ÖRR ZDF - Musterbeispiel für Framing & Propaganda01.03.2025
Abschrift
Abschrift des Videos vom 01.03.2025193 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Eli
Wir schauen uns gleich an, werte Zuschauer, ein Porträt vom ZDF und nicht nur ein Porträt vom ZDF, sondern auch eine Demontage, die sich dann nennt, Interview vom ARD über und mit Frau Alice Weidel. Und lieber Uwe, du bist uns im Hintergrund schon wieder zugeschaltet, nachdem wir dich vorhin natürlich gerade noch in der öffentlichen Sendung hatten als Analyst. Erinnere ich mich falsch? Haben wir sowas schon mal gemacht oder ist das tatsächlich die Premiere, von der ich gerade oder an die ich gerade denke? So ein Format zwischen uns beiden.
Uwe
Wir haben das mal gemacht, als wir was von Langemann besprochen hatten.
Eli
Langemann, der Anwalt mit Füll mich. Ja, ja, okay.
Uwe
Gut, aber das war... Langemann, der Journalist.
Eli
Richtig, der Journalist, genau. Es war kein Anwalt. Ja, du hast absolut recht. Stimmt, da haben wir uns tatsächlich mal zusammen eine Folge von etwas angeguckt. Aber dieses Mal wird es schöner, doppelt hält besser und vor allen Dingen sind wir alle beide besser aus... Wie machen wir das? Wir sind die einzigen beiden, die noch besser aussehen werden und die offensichtlich nicht zu alt anscheinend sind. Ich wünschte, es wäre nicht so. Weiser werden wir auf jeden Fall. Und vor allen Dingen wollen wir jetzt auch bitte zum Thema kommen. Denn, lieber Uwe, es geht heute um Frau Weidel. Manch einer hält sie für die große Heilsbringerin. Manch einer denkt, sie wird Deutschland bezeichnen. verenden, wie Baerbock Europa verenden wollte. Auf jeden Fall, sobald das Formalidade der Banner da wegfliegt, steht eines fest, sie ist kontrovers debattiert und für die einen ist sie entweder Idol oder aber Hassfigur. Für mich ist Mr. Roof auf YouTube mit 5,99€ Superchat ein Idol. Du hast jetzt wahrscheinlich gerade die Alerts, also diese Einblendungen aufgeweckt. Es braucht immer einen Ersten, der das macht. Da geht das manchmal noch unter, aber ich habe es aus dem Augenblick gesehen. Danke dir für diese Unterstützung. Lieb von dir, dass du an mich denkst. Zurück also zum Thema und unser Thema soll also heute sein Frau Weidel. Und Frau Weidel hat sich doppelt in die Höhle des Löwen gewagt. Nicht nur In die Hände des ZDFs, mit denen sie also einen Film hat drehen lassen, zwar nicht, aber hat über sich ergehen lassen müssen. Ein Film von einem David Gebhardt, müsste den Gebhardt, also fast wieder Gebhardt, aber mit einem B und einem H. Wie dem auch sei, wir werden nachher mal gucken, ob dieser Film etwas taugt. Im Vorfeld wurde über diesen Film bereits gesagt, Frau Weidel soll frustriert und wütend die Dreharbeiten abgebrochen haben, weil die da indiskret geworden sind. Das hat etwas mit der Indiskretion von Jauch von Sonntag zu tun. Und wir fangen aber an, nicht mit diesem Film, sondern mit einem anderen Highlight, denn Frau Weidel hatte doppelten Grund zur Unfreude, wie auch immer man das benennen möchte, wenn man eben im öffentlich-unrechtlichen hingerichtet werden soll medial. Denn sie war in einem Format, von dem ich noch nie gehört habe. Uwe, hast du das jemals irgendwie gesehen? Du guckst ja mehr fern als ich mit Heidi. Das heißt Farbe bekennen. Kennst du diesen Moderator? Kennst du dieses Format?
Uwe
Ja, ich muss dazu gestehen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk gucke ich auch fast nie, weil das ist mir einfach zu ätzend. Also das Einzige, was ich mir angucke, sind bestenfalls irgendwelche Urlaubs- und Fremdländer-Videos, solche Geschichten nach dem Motto, wie sieht es in anderen Ländern aus. Aber so die typischen Interview-Geschichten gucke ich mir im ARD und ZDF schon seit Jahren denn nicht mehr an, weil jedes Mal, wenn ich reingucke, da dreht sich mir so ein bisschen der Magen um.
Eli
Ja, ich muss ganz kurz noch auch eine weitere Einstellung machen, damit das alles hier auch noch besser klingt für euch gleich. Uwe wird noch keinen Unterschied feststellen, ihr auch noch nicht, weil ich gerade ins Mikrofon rede, das war der opportune Moment, aber bevor wir anfangen hier Sachen einzuspielen, wollte ich das gemacht haben. Check, check, Uwe, du hörst mich weiterhin?
Gast
Ich höre dich, ja.
Eli
Du hörst mich, alles klar, gut. Und wenn ich was einspiele, hörst du das?
Gast
Mit Ihnen herzlich willkommen zu diesem Feuerbekenntnis.
Eli
Ja, gut, alles klar, gut. Siehst du, liebe Freunde, das hat einfach damit zu tun, dass ich mein Setup immer auf 180 unterschiedliche Arten und Weisen manipulieren und irgendwie vorbereiten muss, wenn ich halt eben gleichzeitig eine zensierte und eine unzensierte Fassung streamen muss. Gut, jetzt haben wir das aber überstanden und mir ist es gerade noch aufgefallen, dass der Uwe das sonst nicht gehört hätte, wenn wir jetzt ein Video eingespielt haben, aber da er bestätigt hat, dass es klappt, können wir uns in dieses Abenteuer stürzen. Du sagst also, wenn ich dich richtig verstanden habe, du kennst den Mann nicht, du kannst dich für seine Glaubwürdigkeit nicht verbürgen, du guckst grundsätzlich wenig fern und deshalb bist du mir grundsympathisch. Nichtsdestotrotz... Gehen wir dieses Wagnis jetzt also zusammen ein? Vollkommen aufs Glatteis. Ich frage mal den Chat, Uwe, bevor wir loslegen. Farbe bekennen mit diesem Moderator. Liebe Freunde im Chat, wir sind ja jetzt nicht mehr ganz alleine hier. 133 warten schon darauf, dass wir endlich zu Potte kommen. Kennt irgendeiner von euch, Stichwort Schwarmintelligenz, diesen Mann? Wer ist dieser Moderator? Markus Preiss soll er wo heißen? Ist er stabil? Hat sich Frau Weidel hier... In die Höhle des Löwen begeben, ist das eine Katastrophe, worauf stellen wir uns eigentlich ein? Es geht die nächsten 15 Minuten jetzt. Soll ich das lieber nicht abspielen? Kennt den irgendeiner? Irgendeine Reaktion aus dem Chat. Ich gönne dem Öffentlich-Rechtlichen nicht einen Klick. Reicht aus, wenn Eli das macht. Marina Rattensauber-Recht redet über Oberhausen in Nordrhein-Westfalen. Ich weiß weder, wo das eine noch wo das andere liegt. Nein, sagt Sunflow und ich weiß nicht, was er damit meint. Daniel Hofmann sagt weg, kann weg, afuera. Birkenlund sagt, nö, kenne ich nicht, bei Birkenlund muss ich immer an die Hauslatschen denken, Eike sagt, kennt keiner, Ursula sagt, nie gesehen, Skinner sagt, Systemlink, Jens Werner, Mensch, jetzt schreibt ihr aber alle, da seht ihr mal, seht ihr, wie viele Leute schon in den Community-Streams drin sind, es geht nämlich langsam vorwärts. 140 Leute, die gerade reinschauen, Uwe, weil du ja immer wieder fragst. Unser neuerlicher Rekord war ja auch mit Frau Weidel nach dem letzten Sonntag. 245 hatten wir da. Das gilt es heute zu schlagen. Also, los geht's, damit wir da auch ankommen. Ich weiß nicht, was uns erwartet. Uwe weiß nicht, was uns erwartet. Und wir machen es trotzdem. Los geht's. Farber bekennen mit Markus Preiß aus dem Hauptstadtstudio und natürlich mit Frau Alice Weidel unmittelbar von gestern.
Gast
Die Botschaften sind knallig. Die Wirtschaft geht den Bach runter. In der Schule lernen die Kinder nur noch Gendersprache. Windmühlen verschandeln die Landschaft. Und überhaupt regiert werdet Deutschland, Zitat, von Idioten. Keine Partei beschreibt die Lage unseres Landes so drastisch und scharf wie die AfD. Heute Abend aber wollen wir weg von der Problembeschreibung und sehen, ob die AfD-Kanzlerkandidatin eine Vorstellung hat, wie genau und konkret sie denn die Probleme lösen würde. Willkommen zum Farbe bekennen, willkommen Alice Weidel.
Eli
Halle, Herr Preiß. Uwe, Uwe, ich muss es an dieser Stelle einfach mal sagen. Es ist spannend, dass dieses Format Farbe beginnen heißt, nachdem wir bereits schon bei der gestrigen Sendung, wie hieß die da, Wahlarena, hast du nicht gehört, ich verscheiße euch alle im Publikum, nichts haben sehen können. Die Publikumsteilnehmer sind im Dunkeln verschwunden, man hatte keine Spotlight, man hat die gar nicht gesehen. Und hier sitzt Frau Weidel in einem dunklen Sakko vor einer dunklen Wand, man sieht quasi nur den Kopf. der rausleuchtet, die haben 9 Milliarden Euro, irgendetwas sich auszudenken, die nennen das Format Farbe bekennen und dann suchst du da irgendwie, ist ein Suchbild, wo es war.
