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Mitarbeiter zahlen den Preis der Arbeitslosigkeit - oder - endlich die überfällige Umstrukturierung?31.10.2024

Deutschland allgemein

Abschrift

Abschrift des Videos vom 31.10.202464 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

der deutschland gemachte weltkonzern vw ist in der schwersten krise seit seinem bestehen 30.000 arbeitsplätze sind in gefahr wenn die ganze region ja ist in einer krise und den panik der konzern selbst im spannungsfeld zwischen globaler konkurrenz gesetzlichen umweltauflagen ja und internen umstrukturierungs notwendigkeiten was passiert wenn 30.000 familien arbeitslos werden Ja, wer ist daran schuld und ist das schlimm oder ist das vielleicht sogar gut? Diese Fragen haben Elijah Tee und ich gemeinsam untersucht. Schauen Sie mal rein, das wird bestimmt ganz interessant. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Willkommen bei Die Welt klar sehen.

Eli

Von daher, liebe Freunde, es steht für mich, viele auf dem Spiel, so eine These vorgelegt zu haben. Es steht für die Mitarbeiter viele auf dem Spiel. Und der Einzige, der sich jetzt zurücklehnen kann, um mich wirklich jetzt hier in den Boden zu kritisieren und zu sagen, Eli, du hast mal wieder überhaupt nichts verstanden, ist mein Kanalkompanier Uwe, den ich mich freue, nach kurzer Abwesenheit hier wieder zu begrüßen auf dem Kanal. Lieber Uwe, schön, dass du da bist, bevor wir uns ins Thema vertiefen. Wir haben uns ja einige Wochen nicht gesehen. Wie geht es dir?

Uwe

Ja, mir geht es soweit gut. Ich war ja im Ausland im Urlaub, war 14 Tage in den USA, habe dort eine Rundreise gemacht in den Südstaaten. Ja, und hatte natürlich im Vorwege einiges zu erledigen beruflich und danach auch. Insofern habe ich faktisch über vier Wochen Ausfallzeit gehabt. Auf meinem Kanal war dann auch Todhose. So, und jetzt muss ich ein bisschen nacharbeiten. Ich sage mal so, in ein, zwei Wochen bin ich dann wieder voll einsatzfähig. Ansonsten topfit.

Eli

Aber ich brauche dich topfit und zwar musst du heute bitte den Good Cop spielen, während ich offensichtlich als Bad Cop mich bereits auf meine Rolle festgelegt habe. Meine Rolle habe ich ein bisschen jetzt hier schon durchklingen lassen und das ist die Rolle, sage ich mal, aus der Sicht vielleicht eines Unternehmers, aber auch zunehmend von jemandem, der eben diese Gewerkschaften, die ja tonangebend sind in diesen Tarifverhandlungen, halt eben kritisch sieht. Bevor wir uns auf etwaige Details versteifen, du sagst ja zu Recht bewusst, du warst ja einige Wochen weiter weg, hast Abstand gewonnen und dann kommst du wieder zu Good Old Germany und du findest dieses Land hier brachliegend quasi vor. Was hast du für Gedanken zu diesem Konflikt, dass VW überhaupt in einer Situation ist, in der offensichtlich drastische Maßnahmen getroffen werden müssen?

Uwe

Das wundert mich persönlich eher weniger, weil wir schon seit Jahrzehnten in der deutschen Immobilienwirtschaft, also Autowirtschaft, mit dem Problem der Überkapazitäten zu kämpfen hatten. Das ging eigentlich schon in den 80er Jahren los. Und da mussten sich natürlich die deutschen Autohersteller irgendwie darauf einstellen. Und Überkapazitäten, das kennen wir ja. Nämlich, wenn wir heute ein Auto kaufen und es aus dem Werk rausfahren, ist es gleich schon ein paar Prozent weniger wert. Und wenn es gar eine Luxuslimousine ist, hat die in einem Jahr womöglich 35, 40 Prozent Wertverlust. Das ist gerade deswegen so, weil eben mehr Autos produziert werden, als der Markt benötigt. Und da sind wir eigentlich schon bei dem Kernpunkt, dass also alle deutschen Autobauer über Jahrzehnte hinweg Überproduktionen hatten. Und das bedeutet, dass im Grunde genommen auch Leute beschäftigt werden, die man eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Das muss man mal klipp und klar so sagen. Ich kann auch sagen, ich muss jetzt Windmühlen bauen und dann stelle ich 500.000 Leute in der Windmühlenindustrie ein. Und wenn das noch womöglich steuerlich subventioniert wird, sind sie alle happy. Aber im Grunde genommen wurden die von Anfang an nicht gebraucht.

Eli

Ja, okay. Also ich merke, wir sind halt beide unternehmerisch tätig. Von daher ist unsere Position wahrscheinlich gar nicht so sehr auseinander. Aber wir haben einfach mal ein Gedankenexperiment gemacht für diesen Stream, in dem du versuchen wirst, nachher zu unterfüttern die Position, dass diese armen 110.000 Werksarbeiter das doch nicht haben kommen sehen. Und hier die Opfer sind also offensichtlich einer verfehlten Politik. Was sie vermutlich natürlich sind. Fairerweise muss man das vorne raus schicken. Keiner dieser kleinen Mitarbeiter ist wirklich verantwortlich dafür, dass diese Werke jetzt geschlossen werden müssen. Aber sie haben... meiner Meinung nach, das ist zumindest meine Position, übergebürtig profitiert durch im Prinzip diese ganzen Zuwendungen der Gewerkschaften, die die über die Jahre rausgehandelt haben. Also ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Beschäftigungsgarantie, 13. Gehalt, Weihnachtsgeld, nach 35 Jahren Jubiläumsgeld, nach 45 Jahren Jubiläumsgeld, Abfindungen in allen möglichen Höhen, Tarifgruppen, bis zu 20 Gruppen, nach denen man im Prinzip bezahlt wird. Dann Runden, was ja im Prinzip bedeutet, dass die Gewerkschaften Jahr für Jahr Inflationsausgleich aushandeln und so weiter und so fort. Also die haben sich in dieses gemachte Nest gesetzt so sehr, dass auch andere Kommentatoren im Zuge dieser drohenden Schließungen gesagt haben, früher... Zumindest, ja, da war im Prinzip eine Anstellung bei VW mehr oder minder vergleichbar mit einem Beamtenstatus. Also auch überbezahlt, unterqualifiziert, für unterdurchschnittlich wenig Arbeit und das aber auch noch ein Leben lang. Also im Prinzip perfekte Voraussetzung, um sich zu sagen, hey, ja, nach mir die Sinnflut, Augen zu und durch im Sinne von einfach mal rein ans Fließband und danach wird schon alles gut gehen. Und jetzt offensichtlich ist dieses Spiel zu einem Ende gekommen, zu einem vorläufigen zumindest, in dem wir also sehen, okay, die Uhr, die hat aufgehört, sich zu drehen, zumindest für VW. Und jetzt droht denen also 110.000 noch nicht. Aber meine Vermutung, 20.000 bis 30.000 Menschen halten eben tatsächlich das aus. Drei VW-Werke mindestens, wurde gesagt, sollen dicht gemacht werden. 18% weniger Gehalt sollen im Durchschnitt diejenigen bekommen, die weiterhin noch dort bleiben, die Verhandlungen, Im Hintergrund, die dauern noch an, also es kann sein, dass man noch irgendwie einen Kompromiss findet, aber ich habe das Gefühl, diese VW-Giftliste, wie sie Mitarbeiter nennen, die kann eigentlich nur noch verlängert werden, ja, weil was auch immer da auf die zukommt, wenn es da eine wirkliche Eskalation gibt, würde das mich persönlich in eine Verhandlung nicht eben, ja... bemüßigen, auf eben streikende, vielleicht Werke sabotierende oder besetzende Mitarbeiter zuzugehen. Uwe, da muss ich noch einmal deine Erfahrung bemühen. Also bei VW wissen wir, gab es so etwas noch nie, dass die ein Werk geschlossen haben. Und überhaupt nur in den seltensten Fällen haben die übernommenen Mitarbeiter auch jemals gefeuert. Aber hast du in Deutschland einen vergleichbaren Fall irgendwie im Kopf, wo eine Gewerkschaft zu einem großen Wirtschaftsstreik aufgerufen hätte, wo man Werke besetzt hätte, wo es einen großen Streit gegeben hat zwischen halt eben den linken Gewerkschaften und irgendeinem Unternehmen und vor allen Dingen, wie ist das ausgegangen? Kommt da irgendein Beispiel in den Kopf?

Uwe

Naja, also wir hatten ja mal die Opel-Geschichte, als die von General Motors übernommen wurden. Wobei ich das jetzt nicht mehr so im Detail habe. Ich weiß aber, dass die amerikanischen Autofirmen, sei es General Motors, sei es Ford Motor Company und es gab irgendeine Stahlkompanie und auch ein paar andere, die haben das Problem gehabt, dass eben durch die überhöhten Lohnforderungen, die die starken Gewerkschaften durchsetzen konnten, die Firmen quasi... dabei waren, in den Ruin zu gehen und dementsprechend mussten die im Überlebensinteresse der Unternehmen sich dann andere Standorte suchen, wo es zum Beispiel keine Gewerkschaften gibt. Das ist in den USA natürlich relativ einfach, weil dort gibt es 50 Bundesstaaten und in einigen Bundesstaaten sind Gewerkschaften verboten. In Deutschland sieht es ja anders aus. Da haben wir ja ein sehr starkes Gewerkschaftssystem in manchen Branchen. Und wir haben ja auch, da komme ich jetzt mal zu Kritik bei dir, wo du sagst, der Unternehmer, der kann die Leute einfach voraussetzen. Das kann er in Deutschland aber gerade nicht, denn wir haben ja ein Kündigungsschutzgesetz. Wir haben tarifliche Beschäftigungspflichtverhältnisse. Bei großen Firmen, die müssen so und so lange beschäftigt werden, also Beschäftigungsgarantien. Dann haben wir starke Betriebsräte, die dafür sorgen und mitbeteiligt werden müssen bei Massenentlassungen. Also sprich, wir haben ja eben gerade kein freies Unternehmertum in Deutschland, sondern was wir haben, ist eben ein sehr stark am Wohl des Mitarbeiters orientiertes Beschäftigtenwesen. Das ist jetzt völlig unabhängig davon, wie hoch und wie berechtigt oder unberechtigt die Löhne sein mögen. Aber der Unternehmer kann hier nicht frei über die Mitarbeiter in größeren Umfang entscheiden, sondern ist da gebunden.

