Geheimnis des Zerwürfnisses enthüllt24.02.2024
Abschrift
Abschrift des Videos vom 24.02.202435 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Dr. Markus Kall hat mir in den letzten Tagen in zwei Videos ausführlich erklärt, warum es zwischen ihm und Dr. Maaßen zum Bruch gekommen ist. Und ich prüfe diese beiden Videos dahingehend, was der wirkliche Knackpunkt war, weswegen es zwischen den beiden nicht geklappt hat. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Doch bevor ich damit anfange, möchte ich kurz noch auf dieses Video zurückkommen, nämlich die zwei falschen 50er. Das würde ich ja hart von vielen Leuten kritisiert, obwohl das Video für meinen Kanal auch recht gut besucht wurde.
Und man warf mir vor, dass ich ja überhaupt die ganzen Argumente von den beiden Herren nicht verstehen würde, dass ich zu blöd sei und völlig am Thema vorbeireden würde. Da muss ich leider sagen, wer das sagt, der hat das Video nicht verstanden. Wenn Sie mal genau hingucken, war die Machart des Videos gerade nicht, auf die politischen Argumente einzugehen, Und dass die Machart war, die Art und Weise, wie die Kündigung oder der Parteiaustritt kommuniziert wurde, das wurde kritisiert, die Sprachweise wurde kritisiert, mehr nicht. Über die Inhalte, die Gründe habe ich kein einziges Wort gesagt. Also insofern bitte, meine lieben Zuschauer, Sie sind hier auf dem Kanal, Die Welt Klar Sehen. Das heißt, erst genau hingucken und dann meckern. Fürs nächste Mal einfach ein bisschen besser aufpassen.
Gut, aber nun kommen wir wirklich hier zum Eingemachten. Ich habe aus den beiden Videos das mal so ein bisschen zusammengeschnitten und zwar die Punkte, die aus meiner Perspektive jetzt von besonderer Bedeutung sind. Und das geht natürlich damit los, dass Dr. Markus Kall jetzt alle möglichen Sachen von den sieben Punkten erzählt. Darauf werde ich aber nicht eingehen, aber lassen wir uns doch einfach schon mal kurz ein bisschen reinhören, wie seine Grundstimmung quasi als Grundlage für den Parteiaustritt war. Über die sieben Gründe, die mich veranlasst haben, diesen Schritt zu gehen, der, das muss ich ehrlich zugeben, mir sehr wehgetan hat, sehr schmerzhaft war, nicht einfach war, denn ich habe in dieses Projekt in den letzten Monaten enorm viel Herzblut investiert.
Ja, hier sehen wir schon an der Stelle, dass also er emotional eben engagiert war. Man könnte auch sagen emotional befangen und eben nicht neutral sachlich über den Dingen stehen, sondern er war Partei, er war eingebunden, emotional fixiert. Und das erklärt natürlich auch seinen, ich sag mal, rhetorischen Ausraster, der Ausdruck einer Wut war. Aber ich sage jetzt mal schon mal im Vorwege, diese beiden Videos, die ich mir angeguckt habe, die er veröffentlicht hat, da ist das, wie er redet, das ist vorbildlich. So ist das, wie ich mir das von ihm und von anderen Intellektuellen seines Kalibers vorstelle. Sachlich, neutral, zurückhaltend, aber nicht schimpfend.
Also insofern, top, ja, für den Vorwege, für die Artikulation, für die Freundlichkeit, für die Zurückhaltung, die er auch gegenüber Dr. Maaßen bringt, für die Diskretion, das ist vorbildlich. Ich habe von den Dächern gepfiffen, dass ich im Wesentlichen einer derjenigen war, die das mit auf den Weg gebracht haben und habe mich daher auf das Programmatische konzentriert und auch meine ganze Arbeit, sowohl publizistisch als auch in den Papieren, die ich unter den Beteiligten in der Wertunion verteilt habe, ging es immer nur um Programmatik und um die richtigen Argumente für die richtigen wirtschaftspolitischen Schritte, um das Land wieder auf Kurs zu bringen.
