar zehntausend Soldaten, die hauptsächlich Landstreitkräfte sind, eine Stadt wie Moskau, die hochgesichert ist, einzunehmen, die gegen Atombombenangriffe gesichert ist, das ist ja sowas von lachhaft. Da kann ich ja überhaupt gar nicht verstehen, dass das irgendjemand überhaupt vermuten könnte.
Eli
Was weißt du über diesen Prigoschin, diesen Mann, der im Vorfeld ja eigentlich ansonsten die Öffentlichkeit nicht wirklich gemieten hat, er hat im Gegenteil sich sehr oft zu Wort gemeldet und aber das eben auf seine ganz eigenen charakteristische Art und Weise. Also wie hast du den Mann vor diesem Putsch eingeschätzt?
Uwe
Also Prigoschin ist nach meiner Meinung ein ziemlich pfiffiger Fuchs. Er ist ja kein geborener Soldat, sondern kommt ja aus der Gastronomie und ist ja im Grunde genommen durch zwei Leute erst richtig vorangekommen, sprich die seine Karriere gefördert haben. Das ist einmal eben der Putin und das ist eben der Prigoschin. Wie heißt er? Gerassimow. Das sind seine beiden großen Förderer. Und dass er sich ausgerechnet gegen seine beiden Gönner erhebt, ist eigenartig. Und was auch eigenartig ist, dass er selber keinerlei militärische Erfahrung hat. im Grunde genommen keine militärische Ausbildung hat, dann aber letztendlich zum Kopf einer paramilitärischen Einheit geworden ist. Und ich denke, sein Talent ist hauptsächlich das Managen. Er ist ein Schaumacher, er ist ein Manager, er kann Leute motivieren, er kann im Außenbereich wie ein Fuchs verhandeln. Und das hat er nach meiner Meinung auch die ganzen letzten Monate gemacht, indem er gejammert hat, dass er von dem dass Gerasimov nicht genügend Munition bekommt und dass die eigene interne Truppe von dem Gerasimov mit ihm in Konkurrenz gerate und und und. Das hat sich nachher, soweit ich das gesehen habe, immer alles als Lüge herausgestellt. Sprich, der Mann hat monatelang nur Märchen erzählt und eine Schwäche vorgetäuscht. die er objektiv gar nicht hatte. Und die Frage ist, wenn jemand so tut, als ob ihm die Munition ausgeht, er aber gleichzeitig die einzige Elite-Truppe ist, die wirklich große Kampferfahrung hat und auch Erfolge nachweisen kann, dann steht das Reden im Widerspruch zu seinem Tun. Und wenn also so jemand, der quasi ein bekennender Lügner ist, oder zumindest ein nachgewiesener Lügner ist, wenn der jetzt also dann erklärt, er wolle einen Putsch machen, dann sehe ich das mal als ein reines Marketingargument. Nach dem Motto, ich möchte eine Show machen, ich möchte Aufmerksamkeit erregen, aber was ich wirklich will, das sage ich natürlich nicht.
Eli
Ganz kurz an dieser Stelle will ich einhaken, also ergibt sich immer wieder in der Tat, als der Obermacker da bei den Wagners, er ist das bekannteste Gesicht der Wagner-Truppe, aber im Hintergrund wird gehandelt, dass es in der Tat einen echten militärischen Kommandanten gibt, dieser Truppe, der diese Menschen halt in der Tat befähigt, während ein anderer nur das Sprachorgan ist, in diesem Fall halt eben der Prigoschin. Sein Name ist irgendwas mit U, sieh es mir bitte nach, ja, im Zusammenhang mit diesen ganzen unterschiedlichen Sachen, die wir uns heute anschauen werden, ist mir der Name eben entfallen. Aber googelt Wagner, googelt nicht nur Machthaber, sondern auch Kommandant, sucht euch die Namen, die mit U sind, die ranghoch sind und der erste an der Liste, das ist der, der angeblich dort im Prinzip militärisch gesprochen den Ton angibt. Stichwort Ton angeben. In der ganzen Sache ist natürlich auch Putin kein Unbeteiligter, sondern jemand, der wirklich ganz direkt sich in die ganze Sache mit eingeschaltet hat. Zu der Lesart seiner Stellungnahme hast du jetzt noch gar nichts gesagt. Du hast dazu gesagt, wie wir Prigoschin im Vorfeld und während dieses Putschversuches, nenne ich es mal, einzuschätzen haben. Aber wie hast du die Reaktion von Putin gesehen? Am nächsten Morgen, wohlgemerkt erst zwölf Stunden, nachdem das erste Mal ja bekannt geworden ist, dass es da überhaupt eine Aktion gab. Wie hast du also erstens bewertet, dass dieser Präsident die Ruhe weg hat, zwölf Stunden später sich überhaupt zu Wort zu melden und was er dann im Prinzip inhaltlich gesagt hat?
Uwe
Also zu glauben, dass der Putin von nichts wusste, das halte ich auch wieder für ein sehr naives Kindermärchen. Wir wissen ja in Deutschland, dass schon wenn nur sich eine Partei gründet oder ein Verein, ja schon einer vom Verfassungsschutz dabei ist so ungefähr. Und ausgerechnet in einer quasi halbstaatlichen, am liebsten nicht staatlichen Organisation, wie einer hochbewaffneten Armee, da hat Putin keine Ohren und keine Augen drin. Also es ist ja völlig absurd, sowas anzunehmen. Das heißt natürlich wusste Putin ganz genau spätestens, als der Prigoschin sich in Bewegung setzte, dass da was auf ihn kommt. Und jetzt kann man sich die Frage stellen, warum hat der nichts getan? Ist er unfähig? Ja natürlich, wenn er die Wenn er den Eindruck erwecken möchte, nach außen hin Schwäche zu zeigen, dann ist das die richtige Vorgehensweise. Es ist aber auch die richtige Vorgehensweise, wenn man weiß, dass in Wirklichkeit gar keine Gefahr droht. Da stellt sich natürlich die Frage, ja, wonach soll man das denn unterscheiden? So, und ich denke immer in der Politik und im Kriege gibt es zwar viel Zufall, aber der Zufall fällt immer nur an die Orte, wo er auch gut geeignet ist. Sprich, also der Zufall ist nicht gesetzlos, sondern sehr wohl gesetzmäßig. Und wenn eben so etwas passiert, ist die Frage, was ist das Ergebnis, was rauskommt? Wir haben gesehen, dass was rauskommt, ist eine Säuberungsaktion.
Eli
Da greifst du schon vorne weg, da müssen wir uns noch hinarbeiten, lieber Uwe. Aber auf jeden Fall für den Moment. Dann bremse ich mich an der Stelle. Richtig, auf jeden Fall schon mal ein sehr guter Aufschlag, den du hier gemacht hast. Ich gebe mal ganz kurz meine zwei Cents noch mit dazu. Ändert euch zurück zum Beispiel an einen Moment, eben 2015, als Erdogan einen Putsch im Innern hatte in seinem Land. Das war zwar tagsüber, muss man fairerweise so sagen, während hier ... Ja, dieser Putsch eben in den Abendstunden, man müsste eigentlich sogar sagen, konkreter eben in der Nacht begonnen hat. Aber glaubt mir mal, jemand, der so sehr an seiner Macht hängt, wie der mutmaßlich mächtigste Mensch dieser Erde, ja, der hat wirklich immer ein Auge offen, selbst wenn er schläft und auch gesetzt dem Fall, er wäre in irgendeinem tropischen, irgendwie karibischen Paradies, in irgendeinem Tiefschlafurlaub, Hätte er sich garantiert sofort mobilisiert, um, wäre das ein echter Putschversuch, entsprechend halt die Leute, seine Truppen aufzuwiegeln, auf jeden Fall schon mal für Solidarität zu trommeln, weil da geht es natürlich um Vertrauen. Wem vertraut man mehr, dem aktuellen Machthaber oder eben dem Kontrahenten, dem Herausforderer? Und da würde es sofort daran gehen, dass man halt entsprechend in die Werbeleistung geht und natürlich versucht, sich dazu stark zu profilieren, zu positionieren. Der Fakt, dass überhaupt erst zwölf Stunden später reagiert worden ist ja dann aber natürlich auf diese gewohnt konsequente souveräne auch ein stück weit muss man ehrlich sagen auch dominante putinsche art ja das sagt mir der mann hat zu keinem zeitpunkt in irgendeiner form die kontrolle verloren ja ein putin der wirklich mal über emotional reagieren würde, wäre nicht der Putin, wie er in Anführungszeichen im Buche steht. Und genau das haben wir aber eben in dieser kurzen, man muss es sagen, diszipliniert durchgeführten, stoisch vorgetragenen Rede eben erlebt. Hier hat sich natürlich die Bild bemüht, die schlimmsten Momente seiner Gesichtszüge in irgendeiner Form in dieses Bild zu pressen. Aber jeder, der Putin kennt, der seine Reden in irgendeiner Form im Vorfeld schon mal gesehen hat, der weiß, Der Mann hat sich in keinster Form davon beeinflussen lassen, davon seine Emotionen führen lassen und das ein weiteres Indiz dafür, dass er zumindestens super souverän auf diese Situation reagiert hat, wenn nicht von vornherein eben in die ganze Sache mit involviert gewesen ist. Und jetzt ist das ja natürlich, sag ich mal, die große Frage, ne? Nach der Lesart, was genau ist denn da jetzt nur eben passiert, an die wir uns Stück für Stück halt eben ran nähern werden. Uwe, du warst jetzt eigentlich schon für mich schon ein Stück weit insoweit, dass du gesagt hast, unter anderem ist dieser Moment eben genutzt worden, um eben Säuberungsaktionen durchzuführen. Ja, aber jetzt müssen wir auch sagen, wie ich oft sage auf diesem Kanal, Ehre im Ehre gebührt. Auf diesen Gedanken sind wir zwei auch nicht alleine gekommen. Andere vor uns haben den Frühjahr in der Öffentlichkeit so gut es geht im Rahmen ihrer Möglichkeiten eben auch breit getragen. Und zu diesen Menschen, ich sage es ungern, aber ich muss es sagen, gehört auch ein gewisser Kai Orak. Wenn ihr genauso wie ich jetzt fragt, wer ist das überhaupt, dann will ich euch nicht schelten, weil auch ich habe den Mann selten auf dem Schirm. Auch ein blindes Huhn findet aber ab und an einen Korn. Und so hat dieser Kai Orak zum Beispiel als einer der Ersten, der mir zumindest im öffentlichen, deutschsprachigen, alternativen Raum eben beheimatet ist, ist also dieser Kai Orak der Erste, von dem ich gehört habe, dass er eben eine andere Lesart inklusive dieser Säuberungen eben in den Raum gestellt hat. Und da möchte ich ihn mal ganz kurz selber zu Wort kommen lassen, was seine Theorie gewesen ist, die er, ich glaube, vor drei, vier Tagen bereits eben ins Internet auf seinem Kanal gestellt hat.