Eli

In Gewerkschaften, in ein paar wenigen Firmen, die so regierungsnah sind, dass sie eine Gewerkschaft zulassen, diese Gewerkschaft natürlich auch, da bin ich überhaupt nicht naiv, kontrollieren, indem sie die Betriebsratschefs vermutlich ganz besonders strategisch auswählen, wie im Fall von eben dieser Frau Cavallo, meiner Meinung nach im Fall von VW eben passiert ist. Was ohnehin schon eigentlich ein unfairer Wettbewerbsvorteil ist, dass einige vergewerkschaftete Unternehmen eben dieses Privileg ihren Mitarbeitern darbieten müssen und zwar per gesetzlicher Verordnung. gegenüber anderen Firmen, die wiederum halt eben sagen, okay, nein, die orientieren sich eben am ganz normalen marktwirtschaftlichen Verlauf der Dinge. Also ohnehin schon für mich eigentlich eine unfaire Ausgangssituation. Aber ja, du hast recht, in Deutschland hat man das Unfaire für die Unternehmer, unfair hat man das salonfähig gemacht. Und vermutlich deshalb auch, so erkläre ich mir das zumindest, ist also auch das Land Niedersachsen ganz besonders schockierend. stark investiert bei VW, um halt dort sogar bei der Vorzeigefirma Deutschlands noch mehr seine Hand eben drauf halten zu können. Summa summarum sind wir jetzt aber nun mal in der Situation, wo die Katze aus dem Sack ist und das Kind in den Brunnen gefallen ist. Jetzt beginnt ja dieser Zitterwinter um die Jobs. Und das Spannende ist ja natürlich, es sind, wie hier auch nochmal geschrieben worden ist, bis zu 190 Stellen bedroht. Bevor wir uns dann in der Meta-Analyse auf die Fragen... Genau, entschuldige, 190.000 natürlich, richtig. Bevor wir uns in der Frage verlieren, ob das jetzt nur gut oder schlecht ist für Deutschland, dass die eventuell alle oder zum Teil wegfallen können. Du hast ja im Auftrag unserer Sendung eine Kalkulation gemacht, damit wir erst mal verstehen, was das überhaupt bedeutet, wenn also, wir haben jetzt einfach mal konservativ gesagt, 30.000 Stellen wegfallen würden. Wo fangen wir da an? Ich habe alle vier Dokumente vor mir.

Uwe

Ich würde sagen, wir können ruhig an der Stelle anfangen. Wenn man sich fragt, was der Schaden ist, der entstehen würde, wenn zum Beispiel 30.000 Mitarbeiter jetzt entlassen würden. So besteht der Schaden ja nicht nur eben bei den Mitarbeitern, sondern es gibt ja Zulieferer, es gibt diverseste, zum Beispiel der Betriebsrat, der Management, der Forschung. Alles muss ja verkleinert werden. Und alles, was jetzt von den jeweiligen Firmen abhängig ist, direkt oder indirekt, sei es Werbeagenturen, sei es eben eben regionale Wirtschaftsteilnehmer. Wer liefert die ganzen Brötchen an die Mitarbeiter zum Beispiel? Aber wenn 30.000 Leute jeden Morgen anderthalb Brötchen essen, sind das 50.000 Brötchen, die jeden Tag verkauft werden, inklusive Belag. Das heißt, die Bäcker, die dort sind, in der Umgebung von diesen Werken, die haben auf einmal einen wesentlichen Teil ihres Geschäftes nicht mehr. Die Bildseite, um die gekauft wird, die Lottoscheine, die dort abgegeben werden. Das sind ja nur die kleinen Sachen. Und dann führt es ja eben dazu, dass eben nicht nur jetzt in unmittelbarer Nähe des Werkes was passiert, sondern es gibt ja eben die Folgeschäden, die auch jetzt überregional sind, die bundesweit sind und die natürlich auch international sind. Man hat ja auch Geschäftspartner und in dem Moment, wo man ja auf einmal schlechte Unternehmenszahlen hat und riesen Entlassungen machen muss, dann wirkt sich das auf das eigene Image aus. Die Marke wird beschädigt, Geschäftspartner sagen, wer weiß, was das für welche sind, die sind vielleicht zu wackelig, mit denen machen wir erstmal nicht so viele Geschäfte, wie wir eigentlich dachten. Es gibt also Unmengen von direkten und indirekten Schäden von denen, die im Sozialsystem sind. Also was ist jetzt mit Arbeitslosengeld? Was ist zum Beispiel mit den Versicherungsunternehmen, in die ja eingezahlt wurde? Die müssen ja gegebenenfalls auch wieder was auszahlen. Was ist mit den ganzen psychischen Schäden? weil Leute arbeitslos sind und keinen Sinn mehr im Leben sehen. Häusliche Gewalt, die daraus entsteht und, und, und. Sprich, das ist ein riesiger Rattenschwanz. Und das kann man natürlich nicht jetzt konkret in Zahlen ausrechnen. Und ich habe mal mit einer künstlichen Intelligenz, die ich auf verschiedenste Weise versucht habe, geschickt zu befragen, das mal abzuschätzen und habe gesagt, okay, liste mir mal alle Positionen auf, die eben direkt, indirekt und ich sage mal auch mittelbar da noch reinfallen könnten und versuche das mal zu schätzen. Und zwar für einen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zeitraum. Jetzt ist der Zeitraum extra so gewählt worden, da steht jetzt hier in der Tabelle nicht drin, das habe ich vergessen nachzutragen, also kurzfristig meint so 0 bis 2 Jahre Zeitraum. mittelfristig drei bis fünf Jahre, langfristig fünf bis zehn Jahre. Das sind also Zeiträume, die in der Automobilindustrie durchaus bekannt sind. Das sind branchenspezifische Entwicklungszeiträume nach dem Motto, ich brauche zehn Jahre, um ein Produkt zu entwickeln. So, und dementsprechend kann man sagen, okay, die Zeiträume sind schon soweit in Ordnung. So, und die Tabelle, die stellt jetzt im Grunde genommen in Millioneneinheiten dar, was rauskommt. So, und wenn wir da, wo, du zeigst da mit dem Finger richtig hin, ja, wir haben also langfristig, also in der linken Spalte, das ist das kurzfristige, guck mal links, wo vier

Eli

Gib mir mal die finale Zahl, dass die Leute erstmal diese Vorstellung haben.

Uwe

Die finale Zahl ist 31.735 Millionen, also 31,7 Milliarden.

Eli

Langfristig auf zehn Jahre die geschätzte Summe an Verlust bei, Achtung liebe Freunde, 30.000 Jobs bei VW.

Uwe

Wobei der Verlust sich aber eben nicht auf die 30.000 Leute beschränkt, sondern der die ganzen Folgeschäden mit berücksichtigt. Richtig. Wenn wir dann eben schauen, wie sich der Verlust verteilt, gehen wir in die linke Spalte, da steht es eben 4,6 Milliarden, also 4.600 Millionen. Dann ist das schon eine Nummer nur in zwei Jahren.

Eli

Das ist für zwei Jahre, genau. Das hier ist für fünf Jahre, sagst du?

Uwe

Für fünf Jahre. So, und dann kommt zwischen dem fünften und zehnten Jahr kommen nochmal 17,8 Milliarden dazu.

Eli

Genau, das ist bis zu zehn Jahre. Also das ist, liebe Freunde, noch einmal, wie gesagt, für euch zur Einordnung gesetzt, dem Fall, die beste Schätzung, die halt Uwe im Prinzip auf Basis von KI-Daten hat, im Prinzip zu Tage fördern können. Auf Basis von vielen Faktoren, die wir uns gleich angucken. Wenn man davon ausgeht, dass in Anführungszeichen nur 30.000 der 120.000 Beschäftigten bei VW ihren Job verlieren und entsprechende Folgeentwicklungen, die eben da dranhängen, der sogenannte berühmte Rattenschwanz, durch unterschiedliche Industrien hindurch, nicht nur in der Automobilindustrie, sondern halt eben auch bei den Zulieferern und allen, die da in der Region mit dranhängen, entsprechend halt Kosten aufwirft. Und die Faktoren, die du dir angeguckt hast, die sind schon sehr vielfältig. Das muss man schon sagen. Ich aktualisiere nochmal die Seite. Hier sieht man das nämlich, denn du hast Oder die KI hat richtigerweise bedacht, die entlassenen Mitarbeiter, die verbleibenden Mitarbeiter, den Betriebsrat, Management und Vorstand, Aktionäre und Investoren, Zulieferer, Dienstleister, Händler und Vertragspartner, regionale Wirtschaft, öffentliche Institutionen, Politik und Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen, Medien und Öffentlichkeiten, Finanzinstitutionen, Analysten, lokaler Standortregionen wie Wolfsburg insgesamt, überregional, Bundeslandebene. deutschlandweit internationale Auswirkungen natürlich, wie du gesagt hast, allein der Schaden, den etwaige Partner im Ausland nehmen könnten, wenn sie denken, man kann mit Deutschland nicht mehr Handel treiben, weil die VW nicht mehr unter Kontrolle haben, dann die Aktionäre selbst, der Konzern dann natürlich in Milliardenhöhe wahrscheinlich bluten müsste und internationale Stakeholder, die dann ebenfalls natürlich mit irgendwo dort verbandelt sind. Also es steht durchaus sehr viel auf dem Spiel und da sind wir noch nicht mal, ich möchte gerne, dass du vielleicht das noch mal vertiefst, da sind wir noch nicht mal bei den metaphysischen Auswirkungen, die du hier genannt hast, soziale Auswirkungen der Entlassungen. Sag bitte noch mal ein bisschen was dazu, zu diesem Sammelsuchen von unterschiedlichen Faktoren.

Uwe

Das ist ja im Grunde genommen so, wir haben einmal die persönlichen Auswirkungen, dass also Menschen eben arbeitslos werden und kein Geld mehr haben. Deren Geld fehlt ja komplett und die fallen unter Umständen ja nie lang für Zeitarbeitslosigkeit. Das ist klar. Das wiederum führt ja dazu, dass sie später auch weniger Rente kriegen. Also so einfach fängt es schon mal an. Das stimmt. Denn es fehlen ja dann die Arbeitszeiten. Man weiß ja nicht heutzutage, ob man denn nochmal so eine Arbeit wiederfindet. So, denn wenn jetzt, aus welchen Gründen auch immer, das wollen wir jetzt hier jetzt mal nicht im Detail besprechen, aber nehmen wir mal an, die anderen Autofirmen kämpfen auch. Und die brauchen vielleicht diese Mitarbeiter, die bei VW ausfallen, nicht. Das heißt also, die, die dort bei VW gekündigt werden, haben womöglich gar keine Chance, in einen ähnlichen Beruf wieder zu gehen. Das heißt, die werden entweder dauerhaft arbeitslos bleiben oder müssen umgeschult werden. Wer zahlt übrigens die Umschulungskosten? Das zahlt ja dann wiederum der Steuerzahler letztendlich. Die ganzen Krankheitsgeschichten, dass Leute mit dem Arbeitslossein, mit dem Wechsel, mit dem Lebensrisiko nicht klarkommen und deswegen in Stress geraten und physisch auch krank werden und damit wiederum die Krankenkassen belasten und alle anderen höhere Krankenkassenbeiträge haben, ist ja auch so ein Punkt. Und dann genau dasselbe fällt ja in die Rubrik der anderen Kassen, nämlich in die Sozialkassen rein. Dann haben wir den Punkt, dass wer kein Geld in der Tasche hat, der kann sich ja auch kein Käffchen kaufen. Sprich, der Konsum nimmt er erheblich ab. Und da, wo wenig Konsum ist, wird natürlich auch weniger produziert. Das heißt, auch die Unternehmen, ich sagte ja vorhin beispielsweise eben die, die Brötchen verkaufen, die Bäcker werden auch Leute entlassen. Die Zeitungen, die ein paar 10.000 Zeitungen am Tag weniger verkaufen, werden auch Leute entlassen. Das heißt also, gerade das, was im unmittelbaren Umfeld von Gewerken und Verwaltungsbetrieben ist, da leben diese ganzen kleinen Firmen, die leben doch nur von diesem Großen. Wenn einer von diesen Großen zumacht ein ganzes Werk, dann gehen da noch nutzende andere Unternehmen, kleine und mittelständische, gehen sofort pleite. So, und dann kommt eben noch der Aspekt dazu, der im Internationalen natürlich eine Markenschwächung ist, aber im Inländischen eben auch eine Vertrauensschwächung. So, wenn also ein so namhaftes Unternehmen wie VW solche Schritte macht, wo VW, wie du vorhin ganz richtig sagtest, quasi... mal den Status hatte, als ob es eine privatwirtschaftliche Beamtenfirma wäre. Wenn die so etwas haben, dann bedeutet das im Grunde genommen, dass man sich fragt, was VW, geht es schon so schlecht? Was kommt denn dann sonst noch auf uns zu? Das heißt, da treten ja noch Ängste und Befürchtungen auf, die viel weiter gehen. Das heißt, das ist ein Baustein mehr am Gesamtwirtschaftswohl zu zweifeln.