Uwe
Und vor allen Dingen dann noch ein Hintergrund, der die Aufmerksamkeit zerstreut, diese ganzen Lichtpunkte.
Eli
Das ist unfassbar. Ich hoffe, das fängt jetzt nicht auch noch an zu blinken. Ich habe das Gefühl, visuell ist es jedes Mal eine Messlatte nach unten, die die da reißen im öffentlich-rechtlichen Schundfunk. Und es liegt nicht daran, dass die keine Kohle hätten. Das ist das Schlimme. Okay, los geht's. Also Frau Weidel sieht schon mal gut aus. Also muss man sagen, nichtsdestotrotz, Make-up sitzt, Haare sitzen, lässt sich da authentisch drauf ein. Aber sie ist ein bisschen im Traueroutfit, schwarz in schwarz. Black Widow, aber sie ist ja gar keine Witwe. Los geht's.
Gast
Schön, guten Abend. Frau Weidel, Sie bekommen in den letzten Wochen des Wahlkampfs überraschend viel Unterstützung von der neuen amerikanischen Regierung. Elon Musk tritt bei AfD-Wahlkampfveranstaltungen auf J.D. Vance, empfängt sie in München. Warum ist Ihr Erfolg im Interesse der neuen amerikanischen Regierung? Ich glaube, dass wir einem Paradigmenwechsel unterliegen. Und JD Vance hat ja eine viel beachtete Rede gehalten am Freitag. Und ich finde, es hat mich daran erinnert, als 1989 Gorbatschow nach Ost-Berlin gegangen ist und dort gesagt hat zu dem DDR-Regime, passen Sie auf, dass Sie nicht zu spät sind, denn wer zu spät ist, dem bestraft das Leben. Es ist ein Paradigmenwechsel und ich glaube, es ist eine Art Aufweckruf, ein Weckruf gewesen, dass man sich doch bitte neu ordnet hier in Europa und vor allen Dingen auch wir Deutsche, dass wir uns zusammenreißen und keine Brandmauern einziehen. Jetzt sind die amerikanischen, die amerikanische Regierung Donald Trump nicht bekannt als Aktivisten irgendwo in anderen Ländern die Meinungsfreiheit zu promoten, sondern die haben klare Interesse. Make America Great Again. Inwiefern können Sie denen dabei helfen? Ich glaube, jede Regierung in jedem Land sollte die nationalen eigenen Interessen zuvorderst vertreten. Aber wie tun das die Amerikaner, indem sie sagen, wählt in Deutschland die AfD? Hinter der amerikanischen Regierung, wir haben es bei der Amtseinführung gesehen, sitzen zum Beispiel die Chefs der sozialen Netzwerke. Die sagen Meinungsfreiheit, meinen aber häufig auch freie Fahrt für das Milliardengeschäft, auch in Europa. Sind Sie deren Unterstützer jetzt?
Eli
Das Geile ist, wenn er eine Frage stellt und noch fünf Sekunden unterbricht, damit sie die Frage nicht beantworten kann.
Gast
Ja, das sagen Sie. Ich frage Sie. Ja, aber ich sehe das anders. Ich finde es sehr gut, dass Elon Musk die Meinungsfreiheit hochhält über sein Account X. Und das ist ihm wichtig. Und mir ist auch die Meinungsfreiheit in Deutschland wichtig. Und ich sehe sie auch gefährdet. Menschen, mit denen ich zu tun habe, also meine Wählerschaft, unsere Wählerschaft, wissen Sie, ich repräsentiere unsere Wähler ja nur, die haben alle Scheren in den Köpfen und sie trauen sich nicht mehr das zu sagen, was sie wirklich denken, weil sie denken, dann am nächsten Morgen klopft die Staatsanwaltschaft an und sie haben eine Hausdurchsuchung. Also es sind, bitte, was wollen Sie sagen? Gucken. Kurze Frage noch mal, weil wir auch weiter wollen bei dem Thema. Aber zum Thema Meinungsfreiheit in den USA. Donald Trump hat ja auch eine spezielle Form davon. Sagen Sie noch Golf von Mexiko oder schon Golf von Amerika? Das ist nicht unsere Angelegenheit, das ist die Angelegenheit der USA. Ich mache hier Wahlkampf für die Interessen unseres Landes. Und ich möchte, dass dieses Land wieder nach vorne kommt, dass es reich wird, dass es wohlhabend ist und dass sie vor allen Dingen eine sichere Energieversorgung haben. Und dass die Menschen wieder eine sehr gute Versorgung haben und Geld verdienen und die Sicherheit in unserem Land gewährleisten. Ich interessiere mich momentan wirklich für nichts anderes. Ich möchte, dass dieses Land wieder nach vorne kommt. beiden Themen kommen wir gleich.
Uwe
Das ist eine gute Argumentation, weil natürlich versucht man sie dann immer mit den anderen Politikern in Verbindung zu bringen. Nach dem Motto, wenn sie jetzt unterstützt, was der Trump macht, dann ist sie eine Trumpistin. Nach dem Motto, sind Sie jetzt ein Diener des America First. Aber hier sagt sie klipp und klar, ich bin Deutscher, mich interessiert Deutschland, das wohl unseres Deutschland, also Germany First. Und was Herr Trump in seinem Land macht, ist sein Ding, das geht mich nichts an. Das heißt, das ist eine sehr clevere Art und Weise, sich nicht auf einen Schauplatz ziehen zu lassen, wo sie keine Chance hat, sich zu beweisen. Weil dann müsste sie... in einen theoretischen Diskurs gehen mit dem Moderator, der hat die Meinung, sie hat die Meinung und das führt zu gar nichts. Das heißt, das kommt beim Publikum nur als Schwäche an. Während sie so sagt, interessiert mich nicht, ich bin hier in Deutschland, mich interessieren nur deutsche Probleme, ist das Thema erledigt.
Eli
Was ich nichtsdestotrotz spannend finde, ist, sie wird also gleich reduziert, angefeindet, sie könnte eine Trumpistin sein, weil sie dem amerikanischen Präsidenten Trump nach dem Mund redet. Aber über vier Jahre war das natürlich kein Bidenismus oder was auch immer, wenn Olaf Scholz sich krumm rübergebeugt hat, um alles zu tun und noch mit der Zunge zu hecheln, wenn Biden irgendwas gefordert hat. Da hat keiner gefragt, sind sie eventuell Amerika-hörig. Wenn der ihnen ankündigt und verkündet, dass er vorhat, ihre Infrastruktur zu sprengen und sie einfach nur wie ein Schuljunge daneben stehen und sich nicht mal da trauen, mal irgendwie mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Das war kein Bidenismus. Aber Trumpismus, das ist natürlich dann das große Problem. Also die Scheinheiligkeit, die trieft natürlich aus allen Ohren und Poren. Aber fairerweise muss man auch hier an dieser Stelle sagen, es gab schon einen kleinen ersten skurrilen Moment. Das habe ich auch noch nie erlebt, dass der Gast... Fast hätte ich gegendert. Du hast mich fast angesteckt, Uwe. Du mit deinem Fragen-Den vor ein paar Tagen da. Wie dem auch sei, dass also der Gast, Frau Weidel, gesagt hat, ja bitte, Herr Moderator, was wollen Sie fragen? Das finde ich, muss ich ganz ehrlich sagen, die Blöße hätte sich nicht geben müssen. Wenn du redest, dann redest du über den Moderator drüber. Wenn der so blöd ist, dich reden zu lassen und sein Sendekonzept dann den Bach runter geht, dann ist das sein Problem. Du kriegst die Plattform, du redest so lange, bis der andere Stopp sagt. Also da war sie sogar ein bisschen zu zuvorkommend. Ich hätte da einfach weitergequatscht. Gut, Stichwort weiterquatschen. Wir lassen sie mal weiterreden.
Gast
Donald Trump spricht jetzt mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine. Es gab heute erste Verhandlungen in Saudi-Arabien. Und Donald Trump hat die Europäer schon vorab per Fragebogen gefragt, wer schickt denn Friedenstruppen. Sie als Kanzlerin, würden Sie die Bundeswehr dann in die Ukraine schicken? Ich glaube, dass die Bundeswehr überhaupt gar nicht beteiligt sein sollte in dem Ukraine-Krieg. Trump fragt uns danach. Ja, das ist erstmal vornehmlich, kann er das fragen. Wir werden die Frage später beantworten. Grundsätzlich ist es sehr gut, dass Trump als einziger überhaupt Friedensverhandlungen gefordert hat. Ernsthaft. Und eigentlich fordert er genau das, was wir als AfD seit drei Jahren fordern. Nämlich ein Waffenstillstand und Friedensverhandlungen. Dieser Krieg in der Ukraine ist völlig unnötig. Und er entspricht auch nicht unseren... Und er entspricht dann den Frieden dort auch sichern. Das ist die Aufgabe, die auf eine Bundeskanzlerin zukehren. Und der Ukraine-Krieg, ja genau, aber ich hätte mich ganz anders verhalten als Bundeskanzlerin. Aber das können Sie jetzt nicht mehr. Jetzt ist ja das die Lage. Der Punkt ist ja, wir reden ja über Probleme. Das ist ja nicht nur der Ukraine-Krieg und die Entsendung deutscher Truppen. Das ist es ja gar nicht mal. Alle Probleme, die wir hier besprechen, die heute in Deutschland vorhanden sind, haben die Ursachen in allen anderen Parteien in der Regierung. CDU, SPD und Grün, die haben diese Probleme.