Gast
Ideen, was Russland hatte, das war... eine Kriegslist, was Russland gemacht hat. Und die Kriegslist war so gut, was Russland gemacht hat, dass, denke ich, in der Zukunft wird da in den militärischen Akademien über das unterrichtet, was Russland getan hat. Es ist in meinen Augen vergleichbar für die Auswirkung auf die militärische Zusammensetzung, vergleichbar mit dem treuenschen Pferd. Was ist dort passiert, kann ich auch ganz kurz erzählen. Der Westen hat komplette fünfte Kolonne in Russland verloren. Als fünfte Kolonne bezeichnet man die Elemente, die es im fremden Land gibt, die quasi Spionage führen für den Westen. Also, Russland geht zum Westen.
Eli
Gut, jetzt wird's mir zu langatmig, deshalb guck ich den mal nicht. Es war schwierig, dieses Video sich überhaupt anzutun. Es ist 30 Minuten lang, es ist gespickt voller Theorien und Spekulationen. Ich kürze es an der Stelle mal ab. Er hat im Prinzip drei Punkte, auf die man seine Theorie runterbrechen kann. Das Erste, was dort passiert ist, ist offensichtlich, dass dieses Ereignis, nenn ich's einfach mal, im Prinzip von Russland genutzt worden ist. Um eben die folgenden Sachen durchzuführen. Erstmal also diese fünfte Kolonne im Inneren des Landes auszuaddieren. Also alle Zellen von irgendwelchen Spionageeinheiten, die in irgendeiner Form westlichen oder andersartigen Geheimdiensten im Prinzip zugehörig sind, ausfindig zu machen oder bestenfalls unmittelbar gleichzusetzen. zu eliminieren im Zuge im Prinzip dieses ganzen Chaos, was auch innenpolitisch gerade in Russland eben während dieser 24 Stunden geherrscht hat. Zweiter Punkt, auf den er eingeht, er sagt, man hat Truppenbewegungen gesehen. Die ukrainischen Truppen sollen wohl offensichtlich, ob man das jetzt per Satellitenbild oder anderweitig macht, eben in Aufruhr geraten sein, ob der Hoffnung, dass vielleicht irgendwie diese Wagner-Verschiebungen in irgendeiner Form halt eben die Front angreifbar machen, Klammer auf, war sie nicht, aber ist ja auch egal, Klammer zu, Aber dass im Prinzip halt eben hier Russland die Gunst der Stunde genutzt hat, um sich wirklich breitflässig zu informieren eben über die Bewegungen des Gegners, also damit der Ukraine und die vielleicht ein wenig halt in Aufruhr zu versetzen. Und der dritte Punkt, auf den dieser Herr hier eingeht, ist, dass man sich diesen ganzen Wahnsinn auch noch hat bezahlen lassen und zwar fürstlich und zwar mit 6,2 Milliarden US-Dollar. Die kommen nicht irgendwo her, die kommen offensichtlich genau aus dem Pentagon und da meint sich dazu berufen eben auf offizielle auch Bekundungen, Ich habe es jetzt hier in der Weltwoche gefunden, das gibt es aber auch beim Bloomberg, wenn ihr das im Englischen Original sehen wollt. Das ist jetzt die deutschsprachige Übersetzung, die sich in Kurze zusammenfassen lässt. Das US-Pentagon hat offensichtlich in der Woche bevor diesem Putsch, hier unten seht ihr das, am 22.06. ist diese Information rausgekommen. Hier seht ihr das. So, an dieser Stelle hat also offensichtlich das Pentagon, dem man ja alles glauben kann, behauptet, die hätten einen Buchhaltungsfehler gemacht und der beschert der Ukraine zusätzliche 6,2 Milliarden Dollar, die man halt dann entsprechend halt in die Ukraine oder mutmaßlich auf irgendein Konto erstmal überwiesen haben will. Also Russland soll offensichtlich diesen Moment genutzt haben, um einerseits, wie du schon gesagt hast, lieber Uwe, Säuberungsaktionen durchzuführen von ausländischen Geheimdiensten, gleichzeitig die Truppenbewegungen der Ukraine überwacht oder vielleicht sogar in Aufruhr versetzt haben und man soll sich das alles bezahlt haben lassen, 6,2 Milliarden, die, und jetzt wird es nochmal interessant, an Prigoschin überwiesen worden sein sollen. Soweit in aller Kürze und hoffentlich etwas spannender zusammengefasst die Theorien von diesem Kai Orak. Lieber Uwe, du hast mir ja diesen Clip selber geschickt. Deine Einschätzung zu dieser Theorie?
Uwe
Ja, also mir wurde der Clip auch selber zugeschickt. Ich fand ihn ganz interessant, weil er meine Gedanken doch noch in eine bisschen andere Richtung lenkte. Also richtig ist, dass es eben solche Schläfer gibt. Also ich war ja auch bei der Bundeswehr, habe ja auch mal eine Offiziersausbildung gemacht. Also es ist ganz normal gewesen im Kalten Krieg, dass alle Parteien eben sogenannte Schläfer haben. Das sind also quasi... Zivilisten, die sind Hausfrauen, die sind normale Arbeiter und sonst nicht was. Die haben nur eine Aufgabe, zum Beispiel, wenn sie dann ihren Befehl bekommen, irgendwann mal zum Beispiel ein Straßenschild umzudrehen in eine andere Richtung. Das führt dann zum Beispiel dazu, dass wenn eine militärische Kolonne mit mehreren hundert Fahrzeugen in die falsche Richtung fährt und die das dann merken, und zwar zu spät, dass sie dann Tage brauchen, um das wieder zu korrigieren. Das heißt ein Zeitgewinn. Oder aber... zum Beispiel auf Brücken, die Belastungsschilder auszutauschen. Da steht vorher 30 Tonnen maximal belastbar und dann auf einmal steht da 60 Tonnen. Fährt ein Panzer drüber oder zwei, bricht die Brücke zusammen. Widerstau. Das heißt, solche Schläfer, die können die allerkleinsten oder auch wichtiger Aufgaben machen. Und solange die ihren Marschbefehl nicht bekommen, sind die völlig unidentifizierbar. Die leben ein ganz normales Leben. Aber man setzt die eben nur dann ein, wenn es wirklich absolut notwendig ist, also wenn es wirklich Sinn macht.
Eli
Weil die sich, ganz kurz, das muss ich nochmal dazugeben, weil die sich natürlich auch ein Stück weit angreifer machen, vielleicht sogar zu erkennen geben, wenn sie entsprechend in die Aktion treten und dann entsprechend halt das umsetzen, was du gerade beschreibst. Solange die nur schlafen im Hintergrund, also eben Schläfer, sind sie eben unkenntlich, aber sie laufen ein Risiko oder gehen ein Risiko ein, wenn sie dann entsprechend aktiviert werden. Von daher, da hat man nur einen Schuss, auf gut Deutsch gesagt, und der muss dann entsprechend sitzen, aus der Perspektive der Geheimdienste gesprochen.
Uwe
Genau. Und in dem Moment, wo würde jetzt also zum Beispiel Putin sofort gesagt haben, Moment mal, ich setze meine Luftwaffe in Gang und ich mache dies und mache jenes. Wir sind vorbereitet. Moskau kann auf keinen Fall erobert werden und alles ist unter vollständiger Kontrolle. Da hätten doch die Schläfer gar keine Veranlassung gehabt, da rauszukommen. Aber in dem Moment, wo Russland eine Schwäche vortäuscht, oder Moskau, sag ich jetzt mal, durch Putin vertreten, nach dem Motto, oh, da kommt jetzt eine bewaffnete Einheit auf uns zu und wir haben ja gar nichts, was wir denen in den Weg stellen können. Wir können auch gar nichts tun. Wir sind reaktionsunfähig. Dann ist natürlich der ideale Zeitpunkt da, alle schwachen Leute, die im Untergrund sind, an das Tageslicht zu werfen, damit die ihr Werk tun können. um quasi den Sack zuzuschnüren.
Eli
Und da kommen auch die zwölf Stunden ins Spiel, dass man über Nacht entsprechend halt dann schauen kann, okay, wenn man den, und zwölf Stunden ist eine Ewigkeit, weil man in Dimensionen von Geheimdiensten denkt, wenn man dann halt eben entsprechend diesen Leuten die Möglichkeit gibt, aus ihren Rattenlöchern gekrochen zu kommen, ja, dann beobachtet man entsprechend, wo gibt es denn, zum Beispiel in der Nacht, in der ansonsten eben alles schläft, im friedlichen Russland Bewegung und kann die sehr viel besser identifizieren. Nur mal deinen Gedanken noch mal ein bisschen weitergedacht.