Eli

Richtig. Und dann kommt noch der letzte Punkt, den hast du jetzt noch ausgeklammert, den finde ich aber auch spannend. Beeinträchtigung des sozialen Zusammenhalts und des Arbeitsmarktes. Das bedeutet also, Deutschland als Gefüge, gesellschaftlich gesprochen, würde auch die Konsequenzen von so einem großen Verlust sparen. auf Basis der vielen Unsicherheiten von immerhin also über, es sind weit über 30.000 Menschen, die betroffen wären, wenn halt eben allein 30.000 nur bei VW gehen würden. Du sagst, Partner wären verunsichert, die Bevölkerung wäre verunsichert. Das würde zusätzlich dazu führen, dass wir ohnehin schon in Zeiten, wo Deutschland stark geschwächt ist, Und die Sendungen gerade brillieren von wegen hier Hallo auswandern und wie sie alle heißen, wo sie wie am laufenden Band Deutschland alle verlassen, dass im Prinzip diese Tendenz weiter Zulauf gewinnen würde. Das würde führen zu einer erhöhten, also nochmal erhöhten Abwanderung, sinkendem sozialen Zusammenhalt und natürlich ganz klar geringere wirtschaftliche Attraktivität der betroffenen Regionen. Das kann auch zu dieser berühmten Abwärtsspirale führen, wenn es einmal nach unten begonnen hat, dass man diesen Lauf dann nicht mehr aufhalten kann.

Uwe

Ja, und das kann ich sogar aus eigener biografischer Erfahrung sagen. Also ich habe die ersten 18 Jahre meines Lebens hauptsächlich im Ruhrpott verbracht, in Dortmund. Und da war früher so, die haben alle von der Zeche gelebt. So, ich wohnte mit meiner Familie, mit meinen Eltern.

Eli

Uwe, ich weiß nicht mal, was das ist. Was soll eine Zeche sein? Ich weiß immer nur, die Zeche muss man zahlen. Aber wie kann man von einer Zeche leben? Was ist das für ein Spruch?

Uwe

Eine Zeche ist Kohlebergbauer.

Eli

Ach Gott, um Himmels Willen.

Uwe

Na okay, gut, mach weiter. Also das war früher so. Da waren die Häuser, die waren alle schwarz. Da hatte man noch keine Umweltauflagen. Da pusteten die einfach den Ruß aus den Schornsteinen. Und wenn man sich in den Vororten, die 10 Kilometer entfernt waren oder 15, auf den Balkon stellte und guckte in die Runde, dann sah man vier, fünf riesige Schornsteine ihren Rauch ausstoßen. Und in meiner Schulklasse... oder als ich dann auf dem Gymnasium war, da war jeder Zweite hatte einen Vater, der war Steiger oder Obersteiger. Das sind jetzt Berufsbezeichnungen für den Steinkohleabbau. Das war normal. Und irgendwann mal wurden diese Zechen geschlossen, weil die eben ausgebeutet waren. Und dann hatten wir, ich weiß nicht was, ich kenne die Zahlen nicht, Zehntausende von Arbeitslosen, Die mussten umschulen. Die hatten nichts zu tun. Insofern, das ist eine komplette Region. Es betraf ja nicht nur Dortmund, sondern das ganze Ruhrgebiet. Schritt für Schritt wurden dort die Zechen geschlossen. Wir hatten also Unmengen von Leuten, die keinen Lebenssinn mehr hatten. Die haben Bergbau studiert teilweise. höheren betrieblichen Leute. Und nachher waren sie arbeitslos und dann nützte denen ihr Studium gar nichts. Da konnten höchstens noch ins Ausland gehen und sagen, ja, ich habe 24 Jahre unter Tage gearbeitet. Ich kenne mich aus und kann Förderbänder bauen und dieses und jenes. Aber in Deutschland war da nichts mehr.

Eli

Okay, gut, das macht Sinn und das erklärt auch, warum man sagt, die Zeche zahlen. Also es ist verrückt, was man so en passant mit dir alles lernt, wenn man dich einfach mal erzählen lässt. Da merkst du, warum ich dich vermisst habe über die letzten Wochen. Gut, also du hast absolut recht, das nennt man dann diesen berühmten Strukturwandel. wenn im Prinzip das Land sich unter den Füßen der Leute quasi zu schnell, zu heftig verändert, dass sie eben nicht hinterherkommen, nicht umgeschult werden können. Und wohlgemerkt, liebe Freunde, das sind ja Leute, die sind der deutschen Sprache mächtig und willig, auf dem Arbeitsmarkt wirklich angenommen zu werden. Also stellt euch mal vor, wenn ihr der deutschen Sprache nicht mächtig seid und unwillig seid, hier zu arbeiten, Stichwort Migration, wie man diese Leute also in Lohn und Brot bekommen möchte, aber das ist jetzt heute neben Kriegsschauplatz, Also absolut zu Recht sagst du, die Industrie verändert sich mit der Zeit und das kann natürlich dann auch sehr, sehr viele, auch menschliche Opfer auf diese Art und Weise in kompletten Regionen eben fordern. Bis heute sage ich ja auch zu Recht, das wahre Dunkeldeutschland ist ja der Westen und speziell dieser ganze Ruhrpott, diese abgehängte Region, die aussieht wie eine Mondlandschaft, wo wirklich halt... Also nicht gut Kirschen essen ist. Lassen wir das mal so stehen, wie es ist. Kehren wir mal zurück zu deinen Listen und vor allen Dingen zu VW und wie es mit denen weitergehen kann, bevor wir uns dann so in die moralische Debatte vertiefen, ob das gut oder schlecht ist für Deutschland. Ich möchte eine weitere Zahl, die du herausgekramt hast, dank der KI, jetzt nach vorne bringen. Und das ist die Zahl, die man sich auch vergegenwärtigen muss, nämlich das VW. trotz dessen, dass jetzt natürlich viele Forderungen im Raum stehen und viele Ängste auch im Raum stehen, eigentlich über die lange Zeit, die es existiert hat, ein wirtschaftlich starkes, stabiles Vorzeigeunternehmen gewesen ist mit einem beachtlichen Jahresumsatz. Und diesen Jahresumsatz, den hast du hier auf diese Art und Weise quantifiziert. Du hast geschrieben, um den Jahresumsatz pro Kopf im VW-Konzern zu berechnen, weil es geht ja um diese 30.000, die eventuell verloren gehen könnten, wurde also der Jahresumsatz und die Anzahl der Mitarbeiter herangezogen. Die Berechnungsformel lautet, Jahresumsatz pro Kopf ist der Jahresumsatz der Firma geteilt durch die Anzahl der Mitarbeiter. Ganz normaler Dreisatz, das ist im Grunde vollkommen klar. Laut letzten Berichten beträgt der Jahresumsatz des VW-Konzerns. Und da wird es spannend, Freunde. Das war mir nicht mal bewusst, obwohl ich mich wie gesagt gestern und auch vor ein paar Monaten mit dem Thema beschäftigt hatte. Ich wusste, denen geht es gut. Ich wusste nicht, wie gut es denen geht. 279 Milliarden Euro. Bei einer Mitarbeiterzahl von weltweit 670.000. Die Zahl 670.000 ist anders als die 120.000, weil das bedeutet global in dieser ganzen Volkswagen-Gruppe, zu der ja übrigens auch, Uwe, du wirst das wahrscheinlich auch mitgehört haben, eben Audi gehören, Skoda gehören, Porsche gehören, italienische Marken gehören, also fast... Ich will nicht sagen 9 von 10 Firmen, aber 5 von 10 Automarken, an die ihr spontan denken könntet, gehören eigentlich in Wirklichkeit zur VW-Gruppe. Also die sind wirklich sehr, sehr breit gefächert und eingesetzt ergibt dies also jetzt diesen Jahresumsatz von 279 Milliarden geteilt durch 670.000 quasi Mitarbeiter. Das bedeutet, jeder Mitarbeiter, jeder einzelne von denen, jetzt allein rechnerisch betrachtet, ist verantwortlich für einen Umsatz von 416.000 Euro jedes Jahr, oder Uwe? Das ist der Jahresumsatz. Genau, jedes Jahr. Unfassbar. Das bedeutet, ich kann das ja spontan einfach mal durchrechnen, wenn man also 416.000 mal 30.000 nimmt, dann reden wir also davon, dass hier 12 Milliarden 480 Millionen Jahresumsatz quasi auf der Kippe stehen und verloren gehen könnten für dieses wirklich traditionsreiche Unternehmen. Das ist natürlich... Eine Stange, das ist vollkommen klar. Und wir haben natürlich nicht die Bilanzen von VW vor uns. Aber ich frage einfach mal so ein bisschen halt anekdotisch, welche subjektive Wahrnehmung von VWs Attraktivität, Rentabilität hast du, wenn ich dich frage, wie es dieser Firma geht? Glaubst du, die haben Cash Reserve?