Eli
Was sie clever macht, sie kann das auch ganz abstrakt sagen. Das ist ja im Prinzip so ein Schlag-mich-tot-Argument, dass sie auf jede Frage beantworten kann. Sie ist gerade gefragt worden, ob sie deutsche Truppen in die Ukraine schicken würde, um das dort zu befrieden. Im Prinzip hat sie da eine sehr klare Position. Aber das ist so eine rhetorische Frage, als wenn der Moderator das nicht wüsste, wie die AfD sich dazu positioniert. Die einzige ernstzunehmende Friedenspartei neben den Linken und dem BSW. Ich habe ja betont.
Uwe
Und vor allen Dingen ist es doch so, dass ja niemand glaubt, dass die AfD überhaupt jetzt eine Kanzlerin stellen würde. Das heißt, das ist eine hypothetische Frage. Was würden Sie machen, wenn Sie Kanzlerin sind? Das heißt, noch cleverer wäre gewesen, glauben Sie denn im Ernst, dass ich Kanzlerin werden werde? Ja, stimmt. Das heißt, sie lässt sich ja auf sein Spiel ein, anstatt ihm gleich den Kopf abzuschlagen, zu sagen, sie reden noch absoluten Unfug, sie glauben noch selber nicht, dass ich Kanzlerin werde. Ich glaube es zwar, aber sie glauben es doch nicht. Also was soll diese Frage?
Eli
Ich weiß natürlich nicht den weiteren Gesprächsverlauf, ich habe es noch gar nicht geguckt, aber eine Sache muss man schon festhalten. Frau Weidel ist halt gut, aber sie ist keine Killerin. Sie sagt ja auch von sich selbst, sie hat das mal in einem Interview gesagt und mich hat gewundert, dass sie das überhaupt als eine ihrer Schwächen zugegeben hat. Sie hat gesagt, sie ist ja ansonsten eigentlich so ein Sensibelchen. Die Leute machen ja aus ihr ja dieses Idol, diese Figur, diese Powerfrau, die ja überhaupt nie emotional reagiert, nie sensitiv sein kann und überhaupt gefühllos angeblich als Eiskönigin verschrien wird. Aber sie ist eigentlich eine normale Frau, also im Sinne von mit allen Stärken und Schwächen, die dann halt eben daherkommen. Und sie ist keine geborene Natural Born Killer, sondern sie ist halt, sie kann immer mal wieder einen raushauen, wenn sie provoziert wird natürlich. Aber es ist auch nicht so, als wenn sie die Konfrontation sucht. Sie weiß vielleicht ganz gut zu parieren, aber meistens ist ja auch das Ding, ne, Angriff ist die beste Verteidigung. Und sie ist keine Angreiferin. Und das fällt ihr manchmal auf die Füße.
Uwe
dass man eben nett zu seinen Menschen sein soll und dass man auch seinen Feinden vergeben soll. Das heißt, wenn man das als junger Mensch internalisiert und für sich als richtig erkennt, dann kann man auch als Erwachsener eben nicht dieser harte Krieger sein, sondern lernt man zwar, sich einen Schutzpanzer zuzulegen und zu parieren, aber man ist nicht der Killerangreifer, der andere in den Sumpfgrund und Boden vernichten will. Das ist man nicht. Und das merkt man ihr eben an, dass sie eine ladylike Art und Weise hat, mit solchen Problemen umzugehen und dass sie die Chancen, wo sie jemand platt machen könnte, eigentlich selten nutzt.
Eli
Ja, also ich sage auch mal so, zwischen uns beiden, Uwe, du hast in letzter Zeit auch Dinge rausgehauen, da habe ich gedacht, oh, das ist Uwe 2.0, wo du manchmal halt, also gut, das ist jetzt nicht auf meinem Niveau, aber für dich sehr scharfzüngig Dinge kommentiert hast, notwendigerweise. Worauf ich hinaus möchte, ist, in der Vergangenheit hättest du ein Blatt vor den Mund genommen. Ich weiß nicht, ob es der Wahlkampf ist, der das bei dir rauskitzelt oder was, aber ich hole dich manchmal dazu nach anderthalb Stunden Sendung und du kommst hier rein und ballerst erstmal einen raus. Wo ich mir denke, wow. Aber was ich sagen möchte, ist, das ist halt so diese männliche Art und das hat sie nie. Dass sie mal wirklich aus so einer Powerpose direkt in ein Gespräch reingeht nach dem Motto, du legst dich besser gar nicht mit mir an. Was hast du auf deinem Kärtchen da stehen? Du pass mal auf, dass du ja nichts Falsches sagst, sonst fliegen dir diese Kärtchen... Konfetti-Style um die Ohren. Sie ist halt immer, wie du gesagt hast, vornehm, höflich, ladylike. Und ich sag mal so, Chrupalla hat uns bei Hard Aber Fair 360 gezeigt, dass es auch anders geht. Und sie ist halt nicht Chrupalla. Das muss man auch lassen.
Uwe
Nein, nein, sie ist einfach da viel weicher. Ich finde, das passt eigentlich ganz gut für eine Frau, dass sie sich nicht zu maskulin wirkt, sondern eben doch sich einen femininen Touch beibehält. Und im Grunde genommen durch ihre Eleganz, das dann abzubiegen und sei es eben dann einen indirekten Konter zu machen, das dann doch souverän zu meistern. Aber sie könnte es natürlich auch härter angehen. Und zu der anderen Frage, Ja, Edi, wir kennen uns ja erst seit 2020. Hättest du mich mal kennengelernt, als ich jung war, dann würdest du dich wundern, wie zahm ich heute bin.
Eli
Was nicht ist, kann auch werden. Vielleicht kitzle ich das bei dir noch raus. Wir haben ja noch viele, viele hoffentlich gute Jahre vor uns. Los geht's, weiter im Text.
Gast
Probleme verursacht. Ein zentrales Thema Ihres Wahlkampfs ist der Stopp illegaler Migration. Sie haben kürzlich gesagt, von Tag 1 an wären die Grenzen geschlossen. Würden Sie dafür einen Zaun bauen? Wie bitte? Würden Sie dafür einen Zaun bauen? Wenn es nötig ist, natürlich. Wir brauchen sichere Grenzen und wir werden die illegale Migration stoppen. Und das wäre eigentlich auch Aufgabe einer jeden Regierung gewesen, die eigene Bevölkerung zu schützen. Jetzt waren Sie kürzlich vergangene Woche in Ungarn. Viktor Orban hat einen Zaun gebaut. Wo würden Sie sagen, in Deutschland würden Sie anfangen damit? Viktor Orban hat Gesetze umgesetzt. Er hat die Außengrenzen geschützt und muss dafür Strafe zahlen bei der EU. Und das führt eigentlich auch vor Augen, wie absurd das Konstrukt der Europäischen Union ist. Da macht jemand seinen Job. Das ist mir egal.
Eli
Der Moderator ist auch wirklich so ein Volldepp, das muss man ganz ehrlich sagen. Ein Politiker muss Antworten geben mit Weitsicht. Klar wirst du direkt eine Frage gestellt oder gefragt, aber du hast nur 15 Minuten Zeit, vor einem Millionenpublikum zu punkten. Da antwortest du nicht auf den Schwachsinn, wo er dich festnageln möchte, sondern da gibst du die Antwort, die beweist, dass du über diese 15 Minuten hinausdenkst. Aber der Typ, der kapiert das halt eben nicht. Wo wollen Sie anfangen? In Gelsenkirchen oder in Bottrop? Wo fangen Sie an, den Plan zu bauen? Das ist ganz ehrlich, das ist intellektuelles Unterbieten.
Uwe
Im Grunde genommen müsste er sagen, so wie wir es ja vorgestern auch hatten, Sie können ja quasi gar nicht die ganzen Grenzen schützen. Da war ja Weidel damals auch schwach vorgestern an der Stelle. Und dann wäre die richtige Stelle zu sagen nach dem Motto, ja, das meinen Sie jetzt so, aber lassen Sie, da seien Sie mal ganz zuversichtlich, wir werden das Problem schon lösen, dafür setze ich mich allein, Punkt. All solche Sachen, die sind rein spekulativ, wo wollen Sie den Zaun bauen, wie lange muss der Zaun sein, wie hoch muss der sein, wie viele Wachleute müssen da stehen, das sind alles Dinge, die sich aus der praktischen Anforderung ergeben, die kann man nicht von einem Bundespolitiker, der noch gar nicht in Amt und Würden ist und der dieses Projekt noch gar nicht angefangen hat, Und dem kann man diese Antworten nicht verlangen, sachgemäß. Das heißt, der sollte darauf auch gar nicht antworten, sondern den Unsinn dieser Fragestellung eben dadurch neutralisieren, dass er sagt, ja interessante Frage, die Sie stellen, damit werden wir uns dann beschäftigen, wenn es soweit ist. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir dieses Problem mit Sicherheit lösen werden, auf die eine oder andere Weise.
Eli
Richtig. Oder sie hätte antworten können, sie sagen mir doch die ganze Zeit, dass so viele Fachkräfte bei uns ins Land kommen. Vielleicht frage ich einfach mal einen von denen, nachdem er über die Grenze gekommen ist, wo er anfangen würde, jetzt den Grenzzaun zu bauen, weil er so wunderbar kompetent ist und wir das direkt als Arbeitsmaßnahme umsetzen würden. Boom! Wenn sie so einen Knaller raushauen würde, 10 Millionen Aufrufe auf YouTube. Frau Weidel, der geht aufs Haus. Aber gut, der Moment ist natürlich weg. Man muss halt den richtigen Moment finden und die richtige Persönlichkeit sein. Weiter geht's. Deiner war auch gut, Uwe, aber du musst schon zugeben. Lassen wir das. Weiter. Wie wird das machen?