Uwe
Man hat ja eben die Schläfer nicht nur im Zivilen, sondern auch in allen militärischen und Polizeistellen. Also alles, was irgendwie auch bewaffnet ist. Das heißt, auch diese Leute müssen aus ihrer Tarnung rauskommen, müssen eben ihr Werk tun. Und wenn dann eben sich herausstellt, dass das ganze Vorhaben abgeblasen wird, dann kann man natürlich nachvollziehen, wer da jetzt wo welche Stellschrauben gestellt hat. Das heißt, die Leute werden zwar nicht alle, aber ein Großteil von denen wird ganz schnell enttarnt werden. Und dann müssen die die Beine in die Hand nehmen und zusehen, dass sie aus dem Land verschwinden. Ansonsten werden sie eben der örtlichen Gerichtsbarkeit wohl unterstellt werden müssen.
Eli
Wobei man hier noch tiefer greifen muss, also du hast eben gerade das bisschen satirische Beispiel einer Hausfrau gebracht, das gibt es natürlich auch, aber auf der Meta-Ebene betrachtet gibt es natürlich auch Interessen, die vom Westen finanziert sind, von der Ukraine in irgendeiner Form geprägt oder gesteuert sind, die natürlich versuchen würden, beim erstbesten Moment, wenn sich ein Kriegs-, Bürgerkriegsähnlicher Zustand auch nur anbahnt, entsprechend halt seiner eigenen, wie nenne ich das einfach mal, seine eigenen Aktivisten eben in Gang zu setzen. Und die sind teilweise eben nicht nur einfach Hausfrauen, sondern das sind dann teilweise auch sehr einflussreiche Menschen, die über Jahre aufgebaut worden sind, die für diesen einen bestimmten Moment dann ganze Prozesse in Gang setzen. Und die können teilweise sogar in der eigenen russischen militärischen Führung beheimatet sein. Also im Prinzip, man sieht auch an der Art, wie dann jemand kommuniziert, ob man eben halt Loyalität hat bis in den Bürgerkrieg hinein mit dem amtierenden Machthaber oder einer der Ersten ist, der entsprechend aufspringt beim ersten Anzeichen eines Bürgerkrieges, der sagt, ich bin jetzt bereit, die Seiten zu wechseln. Schon allein nicht schnell genug, sich zu Putin ausgesprochen zu haben, könnte in der Tat, wäre Putin so ein schlimmer Diktator, wie ihm immer wieder gesagt wird. Ja, könnte im Prinzip ausreichen, dass man auf die schwarze Liste zumindest kommt und weiter beobachtet wird. Es ist also mitnichten, wie im Chat gerade behauptet wurde, ja, nur irgendwelche Hausfrauen, die damit aufgescheucht worden sind, sondern eigentlich wirklich mannigfaltige, teilweise über Jahre hochgezüchtigte, Millionen, wenn nicht Milliarden Spionageprojekte, die zumindest an dieser Stelle aktiviert, hypothetisch werden konnten, vielleicht auch wurden und sich angreifbar gemacht haben dadurch, dass sie eben ins Leere gelaufen sind und vielleicht identifiziert worden sind. Aber da sprichst du jetzt nur von dieser fünften Kolonne. Was hältst du denn von dem zweiten Punkt, den Herr Orak da beschworen hat, und zwar, dass man da bestimmte Truppenbewegungen auf ukrainischer Seite beobachten wollte?
Uwe
Ich würde, bevor ich zu dem Punkt komme, noch einen Punkt sagen, warum diese fünfte Kolonne-Theorie durchaus greifbar ist oder sinnvoll ist. Denn wenn es tatsächlich um einen Putsch geht, gehen würde, dann muss der viel länger vorbereitet werden. Und dann hat man auch als Putschist, hat man seine Leute nicht in 300 oder 500 Kilometer Entfernung und fährt da erstmal hin, sondern man hat die schon vor Ort. Die sitzen selber schon im Generalstab, die sitzen selber schon im Sicherheitsrat. Und die brauchen dann nur noch mit dem Finger zu schnüpfen. Und dann kommen bewaffnete Truppen rein und nehmen diejenigen fest, die dort im Raum sind. Das heißt, ein externer Putsch aus dieser Entfernung ohne Luftunterstützung, das ist ja nur eine kleine Einheit, die haben ja nicht so viel, das reicht ja nicht aus, um eine Millionenstadt wie Moskau einzunehmen. Das heißt, das funktioniert schon mal gar nicht vom Ansatz her. Und dann haben wir noch die merkwürdigen Meldungen aus dem Westen, wonach es hieß, dass die Amerikaner ja schon im Juni letzten Jahres von Prigoschins Putschbestrebungen wussten. Also wenn das der Fall wäre, dann muss man sich doch echt mal einen Kopf fassen und fragen, warum sollte jemand, der jetzt in Russland ist und bisher ein getreuer Gefährte von Putin war, warum sollte der ausgerechnet jetzt mit den Amerikanern sich abstimmen und dann über neun Monate oder fast ein Jahr lang planen? Das heißt, wenn das der Fall wäre, dann muss man ja sagen, dann hätten ja die Amerikaner da auf jeden Fall Aktien drin. Dann wäre das ja ein Gentleman Agreement zwischen Amerika und dem Herrn Prigoschin. Und dann stellt sich auch noch die Frage, wieso der Prigoschin, der ja so viele Mitarbeiter hat, zumindest muss er auch einen größeren Führungsstab haben, das soll nicht bis nach Moskau vorgedrungen sein?
Eli
Richtig.
Uwe
Das halte ich auch für wenig wahrscheinlich.
Eli
Halte ich ebenfalls für wenig wahrscheinlich, aber während wir uns bereits also jetzt schon dem Thema Prigoschin also annähern als einer mutmaßlich der Drahtzieher dieser ganzen Sache, dann lasst uns doch direkt mal drauf einsteigen, weil in aller Kürze gesagt, es gab, ich will das einfach mal kurz abhaken, es gab keine nennenswerten ukrainischen Bewegungen, die Front, der Frontverlauf hat sich in keinster Weise innerhalb dieser 24 Stunden eben verändert. Weder auf ukrainischer Seite gab's da irgendwie ein riesengroßes Chaos, noch hat die Russen Angriffsfront in irgendeiner Form halt eben gelitten. Prigoschin und seine Wagnertruppe hat zwar da zum Beispiel eben wichtige Infrastrukturpunkte wie Flughäfen besetzt. Jeder, der eine Front kennt, eine aktive Front, der weiß auch, die braucht täglich Nachschub. Insofern hätte das in der Tat, wäre das ein echter Putschversuch, wäre das eine echte Meuterei gewesen, hätte das in der Tat gefährlich werden können. Aber allein der Fakt, dass keine einzige Front auch nur gefährdet gewesen ist, geschweige denn zusammengebrochen ist, zeigt unter anderem eben ein weiteres Indiz, dass es da nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann.
Uwe
Und dass auch gar kein Rückhalt in der Armee bestand. Für den Putsch. Für Putin gab es den, aber für den Putsch. Für den Putsch. Und das ist auch durchaus verständlich, denn man muss sich jetzt mal in die Lage eines normalen, regulären Soldaten versetzen. Der wird ja nicht so gut bezahlt wie jetzt so ein... Wie die Freikämpfer oder unregulierten Kämpfer bei Wagner, das ist eine Söldnerarmee, die kriegen entsprechend mehr Geld als der normale Soldat. Die haben eine Prioritätsstellung innerhalb der russischen Armee gehabt, sprich die haben immer eine Ex-Pagos gebraten bekommen. So, da muss man natürlich ganz klar sagen, solche Söldner-Armeen, die haben immer dann die große Klappe, wenn sie Siege erringen. Und wenn sie dann aber verlieren, dann haben sie nicht mehr die große Klappe, weil von denen dann so gut wie keiner mehr übrig ist. So, wenn sie irgendwas falsch machen. Und das heißt... Die sind ja gar nicht so beliebt bei dem normalen Soldaten. Deswegen gibt es da eine ganz natürliche Rivalität zwischen den regulären Soldaten und solchen Söldnertroppen.