Uwe

Das weiß ich jetzt nicht, weil ich deren Bilanzen nicht verfolgt habe. Aber die haben ja seit vielen Jahren eine Strategie gehabt und wollten ja der weltgrößte Marktführer werden. Ich glaube, was ist der vorher gewesen? Ich glaube Mitsubishi oder was war es? Und mit denen waren die immer im Konkurrenzkampf. Wobei Mitsubishi ja ein Mischkonzern ist. Die haben ja viele verschiedene Sachen drin. Und VW hat dann eben versucht, das Volumen, also das Massenmarktsegment zu bedienen. Deswegen haben sie ja ihre zwölf Automarken, von denen ja auch mehrere Luxusmarken sind, wie Porsche, Bugatti und ich glaube Lamborghini oder so haben sie auch noch drin. Und Aber eigentlich machen sie ihr Geschäft mit dem unteren und Mittelklassewagen und natürlich auch mit Nutzfahrzeugen. Das muss man sich auch bewusst machen. MAN oder so gehört zu denen. Und das bedeutet aber, wenn man eben zehn oder zwölf verschiedene Marken hat, sodass man ja auch entsprechend hohen Aufwand hat, diesen Marken separat zu pflegen. Denn sonst könnte man sie unter eine Marke packen. Man muss unterschiedliche Produktlinien entwickeln und, und, und. Aber dadurch, dass sie eben in diesen Massenmarkt gegangen sind, haben sie sich ja anders als die anderen deutschen Konkurrenten, also Mercedes und BMW, die haben sich ja schon seit 15 Jahren aufgestellt, dass sie nur noch oder fast nur noch den Luxusmarkt bedienen wollen, den oberen Markt. Und da hat man natürlich einen Unterschied. Denn sobald man im Luxussegment ist, sind die Preise leichter erzielbar, weil Luxusobjekte kaufen Leute, die Geld haben. Und wer Geld hat, eben Luxus heißt ja, es ist überflüssig. Das bedeutet ja das Wort Überfluss. Also wer Luxus kauft, der kann es sich leisten, weil es überflüssig ist, nicht weil er es braucht. Und das bedeutet, dass sie eben auch, wenn die Konjunktur mal schlecht läuft, sind die Preise durchaus stabiler. Das heißt, die reichen Leute werden von Krisen nicht so stark gebeutelt wie die armen Leute. Und das gilt natürlich für Produkte oder für Firmen, die hochwertige Produkte produzieren, genauso. Das heißt, in dem Moment, wo Mercedes und BMW, also die obere Preisklasse, obere Mittelklasse und Luxusklasse bedienen, sind die weniger von solchen Krisen betroffen, grundsätzlich, als ist VW. Das heißt, hier ist schon die grundsätzliche Positionierung, den Massenmarkt zu bedienen, bedeutet, ich hänge an der Masse, ich gehe mit der Masse, steige ich auf, aber ich steige auch mit der Masse nach unten.

Eli

Ja, wobei, wie gesagt, Uwe, das ist ja einer der wichtigsten Vorwürfe, wenn ich da mal reingrätschen darf, dass Volkswagen schon längst keinen Volkswagen mehr baut, weil man mit Volkswagen halt eben keinen wirklichen Gewinn erzielen kann und stattdessen sich halt eben konzentriert hat, selbst unter der Marke Volkswagen Autos zu verkaufen, die sich längst nicht einfach nur das normale Volk, sondern wahrscheinlich nicht mal mehr die Mitarbeiter bei Volkswagen eben leisten können.

Uwe

Ja, aber im Grunde genommen gilt das für die anderen beiden Firmen nach wie vor auch. Ich hatte ja vorhin gesagt, dass es eben ab den 80er Jahren mit den Überproduktionen begann. Und wenn man eben im Inland nicht mehr genügend absetzen kann, dann muss man ausländische Märkte erschließen. Das ist der Punkt.

Eli

Aber so weit bin ich ja noch gar nicht, weil inländisch haben sie sich ja auch entfernt, sage ich mal, vom Markt, indem sie begonnen haben, eben nicht mehr Volkswagen zu produzieren, was ursprünglich übrigens mal das Ansinnen gewesen ist von Volkswagen. Was sie wenigstens wissen, ist ja, dass Volkswagen entstanden ist, ich glaube in den 30er Jahren, als mehr oder weniger Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, um auch die Konjunktur anzukurbeln und parallel was Gutes fürs Volk zu tun, damit es eben einen echten, veritablen Volkswagen gibt, den sich das Volk auch leisten kann. Und dann kam natürlich die ganze Erfolgsgeschichte hinten dran, dass sie nach dem Krieg halt eben Teil des größten Wirtschaftswunders geworden sind, dass Deutschland so hochgepäppelt hat. Absolut zu Recht, ja. Aber indem man halt eben sich entfernt hat von der ursprünglichen Gründungsideologie, die da gesagt hat, wir bauen eben einen Volkswagen fürs Volk. Und du hast recht, ja, zuerst erschließt man dann also inländisch ein Luxussegment. Und wenn man auch das ausgereizt hat, dann geht man halt eben ins Ausland, um denen dann wiederum halt eben das Zeug zu verkaufen, was sich im Inland keiner mehr leisten kann.

Uwe

Ja, und dann kommt eben noch der nächste Punkt hinzu, weil eben es ja quasi eine rein deutsche Marke ist, die das Volkswummel sozusagen schon im Namen trägt. Deswegen versteht man auch, warum da ein Bundesland stark investiert ist. Sprich, es ist natürlich auch politisch vom Management her nicht so optimal. Man denke mal an die ganzen Skandale, die wir bei VW hatten. Das ist auch nicht so ohne Grund gewesen. Mit der, ich sag mal, Konflikt, Königsherrschaft mancher Vorstandsvorsitzenden und dem Einfluss von Aufsichtsräten aus der Politik und, und, und. Das heißt, da hat man also eine gewisse schon ungünstige Konstellation. Während die rein privatwirtschaftlichen Unternehmen, die werden eben nur von ihren Aktien, Aktionären getrieben. Die müssen eben Umsatz machen. Und wenn das nicht richtig läuft, dann müssen sie sich ein bisschen Ja, anstrengend. Und da hat man natürlich auch das Thema mit den Lohnkosten. Du hattest vorhin ja ganz richtig erwähnt, dass wir in Deutschland ja quasi die höchsten Lohnkosten haben in der Automobilbranche weltweit. Und dann sind natürlich Mercedes und BMW, die haben ja viele auswärtige Mitarbeiter, also sprich in anderen Ländern, insbesondere in Schwellenländern und, und, und. Und das hat eben VW nicht in dem Maße gemacht. Die haben viel in Deutschland produziert. Und das war natürlich für die Mitarbeiter sehr schön und bequem, den deutschen Sozialstaat und sein Kündigungsschutzgesetz und seine Gewerkschaften und seine Tarifvereinbarung alles schön in der Tasche zu haben. Aber der Nachteil ist eben, dass diese Geisteshaltung, so bequem sie denn ist, eben die Produkte extrem verteuert hat. Und dann hat ja Volkswagen sich als strategischen Partner schon relativ früh dann in China auch niedergelassen. Also ich weiß noch, als ich das erste Mal in China war, 1995, da hatten die da schon in der Sonderwirtschaftszone ein Werk gehabt und haben da angefangen zu produzieren, als die meisten Chinesen noch mit dem Fahrrad gefahren sind.

Eli

Ja, doch, die waren schon Pioniere, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber wie gesagt, ganz oft...

Uwe

Aber worauf ich hinaus will, Eli, ist was anderes, dass die sich eigentlich nur auf den strategischen Partner China verlassen haben. Und in dem Moment, wo China zunehmend politisch von uns abgestraft wird, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Produktionsstätten in China von VW.

Eli

Das ist richtig, aber nichtsdestotrotz muss man... Ja, aber Uwe, man muss nichtsdestotrotz im Prinzip aktuell konstatieren, dass China deren Hauptgeschäft geworden ist, zumindest einer der profitabelsten Sparten. Also all deinen Unkenrufen zum Trotz haben die das sehr schlau halt eben dort gemanagt. Und bei den Chinesen ist dieses Auto angekommen. Meine Mutmaßung ist wegen der Restreputation, dass Made in Germany irgendetwas wert sei. Ich glaube nicht, dass die in 20 Jahren oder wann auch immer diese blöden Dinge auseinanderfallen werden, vermutlich schon in fünf, noch einmal bei VW einkaufen würden. Also wie gesagt, Ersatzteile, die da nicht hinkommen, fehlendes Know-how, die Marke, die beschädigt ist und so weiter und so fort. Aber für den Moment, muss man sagen, in China haben die fast schon als Ausnahme im Vergleich zum Inland tatsächlich mal Geld verdient. Du merkst, ich muss diese Konversation ein bisschen in die Richtung dieser Gewerkschaften drängen. Ja, weil wir wollen nicht heute das komplette Unternehmensmodell von VW durchleuchten, sondern mehr die moralische Frage halt eben stellen, ob das denn jetzt nur vielleicht tatsächlich gut sein kann für den Standort Deutschland, wenn jetzt also so große wirtschaftliche Schäden und ja auch Individualschicksale an dieser ganzen, sag ich mal, Misere hängen. Ich habe dich ja nicht ohne Grund gefragt, ja, ob es tatsächlich halt schon mal in der Vergangenheit, die du überblicken kannst, einen harten Gewerkschaftskampf mit bis zu Streiks und so weiter gegeben hat. Und da hast du zwar erwähnt, dass es bei Opel da... ein Techtelmechtel gegeben haben soll, aber Stichwort Opel, da weiß ich von einem VW-Mitarbeiter selbst, als ich in Chemnitz im Regen gestanden habe, im September, noch vor einem Monat, dass der ebenfalls gemeint hat, naja, die haben da ein bisschen hin und her gemerkt, war glaube ich sein O-Ton, aber gebracht hat es auch nichts. Jetzt immerhin ist das sehr viel medial präsenter, als jemals irgendein Gewerkschaftskampf in den über 35 Jahren, die ich überblicken kann, zuvor. Und Frau Carvalho, die Betriebsratschefin, sie gibt sich kämpferisch. Sie sagt, mit uns kriegt ihr das nicht durch. Ich habe ja auch gerade Bilder eingeblendet. Diese VW-Giftliste, die wollen die nicht akzeptieren. Sie sagt, legt euch nicht mit uns an, ihr steht kurz vor einer Eskalation. Die Rede ist, wie gesagt, von Aktionen, die weit über das hinausgehen werden, was wir hier gerade sehen. So ein sinnloses im Prinzip vor dem Werk auflaufen und demonstrieren. Man redet davon, dass eventuell ganze Hallen besetzt werden sollen. Man spricht auch von einer Solidarität. Das wird jetzt meine Anschlussfrage sein, dass also obwohl nur Niederlande, nur in Anführungszeichen drei Standorte geschlossen werden sollen. Angeblich alle VW-Mitarbeiter, Streiks jetzt, werden mittragen müssen. Glaubst du daran, vor dem Hintergrund, dass wir gesehen haben, dass das deutsche Volk sehr, sehr schwer zu mobilisieren ist, selbst wenn es um ihre eigene Gesundheit geht?

Uwe

Ja, das denke ich schon, dass hier eine gewisse Macht auf die Straße kommen wird. Also schon aus zwei Gründen. Erstens haben diese Gewerkschaftsanführer und Betriebsräte, die haben ihre eigene Süppchen zu kochen. Die werden ja freigestellt für solche Tätigkeiten. Sprich, das ist für die leichte Arbeit. Ich will das jetzt nicht schlechtreden, aber im Grunde genommen haben die eine Sonderposition. Das hat auch was mit Anerkennung zu tun, mit besonderen Autorität, die man gegenüber anderen Mitarbeitern genießt und, und, und. Also sprich, das ist auch so eine Ego-Schiene, die da bei solchen Funktionären mit reinspielt, wie überall im Leben. Und die Mitarbeiter selber, die sind ja als, ich sag mal, normale, jetzt gewerbliche Tätige und auch die Angestellten, die sind ja einfach verwöhnt. Die denken ja, dass sie das, was sie jahrzehntelang hatten, diese, ich sage mal, Vollkasko-Mentalität, dass sie darauf einen Rechtsanspruch haben. Das heißt, man kann jetzt von Angestellten und normalen gewerblichen, ich sage mal, Mitarbeitern nicht erwarten, dass die betriebswirtschaftlich und unternehmerisch denken. Sondern die denken ganz egoistisch, das habe ich doch schon immer gehabt, ja, wieso soll ich jetzt verzichten? So, im ganzen Gegenteil, wenn man mir was androht, dann gehe ich in die Gegenposition, nämlich jetzt fordere ich etwas. So, dass diese Forderung unrealistisch ist, ja, das ist jetzt aber auch nichts Ungewöhnliches. Also bei vielen Streiks, ja, sind die Forderungen gut tropisch, ja, und nachher kommt quasi nichts daraus oder nur wenig. Das heißt also, man hat einfach auch solche Schaukämpfe zwischen den Betriebsräten, den Gewerkschaften, ja, und den Unternehmen. So, keiner will das Gesicht verlieren und was am Ende rauskommt, das weiß vorher keiner so genau.