Und es war immer mein Verständnis, dass ich mich in einer Weise einbringe, die nicht nach Amt und Würden strebt, sondern die inhaltlich sein sollte. Notwendig war vor allen Dingen das gemeinsame Verständnis, dass für die wirtschaftliche Programmatik derjenige, die Verantwortung trägt und auch die Federführung beim Parteiprogramm hat, der ausweislich seiner Veröffentlichungen innerhalb der Partei am meisten davon zumindest mal beizutragen hat. dass Änderungen an dem sehr liberalen Wirtschaftsprogramm, das mir vorschwebt, zwar möglich sind, aber dass sie dem Argument folgen müssen, sondern dass wir dann sagen, okay, wenn es da unterschiedliche Ansichten gibt über einzelne Punkte, dass wir es so lange ausdiskutieren mit Fakten, Daten, Argumenten, bis man einfach sagen kann, man beugt sich dem starken Argument.
Wir sehen hier an diesen Ausführungen, dass eben er sich jetzt als die Person, als die kompetente Person innerhalb dieser neu zu gründenden Parteien positionieren wollte, die eben das neue Wirtschaftsprogramm, das Libertäre, eben dort schreiben sollte und sich auch alles dafür ausgedacht hat und dafür stark eingesetzt hat. Er hat Amt und Würden, sprich Parteiämter, wollte er nicht haben, aber auch keine Parteiarbeit machen im Sinne von Wahlkampf.
Das hat er ausdrücklich ausgeschlossen. Und dementsprechend, das war sein Schwerpunkt. Da hat er sein Herzblut reingesetzt. Und das sollte aber auch eben argumentativ sein, wenn jetzt irgendjemand was anderes dagegen zu sagen hat. Nur jetzt muss man sich die Frage stellen, wenn er in der Voraussetzung sagt, er ist derjenige, der am meisten Ahnung hat, dann ist dieser Satz, wir diskutieren dann Fragen aus, das ist eigentlich eine unsinnige Aussage, weil niemand kann einem Experten wirklich Paroli bieten.
Also ist dieses Argument, das ist überhaupt gar nicht stichhaltig. Das mag er vielleicht emotional so meinen, aber von der sachlichen Seite her kann es gar nicht sein. Wenn er der Experte für libertäre Wirtschaft ist und die anderen nicht, dann können die noch so viel mit ihm diskutieren. Aber sie werden ihn ja nicht überzeugen können, sondern er kann allenfalls versuchen, die anderen zu überzeugen von seiner Sicht. Das heißt, das ist ein einseitiger Weg, der überhaupt gar nicht funktionieren kann. Also viele Menschen haben ja gar keine Ahnung, was denn libertäre Wirtschaftspolitik eigentlich sein soll und insofern sollten wir einfach doch mal Dr. Krall selber zu Wort kommen lassen, dass er uns mal einen ganz einfachen groben Überblick gibt oder einfache Beispiele, was er sich denn darunter vorstellt.
Sondern ich glaube, dass jeder sich darüber intensiv Gedanken machen muss, was notwendig ist. Welche Maßnahmen, welche Schritte, welche Reformen sind notwendig, damit dieses Land aus der größten Krise, die es seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt, herausfindet. Wer sich intensiv genug mit dieser Frage auseinandersetzt, der wird feststellen, dass es eine Kraft gibt, die die Fähigkeit hat, das zu leisten. Und diese Kraft ist die Freiheit. Und die Freiheit ist etwas, was mit der Wahrheit verknüpft ist. Die Wahrheit wird euch freimachen, steht ja schon in der Bibel.
Und wenn man sich damit intensiv genug auseinandersetzt, dann wird man auch feststellen, dass wir in diesem freiheitlichen Denken ein freiheitliches Wertekonzept und ein freiheitliches Wirtschaftskonzept brauchen, in dem der Staat dramatisch kleiner ist, als wir ihn jetzt haben. Vielleicht ist es dann auch ganz sinnvoll, mal über die eigenen Beschränkungen hinauszuschauen. Ich weiß, dass zum Beispiel den meisten Menschen, die ihr Leben lang Beamte waren, Es ganz schwer fällt, sich vorzustellen, dass wir 90 Prozent weniger Beamte haben sollten oder vielleicht sogar 95 oder dass die meisten Menschen, die in einer Bundesbehörde gearbeitet haben, es ganz schwer fällt, sich vorzustellen, dass wir auch da 95 Prozent weniger Behörden und Ministerien brauchen.