Eli
Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die sich, entschuldige, wenn ich da unterbreche, dass die eben keinen Grund haben sollten, eigentlich sich eben diesen Wagner, diesen überbezahlten, irgendwie gerade verpamperten, so ein bisschen halt eben Supersoldaten anzuschließen, weil die meinen, ja, wir bluten auch. Wir sind auch hier an der ukrainischen Front und Wir kriegen zwar nicht den ganzen Ruhm von Bachmut und so weiter ab, ja, aber erst recht wollen wir uns dann nicht jetzt hier einer bewaffneten Meuterei anschließen, ja, um entsprechend in irgendeiner Form auch noch strafbar uns hier zu machen. Ganz kurz noch ein Wort dazu, ne, also schon allein der Fakt, ja, dass niemals nach der Macht gegriffen worden ist, sondern man nur einen Verteidigungsminister mutmaßlich ausgetauscht wissen wollte, zeigt, dass es kein wirklicher Putsch sein konnte. Man hat ja auch nie versucht, irgendwelche Regierungsbeurte... gleichzeitig russlandweit zu besetzen, was es auch gebraucht hätte für wenigstens den Versuch eines erfolgreichen Putsches. Und selbst diese Meuterei war ja keine wirkliche Meuterei, weil Prigoschin ja von Anfang an, ihr habt ja nach vorne im Einspieler sitzen sehen, mit den anderen Menschen aus dem Verteidigungsministerium, weil er von Anfang an gesagt hat, wir ziehen zwar jetzt nach Moskau, aber es könnte auch genauso gut eine impotente Demo von Querdenkern gewesen sein, die im Prinzip nach Moskau zieht, weil unter anderem hat ja selbst Prigoschin mit seinen bis an die Zähne bewaffneten Söldnern, Ja, gesagt, dass sie wollen russisches Blutvergießen vermeiden. Und entschuldige, wenn du selbst als Soldat nicht bereit bist, für deine Ideale, für deine jetzt auch vielleicht strategischen Ziele, ja, irgendwie Blut zu vergießen, bis auf ein paar Piloten ist da keiner ums Leben gekommen. Gott sei Dank, muss man sagen, ja. Ja, dann weiß man entsprechend, dass die auch nicht so, hinter ihren Idealen offensichtlich stehen und die ganze Sache nicht ganz so ernst nehmen. Das will ich mal hier nochmal mitgesagt haben. Aber dein Punkt ist hundertprozentig korrekt. Natürlich gab es überhaupt keinen breiten Rückhalt. Achtung, Uwe, jetzt will ich das mal erweitern. Weder an der Armee und wie ist jetzt deine Einschätzung im Land? Hast du das Gefühl, dass es für Russland so schlecht läuft, dass in irgendeiner Form dieser Putsch, ja, wie von Gott gerufen, zum richtigen Zeitpunkt kam, insoweit, als das russische Volk bereit ist für einen Führungswechsel, für einen Kurswechsel der Strategie, kriegstechnisch gesprochen, in der Ukraine?
Uwe
Nein, also ich habe bisher den Eindruck gehabt, dass das russische Volk, soweit wir das beurteilen können aus der Ferne, eigentlich hinter den Maßnahmen von Putin überwiegend steht. Wobei man das sicherlich zweiteilen muss zwischen denjenigen Familien, die eben Söhne im Krieg verloren haben. Die beurteilen das natürlich immer ein bisschen anders. Und diejenigen, die dann eben nur in den Städten sitzen und sich dann die russische Propaganda anhören vom bösen Westen, nach dem Motto, wir werden bedroht, wir müssen uns verteidigen und und und. Das heißt, ich denke, bei denen ist es genauso wie bei uns, was die Regierung sagt, ist im Wesentlichen richtig. Das unterstützt man und den Eindruck habe ich in Russland auch. Bei uns nennt man das russische Propaganda. Aber ich denke mal, das ist ganz normal, dass die Inländer ihren Staatsführern die Politik überlassen und der Meinung sind, dass sie das in der Regel richtig machen. Insofern denke ich, Das, was wir bei uns hier lesen, Schwäche von Putin und nervös und pipapo, das ist alles Blödsinn. Sondern ganz im Gegenteil, aus dieser Aktion geht er nach meiner Meinung deutlich gestärkt hervor.
Eli
Ja, in der Tat. Also da werden wir dann nachher, wenn wir uns in letzter Instanz die Konsequenzen dieser Aktion angucken, werden wir uns darauf nochmal vertiefen. Aber jetzt nochmal zurück zu den tatsächlich Beteiligten und natürlich damit also auch zurück zu Prigoschin. Also maßgeblich eine Person, die hier, das war ja die dritte Theorie von Kai Orak, bezahlt worden ist vom Westen, direkter gesagt vom Pentagon. Und mal eben gerade so, nicht etwa für irgendwie Nappel und Ney, sondern angeblich mit 6,2 Milliarden US-Dollar. Also dass sich Putschisten in der Vergangenheit natürlich für ihre Angelegenheiten Arbeit in Anführungszeichen haben bezahlen lassen von etwaigen ausländischen Geheimdiensten. Das ist eben kein Geheimnis mehr. Aber an dieser Stelle deine Interpretation, lieber Uwe, hältst du es, also erstmal diese Zahl, kaufst du dem Pentagon das ab, dass die sich da verrechnet haben wollen um 6,2 Millionen Dollar und damit jetzt also so viel Geld frei haben, um das in die Ukraine zu schicken oder glaubst du, da ist auch wieder was im Busch?
Uwe
Es gibt ja genügend Leute, ich glaube sogar Amerikaner, die mittlerweile zugeben, dass die Maidan-Revolution gekauft worden sei für damals 5 Milliarden Dollar. Insofern ist 6,2 Milliarden Dollar, das ist jetzt keine 10 Jahre her, das ist die Inflation, sage ich mal. Insofern, die Größenordnung scheint mir völlig angemessen zu sein. Wenn ich für fünf Milliarden Euro einen Putsch machen kann, dann kann ich auch für 6,2 Milliarden einmachen.
Eli
Aber gut, das sind halt eben ein wesentlich kleineres Land. Fünf Milliarden für fünf Milliarden kriegst du halt die Ukraine. Wenn du Russland haben möchtest, das größte Land der Welt, das, ich glaube, 20 oder 30 Mal so groß ist von der Fläche her wie die Ukraine. Und das soll schon was heißen, weil die Ukraine ist ja schon allein zehnmal so groß wie Deutschland. dann muss man entsprechend ein bisschen mehr draufpacken als nur 6,2 Milliarden. Aber wie dem auch sei, es ist so eine phantastiliadisch große Summe, dass ich mich ganz ehrlich sagen muss, klar sind da unheimlich große Ströme geflossen. Insgesamt eine Hilfe in die Ukraine. Aber für 6,2 Milliarden unmittelbar an eine einzige Person, an Prigoschin, gut klar, natürlich, er muss seine Hintermänner und so weiter bezahlen. Das kommt mir immer noch zu viel vor, muss ich ganz ehrlich sagen. Deshalb lass uns mal ganz kurz auf die folgende Sache hier eingehen. Man hat in der Tat Geld gefunden. Bei Prigoschin ist er in der Tat jetzt mehr oder weniger, sag ich mal, nicht nur in Russland, sondern auch weltweit ein wenig immer noch der Hauptverdächtige für diese ganze Sache, für diese Angelegenheit. Es sieht danach aus, dass Putin ihn langsam zerdrückt, titelt hier T-Online. Auch die Tagesschau schreibt vom Freund zum Staatsfeind, da geht es auch um ihn hier, Jewgeni Prigoschin. Und danach kommt raus, unmittelbar in dieser Woche, das Timing ist, was das angeht, perfekt, stützt vielleicht diese Theorie, kommt also im Prinzip die Erkenntnis, dass man eben nicht nur kistenweise, sondern autoladungsweise Geld gefunden hat in bar, in den Büros, vor den Wagner-Einrichtungen in Moskau. Hört einfach mal rein.
Gast
Nach seinem Putschversuch lassen die russischen Behörden nichts unversucht, um Wagner-Boss Jewgeni Prigoschin öffentlich zu diskreditieren. Die neueste Meldung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Ein gigantischer Bargeldfund in einem weißen Kleintransporter auf dem Hinterhof des Wagner-Hauptquartiers in Sankt Petersburg. Vier Milliarden Rubel sollen die Behörden dort sichergestellt haben, das berichtet die Welt unter Berufung auf russische Quellen. Brisant? Prigoschin, der nach seinem abgebrochenen Marsch gegen Moskau nun ins belarussische Exil musste, hat bereits zugegeben, dass ihm das Geld tatsächlich gehört. Zuvor hatte Wladimir Putin seinen ehemaligen Vertrauten als Verräter bezeichnet, in der russischen Führungselite ein Code für Demontage, eventuell auch Liquidierung. Entsprechend schnell war die Person Prigoschin in der Öffentlichkeit diskreditiert, zu dem Material, das gegen den Wagner-Chef gesammelt wurde, gehörten auch die 4 Milliarden Rubel in dem Kleintransporter. Doch die kann der Kreml wohl nicht als Mittel zur Diffamierung nutzen, denn laut Prigoschin kommt das Bargeld vom russischen Staat selbst. Demnach seien die 4 Milliarden Rubel, die der FSB sichergestellt hat, als Sollzahlungen für seine Soldaten und als Kompensation für Hinterbliebene gedacht gewesen. Prigoschin hatte zuvor schon in einer Mitteilung öffentlich gemacht, dass er seinen Sold in bar ausbezahlt. Tatsächlich kursieren seit Beginn des Krieges in der Ukraine große Mengen an Bargeld in Russland, was zu einem eklatanten Anstieg der Gesamtbargeldmenge geführt hat.
Eli
Wobei das ja grundsätzlich als sehr positiv zu bewerten ist. Wir wissen ja alle, wozu diese ganze Digitalisierung führt, denn nur Bares, liebe Freunde, ist Wahres. Also zurück zu dir, lieber Uwe. Man findet jetzt auf einmal also einen Kleintransporter, muss man sagen. Das ist der einzige, den man gefunden hat, aber wie viele gibt es noch? stelle ich mir die Frage an dieser Stelle, ja, vielleicht auch nur ein Warnschuss ein Stück weit vor den Bug von Prigoschin, von eben dem russischen Geheimdienst nach dem Motto, wir haben dich auf dem Schirm, pass mal auf, was wir sonst noch über dich alles auspacken können, aber immerhin mit gefüllt, hab mein Wale voll geladen, ja, also der macht das ja sogar noch heftiger als füll mich, der füllt sich nur die Taschen, Prigoschin füllt einen ganzen kleinen Transporter. Und erfüllt die sich mit 4 Milliarden Rubel. Das sind zugegebenermaßen natürlich keine 6,2 US-Dollar, Milliarden, Entschuldigung, US-Dollar. Aber das sind immerhin umgerechnet nach aktuellem Kurs, liebe Freunde, 41.251.453,64 Euro. Also auch ein stattliches Sümmchen. Und, muss ich aber pärerweise sagen, meine eigene Interpretation ist, Vielmehr die Summe, die mir als realistisch vorkommt, wenn es darum geht, einen Beteiligten eben zu kaufen und zu bezahlen. Zum Beispiel jemanden wie Prigoschin wohlgemerkt. Ich weiß, mutmaßlich gibt es da wahrscheinlich noch sehr viel mehr Transporter. Vielleicht zwei, vielleicht drei, vielleicht sogar 20. Aber wir sind immerhin weit entfernt von irgendwelchen 6,2 Fantastilliarden. Deine Interpretation dieses unglaublichen Geldbergs, lieber Uwe.