Eli

Ist das auf diese Art und Weise, dass du dir erklärst, dass die hier angesichts dieser Situation, die ja wirklich eine Verfahren zu sein scheint, ich meine der ganze Weltmarkt ist ja betroffen, dass die jetzt also mit sieben Prozent Gehalts plus in die Verhandlungen reingehen, in der Hoffnung, dass sie irgendwo bei plus minus null rauskommen oder sind die einfach komplett geistig verwirrt?

Uwe

Naja, ich sag mal so, verhandlungstaktisch kann es ja nicht schaden.

Eli

Warte mal, ganz kurz, ich muss ganz kurz, also hier, der Alex ist gerade wahnsinnig geworden, hat gerade 20 Mitgliedschaften, Kanalmitgliedschaften verschenkt an sehr glückliche Gewinner. Vielen herzlichen Dank an dich, lieber Alex. Also auch nur eine verschenkte Kanalmitgliedschaft ist ja 5 Euro wert. Wir sind ja heute auch im arithmetischen Teil dieser ganzen Übung. Das heißt, du hast da ordentlich gerade Geld in die Hand genommen, um das den Leuten zu ermöglichen, hier auf diese Art und Weise auch der Nachfolgesendung eben beiwohnen zu können. Also summa summarum 100 deiner Euros sind jetzt mehr oder minder in den Taschen von 20 Glücklichen. Ich hoffe, ihr bedankt euch bei Alex und vor allen Dingen nutzt dann aber auch bitte die Gelegenheit, wirklich euch das Bonusprogramm dann im Anschluss in einer halben Stunde mit anzugucken, weil das wird auch nochmal ein sehr, sehr spannendes Thema. Und wenn ihr euch das heute gebt, liebe Freunde, dann wisst, dass ihr das in Anführungszeichen nur habt, dank eben Alex, der sich gerade so großzügig gezeigt hat. Okay, lieber Uwe, zurück zu dir. Die Frage war, sind die alle total kirre im Kopf? Oder ist das eine Verhandlung?

Uwe

Also ich würde sagen, sie sind einseitig positioniert. Also ich verstehe schon, dass man viel fordert und wenn nachher nichts daraus kommt, hat man doch als Verhandlungspartner dennoch was gewonnen, weil man sagen kann, wir haben uns ja eingesetzt, aber die anderen waren so stur und übermächtig, wir konnten ja nichts tun. Dadurch hat man seine Position als Gewerkschaftsführer oder als Betriebsrat dennoch gestärkt, auch wenn man kein Ergebnis erzielen konnte. Das heißt, das verstehe ich und das wundert mich nicht. Sondern was ich hier eher sehe, ist, dass nach dem, was wir bisher in den Presseberichten sehen, der Fokus eben quasi gegen die Unternehmensführung geht, als ob die Unternehmensführung alleine, jetzt für diese Probleme verantwortlich wäre. Also wir haben natürlich die Mitarbeiter mit ihren hohen Lohnforderungen, Sozialabsicherung und, und, und. Das ist ein wesentlicher Punkt, warum VW quasi weniger konkurrenzfähig ist als manch andere Unternehmen. Dann haben wir aber auch den Punkt, dass natürlich der Vorstand strategische Entscheidungen fällen muss und das in der Vergangenheit teilweise, wie sich im Nachhinein erweist, unterschiedlicherweise oder zu spät gemacht hat.

Eli

Ich muss noch mal unterbrechen. Die Leute sind heute einfach in einem Spendenwahn. Vielen herzlichen Dank. Es sind auch gerade noch mal 50 Euro an Umsatz reingekommen. Und die gingen in die Taschen von ein paar Glücklichen. Also bald werden wir jeden einzelnen zu einem Kanalmitglied gemacht haben. Mindestens einen Monat lang. Aber Freunde, dank der Großzügigkeit in diesem Fall von zum Beispiel Ingo, Marcel Müller, Dirk Strulig und die paar anderen wenigen, die sich auf diese Art und Weise erkenntlich gezeigt haben. Vielen herzlichen Dank auch dir, lieber Ingo. Der junge Mann hat gerade 50 Euro für euch ausgegeben. Also bitte, bitte, bitte bei allem, was heilig ist. Zeigt euch dankbar. Unterstützt gerne auch selber meinen Kanal und zwar, indem ihr auch selber Kanalmitgliedschaften entweder abschließt. Oder verlängert, wenn eure Promomonate ausgegangen sind. Weil irgendwessen Geld liegt jetzt gerade in euren Taschen. Wenn euch gefällt, was wir hier machen, dann bitte nehmt das als Anstoß zu sagen, alternativer Journalismus, Berichterstattung von Uwe und mir hat auch ihren Wert. Und findet bitte selber euren Weg zu etvc.de slash Kanal, um eben diese Mitgliedschaft für die Zukunft wertzuschätzen. Vielen lieben Dank, lieber Ingo. Zurück zu dir, lieber Uwe.

Uwe

Ja, also worauf ich hinaus will, ist, dass es eben mehrere Ursachen gibt und nicht nur eine. Also einmal sind die Mitarbeiter selber eine Ursache. Die zweite Ursache sind natürlich die Vorstände, die entsprechende strategische Entscheidung fällen, die möglicherweise falsch sind. Zum Beispiel gerade bei VW betrifft es die Elektromobilität, zu spät investiert und, und, und. So, dann aber eben auch die Produktpalette und noch verschiedene andere Sachen. So, der dritte Aspekt ist, dass natürlich auch Rahmenbedingungen da sind, für die VW ja gar nichts kann. Zum Beispiel die hohen Energiekosten oder aber eben, ich sag mal, gesetzliche Regelungen in Deutschland und in der EU.

Eli

Allein der Fakt, dass die in Deutschland mit diesen Gewerkschaften sich rumschlagen müssen. Ich meine, fahr mal nach Kuwait, fahr mal zum Sultan von Brunei und erklär dir mal, was eine Gewerkschaft ist. Der wird dich auslachen von Kuwait bis nach Holland, wenn du dem erklärst, was eine Gewerkschaft tut. Und das Allergeilste ist ja, das hat mir nämlich ein Zuschauer gesteckt, Die verlangen ja 1% vom Netto des Mitarbeiters, der quasi sich in dieser Gewerkschaft auf diese Art und Weise vertreten lässt, von den Betriebsrätern. Aber dieses Netto darfst du danach von der Steuer absetzen. Das bedeutet, mitfinanziert diesen ganzen linken, ich nenne es mal in meinen Worten Wahnsinn, von Tarifrunde um Tarifrunde um Tarifrunde, von jährlichen Inflationsausgleichen und so weiter und so fort, diese Boni, die die alle bekommen und so weiter und so fort, finanziert haben das am Ende nicht etwa diejenigen, die 1% ihres Gehalts geopfert haben, sondern wir, Die Steuerzahler, die wir, du und ich zum Beispiel als Unternehmer, nichts mit Gewerkschaften, einen Lebtag am Hut hatten, nichts davon bekommen, keinen Cent sehen, keinen Volkswagen nicht mal fahren. Mein Auto ist 20 Jahre alt und weiß Gott, es wird nie ein Volkswagen sein. Und ich und du und einige wenige andere haben das dann quasi mitfinanziert. Also es ist der Wahnsinn, aber... Wo du Recht hast, hast du Recht. Natürlich kann Volkswagen nicht etwas für die Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Aber was sie auch nicht getan haben, und das muss Herr Blume sich wirklich halt auf die eigene Kappe nehmen, ist ja der Fakt, dass sie ja auch gekuscht haben vor Deutschland, indem sie halt diese E-Mobilität angenommen haben, ohne sie kritisch zu hinterfragen, obwohl die eigenen VW-Ingenieure gewarnt haben, dass das eine Sackgasse sein würde.

Uwe

Ja, aber die haben seinerzeit gewarnt. Ich erinnere mich, wie das noch vor 10, 15 Jahren, als das dann losging, da dachte ich, Mensch, VW, die scheinen irgendwie vernünftig zu sein. Tatsache ist aber, dass die beiden Konkurrenten, Mercedes und BMW, die haben damals schon angefangen, Elektromobilitätskonzepte zu entwickeln und konnten dadurch dann Erfahrungen sammeln. Ja, wie, was der Kunde haben will, wie die Motoren funktionieren, sprich, die haben einen technologischen Vorsprung gehabt, die haben einen Erfahrungsvorsprung gehabt, so, und das hat VW viel zu spät gemacht, so, und dann kommt eben hinzu, ja, dass eben, wie wir ja gesehen haben, diese ganze Elektromobilität ja völlig unwirtschaftlich ist und nur durch Steuersubventionen überhaupt absetzbar ist, ja.

Eli

Richtig. Und da hat ja auch sich VW ordentlich bedienen lassen und beschenken lassen mit diesen Subventionen, um diese Traumtänzer Grünen-Projekte von Habeck und Co., wie sie alle heißen, entsprechend umzusetzen. Es ist ja auch ein ungeschriebenes Geheimnis, das wissen ja die Leute inzwischen hoffentlich, dass eben im Vorstand von VW, die ja mit 20 Prozent von Niedersachsen im Prinzip vertreten werden, Unter anderem eben ein Roter, dieser Stefan Weil und eben seine Stellvertreterin Julia Willi Hamburg von den Grünen sitzt. Das ist dieselbe Dame, die damals übrigens noch irgendwie aufgefallen ist mit Niedersachen. Anstatt Niedersachsen hat die Niedersachen einfach mal geschrieben gehabt auf ihren Plakaten. Also nicht mal Rechtschreibung kann sie. wie dem auch sei, und die vertreten natürlich, sag ich mal, die Interessen der Regierung, was wiederum dieses Unternehmen in Kauf genommen hat, die Kontrolle dieser Regierung, um denen nach Maul, ja, deren Propaganda durchzusetzen, um mit der Reputation von Volkswagen sich zu verkaufen, anzubiedern an die grüne Ideologie und jetzt kann entsprechend halt auch Blume, deshalb halt mit stolz geschwälter Brust, trotz 63% Umsatz- oder Gewinnrückgang, reingehen zum Kanzler Scholz, um zu sagen, hör ich mal, wir haben deinen ganzen Scheiß mitgetragen über die letzten Jahrzehnte, von wegen grün ist die neue Energiewende. Wir haben das auf dem Rücken unserer Gewinnzahlen ausgebadet. Also hast du bitte schön, uns jetzt zu retten mit Steuersubventionen noch und nöcher, weil wir dein Theaterstück, von wegen das könnte irgendwie wirtschaftlich sein, eben mitgemacht haben. Und da hört's für mich... Entschuldigung. Nein, nein, mach ruhig, weil sonst rede ich mich um Kopf und Kragen.