Gast
Nein, Sie müssen mich gar nicht danach fragen. Das ist Aufgabe der Bundespolizei. Wissen Sie eigentlich, das ist der Chef der Bundespolizei. Sie wissen, dass der Journalist. Er hat damals Angela Merkel signalisiert. Aber da siehst du, dass sie aus dem Fehler von vorgestern schon gelernt hat.
Eli
Ja, ja, die ist ja nie blöde. Ich habe ja nie gesagt, sie ist blöde. Ich sage nur, ich würde mir wünschen, sie würde sogar noch mehr angreifen.
Uwe
Das ist ja mein Wunsch. Und ich sage nur eben, was eine ideale Formulierung wäre. Und sie hat ja selber gemerkt, dass sie sich vorgestern damit provozieren lassen und keine richtige Antwort hatte. Und jetzt ist sie auf jeden Fall schon mal einen Schritt schneller geworden nach dem Motto, das ist nicht mein Problem, das ist das Problem der Bundespolizei. Punkt.
Eli
Richtig. Und genau so ist es auch und genau dasselbe würde jeder andere Kanzler auch sagen und zwar bei der Bewältigung jedes einzelnen Problems. Der Kanzler ist der Manager, die anderen sind die Sachbearbeiter. Der delegiert an die Sachbearbeiter. Weiter geht's.
Gast
Das ist Aufgabe der Bundespolizei. Wissen Sie eigentlich, das ist der Chef der Bundespolizei. Sie wissen das als Journalist. Er hat damals, Angela Merkel signalisiert 2015, die Bundespolizei ist bereit, unsere Grenzen zu sichern. Und die CDU hat politisch darauf verzichtet, unsere Grenzen zu sichern. Und Deutschland ist ein Staat de facto ohne Grenzen. Und die Bevölkerung ist einer illegalen Migration ausgesetzt, mit einer erodierenden inneren Sicherheitssituation. Wie würden Sie, wenn Sie, die Bundespolizei baut ja nicht einen Grenzzaun und das wurde auch damals nicht vorgeschlagen, wenn Sie den Grenzzaun bauen würden, wie würden Sie da, bräuchte es da ein nationales Gesetz zur Enteignung aller Grundstücksbesitzer an der deutschen Außengrenze? Ganz ehrlich, ich werde mich überhaupt gar nicht jetzt...
Eli
Vor allen Dingen, was ich einfach nicht begreife, und das muss ich ganz ehrlich sagen, das kreide ich da komplett in der AfD an, inklusive Frau Weidel. Leute, fallt nicht vom Glauben ab, aber es ist so viel einfacher. Warum kann man nicht einfach nur sagen, wir stellen die Pull-Faktoren ab. Wir müssen nicht einen Millimeter Zaun bauen. Wir stellen die Pull-Faktoren ab und wir schieben konsequent ab. Dann gehen die, die schon da sind, entweder freiwillig oder düsi-düsi im Zwangsflugzeug nach Hause. Wir müssen keinen Zaun bauen um Deutschland, um dieses Problem zu lösen. Polfaktoren abstellen. Zwei Worte. Warum verlassen die sich immer wieder auf dieses blöde Spielchen ein? Es ist so einfach.
Gast
Ich begreif's nicht.
Eli
Ich begreif's nicht. Sie macht das ja nicht schlecht. Nur wie gesagt, man könnte es noch einfacher haben. Meine Fresse.
Gast
... als nicht vorgeschlagen. Aber die Grenzen zu sichern... Wenn Sie den Grenzzaun bauen würden, wie würden Sie da... Grenzzaun, Grenzzaun. ... bräuchte es ein nationales Gesetz zur Enteignung aller Grundstücksbesitzer an der deutschen Außengrenze? Ganz ehrlich, ich werde mich überhaupt gar nicht jetzt auf diese Detailfragen einlassen, wo der politische Wille ist. Da ist doch ein Weg. Natürlich kann Deutschland, wenn Deutschland den Willen hat, die Grenzen zu sichern, kann Deutschland auch die Grenzen sichern. Natürlich. Ein weiteres wichtiges Thema der AfD im Wahlkampf ist niedrigere Strompreise. Die Menschen stöhnen darunter, aber auch die Unternehmen sagen, die sind zu hoch. Welchen Industriestrompreis streben Sie an? Ja gut, also wir sind beim Industrie... So günstig wie möglich.
Eli
Was ist denn das für eine blöde Frage? Wenn du den Strom für umsonst kriegen könntest, dann würde sie das auch nehmen. Wenn dich jemand dafür bezahlen würde, dass du seinen Strom abnimmst. Das gibt es teilweise. Müssen wir die anderen bezahlen dafür, dass die unseren Flatterstrom abnehmen. Dann würde ich das auch nehmen. Was ist das für eine hirnrissige Frage? 0 Cent ist noch immer zu viel.
Uwe
Ja, vor allen Dingen... Vor allen Dingen würde ich mich da als Politiker auch gar nicht darauf einlassen, denn Preise sind eine Sache, die aus der Marktwirtschaft resultiert, von Angebot und Nachfrage. Das heißt, da haben die Politiker überhaupt gar nichts mitzusuchen. Da müsste man sagen, wissen Sie, in dem Moment, wo der Staat sich aus den Strompreisen raushält, da werden Angebot und Nachfrage schon regeln. Und wir können nur dafür sorgen, dass wir eben noch mehr Stromproduktion erzeugen, zum Beispiel durch Atomkraftwerke und durch billigere Gasverträge und ich weiß nicht was alles. Das ist das, was wir als Politiker machen können. Aber in die Preisgestaltung mischen wir uns nicht ein, denn wir sind ja keine Sozialisten. Punkt.
Eli
Richtig. Und Uwe, ganz ehrlich, Wir zwei, wir sind noch nicht mal die Politiker. Das gehört nicht zu unserem Tagesgeschäft, diese Dinger aus dem FF parat zu haben. Ich meine, da muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt selbst auf Ihre Antwort gespannt. Wir müssen mal langsam aufhören zu kommentieren, sonst kommen wir gar nicht zum Film. Aber diese Dinger, die müssen eigentlich wie aus der Pistole geschossen kommen. Und ich frage mich so ein bisschen, warum sie da so rudert.
Gast
Wir können 3,5 Cent pro Kilowattstunde, wir sind ja momentan bei über 10 Cent pro Kilowattstunde ungefähr und wir sind damit nicht mehr wettbewerbsfähig. Dementsprechend hauen alle Unternehmen, lassen Sie mich das bitte noch beenden. Darum hauen ja auch alle deutschen Unternehmen ins Ausland ab, weil sie nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Sie können ja nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren, weil die Energiekosten zu hoch sind. China und USA sind rund bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Wir sind viel zu teuer. Das ist auch im Übrigen der Grund, noch ein wichtiger Fakt, warum... die Foreign Direct Investments, also die Direktinvestitionen aus dem Ausland nach Deutschland eingebrochen sind und fast auf Null sind. Wir haben am Anfang gesagt, wir wollen nicht so stark das Problem beschreiben, sondern was machen Sie in Deutschland, damit der Strompreis auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde... Zu ganz kurz für die Zuschauer vielleicht noch kurz zur Erklärung. Momentan liegt der Industriestrompreis ungefähr bei 17, 18 Cent und für die Firmen, die eine Ermäßigung haben, bei ungefähr 11. 3,5 wäre also wirklich eine sehr starke Entlastung. Wie kriegen Sie das? Wie in China und USA und andere Staaten auch. Die kriegen das hin, weil sie grundlassfähige Kraftwerke haben. Sie haben eine grundlassfähige Energieversorgung, die Deutschland im Übrigen vorher auch hatte, über Kernkraft, die CO2-neutral ist. Dann brauchen wir Kohle und Gas. Und meinetwegen auch, und das habe ich auch schon vordergängig gesagt, gerne auch erneuerbare Energien, aber nicht mit diesen gigantischen Subventionen. Sie können gerne gebaut werden, aber nur, wenn sie rentabel sind und nicht subventioniert. Aber ist das eine Lösung für den Jetzt? Sie versprechen den Leuten, dass der Strompreis deutlich sinkt. Das sind Lösungen, die viele, viele Jahre dauern. Gibt es da Missverständnis?
Eli
Die wollen in zehn Jahren. Hat doch auch der Bundeskanzler eben gerade noch bei Welt gesagt, was auch immer wieder anstoßen wird in drei, vier Jahren, dann wird das da fruchten. Beim Bundeskanzler ist das in Ordnung. Aber Frau Weide soll natürlich die Lösung haben aus der politischen Opposition, die nur hypothetisch Kanzlerin überhaupt werden könnte, um danach festzustellen, sie kriegt keine Koalition auf den Weg, weil alle anderen sie nicht wollen. Die soll also eine Lösung finden bis gestern.
Uwe
Als ob die Politik für die Preise auf dem Strommarkt verantwortlich wäre. Also insofern, solche Fragen, da muss ich ganz ehrlich sagen, da muss man als Politiker sofort den eins mit dem Hammer auf den Kopf geben. Das ist eine Frage, die schlichtweg gegen jegliches volkswirtschaftliches Denken ist. Den Strompreis deutlich gesenkt.