Uwe
Also ich glaube, das ist eher ein kleiner Geldberg. Man darf ja nicht vergessen, man weiß nicht genau, wie viele Leute er dort hat. Inzwischen 25.000 bis 40.000 oder so. Ich lasse es meinetwegen 30.000 sein. Und die kriegen ja, nach dem, was ich weiß, regulär 1.300 Euro im Monat. Und wenn sie an die Front gehen, 4.000 oder 4.500 Euro. So, und jetzt kannst du dir also mal ausrechnen, wie viel... Ich habe es hier gerade berechnet, ne?
Eli
Guck mal hier, ich habe gerechnet 41 Millionen, ich habe es einfach mal direkt umgerechnet in Euros, ja, und habe dann einfach gesagt, okay, geteilt durch eben die 30.000, also ich glaube, das ist übertrieben, ich glaube, er hat nicht mal 25.000, übrigens ein weiteres... Ja, das ist egal, es kommt ja nicht auf 500 Euro an. Genau, aber man kommt raus bei 1.366 Euro, ja, also das hätte vielleicht gereicht, um einen Monat lang gerade mal 1.366 Euro an seine Soldaten zu bezahlen.
Uwe
Das heißt also, und da sind jetzt die Entschädigungen für die Hinterbliebenen, für die Kriegsopfer ja noch gar nicht mit drin. Das heißt also, dieses Geld ist im Grunde genommen ein kleines Sümmchen für seine Armee und davon hat er ja gar nichts. Also wenn er seine Leute bezahlt, bleibt für ihn noch nicht mal so viel übrig.
Eli
Ja, das ist richtig. Das ist ja für mich eins der vielen Indizien, dass da wahrscheinlich sehr viel mehr Geld geflossen sein muss. Wie viele Transporter gibt es also entsprechend noch? Wenn das allein gerade vielleicht mal für die Hinterbliebenen reicht. Die Frage ist natürlich zu stellen, wie viele Hinterbliebene hat denn überhaupt Russland eigentlich? Genau kann man es jetzt natürlich nie wissen, aber von der Ukraine zumindest gibt es sogar schon von Reuters.
Uwe
Ja, es geht ja, wir reden ja jetzt nur von Hinterbliebenen aus der Wagner-Armee. Da hast du absolut recht. Da was ja höchstens 40.000 sind und selbst wenn sie meinetwegen jetzt die Hälfte verloren haben. Ich hatte ein Interview mal vor einigen Zeichen gegeben, da sagt er, ja, wir haben 25.000 Leute verloren, aber es sind ja noch weitere 25.000. Also sprich, er meinte quasi, er hätte 50.000 gehabt und jetzt sind es bloß noch 25. Also wie auch immer in dieser Größenordnung, ja, davon reden wir. Das heißt, wenn jetzt die Hinterbliebenen, die kriegen ja dann eine Rente in der Regel, das ist ja irgendein Kapitalbetrag.
Eli
Das muss ja über mehrere Monate, Jahre ausgezahlt werden.
Uwe
Genau, was über Jahre ausgezahlt wird, sprich, das ist dann eben ein, was weiß ich, 10-, 20-, 30-faches des Monatsgehaltes oder so, oder vielleicht noch mehr. Und dementsprechend denke ich, also 40 Millionen ist nix, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Eli
Absolut richtig. Ich möchte, auch wenn das jetzt ein bisschen zynisch klingen mag an dieser Stelle, Euros mit Menschenleben ein Stück weit gleichzusetzen, aber in dieser Diskussion muss man das nichtsdestotrotz gesagt haben. Wir haben wie gesagt keine gesicherten Zahlen, aber nur, dass ihr ein Stück weit einen Vergleich eben mitbekommt. Ich blende dich mal bewusst kurz aus, lieber Uwe. Das ist jetzt von Reuters, ja, also auf jeden Fall eine Quelle, der wir ja vertrauen können, wenn wir Gutmenschen sind aus dem Wertewesten. Alles, was Reuters schreibt, muss ja stimmen. Und das haben die geschrieben, wohlgemerkt nicht etwa jetzt, sondern die haben das geschrieben schon im 12. April. Hier seht ihr das, im 12. April diesen Jahres. Und da haben die schon über die Ukraine, wohlgemerkt gesagt, russische Zahlen haben sie da nicht, aber allein über die Ukraine haben sie gesagt, dass es zu diesem 12. April bereits stattfindet. mehr als 354.000 Opfern eben gegeben haben sein soll, ja, eben auf ukrainischer Seite. Und wenn demgegenüber meinetwegen wirklich das Horrorszenario der Wagner-Gruppe steht, dass da 25.000 von 50 gestorben sind, dann ist das ja immer ... immer noch, liebe Freunde, nicht mal ein Zehntel dessen, was die Ukraine verloren hat. Und dann muss man sich wiederum vor Augen halten, es gibt nur zwei größere, wirklich auch erfolgreiche Armeen, die in der Ukraine maßgeblich eingesetzt worden sind auf russischer Seite. Das eine, das sind die Tschetschenen und der Ahmad. Das ist dieser Bluthund, Putins Bluthund, Kadyrov. Und die zweiten sind halt eben die Wagner. Und von keiner von denen hört man eigentlich wirklich realistische Zahlen über deren Opfer. Und alles, was man von Prigoschin hört, das darf man auch nicht für bare Münze nehmen, weil wir wissen ja, der Mann ist ja ein Dramatist, der ist ja ein Marketingstratege, der ist ja auch bewusst dahingestellt worden, um die Zahlen ein Stück weit zu inflationieren. Also abschließend, lieber Uwe, glaubst du, Prigoschin hat sich also kaufen lassen? Und wenn ja, mit welchen Mitteln? Ist da überhaupt Geld geflossen oder ist da irgendwie ein anderer Anreiz geschaffen worden? Ganz kurz noch ein Gedanke noch. Prigoschin soll laut eigener Angabe bereits jetzt schon hundertfacher Millionär sein, bevor der Krieg begonnen hat. Und zwar in US-Dollarn und nicht in Rubel.
Uwe
Ja, und deswegen, da er ja ein Geschäftemacher ist, geht es ihm ums Geschäft. Und dann muss natürlich sein Geschäftsmodell, was er hat mit der Privatarmee, wenn er da jetzt sich kaufen lässt, müsste ja... ein deutlich höherer Rendite rausspringen. Also man müsste sich fragen, wie viel verdient der eigentlich mit seinen 50.000 Soldaten mit Kriegseinsätzen oder auch wenn sie dann stehendes Heer sind, da gibt es ja auch Geld, die müssen ja breit gehalten werden, brauchen Waffen und und und. So wie hoch ist sein Gewinnanteil dabei und wie groß müsste also jetzt eine Belohnung sein, damit er dieses erfolgreiche Geschäft verkauft. Und wenn wir jetzt mal an normale Lebensverhältnisse denken, Ja, da ist es was von Handwerksunternehmen, das 2, 3, 4, 5, 10-fache des Jahresumsatzes. Das sind so Preise, die gehandelt werden. Es hängt immer von den einzelnen Betrieben ab und von den Branchen. Das kann man jetzt nicht an bestimmten Zahlen festhalten, aber es geht immer um mehrfache Jahresumsätze. Und dementsprechend ist also die Frage, was... ist der Jahresumsatz einer Heeresgruppe. So ist das ein Geschäftsmodell, was er beherrscht. Und er sagt, okay, alleine das Know-how, was ich mir, seitdem ich dieses Geschäft führe, erworben habe, das alleine ist ja schon Geld wert. Nach dem Motto, wenn ich jetzt irgendwo anders hingehe, zum Beispiel nach Weißrussland, und selbst wenn ich keinen einzigen Soldaten dabei hätte, ich weiß ja, wie das Geschäft geht. Und ich habe ja ein bisschen Taschengeld dabei, vielleicht mal ein paar hundert Millionen. Uwe ist Analytiker vom Fach. Ja, und dann mache ich das gleiche Ding, ziehe ich nochmal auf und mache eine neue Armee dort. So ein paar Getreue aus der alten Armee, die sich nicht in die russische Armee eingliedern lassen wollen, die nehme ich eh mit.
Eli
Uwe, du hast absolut recht, du bist zu tief in der Materie drin. Mal Butter bei die Fische. Hat der Mann sich kaufen lassen und wenn ja, im Prinzip, war das wirklich diese 40 Millionen oder muss das ein Vielfaches gewesen sein? Oder war es vielleicht was ganz anderes?
Uwe
Also ich denke, was er gemacht hat, er hat vorgetäuscht, sich kaufen zu lassen.
Eli
Okay. Also ich verstehe schon natürlich, dass du jetzt darauf hinaus willst, da bin ich auch deiner Meinung, dass wir sagen, diese ganze Sache ist mindestens inszeniert, vielleicht sogar aber instrumentalisiert worden von im Prinzip den Russen. Aber nichtsdestotrotz, was hältst du denn davon, das ist glaube ich sogar im Mainstream-Beitrag vorhin gelaufen, dass die westlichen Geheimdienste die ganze Zeit suggeriert hätten, sie würden einen eventuellen Kontrollübernahmeversuch von Prigoschin unterstützen. Hältst du das für realistisch?