Uwe

Ja, ich hatte vor einigen Jahren, das ist schon zehn Jahre her oder so, da musste ich mal wieder mir ein neues Auto kaufen, beruflich bedingt. Und dann dachte ich, ach, kauf dir doch mal so einen Reimport. Und ich hatte mich vorher mit dem Thema noch nicht beschäftigt. Also das Grundprinzip ist, das wissen wahrscheinlich viele, ich wusste es damals allerdings nicht, dass man quasi deutsche Autos im europäischen Ausland billiger kaufen kann als in Deutschland.

Eli

Für die was? Deutsche Autos kannst du im Ausland billiger kaufen, trotz der Zölle und so weiter und so fort, als bei uns?

Uwe

Ja, und zwar bis zu 30 Prozent. Also ich hatte damals geguckt, ja.

Eli

Es ist alles so eine Verarsche. Wir werden so geschröpft mit diesen Gewerkschaften, die wir mit finanzieren. 180 Steuerarten, 180 Abgaben, dann kommt das Bürgergeld, das bei den Bürgern nicht ankommt. Mir platzt jetzt schon der Arsch. Kein Wunder, dass ich möchte, dass die alle auf der Straße landen.

Uwe

Das hat mich damals extrem verblüfft. Also ich brauchte ja einen geschäftlichen Wagen, also mindestens Mittelklasse, wenn nicht obere Mittelklasse. Also Luxusklasse wäre für mein Geschäft nicht angesagt. Und da guckte ich, was es denn so bei den Reimporten gab. Und das endete eigentlich bei der Mittelklasse. Das heißt, da kam eigentlich für mich nichts in Frage, weil ich eine Stufe höher brauchte. So, um eben meinen Berufsstatus entsprechend mich zu repräsentieren, ja. Aber ich hatte mich ja informiert, wie funktioniert das überhaupt und wo sind Händler und, und, und. Da stellte sich heraus, je kleiner die Autos waren, desto größer waren die Preisabschläge. Also auch bei VW, wenn du dann so ein Polo kaufen wolltest oder so, kriegtest du den 30 Prozent billiger, wenn du den, was weiß ich, in Italien oder in Frankreich oder sonst wo gekauft hast, ja. Jetzt kann man sagen, ja, das ist doch schön, wenn ich das kriege. Ja, aber es bedeutet, dass VW, die so einen guten Ruf haben, ihre eigene Bevölkerung abzocken. Und die anderen Autoversteller genauso. Das heißt, ob sie Mercedes oder BMW heißen, die zocken ihre eigene Bevölkerung ab und ziehen den 10, 15, 20, 30 Prozent höhere Preise übers Fell ab. Und im Ausland verkaufen sie entsprechend billiger. So, das nenne ich eine völlig asoziale Geisteshaltung. Und das ist mir damals aufgefallen, das wusste ich vorher gar nicht.

Eli

Also, im Zusammenhang mit Autos wusste ich das nicht, im Zusammenhang mit anderen Produkten und auch Dienstleistungen wusste ich das aber. Ich meine, wirklich ganz namhafte Firmen jeglicher Art machen diese, das ist leider eine gängige Praxis, muss man auch wiederum sagen, aber dass Volkswagen wirklich halt diese Dreistigkeit hat, sich Volkswagen zu nennen, längst keine Volkswägen mehr zu bauen, sondern zu überteuerten Preisen den Müll anzubieten, den die dort anbieten, diesen Müll auf vier Rädern, der fünf Jahre hält und danach beginnt schon die geplante Obsoleszenz, dass die das auch noch wirklich ihren eigenen Leuten, ihren Landsleuten, ihren eigenen Mitarbeitern zu überteuerten Preisen auch noch andrehen, während sie im Ausland sagen, da sind die Leute cleverer, da würden sie für so einen Dreck solche Preise niemals berappen. Da muss ich ganz ehrlich sagen, da platzt mir wirklich die Hutschnur. Und da sind wir aber bei der moralischen Diskussion, die wir jetzt haben müssen. Ich muss das jetzt anmoderieren. Wir haben drum herum getänzelt, wir haben nur noch 15 Minuten. Und das ist das Nachfolgen. Wir haben jetzt nur aufgezählt, und zwar wirklich on detail, so gut die KI das hergeben konnte. Die nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch sozialen und ja auch moralischen Konsequenzen von so einem Wegfall, der ja jetzt wirklich nur realistisch im Raum steht. Und ja, wir wissen, Firmen... Sind insbesondere Manager, sind ja im Prinzip nach mir die Sintflut-Style, nie auf Ehrlichkeit bedacht. Woher sollen wir wissen, ob das überhaupt stimmt mit den 63% Gewinneinbuße? Kann ja auch sein, dass das bei denen Verhandlungstaktik ist. Und wir wissen auch, dass die vermutlich die Gewerkschaften durchsetzt haben und man von dieser Cavallo nichts zu erwarten hat, weil die vermutlich eben eingesetzt worden ist, als wie ich gestern gesagt habe, das schwächste Glied, weshalb sie jetzt ihre Funktion erfüllen muss, halt eben nicht, die VW-Mitarbeiter zu formieren und in eine Kriegsformation zu bringen oder Kampfformation, sondern sie stattdessen vermutlich Michael-Ballweg-Style irgendwie jetzt wird ihren Namen tanzen lassen vor dem Werk, maximal wenn es hochkommt. Aber die Frage, die ja über all dem schwebt, jetzt gesetzt im Fall, wie so oft in neun von zehn Fällen, das Unternehmertum setzt sich durch. Scholz kuscht vor Blume, er hat ihn ja schon dreimal jetzt eingeladen und 30.000 Menschen mit diesem riesen Rattenschwanz verlieren ihren Jobs, verlieren ihre Existenz, diese sogenannten Fachkräfte und stehen jetzt also nun vor dem Scherbenhaufen ihrer überpemperten, über Jahrzehnte hochgezüchteten, im Prinzip unwirtschaftlichen, unrealistischen, kommunistischen Existenz. Ist das jetzt deiner Meinung nach gut für Deutschland oder schlecht? Unsere Umfrage sagt, 61 Prozent sagen, das wäre schlecht für Deutschland.

Uwe

Wie ist deine Meinung? Also meine Meinung ist die folgende. Es ist kurzfristig natürlich schlecht für die Betroffenen, aber langfristig ist es gut für das Unternehmen und auch für die Volkswirtschaft. Denn eine Scheinwirtschaft zu betreiben, die im Grunde genommen nicht wirklich funktioniert, dadurch, dass man eben zu teuer produziert, kann dann nachher nur noch mit irgendwelchen Defiziten eingekauft werden. Das heißt also, früher oder später brechen solche Systeme immer zusammen. So, und man kann sich das eben so vorstellen, nehmen wir mal als Beispiel, ja, ich möchte mal wirklich jetzt mal vom Auto weg, weil das ist ja so ein bisschen emotionale Geschichte. Ja, jetzt nehmen wir mal an, wir reden eben von den Windmühlen, von den Windkrafträdern. So, und jetzt gäbe es zum Beispiel eben eine Politik, die sagt, wir brauchen bis zum Jahre 2020 oder 2030 500.000 Leute, die in der regenerativen Energiewirtschaft arbeiten. Das alles basiert auf dem Paradigma, dass man eben Energie einsparen müsste oder grüne Energie und so weiter. Ich rede jetzt nur rein theoretisch. Jetzt nehmen wir mal an, dieses Paradigma wäre falsch. Das heißt, man könnte gar nichts einsparen und man wüsste das vielleicht sogar, aber man sagt es nicht. Und dann würden aber im Laufe von 10, 15 Jahren plötzlich 500.000 Leute in einer solchen Branche beschäftigt sein und 1000 Gründe schreiben und 1000 wissenschaftliche Untersuchungen, warum man unbedingt diese Branche braucht. Weil wenn die Branche pleite geht, gehen die auch pleite. Also wird man Gründe finden, warum das gut so ist. Aber eigentlich ist, selbst wenn diese Leute weiter beschäftigt bleiben, ein Nachteil für die gesamte Volkswirtschaft. Denn in der Zwischenzeit hätten diese 500.000 Leute in produktiven Wirtschaftszweigen neue Entwicklungen machen können. So, wir wissen ja, dass die ganzen regenerativen Energien überhaupt nicht funktionieren ohne Steuersubvention. Das heißt, sie kosten ja nur. Und dann hat man auf einmal 500.000 Leute, die Kosten produzieren, statt 500.000 Leute, die Umsatz und tatsächlich Gewinne produzieren. Und das nennt man in der Volkswirtschaft die Fehlallokation von Kapital. Arbeitskraft ist ein Kapital, was ich verzinsen könnte. Wenn ich aber anfange, mich mit Arbeit zu beschäftigen, die unproduktiv ist, dann vernichte ich Kapital, nur ich merke es noch nicht. Und genau das passiert eben, wenn Unternehmen zu weit expandieren, zu teuer werden, dann vernichten sie Kapital, aber man merkt es noch nicht. Und die Frage ist, will man mit dieser Lüge, dass wir in Wirklichkeit Kapitalvernichter sind, will man damit länger leben oder möchte man endlich mal zur Realität und zur Wahrheit zurückkehren? Und da muss man eben harte und grausame Kürzungen vornehmen. Und diejenigen, die das Pech hatten, weil sie es nicht erkannt haben, weil sie zu dumm waren, weil sie belogen wurden, weil sie ahnungslos da reingeschlittert haben. Die sind natürlich alle bedauernswert. Aber die sind genauso bedauernswert, wie wenn zehn Leute sagen würden, ich mache jetzt eine Firma auf und baue Pferdekutschen. Mein Produktionsplan ist, pro Jahr 1.000 Pferdekutschen zu erstellen. Da besorge ich mir jetzt einen Geldgeber, der mir 2 Millionen gibt. Und dann sage ich dir, wenn du nicht in einem Urlaubsort bist, wo dann die Liebespaare mit der Kutsche nachts um 8 Uhr rumfahren bei Laternenlicht, dann wird dein Unternehmen pleitegehen mit den Kutschen, weil die Zeit der Kutschen ist vorbei. Das heißt, die Investitionen, die in dieses Geschäft gemacht sind, waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt, nur man hat es nicht rechtzeitig gemerkt oder man wollte es nicht bemerken. Und man konnte in der Autoindustrie, speziell auf VW, hat man schon seit vielen Jahren gewusst, dass es schief läuft. Man hat nichts getan, um es zu ändern.

Eli

MARKUS TRANTOW Uwe. Bevor ich ansetze, danke dir für diesen Blog. Bitte noch einen Blog, den ich brauche und das ist der Blog aus Unternehmerperspektive. Du hast also zu Recht gesagt, in Deutschland haben wir Gesetze an, die müssen sich auch Unternehmer halten, die beinhalten, dass wenn man halt eben jemanden entlässt, dass man dann entsprechend in Kauf nehmen muss als Unternehmer zu sagen, okay, der hat jetzt seine regulären Kündigungsfristen, vielleicht muss man den mit einer Abfindung versehen, was auch immer der Gewerkschaftsvertrag dann halt eben vorsieht und so weiter und so fort. Aber eine Sache, die ich zu Beginn angesprochen habe, und da möchte ich gerne wirklich deine Perspektive darauf erfahren, ist, hat der Unternehmer, sei es jetzt in diesem Fall der Vorstand von VW mehrere Personen oder eine Person im Mittelstand, der der Chef ist, der den Hut auf hat, hat der deiner Meinung nach das Recht, ich rede wirklich von juristisch, nicht von moralisch verwerflich oder sowas, hat er das Recht zu sagen, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht sogar ohne Gründe, dass er sein Unternehmen zum Beispiel verkleinern möchte um 25%. Unter Beachtung, wohlgemerkt, dieser gesetzlichen Vorschriften, an denen er nicht vorbeikommt, kann er von heute auf morgen sagen, er steht auf und sagt, ich entlasse heute 25 Prozent der Leute, weil mir danach ist?