Gast
Nein, ich will ihn sofort gesenkt haben. Und das wäre auch sehr gut der hiesigen Politik zu Gesicht gestanden, dass sie vor allen Dingen die letzten sechs Kernkraftwerke nicht abstellt. Das hat ja die Ampel verbrochen. Im Übrigen ist es Angela Merkel gewesen. Aber die sind ja jetzt abgestellt. Was tun Sie dafür, dass es wieder Atomkraft in Deutschland gibt? Ja, also Sie müssen sie wieder anstellen und wenn das nicht möglich ist, dann müssen Sie neue Kraftwerke verplanen. Und vor allen Dingen müssen Sie dort Gas einkaufen, Erdgas, wo es am günstigsten ist. Zum Thema Kernkraftwerke, weil Sie gerade sagen, man muss sie wieder anstellen. Ich habe, Sie kommen ja, Ihr Wahlkreis ist in Baden-Württemberg, da sitzt die Firma EnBW als Energieversorger. Die sind auch der Betreiber des AKWs Neckar-Westheim 2 gewesen. Das letzte, was jetzt mit abgestellt wurde im April 2023. Wir haben die gefragt, gestern. Antwort. Der Rückbaustatus der Kernkraftwerke ist jetzt, Zitat, irreversibel. Eine weitere, Zitat, eine Diskussion über eine weitere Nutzung der Kernkraft hat sich vor diesem Hintergrund erledigt. Planung und Bau, das ist nicht, was ich sage, sondern was uns EnBW schreibt, Planung und Bau einer neuen Anlage würden mindestens bei mehr als einem Jahrzehnt liegen. Und ein Fazit. Der Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland ist keine Lösung der Fragen zur heutigen Problemstellung der Energieversorgung.
Eli
Das begreife ich nicht. China baut eine Seidenstraße. Weißt du, was das bedeutet? Das ist ein hunderte Milliarden Billionen Projekt über Jahrzehnte. Wenn die das nie angefangen hätten, weil man gesagt hätte, naja, das kann zehn Jahre dauern, dann hätten sie es nie angefangen. Dann hätte man niemals angefangen, den Kölner Dom zu bauen. Der ist hunderte von Jahre gebaut worden. Was ist denn das für ein Argument? Schlimm genug, dass man sechs funktionierende Kernkraftwerke, die wir hätten nutzen können, uns vor der Lase weggesprengt hat. Wir sollen jetzt keine neuen mehr bauen, weil das zehn Jahre vielleicht dauern kann? Naja, schlimm genug. Sie hat jedoch eine Lösung gegeben. Solange wir sie nicht haben, brauchen wir günstiges Erdgas. Wo kommt das her? Über die Pipelines aus Russland. Das ist die Zwischenlösung. Aber das hindert uns nicht daran zu sagen, natürlich fangen wir jetzt sofort an, das nächste Atomkraftwerk zu bauen, damit in die nächste Generation oder wer auch immer davon dann eben auch profitieren kann. Was ist das für eine bescheuerte Argumentation, die der Moderator hier vorlegt?
Uwe
Ja, völlig richtig. Also gerade solche Sachen, die Infrastruktur betreffen, die Energieversorgung betreffen, das sind alles Projekte, die Jahrzehnte dauern. Also ich komme ja aus der Immobilienwirtschaft und kann nur eins sagen, Um irgendwelche größeren Projekte zu planen und zu genehmigen, hast du mindestens fünf bis zehn Jahre alleine Planungshorizont. Dann kommt noch mindestens fünf Jahre Bauzeit dazu. Das heißt, unter 15 Jahren läuft da gar nichts in Deutschland. Das hat alles seine Gründe, warum das so ist. Wir haben sehr hohe technische Standards und und und. Das heißt, man kann das doch nicht der Weidel vorwerfen, dass andere die Atomkraftwerke abgeschaltet und irreversibel zerstört haben. Sondern die Frage ist, was kann man tun? Natürlich ist es ein bisschen eine mutige Aussage, wenn ich drankomme, werde ich am nächsten Tag die Strompreise senken. Eine Regierung kann sowieso keine Strompreise senken, weil sie überhaupt gar nicht auf dem Strompreismarkt tätig ist. Sie kann höchstens irgendwelche Subventionen geben oder eben dafür sorgen, dass irgendwelche Lieferverträge mit anderen Energieträgern sind. Aber ansonsten kann sie aktiv da gar nichts tun. Das heißt, dieses Versprechen ist natürlich auch ein Einfallstor für Kritik. Insofern kann man sagen, das ist ein populistisches Versprechen, denn die Realität ist eben, dass solche Dinge langfristig zu sehen sind. So, und das könnte sie natürlich auch sagen und könnte zum Ausdruck bringen, Ja, natürlich können wir das nicht an Tag 1 machen. Das ist ja eben ein Wahlwerbeversprechen. Man muss eben den Sinn, den tieferen Sinn verstehen, dass wir eben eine neue Tür öffnen wollen, einen neuen Weg gehen wollen, der eben langfristig auch sicher ist und der eben unseren Kindern und Kindeskindern ein gutes Auskommen bietet. energetisch ermöglicht und dann hat man damit auch ein positives, emotionales Element drin. Also man darf sich hier nicht auf diese Fakten-Geschichte so stark einlassen, weil die Fakten sind bei solchen Projekten einfach nicht in der Gegenwart realisierbar. Das ist naturgemäß so.
Eli
Wobei du trotzdem ein bisschen unterschlägst, wie viel Einfluss die Politik halt eben auch auf Strompreise haben könnte. Es ist Aufgabe der Politik, diplomatische Verhältnisse zu anderen Ländern wiederherzustellen, wenn sie beschädigt worden sind. Die Politik kann anstoßen, kann sogar mitfinanzieren, dass diese Formalität der Pipeline wieder instand gesetzt wird. Ja, hab ich ja gesagt, Elie. Kann auch verhandeln über etwaige Preise und Konditionen, wie diese Anlagen betrieben werden. Und relativ bald könnte wieder russisches, günstiges Erdgas nach Deutschland fließen. Das hätte einen massiven, natürlich nichtsdestotrotz, Einfluss auf die Preisgestaltung des Stromes in Deutschland. Und da sind der Regierung nicht komplett die Hände gebunden. Allein damit könnte man schon von diesen... angepeilten 10-Cent-Reduktion, die sie haben möchte, vielleicht drei oder vier bewerkstelligen. Aber wir müssen im Sinne der Zeit weiter, Uwe, weil eigentlich wollten wir ja gar nicht das Interview gucken, sondern den Film vom ZNCF, der nachher kommt.
Gast
Warum wissen Sie das besser als ein Kraftwerksbetreiber? Also ein Kraftwerksbetreiber müsste wissen, warum Deutschland die höchsten Energiepreise weltweit hat. Und das ist das komplette Versagen der Politik in der Energiepolitik. Wir haben keine Marktwirtschaft mehr auf dem Energiemarkt, sondern eine hochsubventionierte Politik, eine grüne Wende ins Nirgendwo. Schauen Sie sich das an, wo unser Land steht. Also die ganze Wirtschaft wird deindustrialisiert. Ja, aber da ist doch gerade die Problemstellung.
Eli
So wie der sich verhält, dieser Moderator, würde ich sagen, ganz ehrlich, wissen Sie was? Also wenn Sie mich die ganze Zeit unterbrechen, dann machen wir doch das folgende. Dann stehe ich jetzt einfach auf und Sie machen die Sendung weiter. Sie behaupten einfach, was Sie denken, was ich gesagt hätte an dieser Stelle. Wenn Sie mir Fragen stellen, 30 Sekunden brauchen, um die Frage zu formulieren und dann nach 10 Sekunden eingrätschen, um zu sagen, ganz kurz und dann wieder 30 Sekunden labern, dann kann ich ja aufstehen, dann machen Sie bitte die Sendung alleine. Unser AfD-Wahlprogramm ist auf afd.de nachzulesen. Ich hätte dem den Arsch aufgerissen, diesen Typen.
Gast
Die Problembeschreibung ist vollkommen klar. Nee, aber anscheinend ja nicht. Wir haben maximale Probleme mit der Energieversorgung. Es braucht einen Plan. Die Frage ist nur an Sie nochmal gerichtet. Die Leute glauben, dass Ihr Programm dazu führt, dass sehr schnell die Energiepreise deutlich niedriger werden. Ist das ein Missbrauch?
Eli
Ist doch nicht Ihre Schuld, was die Leute glauben. Ist sie jetzt auch noch dafür verantwortlich, wie jemand ihre Worte interpretiert? Was ist denn, wenn mich jemand falsch interpretiert? Ich sage guten Tag und der denkt, ich habe gesagt, fick dich. Ja, weil er jetzt meint, irgendwie aus dem Kontext oder was auch immer hat jetzt was anderes rausgehört. Das ist in allererster Linie nicht mein Problem, sondern das Problem der anderen Person. Und Frau Weidel soll jetzt also auch nur Rechenschaft ablegen darüber, wie eventuell irgendwelche Leute in Deutschland sie verstanden haben, obwohl sie das weder so gesagt noch gemeint hat? Hör mir auf, Uwe. Kann langsam nicht mehr mit diesem Typen. Missverständnis.
Gast
Die Energiepreise deutlich niedriger, aber natürlich, weil wir zurück wollen zu einer grundlastfähigen Energieversorgung. Das ist recht einfach. Wir werden auch das EEG abschaffen.
Eli
Wir wollen keine Welt... Warte mal ganz kurz, ich muss hier nur...