Bei den Ministerien nicht 90, aber 80. Es ist schwer, sich das vorzustellen. Aber wenn man seine Komfortzone verlässt und seine intellektuellen Beschränkungen aufgibt und die rote Pille nimmt statt die blaue Schlafpille, dann wird man feststellen, dass das der Weg aus der Krise ist. Ja, da sind wir bei dem Punkt, das ist quasi der schlanke Start, beziehungsweise fast gar kein Start. Voraussetzung dafür, diese Lehre zu akzeptieren, ist aber, dass man seine Komfortzone verlässt und eben mal ernsthaft nachdenkt und so weiter und so fort. Dann kommt man zu der Erkenntnis.
Und hier an der Stelle sehen wir, dass Dr. Krall vielleicht ein guter Wirtschaftsmann ist, aber ein schlechter Massenpsychologe. Denn die gesamte Geschichte zeigt, auch in den modernen Gesellschaften, dass das Volk dumm ist. So das Volk ist überhaupt gar nicht bereit, irgendwelche Komfortzonen freiwillig zu verlassen. Und wenn wir davon reden, dass eine Partei gegründet werden soll oder sollte, die jetzt auf diesem Gedankengang beruht, der völlig unbekannt ist bei 99% der Wähler,
dann ist überhaupt gar nicht zu erwarten, dass eine solche Partei jemals irgendeinen Erfolg haben könnte. Das heißt, hier ist eine völlige, nach meiner Meinung, Fehleinschätzung der Bereitschaft des Wahlvolkes, auf libertäre Ideen überhaupt einzusteigen. Und das finde ich schon sehr erstaunlich, dass jemand, der doch eigentlich ein erfolgreicher Theoretiker und auch Praktiker ist, dass der diese Fehleinschätzung nicht als solche erkennt.
Dann hat eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die das verhindert haben. Hat man jemand anderen dann damit beauftragt? Der hat ein Parteiprogramm entworfen, das ich nicht hinreichend marktwirtschaftlich fand. Ich fand es schlecht, wo ich sage, nein, das kann ich so gar nicht mittragen. Ja, bevor wir zu den Gründen kommen, warum er das nicht mittragen kann, jetzt ist aber doch eins klar. Wenn er jetzt so ein libertäres Programm hat, was im Grunde genommen eine ganz spezifische, nur kleine Zielgruppe kennt, beziehungsweise überhaupt für richtig hält, dann ist die Frage, wie kann das mit jemandem wie dem Dr. Hans-Georg Maaßen, wie kann dem das überhaupt jemals gefallen?
Jetzt kommen wir zu dem zweiten Punkt. Also ich behaupte, dass Dr. Krall ein schlechter Massenpsychologe ist. Jetzt behaupte ich, dass er auch ein schlechter Humanpsychologe für den Einzelfall ist. Denn hätte er sich mal Gedanken gemacht über die Biografie von Hans-Georg Maaßen, dann hätte er festgestellt, dass das ein trockener Rechtsanwalt ist, der dann irgendwann mal Beamter wurde, der dann ein Staatsvertreter wurde und der eben als langjähriges CDU-Mitglied die Mitte sucht.
Das heißt, alleine mit diesen wenigen Eckdaten und mit dem Habitus von Dr. Maaßen, wie kann man auf den Gedanken kommen, ich meine auch nur annähernd auf den Gedanken kommen als Menschenkenner, dass ein solcher Mensch auch nur eine Sekunde Interesse haben könnte in einem so liberalen Wirtschaftssystem. Das halte ich für völlig utopisch. Absolut utopisch. Zu glauben, dass man einem Hans-Georg Maaßen mit so einem Programm irgendwie beeindrucken könnte. Und insofern sehe ich hier schon in der Zusammenarbeit, in dem ersten Schritt der Zusammenarbeit, sehe ich hier eine Selbsttäuschung.