Uwe

Ja, im Prinzip schon. Er kann ja betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. Aber aufgrund des Kündigungsschutzgesetzes kann er das nicht alleine machen. Er muss ja dann den Betriebsrat etc. beteiligen. Das heißt also, er ist da nicht frei.

Eli

Okay, für den Fall, dass es einen Betriebsrat gibt, in kleineren Unternehmen, die keinen Betriebsrat haben.

Uwe

Dann ist es ja eine ganz andere Geschichte. Dann gilt ja nur das normale Kündigungsrecht gemäß dem Arbeitsrecht. Da muss man seine Kündigungsfristen einhalten und Feierabend. Aber wir haben ja bei diesen großen Unternehmen, das ist ja traditionell, nicht nur bei VW, sondern auch bei vielen anderen, bei Energiekonzernen auch gewesen, dass die eben ja auch noch diese ganzen Rentenzahlungen haben.

Eli

Pensionsansprüche, genau.

Uwe

Genau, diese Pensionsansprüche, das sind ja noch Multimillionen, bei VW werden das Milliarden sein. Das heißt, für dieses Geld müssen ja auch entsprechende Spartöpfe angelegt werden. Und das kostet ja auch. Wie viele Leute gibt es, die mal bei irgendeinem Energiekonzern gearbeitet haben oder bei einer tollen Autofirma wie VW? Und dann sagen wir, ich gehe jetzt in Rente, kriege aber noch so und so viel und dann kriege ich noch meine volle Betriebsrente und andere sagen, von der Betriebsrente, da kannst du dir schön Urlaub leisten und ich selber habe noch nicht mal so viel, wie die Betriebsrente ist, die du zusätzlich zur staatlichen Rente kriegst.

Eli

Weil du eben nur über Jahrzehnte Boni kassiert hast, weil das tariflich ausgehandelt gewesen ist und überdurchschnittlich hohe Gehälter gehabt hast. Okay, Uwe, ich muss dich unterbrechen, aber das ist perfekt in meine Falle gelaufen oder halt perfekt hast du mir die Vorlage geboten für mein anschließendes Argument. Angesichts von allem, was du jetzt also sagst über die Unternehmer, die in Deutschland so viel zu beachten haben, die in Deutschland so viel den Mitarbeiter wirklich halt in Vorschussleistung gehen müssen, um die teilweise sogar auch auszubilden, wenn da Leute reinkommen, die ungelernt wirklich gar nichts auf dem Kasten haben und vielleicht eine gesamte Karriere, ein ganzes Leben auf Kosten dieses Unternehmens aufbauen und nicht einfach nur für einen einzelnen Mitarbeiter, sondern wie wir aufgezeigt haben, wie der VW-Konzern wirklich deutschlandweite, regionweite Relevanz hat, diese Verantwortung eben zu tragen für die Wirtschaftlichkeit, für irgendwo ein Stück weit auch das Glück oder zumindest das Empfinden von Glück von Hunderttausenden von Menschen, die an diesem Tropf halt eben hängen, wenn es gut läuft. Muss ich sagen und jetzt kommen wir zu meiner Meinung, wenn es mal schlecht läuft und ja, es läuft gerade schlecht für VW. dann muss angesichts von allem, was VW geleistet hat, über Jahrzehnte, was du gerade beschrieben hast, Pensionsansprüche noch und nöcher, Milliarden, die auf Halde gelegt werden müssen, wie die Autos, die die nicht mehr verkauft kriegen, trotz dessen, dass die keine Autos mehr verkauft kriegen, um diese Mitarbeiter mitzutragen, nicht einfach nur während ihrer Tätigkeit, sondern lange nach deren Tätigkeit. muss ich sagen, als Unternehmer, der ja nicht mal einen einzigen Mitarbeiter sich leisten kann, aber sich in dieses Mindset versetzt, muss natürlich doch Raum sein für eine Art von Verständnis des Vorstands, der an dieser Stelle tun muss, wozu ein Vorstand gewählt ist. Nämlich nicht etwa an das individuelle Wohl eines Einzelnen, vielleicht sogar von 30.000 Mitarbeitern zu denken, sondern an das Überleben, Achtung, des Unternehmens zu denken. Die sind dort, damit von 120.000 in Deutschland 90.000 2025 immer noch einen Job haben. Es mag traurig sein, es mag ein Opfer sein, dass 30.000 ihren Job verlieren. Aber liebe Freunde, wenn das gleichermaßen bedeutet, die beschwören doch alle Solidarität. Wir halten alle zusammen, alle zwölf Werke machen gleichzeitig dicht. Wenn die diese Solidarität beschwören, dann müssten diejenigen, die jetzt auf der Streichungsliste stehen, doch verstehen, dass deren Opfer gleichzeitig bedeutet, dass 90.000 andere ihren Job behalten können. Und vielleicht sogar, das steht ja ebenfalls auf der Kehrseite der Medaille, daran denkt nur keiner. 30.000, 50.000, 60.000 neue Jobs entstehen im Ausland, wo es keinen grünen Märchenbuchautor gibt, der dir irgendwelche Träume von Wasserstoff verkauft und hybriden E-Autos und was weiß ich was für ein Schwachsinn, der sich nie wirtschaftlich tragen wird können, zumindest nicht, solange die Gesetze der Physik gelten. Und dass also diese Leute durch das Opfer von 30.000 Jobs, ja auch individuelle Personen, durch ihr eigenes Opfer, ich will gar nicht sagen die Pflicht haben, das zu akzeptieren, aber zumindest doch ein Grundverständnis aufbringen können oder sollten. dass der Vorstand natürlich auch mit diesem eingesparten Geld irgendetwas machen wird. In allererster Linie schon deshalb, weil das alles Opportunisten und Egoisten sind und weil die weiter pro Jahr 10 Millionen Euro sich in die eigene Brieftasche stecken wollen. Und dazu müssen sie Manager sein eines Unternehmens, das floriert, das an der Börse wertgeschätzt wird, das international respektiert wird, das Dividende ausschüttet und an alle Idioten da draußen in der zweiten Reihe, die sich fragen, warum die den Teufel tun werden, auch nur einen Cent der Dividende zu streichen, weil die Aktionäre, liebe Freunde, hier kommt gleich die Antwort hinterher, die wahren Eigentümer dieser Firma sind. Und an der Börse, das wird euch jeder sagen, der mit der Börse auch nur ansatzweise jemals etwas zu tun hatte, gilt, wie so oft im Leben, fake it till you make it. Dein Ruf, deine Reputation ist alles. Und wenn diese Dividende auch nur einen Cent, auch nur ein Prozent, auch um Gottes Willen zehn Prozent zurückgehen, dann ist das ein fast schon irreparabler Schaden, der eine Kaskade, eine Abwärtsspirale auslösen kann, von dem sich dieses Unternehmen aufgrund der psychologischen Folgeeffekte an der Börse nicht mehr erholen kann. Irgendwann muss der Vorstand, so verrückt das klingt, in unserer kapitalistischen, globalistischen Welt mehr daran denken, wie sie den Aktienkurs und damit den Ruf und natürlich auch irgendwo die Substanz der Firma erhalten, als zu denken, ob die jetzt einer Person, 1000 Personen oder auch 30.000 Personen den Job erhalten können. Ich würde sogar noch weiter gehen. Wenn dieser Vorstand, so links zwar sift, so widerwärtig rot-grün durchsetzt, wie er auch ist, weil die ja alle irgendwie mit Scholz Kaffee trinken gehen. Wenn die ihre Arbeit nicht ernst nehmen, als dass sie aufhören an das Unternehmen und anfangen, an die Mitarbeiter, die sogenannte Belegschaft, zu denken, dann wäre das für mich in einer kapitalistischen Dog-Eat-Dog-Welt, wo es wirklich nur heißt My Way or the Highway, nicht einfach nur das erste Anzeichen, das wäre Der absolute, unanfechtbare Beschluss, diese Person, diesen Vorstand zu nehmen und rauszukanten bis nach Nigeria. Weil diese Person hat nicht verstanden, was ein Chef tut, was ein Vorstandsmitglied macht und was es im Übrigen auch braucht, um bei einer Firma wie VW Vorstand zu werden. Meint ihr, da kommt ihr von der Straße? Lauft einfach rein ins Büro, zieht euch einen schicken Sport-Sacko rüber und seid auf einmal im Vorstand dieser Firma. Was glaubt ihr, wie vernetzt die sind? Was glaubt ihr, von welchen Elite-Internaten die alle kommen? Was glaubt ihr, mit wem die alle schon Kaffee getrunken haben, sich besoffen haben, wen die alles geschmiert haben, wie korrupt die durch und durch sind, um diese Machtleiter auch im besten Deutschland aller Zeiten so hochgeklettert zu sein, dass die quasi für diese Jobs, die die aus dem Chefsessel irgendwo in Peru machen könnten, Dass die dafür 10 Millionen, und das ist noch nichts, Freunde, was sind schon läppische 10 Millionen, im Jahr kassieren. Diese Leute haben nur einen Job und das ist nicht an den Mitarbeiter zu denken, egal ob er Besoldungsstufe 1 oder 20 bekommt. Deren einziger Job ist zu denken, wie erhalte ich den Wert des Unternehmens. Und da kann man sich darüber unterhalten, ob das in Ordnung so ist oder nicht, dass wir im Kapitalismus auf diese Art und Weise börsennotierte Unternehmen hochhalten müssen. Aber das ist eine separate Diskussion, ob der Kapitalismus einem Sozialismus vorzuziehen ist oder umgekehrt. Aber in dieser Welt, der globalisierten Welt, in der wir leben, in der ihr bei Amazon bestellen können wollt, in der Uwe für sein Auto 30% weniger zahlt, wenn er das aus Polen importiert, obwohl es in Deutschland gefertigt worden ist und in Deutschland für 30% mehr verkauft wird. In dieser Welt, in der wir nun mal leben und für die wir keine Alternative haben. Ja, da gelten globalistische, da gelten kapitalistische Regeln und kommt mir nicht von wegen, das müssten wir jetzt aber ändern. Lasst uns erstmal in dieser kapitalistischen Welt die Probleme lösen, die wir eindeutig lösen können und den Kapitalismus erhalten und danach, wenn wir diese Luxusprobleme gelöst haben, uns Gedanken darüber machen, ob wir da irgendetwas noch vielleicht verschönern, vielleicht sogar revolutionieren, evolutionieren, in irgendeiner Form verändern können. Und die Möglichkeiten sind da, das zu verändern. Es ist mitnichten so, dass VW jetzt schon tot, angeschlagen, angeschossen oder was auch immer ist. Meine Meinung teile ich mit vielen anderen Kritikern, die da sagen, das ist absolut notwendig, dass diese Firma jetzt sich mal deswegen einen Arm amputiert, um halt stärker daraus hervorzugehen. Weil im Unterschied zu einem menschlichen Körper kann das ja bedeuten, dass denen an dieser einen Stelle, wo der Arm abgeschnitten worden ist, die 30.000 Mitarbeiter, 60.000 Mitarbeiter im Ausland ja folgen werden. Dass dieses Unternehmen darüber gesundet, dass dieses Unternehmen eine Wirtschaftsleistung weiterhin bringt, mit allem, was Uwe heute auferzählt hat, das ja dann wiederum gilt für die 60.000 Mitarbeiter, die vielleicht noch kommen könnten. vielleicht sogar schon eingeplant sind und einfach nur ausgetauscht werden sollen. Man kann sich ja auch zum Beispiel fragen, okay, wessen Job, in Anführungszeichen, ist moralisch gesprochen mehr wert? Der eines ohnehin schon über Jahrzehnte aufgepemperten Deutschen mit seinen Gewerkschaften, und hast du nicht gehört, der hier über Tarif übergebührlich bezahlt wird mit bis zu 250.000 Euro im Jahr? Oder aber vielleicht dann halt eben eines Mitarbeiters in Mexiko. Von drei oder fünf Mitarbeitern in Mexiko, die mit nur einem Fünftel sich ähnlich gut versorgt fühlen, wie der Deutsche mit dem fünffachen Wert davon. Habt ihr schon mal daran gedacht? Ihr alle da draußen, die ihr da sagt, um Gottes Willen, wir müssen um jeden Job, um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Also ich will mich hier nicht in Rage reden. Aber eine Sache noch, und da platzt mir wirklich die Hutschnur, ist ja natürlich, dass fairerweise, auch wenn das jetzt so klingt, als wenn ich jetzt VW sehr stark in Schutz nehme, ich auch sagen muss, dass die natürlich den Arsch offen haben von hier bis nach Peru. Was die sich geleistet haben, wohlwissentlich, dass das alles nur irgendwelche feuchten Träume von Habeck sind, das geht auf keine Kuhhaut. Und es steht denen zu Gesicht, dass denen mal jetzt der Arsch aufgerissen wird von München bis nach Hamburg. Warum? Ja schon allein wegen diesen Headlines, liebe Freunde. Was sind das für widerwärtige Fatzken? Exklusiv Umfrage. Als die AfD angefangen hat, Ende 2023 vor diesem Korrektivskandal an Popularität zu gewinnen, wen haben sie denn verurteilt? Die politische Opposition. Warum? Weil sie mit der nicht im Bett sind. 15.11.2023, Kontext für euch, die AfD steht bei 23,5% bundesweit. Kommt VW daher, dieser durchsetzte, korrupte Haufen, den ich gerade beschrieben habe, die natürlich mit SPD, Kanzler Scholz Kaffee trinken und drei Runden machen, kommen die raus mit der exklusiven Meldung, mit der rechtspopulistischen AfD möchte Volkswagen nichts zu tun haben. Der Autobauer positioniert sich klar gegen Partei. Im Übrigen auch... gegen seine eigenen Mitarbeiter, die zunehmend immer stabiler werden und natürlich auch die 120.000 Menschen dort bei VW, vermutlich auch 25% von denen inzwischen sagen, du, hör ich mal, die politische Opposition hat angesichts der Lage in Deutschland vielleicht doch die eine oder andere gute Idee. Also an dieser Stelle, bei aller Liebe, Verständnis und der Solidarität mit den Unternehmern und dass die missverstanden werden von der armen Hausfrau da draußen in Deutschland. Liebe VW-Blumes und wie ihr alle heißt, ihr Top-Manager da draußen, ich gönne euch jede Million, die ihr da verdient oder anderweitig kapitalistisch gerissen habt. Aber kommt mir bitte nicht mit von wegen, das sind die armen Opfer, 63% Gewinneinbuße, wir haben es nicht kommen sehen. Ihr könnt auch gerne mal ein, zwei Jahre komplett aussetzen. Nur Verluste haben, dass der Gewinn auf minus 100% gegangen ist, minus 300%. Ich würde es euch gönnen. Und dann zeigt mal bitte schön, was ihr wert seid. Wenn ihr 10 Millionen im Jahr wert seid, wenn ihr eine Firma so gut führen könnt, dass ihr sagt, ihr kriegt das hin, in Deutschland das gegen die Wand zu fahren und in Mexiko da wieder aufzubauen, ja dann nehmt euch dann, wenn ihr es gemacht habt, 20 Millionen aus dem Topf. Gut und gerne, wenn das Unternehmen wieder läuft und brummt und alles wieder läuft wie geschmiert. Gerne, dann habt ihr es echt unter Beweis gestellt. Aber bis dahin, zeichnet euch bitte nicht als die Unschuldsengel, die nichts haben kommen sehen und verdient euch jetzt bitte schön eure 10 Millionen, wenn ihr sie wirklich über die nächsten Jahre haben wollt. Uwe, damit setze ich einen Punkt. Dein abschließendes Statement.