Gast
Das eine raus, das andere rein, weiter geht's. Wir wollen, dass unsere Unternehmen wieder profitabel produzieren können. Und wir werden auch die Steuern und Abgaben senken. Wir werden die Bürokratie abbauen. Und vor allen Dingen werden wir das Bürokratie-Monster CO2-Abgabe, da wird davon gesprochen, auch die reinste Mogelpackung, dass wir jetzt in den CO2-Zertifikatehandel eingestiegen sind in der EU. Das ist falsch. Es ist eine neue Steuer. Und die CDU hat im Übrigen dort mitgemacht. Das wurde ja klammheimlich beschlossen. Wissen Sie, zu was das führen wird 2027? Jetzt haben wir die ganze Zeit sehr deutlich so gesprochen. Sie haben gesagt, wir werden das machen. Und wir haben jetzt durchgespielt, was würde passieren, wenn Sie Kanzlerin werden. Die Realität ist aber gerade so, dass alle anderen Parteien ausschließen, mit Ihnen in eine Koalition einzugehen. Sie kritisieren das und sagen, das ist eine undemokratische Brandmauer. Gleichzeitig, eine Woche vor der Wahl, bringen Sie Björn Höcke als Minister in Deutschland ins Spiel. Ein Mann, der wirklich für viele in den anderen Parteien ein rotes Tuch ist. Jetzt kommt die Höcke-Karte. Warum machen Sie das, wenn Sie doch so gerne eine Koalition bilden würden? Entscheidend ist für uns das Wahlprogramm. Wir wollen Freiheit in unserem Land haben. Wir wollen mehr Wettbewerb. Wir wollen die Menschen entlassen, die arbeitende Bevölkerung. Warum bringen Sie Björn Höcke ins Spiel, jemand, der wirklich für die anderen Parteien wichtig ist? Da sind wir ja auch überhaupt gar nicht intern sondiert werden. Und wer das sein könnte, das wird bei uns intern gesprochen. Die Probleme liegen doch ganz woanders. Sie haben das öffentlich im Interview in einer großen Sonntagszeitung gesagt. Also intern ist das nicht so. Ja, da wurden dann die Fragen und hier und da. Also ich kann Ihnen einfach nur sagen, es ist doch völlig egal. Für die Leute ist das alles egal. Die Leute haben kein Geld mehr in der Tasche. Sie sitzen teilweise auf der Straße. Sie saufen wirklich ab unter hohen Preisen und Inflation, Herr Preiss. Aber da sind die wahren Probleme. Die haben wir besprochen. Jetzt habe ich dazu noch eine Frage gestellt. Ich möchte gerne noch von Ihnen wissen. Das ist ein Mann, der für viele ein rotes Tuch ist. Sie haben selber... Im Jahr 2017 versucht, ihn aus der AfD auszuschließen. Sie haben ihm damals eine Nähe zum Nationalsozialismus...
Eli
Die Frage wird ja bei jedem zweiten Interview gestellt. Kann man nicht einfach mal sagen, konsultieren Sie bitte den Lanz und davor die Illner und davor die Maischberger und davor den Hasse nicht gehört, den ich diese Frage schon allen hundertmal beantwortet habe?
Gast
Im Bundesvorstand attestiert. Meine Frage an Sie. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ist Björn Höcke ein normaler Politiker geworden oder ist Ihre Toleranz für solche Stimmen in der AfD größer geworden? Also das Parteiausschlussverfahren damals war im Zuge seiner Dresdner Rede. Und ich habe ihn besser kennenlernen können. Herr Höcke ist ein freiheitlich denkender Mensch, der für die Rechte der Menschen eintritt. Und er hat einen fulminanten Wahlkampf in Thüringen gemacht, das beste Wahlergebnis eingefahren. Und er ist ein sehr, sehr guter Politiker, der genau wie ich dieses Land nach vorne bringen möchte und für die Menschen da ist. Und dementsprechend kann auch ich zugeben, damals einen Fehler gemacht zu haben, das auch mit unterstützt zu haben. Aber das ist bei uns alles intern geklärt und auch vom Tisch. Wir wollen ein freiheitliches Deutschland haben. Wir wollen ein reiches, wohlhabendes Deutschland haben. Das stört Sie nicht mehr, was er über die deutsche Geschichte gesagt hat. Aber das ist das, was die Menschen... Okay, ich frage nur, ob sie es stört. Sie stört es nicht mehr. Und es gibt viele andere drängende Probleme in ihrem Land. Wir sind leider schon am Ende dieser Viertelstunde. Ganz herzlichen Dank, dass Sie bei uns waren. Dank Alice Weidel. Das war unser Farbebekennen mit der AfD-Kanzlerkandidatin. Morgen wird an der Stelle Robert Habeck befragt. Für heute aus Berlin. Danke und tschüss.
Eli
Das ist von gestern, heute haben sie also den Roland befragt, aber das will ich mir weiß Gott auch nicht angucken. Ich bin mir sicher, da war er nicht so unnachgiebig wie im Interview mit Frau Weidel. Uwe, dein Eindruck, bevor mir der Arsch platzt.
Uwe
Ja, also es ist wieder so eine typische Interview-Geschichte, wo eins klar ist, dass es darum geht, auf irgendeine Weise die AfD-Repräsentanten in eine Ecke zu drängen, wo sie eigentlich gar nicht sein müssten, aber wo man sie gerne hätte. Also diese feindliche, aggressive Art und Weise, auf irgendwelchen völlig unwesentlichen Details zu bestehen, das ist schon sehr erstaunlich. Und hier hat sie das mit dem Höcke, das hat sie im Grunde genommen ganz gut geregelt, nach dem Motto, ja, ich habe mich damals eben so entschieden, aber im Nachhinein würde ich das anders beurteilen. Außerdem ist er ja Ein Befürworter für das deutsche Gemeinwohl sozusagen. Und damit ist das Thema erledigt. Das heißt, diese ganze Nazi-Geschichte, die jedes Mal, quasi in jedem Interview da angetragen wird, alleine, dass das gemacht wird, zeigt, was für einen Gesinnungsjournalismus diese Journalisten haben. Also das ist etwas... wo ich sagen muss, das ist unheimlich schwach. Also da hat der J.D. Vance, der da eben kritisiert, dass die Deutschen doch nicht so die richtige Meinungsfreiheitsvorstellung haben, da würde ich sagen, ja, an der Stelle hat er recht.
Eli
Ja, gut Uwe, ich danke dir für deine Zurückhaltung. Ich muss es ganz ehrlich sagen, ich habe noch nie ein schlimmeres Format als diesen Schund da gesehen. Ganz ehrlich, wo ist der Mehrwert? Wir reden ja viel über Mehrwert in den letzten Tagen, lieber Uwe. Wo ist der Mehrwert in diesen 15 Minuten, diesem irgendwie Schnellverhör, dieser Kanonade an Fragen? Erstens hat der Moderator mehr gesprochen als der Gast. Uwe, ich musste schmerzlich lernen, dass du recht hattest, dass ich diesen Fehler am Anfang meiner Karriere auch gemacht habe. Aber du hattest recht und ich versuche mich zu bessern. Aber bei ihm ist das ja System. Bei ihm ist das ja quasi das komplette Konzept der Sendung, dass der Moderator mehr redet als der Gast. Na, wozu brauchst du denn den Gast? Dann mach doch einfach, was ich mache. Mach eine Kommentarsendung, in der sich irgendjemand, also Markus Preiß, wer the fuck... anschaut, ich bin mir nur sicher, da würde keiner einschalten, wie dem auch sei, also fangen wir schon mal damit an, dass er die ganze Zeit redet, dann unterbricht er permanent. Wo ist denn bitte schon der Mehrwert, wenn er noch so komplexe, irgendwie hochdetaillierte, isolierte Fragestellungen stellt, bei denen er im Hintergrund irgendetwas recherchiert hat, um dich in die Pfanne hauen zu können, aber egal, ob offene oder geschlossene Fragen, nach 10 Sekunden dazwischen geht und du keinen einzigen geraden Satz rausbekommen kannst. Wo ist denn da bitteschön der Mehrwert, dass du dir diesen Gast geladen hast? Das ist doch jetzt keine repräsentative Darstellung von Frau Weidel, wenn sie gar nicht zum Zug kommt und gar nicht eben ausholen kann, wie das eine Kanzlerkandidatin machen würde. Beim Scholz, bist du sicher, das Druckeberger Mäuschen, hältst die Klappe, sitzt daneben und denkst dir, hoffentlich werde ich nur befördert. Aber bei Frau Weidel denkst du, hoffentlich werde ich befördert, wenn ich eben dazwischen gehe. Und wo ist sie, die Objektivität? Wo ist sie, die Neutralität? Ich habe nichts dagegen, wenn du hart dazwischen gehst, kritisch bist. Aber bist du das dann auch bei Habeck? Bist du das dann auch bei Lindner? Bist du das bei Merz? Bist du das beim Olaf? Natürlich nicht, das wissen wir alle. Und insofern, Uwe, ich muss es in dieser Härte und dieser Deutlichkeit sagen, dieser Typ, er wirkt nett. Und es wirkt wie so eine angenehme Gesprächsführung mit seiner sonoren Stimme. Aber das sind mir die Liebsten, weil es die Schlimmsten sind. Das ist wirklich widerwärtig, was dieser Mann da abgezogen hat. Und er hat von Sekunde eins nicht einfach nur gesagt, dieses eine Interview will er mal jetzt so sabotieren. Er hat ein komplettes Format entwickelt, um jedes Interview mit Gästen auf diese Art und Weise torpedieren zu können. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, dann kannst du es auch wirklich stecken lassen. Dann braucht weder dich noch dein Format irgendjemand, Markus Preiss vom ARD, von dem niemand in meinem Chat gewusst hat, wer du sein sollst. Und jetzt wissen wir auch warum. Unglaublich, der Typ. Geh in den Wald, leg dich hin, schlaf dich aus und dann mach was anderes im Leben. Entschuldige, wir haben ja noch den Uwe am Start. Ich war jetzt gerade im Monologmodus. Es ist unfassbar.