Uwe
Natürlich, weil das ist ja seit vielen Jahrzehnten Politik der westlichen Länder, dass sie grundsätzlich Separatisten und Widerständler in anderen Ländern, die nicht so wollen wie der Westen mit seiner Wertegemeinschaft will, dass sie die unterstützen, egal was sie für eine politische Couleur haben. Und wenn die eben dann bewaffnet sind, dann unterstützen auch die Bewaffneten. Also das ist ja überhaupt gar nichts Neues. Das lässt sich ja historisch, ich weiß nicht, mindestens in 10 oder 20 Fällen nachweisen in den letzten 70 Jahren. Und insofern, natürlich, wenn Prigoschin den Angebot macht oder von denen angesprochen wird nach dem Motto, könnte es ja nicht mal, dann ist der als Geschäftsmann, da sagt er doch, na klar kann ich. Musste nur entsprechend mal hier Rubel oder Dollar rüberrollen lassen und dann kommen wir ins Geschäft.
Eli
Das bedeutet, es ist gar nicht ausgeschlossen, dass in der Tat der Pentagon, also der große Geldgeber, wenn es nicht in Europa Deutschland ist, dann ist es halt eben die USA von Übersee, dass die halt eben gesagt haben, vielleicht nicht 6,2 Milliarden, aber was auch immer für eine Summe, lassen die schon mal rüberwachsen an Unterstützung für einen potenziellen Putsch. Stichwort Unterstützung, die stellen die rein, mal metaphorisch gesprochen, sowieso in den Raum, nach dem Motto Versprechungen können wir viele machen, wenn der Tag lang ist. Wenn du dich dann mal irgendwann erhebst, ja, dann sind wir auch an deiner Seite, wir unterstützen dich auf jeden Fall. Hat man ja auch mal wieder gesehen, dass man auf den USA und Werte Westen null setzen darf, weil wo waren sie denn? Pustekuchen, Prigoschin musste das komplett alleine aussitzen. Wie dem auch sei, man findet jetzt also etwaige Gelder und eine Kampagne wird auf jeden Fall auch Russland intern gegen ihn gefahren. Es sieht danach aus, dass Putin ihn langsam zerdrückt. Titelt hier die T-Online, aber was ist schon die T-Online? Dafür haben wir die Tagesschau vom Freund zum Staatsfeind. Und wer denen allen nicht glaubt, weil die sind ja alle nur draußen und damit außen vor, ja, der kann sehr gerne zum Beispiel mal nach Russland gucken. Ihr sprecht kein Russisch, dieser Clip ist aber eindrucksvoll und ich werde ihn für euch O-Ton übersetzen. Hört mal rein. Das ist gelaufen in so dem Äquivalent, würde ich mal sagen, von Markus Lanz in Russland. Da hat einer der prominenten Gäste dort das folgende gesagt. Hört mal rein. Utkin. Utkin war der Name des wirklichen Kommandanten von den Wagner-Truppen. Also, dieser Mann sagt da hier an dieser Stelle, und er sagt das unmissverständlich, zum heutigen Tage ist die einzige Option, die Utkin und Prigoschin eigentlich noch bleibt, ist eine Kugel ... in den Hinterkopf und ob die sich die selber nur zufügen oder ob das entsprechend standesrechtlich passiert, weil sie von einem Militärgericht eben vor allem Militärgericht sich verantworten müssen, naja, das macht dann für diesen, ja, sehr brachialen Redner, würde ich es mal nennen, auf jeden Fall keinen Unterschied. Auf jeden Fall aber, weshalb zeige ich euch das, nicht einfach nur aus Selbstzweck, stellt das da so ein bisschen halt die Debatte, die jetzt innenpolitisch in Russland geführt wird. Und wir haben ja auch mitbekommen, du hast es auch vorhin gerade angesprochen, lieber Uwe, unter anderem eine der weiteren Konsequenzen, die jetzt sich aus diesem Putsch ergeben haben, ist, dass nicht nur die russischen Wagner-Truppen, sondern auch Jewgeni Prigoschin selbst praktischerweise sich jetzt im Süden von Weißrussland befinden, praktischerweise für Russland, mutmaßlich, wenn man denn irgendwann mal vielleicht doch vorhat, auf Kiew eben zu marschieren. Also deine Lesart dieser ganzen Sache. Befindet sich Prigoschin jetzt in einem selbst erwählten Exil dort in Weißrussland? Ist er auf der Flucht oder ist das alles Teil im Prinzip einer Scharade, die sich erst über die nächsten Kriegsmonate, Wochen, wie lange auch immer es dauern wird, entwickeln wird?
Uwe
Ich denke, es ist Teil einer Kriegsliste, weil Herr Prigoschin hat seine Arbeit getan, was die Front betrifft. Es ging eben unter anderem um die strategisch wichtige Stadt Bachmut. Die hat er dann letztendlich erobert mit entsprechender Gegenwehr von Seiten der ukrainischen Seite. Und was sollte er jetzt noch weiter tun? Das heißt, man könnte ihn jetzt natürlich an andere Schwerpunkteinsatzorte schicken. Aber das könnten andere... russische Kräfte genauso machen. Russland hat genügend Soldaten, die es einsetzen kann. Das heißt, was ist die Stärke von solchen Spezialtruppen? So ein kleiner Verband von 20, 25, 30, 40.000, das ist ja keine große Armee, sondern es ist eben nur ein Kampfverband. Vorhin im Bericht dieses Jahr, der Kampf der verbundenen Waffen, den können die gar nicht führen, weil dafür die Einheit viel zu klein ist. Die haben gar nicht alles, was man für das Gefecht der verbundenen Waffen benötigt. Und dementsprechend ist das also ein Spezialeinsatzdruck. Wenn man anstatt den jetzt an der Frontlinie, wo die Massentruppen des regulären Heeres sind, die weiter zu verheizen, ist es eigentlich besser, strategisch gesehen, die mit einem Spezialauftrag zu versehen. Und dazu muss man die aber, ich sage mal, rauslösen mit einem Manöver, was dieses Rauslösen quasi notwendig macht, damit eben, genau das ist der Punkt, Kampfbereitschaft in Weißrussland, Dadurch, also jetzt sind wir wieder dabei, was ist der Nutzen für wen? Also wenn der Prigoschin wirklich so dusselig wäre, wie alle behaupten, dann hätte er wohl kaum so erfolgreich sein Unternehmen bisher geführt. Oder er müsste jetzt altersschwach geworden sein. Und wenn er nicht dumm ist, was ich behaupte, sondern ein Fuchs, dann gibt es da einen Deal zwischen ihm und Putin und dem Innenminister Schoigu und dem Generalstabschef Gerassimow, inklusive auch dem geschafften, vormaligen Ukraine-Kommandeur, der da... gesucht und verhaftet wurde angeblich, sodass man eben den Prigoschin offiziell zum Feind erklärt. Dann muss er fliehen. Man wird seiner nicht habhaft, weil er ja so clever ist. Und wohin flieht er hin? Genau in das Bruderland zu Herrn Lukaschenko, der so eine Marionette für Putin ist, wie manch andere Bundesländer oder Länder Marionetten als Kanzler und Präsidenten haben gegenüber dem amerikanischen Präsidenten. Das heißt also, es ist doch überhaupt gar keine Sicherheitsgarantie für Herrn Prigoschin, nach Weißrussland zu gehen, wenn er in Gefahr wäre. Dann würde er doch lieber nach Mali gehen oder sonst wohin, wo er auch Truppen hat. Zwar nicht so viele, aber wo die Verhältnisse ganz andere sind. Aber Lukaschenko ist doch eine 1 zu 1 Marionette von Putin. Wenn der Putin mit dem Finger schnippt, dann geht der Lukaschenko Tänzchen machen. Und wenn der Putin sagt, ich will jetzt den Prigoschin ausgeliefert bekommen, dann hat der Lukaschenko gar keine andere Wahl. Das heißt, der Lukaschenko hängt doch in diesem Spiel, nach meiner Meinung, ganz klar mit drin. Ja.
Eli
Wobei, Uwe, nur ein kleiner Hinweis, bevor du deine Analyse fortführen willst. Genau wissen wir ja nur, auch anhand unter anderem von Satellitenbildern, dass die Wagner-Truppen in Weißrussland sind. Ob Prigoschin tatsächlich sich in Weißrussland überhaupt aufhält oder dich vielleicht doch auf Mali irgendwo sitzt, das wissen wir ja nicht in endgültiger Zeit.
Uwe
Ja, aber die Wagner-Truppen können ja auch noch gar nicht alle in Weißrussland sein. Die müssen ja erstmal dahin kommen. Der eine Weg ist ja quer durch das ukrainische Gebiet und der andere ist ja mit der Eisenbahnlinie um das ukrainische Gebiet herum. Genau. Guck dir das doch mal auf der Landkarte an. Und dafür bedürfen sie ja der Genehmigung der Russen.
Eli
Ja, also auf jeden Fall müssten die hier, ich mal das mal ganz kurz nur skizzenhaft, schemenhaft an dieser Stelle mal ein, liebe Freunde, von eben hier, das ist dieses ganze Gebiet, das sie gerade eben freigekämpft haben, ja, der Ukraine, ja, müssten die von ungefähr hier hinten, wenn man das noch erkennen kann, direkt hier über mir, liebe Freunde, wo die entsprechend halt auch, ich glaube Rastorf ist ansonsten hier gelagert, ja, müssten die entsprechend halt gucken, wie die eben durch Russland, weite Strecken, weil die werden ja nicht durchs Feindesland gehen, müssten die entsprechend halt hier eben über russische Bahnen mit der russischen Infrastruktur, mit Autobahnen haben sie ja schon ihre Erfahrungen gemacht, ja, müssten die entsprechend halt hier entsprechend sich positionieren, um im Süden von Weißrussland natürlich, sag ich mal, Unterschlupf zu finden. Praktischerweise wiederum für Russland gesprochen, keine 100 Kilometer entfernt von Kiew, jetzt die potenteste, die auf jeden Fall kräftigste Einheit, die die russischen Kräfte in irgendeiner Form aufwarten können.