Das heißt, das ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Und jetzt kommen wir auch noch zur Biografie von dem Maaßen, der als Geheimdienstler, der ja gut schweigen kann. Das ist doch klar. Wir haben doch gestern in dem Video, was ich gemacht habe, habe ich doch herausgearbeitet, dass Herr Maaßen ein Machtpolitiker ist, der alles nutzt, was ihm weiter voran hilft. Da sehen wir auch, warum es zu dieser Zusammenarbeit kam. Der Dr. Maaßen, das ist jetzt meine Interpretation, hat gesagt, oh, der Krall, der hat ja einige Leute in der Hinterhand, den kann ich so lange verwenden, wie ich den brauche und ich muss nur mich nicht richtig festlegen.
Und wenn es dann irgendwann mal so weit ist, wie es ist, dann gibt es Zack, ein Tritt in den Hintern und dann ist die Sache erledigt. Und das hat er aber so nicht gesagt. Er hat es sich einfach bedienen lassen. Er hat es sich gefallen lassen. Ja, und der Dr. Krall, der hat in seiner Euphorie, ich sag mal auch in seiner Fixierung, ja, in seinem intellektuellen Dogmatismus, was die Wahrheit ist, ja, so, also das ist ja auch mal so ein Punkt, ja, die Leute, die wissen, was die Wahrheit ist, die haben oftmals ein bisschen wenig Realitätsbezug, ja.
Ja, und das ist hier in diesem speziellen Fall auf jeden Fall nach meiner Interpretation ganz eindeutig gegeben. Dr. Krall hat nicht erkannt, dass er ein Angebot an den Dr. Maaßen richtet, was den überhaupt nicht interessiert, was er sich nur gefallen lässt. Und dass er als Dr. Krall niemals eine Chance haben würde, dieses Programm zusammen mit dem Dr. Maaßen zu realisieren. Ich habe einen Gegenentwurf gemacht, den hat man nicht akzeptiert. Das Ergebnis war ein kompletter Disconnect, was das Programmatische angeht. Der einzige Punkt, wo ich gesagt habe, da ist mein Einbringen nicht verhandelbar.
Zumindest dann nicht, wenn man all die Menschen, die ich zu meiner Followership zählen darf, dank meiner Veröffentlichung und dank meiner relativ deutlichen und klaren Positionierung zum Thema Wirtschaft und Ökonomie, denen gegenüberzutreten und zu sagen, es ist eigentlich alles super und es ist alles in Butter, wenn ich selbst doch der Überzeugung bin, dass es das nicht mehr ist. Das habe ich am Ende nicht mehr fertiggebracht. Ja, und das finde ich sehr nobel, dass Dr. Krall zu seinen Werten steht, sich nicht verbiegen lässt, insbesondere wenn er auch noch im Wort gegenüber seinen Followern steht, also denjenigen Menschen, die ihn als Vorbild akzeptieren, die ihn als Autorität und als Vordenker akzeptieren, die kann man natürlich nicht enttäuschen, das wäre unfair.
Und insofern glaube ich, ja, das war sehr nobel, das war völlig korrekt, dann zu sagen, jetzt mache ich eben den Cut. Es kämpft darum, dass das Programm libertär wird, aber es ist eben nicht libertär geworden und nachdem es nicht libertär geworden ist, kann ich es auch nicht vertreten. Und meine große Hoffnung war, dass wir das mit einem parteipolitischen Weg aufhalten könnten. Und wir hatten auch sehr gute Chancen. Wir hätten sehr gute Chancen gehabt, dass gemeinsam mit einer AfD, die bis zur Bundestagswahl sicher auf 30 plus Prozent kommen wird durch die Krise, die die Regierung produziert, plus eine 10 Prozent Werteunion, hätten wir die Chance gehabt, das ins Werk zu setzen.
Ja, und da sind wir eben schon bei der nächsten Illusion, nach meiner Meinung. Nicht, dass die AfD vielleicht keine 30 Prozent kriegt, nicht, dass es nicht eine Koalition zwischen der Werteunion und der AfD hätte geben können, rein theoretisch, sondern mit der Einschätzung von Dr. Krall, dass die Werteunion doch vielleicht 10 Prozent kriegen könnte. Denn um 10% Stimmen zu bekommen, muss man auch 10% Wähler haben. Und wie viele von den 60 Millionen Wahlberechtigten sind eigentlich Libertäre? Und wie schnell kann ich die auf die Beine stellen, wenn es weniger sind?