Uwe
Aber ich gebe dir recht, Edi. Ich kann deine Ausführungen, unabhängig von der rhetorischen ... Feinfühligkeit her oder wie auch immer, Feinsinnigkeit.
Eli
Brachialität, Uwe, wo bin ich denn feinfühlig? Ich bin heute brachial.
Uwe
Ja, der Grad der Feinfühligkeit kann eben auch in dem Grad minus 10 sein, denn der heißt dann brachial. Aber ich denke, du hast da von der Sache her völlig recht. Also das ist Journalismus, wie er nicht sein sollte. Und das... verleidet einem eben auch, solche Sender wie den ARD zu gucken. Weil die tun so, als ob sie Journalismus machten, aber in Wirklichkeit machen sie nur Diffamierungskampagnen auf der einen Seite und Hurra-Kampagnen auf der anderen Seite. Und das ist wirklich eigentlich unwürdig für einen Staat, der meint, er hätte eine freie Presse und eine demokratische Gesellschaft. Das ist wirklich ein Armutszeugnis.
Eli
Richtig. Und jetzt vom Regen in die Traufe, jetzt, liebe Freunde, ihr dachtet, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Jetzt kommt das ZDF. Das ZDF hat einen Film gemacht und dieser Film ist gemacht von einem David Gebhardt. Okay, Gebhardt, fast wieder Gebhardt. David Gebhardt, vielleicht habe ich auf Anhieb Glück. David, korrektiv.org.
Uwe
Korrektiv.org, da herzlichen Glückwunsch.
Eli
Ich habe nur seinen Namen gesucht und das allererste, was kommt, das allererste Ergebnis, liebe Freunde, ich habe nur David Gebhardt gesucht, Google eingegeben, das allererste Ergebnis von dem Filmemacher ist korrektiv.org. Er ist ein Autor für Korrektiv. In einem Arbeitskreis der AfD-Bundestagsfraktion entstehen russlandfreundliche Positionspapiere, die selbst innerhalb der AfD umstritten sind. ZDF Hauptstadtstudio, David Gebhardt. TV-Kontroverse um Frau Weidel. Genau, das ist das, was wir uns jetzt gleich angucken werden. Ich glaube, so sieht er aus. Also jung und was weiß denn ich, wie der untenrum gebaut ist. Aber um Gottes Himmels Willen. Ja, das ist ein Korrespondent, ZDF Hauptstadtstudio, Kommentare und Infos über die Hauptstadtpolitik. Uwe, was schätzt du, wie alt ist der Typ? Wie sieht er aus?
Uwe
Er sieht aus wie 35.
Eli
Wenn das nicht schon zu schmeichelhaft ist ihm gegenüber. Er schießt sich ein auf Höcke, er schießt sich ein auf Meuthen, der hat wahrscheinlich nicht gemerkt, dass der inzwischen schon weg ist. Der postet nur über die AfD, Peter Böhringer, Kai Gottschalk und und und und und wieder Tino Chrupalla. Permanent nur AfD-Bundestag. Man könnte meinen, der ist verliebt in die AfD. Ganz ehrlich, wenn sich jemand einen großen, starken Führer zurückwünscht, dann sind das diese linken Sozen, die die am lautesten Antifa schreien. Unfucking fassbar. Man googelt den Mann einfach nur und dann kommt schon sofort David Gebhardt von Korrektiv, der dort schon mal angeheuert hat, irgendwie Artikel beigesteuert hat oder was auch immer. Über die neue Rechte, das ist natürlich genau sein Thema. Neue Rechte, Arbeitskreis Außenpolitik. Also im Prinzip, Uwe, ich bin drauf und dran abzubrechen. Ich weiß nicht, muss ich mir den Schund überhaupt geben? Was soll da schon bei rumkommen? Korrektivautor, der als Regisseur für ZDF Hauptstadtstudio jetzt einen Beitrag macht über Frau Weidel. Ist das neutral?
Uwe
Also ich denke, wir sollten zumindest mal reingucken. Und wenn uns das zu propagandistisch ist nach fünf Minuten oder so, dann sollten wir da einen Cut machen. Wir müssten uns ja nicht selbst kasteien. Aber du hast es ja nun mal angekündigt, dass dieses Video besprochen wird. Insofern müssen wir den Zuschauern schon auch die Chance geben, sich selbst mal eine Meinung zu bilden.
Eli
Ich sage es nur sehr gerne, aber ihr wisst, den Spruch, den ich ganz oft bemühe in meinen Sendungen ist, ich habe es euch ja gesagt. Merkt euch den schon mal vor und lasst uns auf Uwes Wunsch hin jetzt in diesen Schund reingucken.
Gast
Oh, mach mal was ganz Absurdes an. Moment. Wie war das denn noch mal? Ist das Mr. Waynes Katscher Beat, ne? Mr. Wayne? Ja. Ist das nicht schrecklich? Mr. Wayne soll Alice Weidel helfen, ein bestimmtes Gesicht zu zeigen. Fotoshooting für die Wahlplakate mit Bravo-Hits 90er. Das haut sich das gut aus. Gerade soll sie freundlich rüberkommen. Weidel wählt dafür Musik und einen Vergleich. Das ist einfach ein Trick, dass sie Gefühle hervorrufen können. Dann kann man das sehr, sehr schnell stimmungsmäßig wechseln. Das machen Schauspieler anscheinend auch. Aber ist auch gut. Sehr gut. Auch um streng rüberzukommen, hat Weidel einen Trick. An wen denken Sie, wenn Sie besonders streng gucken wollen? Die bösen Politiker, die die Bevölkerung an den Tisch ziehen. Sehen Sie, das reicht schon. Die Leute werden sowas von verarscht hier. Unglaublich. So, und da ist der Blick. Die Gesichter der Alice Weidel. Sie wird in diesem Film ganz verschiedene zeigen. Nieder! Nee, nee, ich hab jetzt keine Lust mehr.
Eli
Nein, nein. 26 Minuten geht der Film, Uwe. Wir müssen uns den ganzen Tag länger angucken. Wenn ich jetzt anfange zu kritisieren, dann werden wir heute nie mehr jung. Dann kommen wir nicht mehr ins Bett. Freunde, ich halt mich zurück, ich versuch's. Uwe, ich kann nicht für dich sprechen, aber ich lass einfach mal laufen.
Uwe
Ja, du kannst ja dein Mikrofon stumpf schalten.
Eli
Ja genau, wenn ich im Hintergrund hier irgendwie gestrikuliere, wisst ihr, mir platzt der Arsch. Oh Gott. Jetzt geht's erst los. David Gebhardt von Korrektiv.
Gast
Eitel polarisiert. Für die einen Hoffnungsträgerin. Verandere eine Gefahr für die liberale Demokratie. 16. Dezember 2024. Tag der Vertrauensfrage im Bundestag. Der wird schon seit dem frühen Morgen rausgeputzt, als um halb acht Alice Weidel kommt. Es ist eigentlich immer das Gleiche in Sitzungswochen, dass ich eigentlich jeden Tag als Erste in den Bundestag komme. Ich mache hier tatsächlich jeden Morgen Sport. Heute Morgen habe ich die Zeit nicht, weil ich an meiner Rede arbeite. Sie überarbeitet die Reden, die Mitarbeiter für sie geschrieben haben. Probiert und probt. Sechs Wochen vertan. Sechs Wochen sind schon vertan dank Ihrer Hinhaltetaktik, Herr Scholz. Zwei weitere Monate werden vertan. Weitere zwei Monate sollen noch ins Land gehen bis zum avisierten Termin der vorgezogenen Bundestagswahl. Die Bühne Bundestag wird von Alice Weidel in unterschiedlichen Rollen bespielt. Ich fühle mich nicht als Politikerin. Ich fühle mich als Anwältin der Menschen, die kein Gehör mehr finden. Und von denen ich fühle, dass sie brutalst über den Tisch gezogen werden. Von der politischen Klasse hier, zu der ich mich definitiv nicht zähle. Alice Weidel, die Volkszornige. Die Aufmüpfige. Laut Weidel war das Alice schon immer. Ja, ich war immer ein Revoluzzer auch in der Schule. Also ich hatte auch ganz gute Tadel- und Rügendichte und Eintragung ins Klassenbuch. Ich habe mir das auch früher nicht so gerne sagen lassen, was ich zu tun habe, auch von den Lehrern nicht. Alice Elisabeth Weidel, Jahrgang 1979, wächst im erzkatholischen Harsewinkel Nordrhein-Westfalen auf. Und geht im nahen Versmold aufs Gymnasium. Ihre Lehrer von damals geben über die Schülerin keine Auskunft. Dafür aber die Abizeitung von 1998. Alice Weidel, Spitzname Lille, wird von Mitschülern porträtiert. Ihre vielfältigen Talente beschrieben. Vom Rennradfahren bis zum Durchschauen komplexer ökonomischer Vorgänge. Lilles Charakter sei voll von explosiven Paradoxemen. Dominanter Charakter, äußerst durchsetzungsfähig. Es gebe aber auch eine sehr verletzliche, sentimentale und manchmal schwache Lille. Und ein enger Freund beschreibt dieses Talent der jungen Alice Weidel. Ich glaube, ich habe noch nie jemanden erlebt, der mit solch einer schlafwandlerischen Unbeirrbarkeit wie du eine Lüge ausspricht und sich nicht das allerkleinste bisschen einer Irritation anmerken lässt.
Eli
Wenn wir vor Gericht, würde ich sagen Einspruch, Kontext. Es ist wichtig, welche Lüge, in welchem Kontext, zu welchem Zeitpunkt, zu wem gesagt worden ist, dieser Typ ist definitiv in sie verliebt gewesen oder irgend so ein Quatsch, das ist ein Liebestechtel-Mächtel, das gehört in den privaten Bereich und natürlich ist hier schon die Situation, die wirklich aus allen Toren...