Uwe
Ja, und die zumindest bei Bedarf eben dann, ich sage mal rein spekulativ gesprochen, Störaktionen in der Ukraine machen könnte. Ob die Kiew erobert kann, sei mal dahingestellt, dafür ist das vielleicht eine zu kleine Einheit, aber zumindest würde sie eben Störaktionen in einem solchen Umfang machen, dass die Ukraine dort auch bestimmte Kräfte binden muss. So, das heißt, diese Kräfte, die dort dann im Norden der Ukraine gebunden wären, könnten natürlich nicht im Südosten an der Front tätig sein.
Eli
Aber das sind sie ja sowieso nicht. Also die haben ja in der Tat Bachmut freigekloppt, ja, jetzt auch russische Perspektive gesprochen und hatten sich ohnehin zurückgezogen und die regulären Streitkräfte von Russland haben die weitere Tätigkeit an der Front.
Uwe
Ja, natürlich, aber jetzt würde ein... Das passieren, dass im Rücken des Feindes, jetzt aus russischer Sicht ist ja die Ukraine der Feind, im Rücken des Feindes würde eine zweite Front möglicherweise eröffnet werden können, sodass die Ukraine jetzt Truppen dort bereithalten muss, die sie sonst dort nicht bereithalten müsste.
Eli
Ja, richtig, weil jetzt auf einmal haben die zumindest potenziell, in Anführungszeichen, die Gefahr, für Russland die Möglichkeit, für die Ukraine die Gefahr, dass sie halt eben angegriffen werden. Noch einmal zurück zu Lukaschenko, du hast hundertprozentig recht, der Mann war zwar bei Corona und so weiter stabil, aber ansonsten muss man sagen, der kriegt natürlich seine Marschbefehle zu hundertprozentig aus Moskau. Und ist natürlich in diese ganze Sache von vornherein involviert gewesen, ja. Und er sagt viele richtige Dinge, aber wenn er halt auch mal ein Stück weit flunkern muss, weil Moskau ihm das eben vorschreibt, dann wird er das garantiert tun. Und ob Prigoschin in der Tat eben in Weißrussland angekommen ist, ob er dort ist, er meldet sich ja immer noch in irgendwelchen Sprachnachrichten zu Wort, das wissen wir bis heute aktuell halt eben nicht, ja. Aber die potenzielle Möglichkeit, zumindest die Wagner-Truppen ein Stück weit einzusetzen, ist auf jeden Fall gegeben. Und wir rekapitulieren mal, lieber Uwe, und kommen jetzt wirklich zur abschließenden Meta-Analyse. Das heißt, wir haben hier ein Schauspiel, das sich uns präsentiert hat, in irgendeiner Weise, wo uns zuerst erzählt worden ist, Das sei ein Putsch. Dann wurde uns erzählt, das sei eine Meuterei. Beide Sachen können wir weitestgehend eben entkräften. Jetzt heißt es, dritte Theorie, es ging um irgendwelche Beobachtungen von Truppenbewegungen. Können wir sagen, können wir auch Adapter legen. Darum ging es nicht wirklich. Die Satellitenbilder, die waren ohnehin schon in vierfacher 8K Auflösung und so weiter und so fort. Das Beste der Besten hat auch die beste Technik. Wie dem auch sei, bleiben ja nur noch zwei Punkte und ich glaube einen, auf den können wir uns einigen, das hat ja sogar der Mainstream inzwischen erkannt, es gab also in der Tat massive Säuberungen, die Putin angestoßen hat, um im Zuge dieses Events auf jeden Fall halt eben die Zeit nicht ungenutzt zu lassen, um innenpolitisch klar Schiff zu machen, nenne ich es mal auf gut Deutsch. Und es steht im Raum also die Spekulation, ob eventuell Prigoschin, der wahrscheinlich sogar selber involviert gewesen ist in diese ganze Inszenierung, sich nicht vielleicht sogar auch noch hat wirklich fürstlich bezahlen lassen für seine Anteilnahme in dieser ganzen Scharade. Die Lesart, dass er jetzt wirklich der Aussätzige ist, der jetzt international und zumindest auf russischem Gebiet gejagt wird, klingt zumindest auch auf den ersten Blick, denke ich mal, nicht plausibel. Das bedeutet, jetzt darfst du bitte, solange du möchtest. Was genau ist deiner Meinung nach also in Russland letztes Wochenende passiert?
Uwe
Ja, also ich denke, es ist ein ganz geschickt eingefädelter Plan, um den Westen Geld aus der Tasche zu ziehen für Nix und dem Nix als Gegenleistung dafür zu geben. Der Trick ist gewesen, eben eine Schwäche vorzutäuschen durch eine Palastrevolution, die keine war. Und das aber nicht ohne Grund, sondern mit dem Ziel, eine nicht legitime Kombatantengruppe im Rücken des Feindes zu positionieren. Also Kombatant ist ja, wer im Krieg teilnimmt, ein regulärer, da gibt es reguläre und nicht reguläre Truppen. Und was hier gemacht wird oder gemacht werden kann, ist entweder die komplette Wagner-Truppe von dem Südosten in den Norden der Ukraine zu verlegen. oder aber gegebenenfalls eine neue Truppe dort aufzubauen, auszubilden und damit eine zweite Front bei der Ukraine zu erfordern. Die Säuberung hattest du schon erwähnt und das Ganze hat aber jetzt den Vorteil, also für Russland, für Putin hat das den Vorteil, wenn der Prigoschin geächtet ist. und quasi ein Feind Russlands ist, dann kann der in die Ukraine seine Sabotageakte machen, offiziell in völlig eigener Regie. Und Russland, der vielleicht der geheime Befehlsgeber ist, sagt offiziell, habe ich nichts zu tun, kenne ich nicht den Mann, wir haben ja einen Haftbefehl ausgestellt, ist kein Soldat unserer Truppe. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Das heißt, das ist ein ganz eleganter Trick, einen sehr treuen Soldaten unabhängig zu machen und trotzdem an der langen Leine zu lassen. Denn eins ist doch klar, der russische Geheimdienst, der Auslandsgeheimdienst, der hat seine Ohren auf den ganzen Globus. Also da soll man doch nicht glauben, dass ein... wie heißt er, Prigoschin, dass der einfach verschwinden kann. Also sprich, der ist doch auch ein Hund Moskaus. Der wird nicht überleben, wenn Moskau ihn nicht überleben lässt. Also wird er das tun müssen, was er tun soll. Und hier spielt er jetzt den Paria und wird die Schuld auf sich nehmen, was ihn aber nicht stört. Er ist eh ein Lügner und Betrüger aus seiner Biografie, das ist für den egal. Und jetzt kann er aber eben was tun und Moskau kann immer sagen, ich habe damit nichts zu tun. Das heißt, die haben sich jetzt eine Kampftruppe geschaffen oder die Möglichkeit, eine Kampftruppe zu schaffen, die ihre Befehle ausführt und Russland niemals in Misskredit bringen kann.
Eli
Ja, und das haben sie in der Vergangenheit auch schon getan, erinnert euch zurück, Wagner ist euch vielleicht zwar erst ein Begriff, hoffentlich erst mal aus dem Musikunterricht, aber darüber hinaus, seit der Ukraine, also dem Ukraine-Krieg, der ja letztes Jahr begonnen hat, aber darüber hinaus muss man sagen, man hat diese Privatarmee ja auch schon rund um den Globus geschickt, unter anderem eben in Gebieten in Afrika eingesetzt, wo Russland eben aus juristischen Gründen halt eben nicht eben in diese Kriegsgeschehene sofort eingreifen wollte, zumindest eben nicht juristisch gesprochen, aber nichtsdestotrotz, wie du gesagt hast, an der langen Leine beigetragen.
Uwe
präsent sein wollte, um seine politischen Interessen zu vertreten. Genau ist der Punkt. Ganz am Anfang, als diese Gruppe gegründet wurde, da war der Gerasimov, der war ja auch ein großer Förderer.
Eli
Er heißt Gerasimov, das ist nicht wie Pankow in Berlin, sondern Gerasimov wird mit dem W hinten ausgesprochen.
Uwe
Danke für die Korrektur. Der Gerasimov, der hat das ja mit in Gang gesetzt. Und die Wagner-Leute wollten aber, soweit ich das recherchiert habe, die wollten quasi immer mehr Sicherheiten haben für sich und ihre Hinterbliebenen. Sprich, die wollten ja Geld vom Staat haben, vom russischen Staat und nicht mehr nur... als Söldner kämpfen und damit verlieren sie natürlich ihre Besonderheit. Man braucht eine Freiwilligenarmee, eine Söldnerarmee, nicht eine Freiwillige, eine Söldnerarmee, die ist ja gerade dadurch definiert, dass man dort eben gewissenlose Leute hat, für die nur das Geld das Wichtige ist und die ansonsten am besten mit der eigenen Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun haben. Und in dem Moment, wo die sagen, wir möchten aber auch Anteile an der Rechtsstaatlichkeit haben, dann werden sie langsam uninteressant. Und deswegen kann man verstehen, dass dann eben der Innenminister Schoigu und der Gerasimov, dass die dann anfangen wollten, diese Truppen, also die Wagner-Truppen, in den normalen russischen Dienst einzugliedern, was wiederum den Prigoschin-Truppen nicht gefällt. Also muss man da seine Wege trennen. Und die Frage ist, wie kann man so ein Gentleman-Agreement hinkriegen, dass alle davon Vorteile haben?
