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Wagenknecht kontert unfaire Attacke24.05.2024

IRRLICHT BSW KABINETT SCHOLZ

Abschrift

Abschrift des Videos vom 24.05.20248 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Der frühe Chef der SPD, Franz Müntefering, hat sich die Frage gestellt, ob Sahra Wagenknecht noch alle Tassen im Schrank hat. Sie hat ihm die Frage beantwortet. Dazu gleich mehr. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen auf meinem Kanal, die Weltklar sehen. Mein Name ist Uwe Loose und heute sehen wir mal, wie die Mentalität sich zwischen SPD und der noch Oppositionspartei BSW unterscheiden. Denn Müntefering sagt über Wagenknecht, hat sie noch alle Tassen im Schrank? Ja, und warum glaubt er das? Gestern Morgen am 23. Mai hat Franz Müntefering, ja, im T-Online wird er zitiert, weil er sich über ein Plakat des Bündnisses Sahra Wagenknecht entsetzt gezeigt hat, sei eine wirkliche Zumutung. Und zwar warum? Weil da nämlich eine Aufschrift war, die hieß Krieg oder Frieden. So, Sie haben jetzt die Wahl. Und das fand er unverständlich. Das finde ich ein so unglaubliches Plakat, dass ich wirklich fragen muss, ob die Frau oder der, die dahinter sind, ob die noch alle Tassen im Schrank haben, wagte Müntefering in einem Spiegelgespräch. Ja, und das finde ich natürlich ganz interessant, denn...

Müntefering findet es also völlig verrückt, also sprich, man hat nicht alle Tassen im Schrank, wenn man als Bürger die Wahl hat zwischen Frieden und Krieg. Was genau soll jetzt das Problem sein? Soll man nicht mehr wählen dürfen, dass man Parteien wählt, die zum Beispiel Kriege befürworten? Oder dass man Parteien wählt, die Kriege nicht befürworten, sondern den Frieden befürworten? Also was genau ist daran jetzt so verrückt, dass man vermuten muss, dass jemand nicht alle Tassen im Schrank hat? Ja, aber er begründet das ja noch weiter. Schauen wir mal rein. Müntefering führte weiter aus. Wie kann man so etwas auf ein Plakat schreiben? So etwas mute ich nicht einmal der AfD zu. Laut Müntefering suggeriere das Plakat, dass der Wähler sich zwischen Krieg und Frieden entscheiden könne. Dieses Plakat ist eine wirkliche Zumutung.

Wie? Der Wähler kann nicht zwischen Krieg und Frieden entscheiden? Warum eigentlich nicht, Herr Müntefering? Schließlich ist der Wähler doch derjenige, der Parteien wählt. Und die Parteien, die haben natürlich jetzt die Autorisierung gegebenenfalls, wenn sie Regierungsmehrheiten bilden oder Koalitionen, Krieg oder Frieden zu machen. Das Parlament, aber der Wähler, der darf da jetzt nichts mitmischen. Wollen Sie, Herr Müntefering, dem Wähler seine Meinungsfreiheit, seine Wahlfreiheit beschränken? Was ist denn das eigentlich für ein demokratischer Geist? Sind Sie überhaupt ein Demokrat oder was sind Sie für einer? Ja, vielleicht ist er einfach nur ein nachtragender Mensch, denn im Weiteren sagt er auch für Wagenknechts Ehemann Oskar Lafontaine, den hat Müntefering wenig positive Worte übrig. Er war faul. Das hat mich immer gestört. Daneben sagte er über die Zusammenarbeit in der SPD, insbesondere dessen SPD-Ausstieg nimmt ihm Müntefering immer noch übel. Das heißt aber nichts anderes, als dass Müntefering ein nachtragender Mensch ist.

Der Ex-Vorsitzende glaubt, dass der Partei das Verhalten bis heute schadet. Ich war eigentlich nach der 1998er Wahl, dass wir könnten 15, 20 Jahre regieren. Nach sieben Jahren waren wir am Ende und das hat im Wesentlichen Lafontaine ausgelöst. Ja, also 1998 plus sieben Jahre sind wir im Jahr 2005. Heute haben wir das Jahr 2024. Das heißt, etwas, was vor 19 Jahren passiert ist, das drehe ich der Müntefering, dem Lafontaine, nach. Also da scheiße ich mich doch echt an den Kopf. Also da frage ich Sie, Herr Müntefering, haben Sie noch alle das in den Schrank? Was sind Sie denn für ein nachtragender, knatziger, miese Peter, eine Sache nach 19 Jahren immer noch nicht losgelassen zu haben? Sie tun mir echt leid. Also da würde ich mal ganz ehrlich sagen, wie wäre es denn mal mit einer psychotherapeutischen Beratung, dass Sie endlich mal die Vergangenheit wohnen lassen können?