Also Dr. Krall und noch einige andere, die in dem Kreis des libertären Wirtschaftsdenkens sind, sind seit Jahrzehnten rumrühren, die Bevölkerung über libertäre Wirtschaft aufzuklären. 99% der Menschen haben bis heute noch nie davon gehört. Das heißt, dieser Gedankengang, dass nur weil in einer Partei libertäre Gedanken propagiert werden, deswegen könnte man auch von Wählern dafür akzeptiert werden, der ist völlig utopisch. Das ist nach meiner Meinung eine Fehleinschätzung auch der Massenpsychologie.
Der Strohhalm, der dann, wie man im Arabischen sagt, dem Kamel den Rücken gebrochen hat, war dann die Kommunikation zum Thema Premium-Partner CDU. Und das ist auch der Grund, warum mir diese Entscheidung extrem schwer gefallen ist, extrem wehgetan hat, weil es einfach keinen Weg gab, die Führung der Wertunion in irgendeiner Weise davon zu überzeugen, dass sie auf dem Holzweg ist. Und das kann es auch nicht geben und hätte es auch nie geben können, Herr Dr. Krall, weil eben, wenn man den Weg der Mitte gehen will, muss man die Leute ansprechen, die in der Masse sind.
Das heißt den durchschnittlichen Bürger und das ist eben nicht derjenige, der aus seiner Komfortzone kommt, der mal ordentlich nachdenkt, der danach sucht, wie er mehr Freiheit bekommt. diesen Bürger gibt es in der Mitte nicht. Und dementsprechend ist völlig logisch, dass selbst wenn der Dr. Maaßen nicht die Hintergehen hätte wollen, der alleine aus machtpolitischen Gründen sagen muss, das gibt doch gar nicht, für so ein Konzept gibt es doch gar nicht genügend Wähler.
Wie kann ich denn als Hans-Georg Maaßen jemals eine Wahl gewinnen, wenn ich mit einem Wirtschaftskonzept komme, was so gut wie niemand kennt und was quasi so elitär ist, dass es nur ganz wenige überhaupt verstehen. Also insofern war völlig klar, dass das unmöglich funktionieren kann. Ich bin eigentlich der festen Überzeugung gewesen, und ich bin es immer noch, dass die Basis der Werteunion mehrheitlich libertär ist. Nein, sondern natürlich habe ich aus der Perspektive der Programmatik ganz klar auch in dieser Vorgehensweise die Chance gesehen,
ein sehr liberales, um nicht zu sagen libertäres Wirtschaftsprogramm, so wie ich es jetzt im Entwurf mal heute auf Twitter veröffentlicht habe, so wie man nach meiner Überzeugung ein liberales Parteiprogramm schreiben sollte für das Thema Wirtschaft, dort vorzulegen und den Mitgliedern, und zwar nicht irgendwelchen handverlesenen Mitgliedern, sondern der Basis der Werteunion vor dem 5. Januar 2024 zur Abstimmung, ob die das wollen. Und da ich ja auf unzähligen Veranstaltungen der Wertunion Landesverbände eingeladen war, um Vorträge zu halten, weiß ich und bin überzeugt, dass die weit überwiegende Mehrheit der Basis der Mitglieder Wertunion ein libertäres Wirtschaftsprogramm will.
Ja, das kann durchaus sein und das möchte ich jetzt mal unterstellen und glauben, dass das tatsächlich auch so ist. Nur bleibt trotzdem die Frage übrig, ja und? Es nützt doch nichts, dass Sie eine Partei haben, wo alle Parteimitglieder eine bestimmte Idee haben, aber die Bevölkerung interessiert es nicht. Also denken Sie mal zum Beispiel an die Basis-Partei. Die hatte mal, ich glaube, 43.000 Mitglieder. Eine ganz tolle Idee von der Basis-Demokratie. Was hat sie erreicht? 0,7 Prozent, 1,0 Prozent oder irgend sowas in dem Bereich nahe Null.