Eli
Also nicht alle haben davon einen Vorteil, denn der ganze Westen, der leckt ja immer noch seine Wunden. Selbst in unserem Stream, der jetzt gleich darauf folgen wird, liebe Freunde, kann man mutmaßlich spekulieren, wirft er im Prinzip sogar seine Schatten aus dem Ukraine-Krieg jetzt nicht mehr voraus, sondern hinterher. Aber da greife ich vor. Danke dir für deine Analyse, lieber Uwe. Ich möchte an dieser Stelle noch mal ganz kurz ein Wort hier mit ranhängen. Also alles, was du sagst, ist korrekt und richtig. Wenn wir mehr Zeit hätten, das alles auszuformulieren oder noch weiter auszuformulieren, würde ich noch mehr sogar ranhängen. Aber in der Kürze sei gesagt, weil viele Leute immer noch fragen, ja, was ist es denn nun? War das jetzt, sage ich mal, Opportunismus der Russen, die reagiert haben? Oder war das in irgendeiner Form doch vielleicht von langer Hand geplant? Muss ich sagen, überwiegt für mich, auch wenn wir es abschließend eben nicht wissen können. Ja, nichtsdestotrotz der Gedanke, dass die ganze Sache abgesprochen und abgekatert war und zwar von Anfang an. Dafür sprechen einfach zu viele Faktoren. Einen hast du noch nicht mal heute angesprochen. Das ist unter anderem, dass Prigoschin und Putin wirklich halt die besten BFFs schon sehr, sehr lange Zeit gewesen sind und unglaublich loyal zueinander gewesen sind und unheimlich auch voneinander profitiert haben. Ein Prigoschin würde es politisch gesprochen überhaupt nicht geben. ohne Putin. Putin hat ein Interesse, Russland hat ein Interesse, Prigoschin nicht zu verheizen, sondern im Gegenteil als diesen etwas erratischen, angeblichen Gegenspieler, aber eben kein Oppositionellen, der aber so ein bisschen wahnwitzig ist, den man nicht einschätzen kann, den man nicht kontrollieren kann, eben als genau solchen eben in seinem Arsenal zu haben. Prigoschin ist ein unfassbares Investment, genauso auch wie diese Privatharmee halt eben nicht ganz so privat ist, wie sie immer suggeriert, sondern eben halt zumindest zu teilen und seien wir realistisch natürlich zu 100% Ja, dem Kreml unterstellt ist, auch wenn sie vielleicht nur zu 50 Prozent sich von dort finanziert. Und man würde den Teufel tun, hier gerade die Helden, in Anführungszeichen, aus russischer Sicht gesprochen, nicht international, staatsgerichtlich gesprochen, ja, also bitte jetzt keine Anklagen machen, aber die sogenannten eben Helden von Bachmut in irgendeiner Form jetzt hier auf dem Medienaltar zu opfern. Und ich glaube an dieser Stelle, dass das im Prinzip in der Tat wirklich eine von langer Hand, und das muss man den Russen wirklich einfach mal an dieser Stelle lassen, von sehr langer Hand geplante Aktion gewesen sein muss, weil die hat ja schon begonnen, nicht einfach erst, wir lassen mal die Kirche im Dorf, nicht etwa als der seine Tätigkeit bei Wagner aufgenommen hat, der Prigoschin oder der Utkin, aber auf jeden Fall zumindest als dieser Ukraine-Krieg begonnen hat. Weil erinnere dich zurück, nachdem man zuerst die Ahmad Tschetschenen benutzt hat, ja manch einer würde sagen vielleicht verausgabt hat, hat man gesagt, okay, jetzt brauchen wir frisches Blut. Und bevor man dieses frische Blut in Form von entsprechend Prigoschin und seiner Wagner-Truppe hier mit ins Boot holt, spricht man sich ganz genau ab, wie man sich politisch positioniert, wie man sich in irgendeiner Form gibt und was man langfristig an Optionen da hat. Ja, und das muss man also hier also mindestens, ich glaube, also über die letzten sechs Monate getan haben, sich darauf vorbereitet haben und wirklich diese Sache halt ausgenutzt haben. Und das muss man auch wirklich sagen, meisterhaft, bravourös. Also die gesamten Geheimdienste, ob das jetzt in Deutschland ist, der MI6 in Großbritannien, die CIA in den USA oder wer auch immer, die haben alle auf dem Schlauch gestanden. Keiner von denen hat auch nur den Hauch einer Maske. Ahnung, zumindest würden sie es natürlich nie öffentlich zugeben, was denn da genau passiert. Und uns werden heute bis immer noch diese Märchengeschichten erzählen von wegen Putins wackelige Macht im inneren Bröckeln und hast du nicht gehört, während der Mann wirklich, das muss man einfach mal sagen, bravourös, ich klatsche nicht, sondern ich mache hier meine Hände sauber. klar Schiff gemacht hat in Russland und offensichtlich jetzt in einer sehr viel besseren Angriffsposition ist. Und wenn die Gerüchte stimmen, dass er sich darüber hinaus, das muss man sich mal vorstellen, lieber Uwe, auch noch vom Wertewesten die ganze Sache zumindest ein Stück weit finanzieren hat lassen, Mit 6,2 Milliarden Bruchungsfehler im inkompetenten Pentagon. Freunde, dann setzt das dieser ganzen Nummer sowas von den Hut auf, dass ich sagen muss, hätte ich einen, würde ich ihn jetzt hier an dieser Stelle vor Putin ziehen, aber das darf man ja nicht, weil sonst heißt es ja, hier wird irgendein Angriffskrieg gebilligt. Also ganz ehrlich, ich glaube nicht an Opportunismus. Ich glaube nicht, dass der Prigoschin oder der Utkin sich losgelöst haben, dass die versucht haben, nach irgendeiner Macht zu greifen. Ich glaube nicht mal, dass sie Shoigu haben wollten, wie sie gesagt haben, oder den Gerasimov ersetzt haben wollten. Die ganze Sache war von vornherein geplant. Und selbst wenn das so wäre ... Selbst dann ist die Lesart so, dass man sagen müsste, angenommen es wäre tatsächlich so, dann hat Putin, erinnere dich zurück, was wir immer sagen, liebe Uwe, es ist besser, wenn man nicht weiß, was man tun soll, nach reiflicher Überlegung nichts zu tun, als unüberlegt das Falsche zu tun. Dann hat sich Putin zwölf Stunden Bedenkzeit genommen, im Hintergrund das eine oder andere richtiggestellt und ist rausgekommen, wirklich hat und hat aus allen Rohren diese Desinformation da zerbröckelt, zerblasen, diesen Putsch, pulverisiert bis ins Nirwana, ja, und diese Situation sowas von für sich ausgenutzt, dass man sagen muss, auch das meisterhaft, international, diplomatisch gesprochen, gemeistert, diese ganze Sache. Ich glaube nicht an diese Lesart, ich glaube, da spielt in der Tat wirklich dieses dreidimensionale, immer wieder beschriebene Schach, dass der über Monate im Vorfeld die ganze Sache schon orchestriert hatte, aber egal, welche Lesart jetzt dominiert. Man muss sagen, das ist wirklich federführend. Und ich glaube in der Tat, in diesem Punkt muss man diesem Kai Orak recht geben. Wenn Militärstrategen in Zukunft in irgendeiner Form sich über Kriegslisten unterhalten wollen, dann sollten sie nach dem Trojanischen Pferd auch einen Blick auf diese Episode in der Ukraine werfen.
Uwe
Ja, und ich hätte da auch einen Namen für. Und die würde ich, weil es ja um ein Schachspiel geht, um Globalstrategie, würde ich die Prigoschin-Rochade nennen. Für diejenigen, die die Grundregeln des Schachs kennen, dann weiß man ja, dass es eine bestimmte Position gibt, wo zwei wichtige Figuren ja ihren Platz tauschen. Und genau das ist ja hier passiert. Prigoschin wird von Süden nach Norden oder von Südosten nach Norden gesetzt, an einen völlig neuen Einsatzort. Und dieser Einsatzort bringt das ganze Spiel durcheinander.
Eli
Ja, in der Tat. Das ganze Spiel scheint durcheinandergebracht zu sein. Huch, entschuldige, bleibt mir noch erhalten. Das ganze Spiel scheint durcheinandergebracht zu sein, in der Tat, aber ist nur der Wertewesten durcheinandergebracht und die Ukraine einmal mehr vorgeführt, düppiert, leider Gottes auch, haben wir gesehen, zahlenmäßig dezimiert. Es sieht nicht gut aus. Ich glaube, irgendwas sagt mir, egal wie viele Milliarden, die da noch reinpumpen wollen, ob 6,2 oder 60,2 oder 600,2, das Schicksal der Ukraine, kriegstechnisch gesprochen in diesem Fall, scheint besiegelt. Wir werden das weiter, nicht nur am Augenwinkel behandeln, sondern wir werden das auf jeden Fall auch sehr gerne thematisieren, wenn das konkret wird. Für den Moment aber kommt dieser Stream zu einem Abschluss.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Prigoschin-Aufstand | PUTSCH, MEUTEREI oder KRIEGSLIST? | Was WIRKLICH in Russland passiert ist“, Die Welt Klar Sehen, 02.07.2023.
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Uwe Loose und Gastgeber Eli analysieren im gemeinsamen Stream den Wagner-Aufstand von Juni 2023 und verwerfen die westliche Deutung von Putin-Schwäche. Ihre These: kein echter Putsch und keine Meuterei, sondern eine von langer Hand geplante russische Kriegslist.