Oder handeln Sie einfach nur wahltaktisch, um einfach nur eine Schmutzkampagne über Sahra Wagenknechts neue Partei auszugießen? Was genau ist die Absicht Ihrer Aussage? Mit solchen fiesen, unfairen Sprüchen kann Herr Müntefering natürlich bei Frau Wagenknecht wenig punkten. Denn die ist ja bekannt als exquisite und exzellente Rednerin. Und sie hat auch prompt geantwortet mit einem kleinen, einminütigen Clip, einem Short auf YouTube. Und da erklärt sie ihre Position wie folgt. Der SPD-Politiker Franz Müntefering. Ihr erinnert euch, das ist der Typ, dem wir die Rente mit 67 verdanken. Der hat sich jetzt furchtbar über eines unserer Wahlplakate aufgeregt, nämlich das hier. Krieg oder Frieden, Sie haben jetzt die Wahl. Und er fand, ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ja klar ist es nicht so, dass wir mit einer Wahlentscheidung alle Kriege dieser Welt beenden können.

Ja, und das ist ja eigentlich eine selbstverständliche Aussage, denn Wahlversprechen sind doch immer Versprechen in die Zukunft, nämlich Ideale, ferne Zielvorstellungen, nach dem Motto mehr Demokratie wagen. Das heißt ja nicht, dass dann jetzt schon Demokratie ist oder dass man es schaffen könnte, sondern irgendetwas, sprich Ideale, die am fernen Horizont aufragen, das ist das, was Wahlplakate beinhalten. Aber die Europawahl ist eine gute Gelegenheit, all den Politikern die rote Karte zu zeigen, a la Strack-Zimmermann oder Baerbock oder Merz oder eben auch die heutige SPD, die uns immer tiefer in Kriege hineinziehen. Das ist ja definitiv der Fall, dass die Blockparteien, egal wie man dort reden hört, immer erzählen von Waffen, Waffen, Waffen. Ukraine muss mehr haben, dann müssen wir demnächst noch irgendwelche Schiffe nach Asien schicken und, und, und. Und im Mittelmeer sind sie eh. Also das ist definitiv doch ein Faktum und nicht irgendeine verschwörungstheoretische oder rechtsradikale Aussage.

Milliarden verpulvern für immer mehr Waffen, die bei der Lösung internationaler Konflikte nur noch auf die militärische Karte setzen und mittlerweile auch Fregatten ins südchinesische Meer entsenden wollen. Denn ich finde, die haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ja, und damit wirft sie das Argument bummerangmäßig zu ihm zurück. Er hat nicht alle Tassen im Schrank und die ganzen anderen Parteien haben auch nicht alle Tassen im Schrank. Das heißt also, so wie er jetzt mit einem Bumerang auf sie schießt, da wirft sie gleich vier Bumerangs zurück. Das finde ich eine ganz witzige und gut gelungene Replik. Das zeigt eben ihre intellektuelle Schärfe und Fiffigkeit. Von der Argumentation her würde ich sagen, hat sie da völlig recht. Man mag zu Frau Wagenknecht stehen, wie man will. Ich habe ja auch schon ein kritisches Video gemacht, dass sie die gefährlichste Versuchung Deutschlands ist. Ehre, wem Ehre gebührt, wie ein mir bekannter Streamer sagt, das hat sie doch ganz gut gemacht. Was glauben Sie? Wenn Sie ein bisschen genauer in Sahras Wagenknecht-Psyche hineingucken möchten, zumindest soweit sie sich für mich aus der Ferndiagnose ergeben hat, dann schauen Sie doch einfach mal in dieses Video rein, was ich am Ende verlinke. Das ist mit Sicherheit auch ganz interessant. Was glauben Sie aber? Wer hat denn nun alle Tassen im Schrank und wer ist der Bekloppte? Schreiben Sie es unten in die Kommentare.

Klar sehen, clever denken, frei handeln.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wagenknecht kontert unfaire Attacke“, Die Welt Klar Sehen, 24.05.2024.

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Uwe Loose analysiert die verbale Auseinandersetzung zwischen Ex-SPD-Chef Franz Müntefering und Sahra Wagenknecht über ein Wahlplakat zum Thema Krieg oder Frieden. Wagenknecht antwortet mit einer scharfsinnigen Gegenrede, die Uwes Bewertung nach intellektuelle Schärfe und Fiffigkeit zeigt.

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