Also das reicht nicht aus, eine Partei zu haben, sondern man muss ein Parteiprogramm haben, was die Bevölkerungsinteressen vertritt. Und wir sehen hier doch, dass dies vermutlich nicht der Fall ist, außer Sie könnten den Nachweis erbringen, dass die Libertären tatsächlich so vielfältig sind, dass sie auf dem Stand 10 Prozent der Wahlbevölkerung überzeugen können. Und gerade für die radikalsten Forderungen, die mir am schlimmsten entgegengehalten werden, dass die so unmöglich seien, habe ich den lautesten Applaus auf diesen Veranstaltungen bekommen.
Ja, Applaus vor den Mitgliedern und Zustimmung ist das eine. Damit kann man sicherlich schön eine Partei führen, aber wie schon gesagt, das kommt eben darauf an, dass die Wähler einem zustimmen. An anderer Stelle in einem der Videos erzählt er, dass er der Meinung ist, dass es ungefähr ein bis zwei Millionen Libertäre in Deutschland gäbe. Und die Frage ist, wie sollen aus diesen 1 bis 2 Millionen die 10% Wähler werden? Also wir haben jetzt mal bei 100% Wahlbeteiligung, da haben wir ungefähr 60 oder 62 Millionen Wahlbeteiligte, das sind dann ungefähr 0 bis 6,2 Millionen.
Millionen. Und jetzt sind die Libertären aber nur ein bis zwei Millionen. Oder selbst wenn wir eben bei einer Wahlbeteiligung nur 60 oder 70 Prozent hätten, müssten also doch deutlich mehr Libertäre da sein, dass man sicher oder annähernd sicher voraussagen kann, wenn wir schon so viele Libertäre haben und wenn wir unterstellen, dass die auch alle ihren Wahlzettel richtig abgeben, dann haben wir auch unsere 10 Prozent im Sack. Das heißt, hier ist schlichtweg, ich sage mal, ein idealistisches Wunschdenken, das nur weil man selber zu tollen Erkenntnissen gekommen ist, weil man selber viele Leute kennt, die diese Erkenntnisse auch toll finden und weil man selber eine Partei machen würde, dass man deswegen die Gesellschaft verändern könnte.
Nein, das stimmt nicht. Sie können die Gesellschaft nur dann verändern, wenn sie der Gesellschaft Angebote machen, die sie auch nachfragt. Und aufgrund welcher Recherchen, frage ich jetzt mal ganz konkret, welche Marktuntersuchungen, welche Umfragen haben sie gemacht, um abzuschätzen, wie viel Prozent der Wahlbevölkerung für eine libertäre Politik stimmen würden. Und da kommen wir im Grunde genommen wieder an den Kreis, dass wir hier in dem Streit zwischen Dr. Krall und Dr. Maaßen haben wir im Grunde genommen zwei Theoretiker, zwei Dogmatiker, die völlig unterschiedliche Auffassungen haben und die beide ihr Ziel durchsetzen wollen.
Mit dem Unterschied, dass der eine, der Dr. Krahl, ist ein Idealist und der andere ist ein Pragmatiker, ein Machtpolitiker. Und wie meistens in der Geschichte setzt sich der Machtpolitiker durch. Aber ich wage zu behaupten, diese Konstellation hätte man vorhersehen können, wenn man klar gesehen hätte und nicht nur Wunsch gedenkt hätte. Bitte. Insofern meine ich, das Ergebnis ist nicht überraschend und es ist überhaupt nicht überraschend, dass eben der Dr. Krahl schwer enttäuscht ist, weil er so viel Energie da reingesetzt hat. Aber, das sage ich jetzt mal ein bisschen plakativ, hat er sich selbst zuzuschreiben.
Das ist eine Lektion seines Lebens, die er wahrscheinlich daraus auch lernen wird, dass er ein bisschen besser gucken muss, mit wem er sich einlässt. In diesem Sinne schreiben Sie Ihre Kommentare unten rein. Bis zum nächsten Mal. Die Welt Klar Sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Geheimnis des Zerwürfnisses enthüllt“, Die Welt Klar Sehen, 24.02.2024.
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Analyse des Bruchs zwischen Markus Krall und Hans-Georg Maaßen in der Werteunion. Uwe Loose argumentiert, dass das Zerwürfnis aufgrund unvereinbarer Charaktere und einer Fehleinschätzung der Wählerschaft unvermeidlich war.