Gast

Ja, also...

Uwe

Ich habe jetzt zu deinen Ausführungen in gewisser Weise schon auch noch was zu sagen. Also natürlich ist ein Vorstand nicht in der Position zu sagen, ich wusste von nichts, sondern er hat alles zu wissen. Und wenn er es nicht weiß, dann hat er die Verantwortung dafür zu tragen. Es ist seine Stellenbeschreibung, alles zu wissen und alles zu tun. Was, und da stimme ich dir zu, was für das Unternehmen gut ist. Und da möchte ich einen Schritt weiter gehen, die 30.000 Mitarbeiter. Die sind vielleicht ein Viertel von den 120.000, die in Deutschland sind oder was auch immer das sein soll. Aber VW ist ein Weltkonzern, der hat 670.000 Mitarbeiter. Das heißt, 30.000 Mitarbeiter sind man gerade 5%. Und jetzt mal ganz ehrlich gesagt, wer im Leben kümmert sich einen Scheiß darum, wenn er mal 5% mehr oder weniger hat? Niemand macht das. Ja!

Eli

Bravo, das denken die Leute ja auch nicht mit. Die haben Verantwortung für 670.000 Menschen und da kommen irgendwelche 30 popeligen Typen daher, die euch jetzt wichtig sind, weil sie eure Nachbarn sind. Aber was ist, wenn die Verweigerung, die Realität zu akzeptieren von diesen 30.000, die jetzt sich anmaßen, Werke zu besetzen, die die nicht bezahlt haben, die die nicht entworfen haben. Wo die wie die blöden Roboter, von denen sie bald ersetzt werden, als im Prinzip Fließbandarbeiter einfach nur an selbigem Fließband stehen. Und dann kommen die daher mit ihrem Egoismus und sagen jetzt, auch wenn sie eventuell die Arbeitsplätze von 670.000 Menschen weltweit gefährden, stellen die sich hin und verlangen in einer Zeit der Krise von ihrem Unternehmer zusätzliches Geld. Ja, wie egoistisch ist das denn, Frau Cavallo?

Uwe

Und guck mal, ich habe ja vorhin von der KI-generierten Tabelle kam ich ja auf, ich weiß nicht, was war das da, 31 Milliarden Euro oder so. Oder 37 Milliarden, das ist jetzt auch nicht so wichtig. 31 waren es.

Eli

Ja, 31.

Uwe

31 Milliarden. Aber wichtig ist die Zahl, die unten drunter steht. Ich sage jetzt mal aufgerundet, eine Million Euro pro Mitarbeiter. Wir haben ja vorhin in der anderen Liste gesehen, dass der einzelne Mitarbeiter einen Umsatz von ungefähr 400.000 Euro pro Jahr macht. Das heißt, eine Million Verluste, die langfristig als Gesamtschaden auftritt, entspricht also ungefähr zweieinhalb Jahren, ich sage mal, Umsatzverlust. Das heißt also, selbst wenn wir nicht genau kontrollieren können, wir können es überhaupt nicht kontrollieren, wie die KI genau zu ihren Daten kommt, weil es ja eine Blackbox ist, so ist aber die Größenordnung, die rauskommt, nach meiner Meinung durchaus plausibel. Also eine Million ist zweieinhalb Arbeitsjahre sozusagen. Das heißt, wenn Sie jetzt also die 30.000 Leute freisetzen, hat quasi der Konzern entsprechend einen zeitlichen Verlust von zweieinhalb Jahren. Das ist natürlich im weltlichen Wettbewerb, im globalen Wettbewerb eine lange Zeit, aber es ist keine Zeit, die jetzt so schlimm ist, dass man unbedingt pleite gehen müsste. Das heißt, wenn wir also eben die Größe des Konzerns betrachten und seine weltweite Verantwortung nicht nur gegenüber deutschen Mitarbeitern, dann muss man sagen, reden wir hier, so wie damals, ja, dieser Spruch bei der Deutschen Bank, ja, von Peanuts. Wir reden von einer Größenordnung, die unheimlich aufgebauscht wird, die unheimlich emotionalisiert wird, weil eben 30.000 Leute davon vielleicht betroffen sind. Aber aus Konzernsicht, wenn man sich in diese Position hineinbegibt, reden wir von überschaubaren Größenordnungen. Kein Grund zur Aufregung.

Eli

Ja, kein Grund zur Aufregung. Und stattdessen rufen sie jetzt auf zu Streiks, zu Werksbesetzungen, zu Solidarität auf nationaler Ebene und zu Verständnis und zu diesem Klassenkampf, der jetzt vermutlich also bedient wird. Es ist ganz schön heftig, das muss ich ganz ehrlich sagen. Und wir stehen gerade erst am Anfang und lieber Uwe, du hast ja auch gesagt, historisch gesehen, hat es so eine renommierte Firma mit so vielen Mitarbeitern, die in so einen offenen Gewerkschaftskampf geht, in Deutschland, zumindest in der jüngeren Geschichte, noch nicht gegeben. Das bedeutet, das ist natürlich eine neue Dimension und spannend ist daran natürlich, dass das erst der Anfang sein wird, weil Deutschlands komplette Wirtschaft sich in einer Abwärtsspirale befindet. Aber auch das meiner Meinung nach eben eine sehr notwendige Erkenntnis, von der ich sage, wenn es Volkswagen und in Anführungszeichen den Volkstod von 30.000 Mitarbeitern braucht, dass die Leute das langsam aber sicher mal kapieren, dass man halt eben mit SPD und grünen Methoden nicht weiterkommt. dann wird es auch das wert gewesen sein, wenn was auch immer als nächstes kommt, etwas realitätsbasierter ist, etwas wahrheitsbasierter ist und eventuell auch in dem Raum lässt für eine Wirtschaft, die nicht einfach nur auf grüner Ideologie basiert. In diesem Sinne, Uwe, vielen herzlichen Dank.

Uwe

Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Mitarbeiter zahlen den Preis der Arbeitslosigkeit - oder - endlich die überfällige Umstrukturierung?“, Die Welt Klar Sehen, 31.10.2024.

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Uwe Loose und Eli diskutieren die VW-Krise: drohende Werksschließungen, bis zu 30.000 gefährdete Arbeitsplätze und die Frage, ob Massenentlassungen kurzfristig ein soziales Drama, langfristig aber eine überfällige Marktbereinigung sind.

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