Uwe
Klarer Fall von Framing. Also was vorher gesagt wurde, war, dass sie eigentlich eine ganz tolle Schülerin ist und das wird dann sofort vernichtet mit der Meinung eines einzelnen Menschen, dass sie quasi eine gewohnheitsmäßige professionelle Lügnerin ist.
Eli
Guck mal hier, worum es da eigentlich geht. Was? Ich lüge doch nie, wirst du jetzt sagen, in einer langen Liste einer weiteren Lüge hinzugefügt haben. Aber das eigentliche Problem ist ja nicht, dass du ab und zu mal lügst. Das tun wir ja schließlich alle. Nein, und das ist eigentlich ja gut für sie. Du lügst einfach nur viel zu gut. Sogar im Lügen ist sie gut. Ich glaube, ich habe noch nie jemanden erlebt, der mit solch einer schlafwandlerischen Unbeirrbarkeit wie du eine Lüge ausspricht und sich nicht das allerkleinste bisschen einer Irritation anwirken lässt. Übrigens ein Talent, das sich sehr gut mit deinem Hobby des Haareschneidens verträgt. Was? Man muss gut lügen können fürs Haareschneiden, da merkt man schon intellektuellen Tiefflieger, dieser Typ, der dir das da attestiert hat. So, du warst darin im Haareschneiden heute nicht so gut, wenn du es damals nicht vermocht hättest, die Leute zumindest teilweise davon zu überzeugen, dass schiefgeschnittene Nackenhaare total in sind. Also das ist vollkommen irrelevantes, privat zwischen zwei Jugendlichen von vor Jahrzehnten und wir kennen weder den Kontext noch ist es relevant. Unglaublich.
Gast
... einer Irritation anmerken lässt. Ein Abi-Jahrbuch von 1998, nicht mehr und nicht weniger. Nach dem Abi geht es für Alice Weidel nach Bayreuth, an die Uni. Ihr Doktorvater ist schon verstorben. In ihrer Dissertation auf Seite 4 stoßen wir auf einen anderen Professor. Alice Weidel dankt Prof. Dr. Martin Leschke für den Vorsitz des Prüfungsausschusses, selbst bei hohem Fieber. Ich hatte mit Sicherheit keinen Fieber. Das ist Quatsch. Ich glaube auch, dass das nicht stimmt. Ich glaube, dass einfach so eine Anekdote dazu gedichtet wird. Professor Leschke wundert sich. Ein solcher Lapsus passt eigentlich nicht zu seiner Studierenden.
Eli
Man darf ja nicht vergessen, hier, Laschke, hast du nicht gehört. Dem ist das jetzt natürlich peinlich. Oh shit, der Berufsakademiker, der natürlich immer auf Staatslinie gewesen ist, weil anders kommt man natürlich in den Universitäten gar nicht durch. Ich wollte ja gar nicht kommentieren. Aber jetzt muss er sich distanzieren. Wie kann es sein, dass sie mir gedankt hat? Jetzt muss er sich sogar auch noch dafür, dass sich jemand bei ihm bedankt hat, dass er hier Mühen sich gemacht hat, seiner Arbeit nachzukommen. Jetzt muss er sich also eines Dankes erwehren, weil wenn der Falsche dir dankt, dann heißt das, du hättest das also irgendwie aufprovozierst. Du wärst das, was du projizierst auf den anderen Menschen, der dir gedankt hat. Ich meine, wie absurd kann es eigentlich noch werden? Uwe, ich bin drauf und dran, abzukotzen oder abzubrechen. Eins von beiden.
Gast
Professor Leschke wundert sich. Ein solcher Lapsus passt eigentlich nicht zu seiner Studentin. Sie gehörte zu den Besten. Fünf Prozent Beste wird das gewesen sein. Also sie hat hier ein Doppelstudium absolviert, noch mit dem Abschlussdiplom, und zwar in Volkswirtschaftslehre wie in Betriebswirtschaftslehre.
Eli
Sie promoviert über das Rentensystem in China. Das kann man über die Noten ja nachprüfen, deshalb muss er da objektiv sein.
Gast
Lebt zeitweise auch dort. Dann beginnt Dr. Alice Weidel in der Wirtschaft zu arbeiten. Doch schon zwei Jahre später entdeckt sie zusätzlich eine Alternative, die Politik, und tritt in die AfD ein. Der Aufhänger ist ja gewesen, eben wieder alternative Politik zu machen. Denn alternativlos ist er da zum geflügelten Wort von Angela Merkel geworden. Doch war es nur die Eurokritik, die Weidel 2013 in die Politik trieb? In einer E-Mail, die sie im selben Jahr an einen Freund geschrieben haben soll, blitzt eine radikale Seite durch. Eine andere Lille? Über die Bundesregierung heißt es, diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Ist diese E-Mail von ihr? Darauf angesprochen, scheut sie seit Jahren eine klare Antwort. Ich habe zu diesem Thema ehrlich gesagt nichts weiter zu sagen. Also haben Sie diese Mail geschrieben, ja oder nein? Ich sag dazu nichts weiter.
Uwe
Wofür steht Alice Weidel? Es bleibt kompliziert. Ja, also das ist schwach. Die Antwort, die sie auf solche Sachen gibt, die ist schwach. Also man muss dann auch zu seinen Jugendsünden stehen. Man muss dann sagen, okay, ich habe das damals so gesehen und ich habe das eben für richtig gehalten und aus heutiger Sicht bewerte ich das so und so. Aber dazu zu sagen, ich äußere mich nicht dazu, das ist einfach zu schwach, weil es eben den Verdacht aufkommen lässt, dass da irgendwas nicht stimmt.
Eli
Okay, gut, lass uns weitergucken. Wir müssen da erst mal durch, Uwe. Weil wenn ich immer unterbrechen würde, wo ich unterbrechen würde, will, ja, dann würden wir auch nicht fertig werden.
Gast
Ich habe zu diesem Thema ehrlich gesagt nichts weiter zu sagen. Also haben Sie diese Mail geschrieben, ja oder nein? Ich sag dazu nichts weiter.
Eli
Ich meine, schon allein, weißt du, Scholz lassen wir durchgehen, dass er sagt, er erinnert sich nichts. Und sagt dann dazu nicht. Das lassen wir ihm ja durchgehen. Damit kann man Bundeskanzler werden. Aber bei Frau Weidel sagst du dann, das ist schwach. Warum? Das ist doch nur die Methode des Bundeskanzlers.
Gast
Heute in der AfD-Zentrale wird Alice Weidel endgültig zu dem Gesicht ihrer Partei. Zur ersten Kanzlerkandidatin auserkoren. Eine neue Rangordnung, bei der es nicht knirschen, sondern knistern soll. Lieber Tino, ich fände es toll, mit dir eigentlich fast schon zusammen zu sein, also zusammenzuarbeiten. Ich schätze sie, sie ist loyal und ja, wir haben auch viel Spaß zusammen. Was ist das Lieblings-Emoji, was ist es gegen dich? Soll ich das wirklich sagen? Ja, ein Küsschen. Das Lieblings-Emoji, was Sie sich bringen? Ja, natürlich machen wir das auch Spaß. Das machen wir durchaus. Manchmal auch den trötenden mit den, ja, also wenn es ein bisschen zu schrill ist. Für die besonders schrillen und extremen Töne ist in der AfD er zuständig. Björn Höcke ist heute aus Thüringen angereist. 2017 wollte Alice Weidel ihn noch aus der Partei werfen. Der Grund laut Gutachten für die damalige Parteiführung Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus. Und dieser Mann gibt sich heute gegenüber Weidel gönnerhaft. Ich habe eine großartige Fähigkeit. Manche sagen auch, das ist meine größte Schwäche. Ich kann unheimlich vergesslich sein. Ich vergesse unheimlich schnell. Wird Frau Weidel auch nicht mehr auf Sie verzichten mittlerweile? Ich glaube nicht. Ich möchte mich ganz herzlich bei den Landessprechern bedanken, die mich heute Morgen hier gewählt haben. Zeit für Deutschland. Denn wir als AfD, wir denken, dass es endlich Zeit ist für unser Land, für die Menschen, die hier leben. Dann eröffnet der stellvertretende Pressesprecher Herr Pfalzgraf die Fragerunde.
Uwe
Vielen Dank. Jetzt haben Sie knapp eine Viertelstunde Zeit, Ihre Fragen zu stellen. Frau Weidel, Sie sitzen unter dem Slogan Zeit für Deutschland, haben selbst von Ihrer Familie gerade gesprochen, mit der leben Sie in der Schweiz.
Gast
Wie gehen die beiden Sachen denn zusammen?
Eli
Das ist dieser Bild-Reporter Tide oder wie der heißt, bei dem sie jetzt auch vorgestern im Interview war. Das ist auch so ein Auftragskiller von den Medien geschickt. Null Objektivität. Totaler Hauptstadtjournalist.
Gast
Also ich lebe nicht in der Schweiz, ich habe dort einen Wohnsitz, weil das verpflichtend ist. Und dementsprechend kann ich die Frage zwar verstehen, aber ich kann sie aufklären. Ich habe zwei Wohnsitze, vielleicht habe ich auch mehrere. Fragen nach ihrem Wohnsitz sind ihr unangenehm. Und wenn es unangenehm wird, versucht sie aus einer Situation irgendwie rauszukommen.
Eli
Ich weiß nicht. Das ist ja ganz anders als jeder andere Mensch auf dem Planeten. Um Himmels Willen. Sie macht da was ganz anderes. Wenn ihr was Unangenehmes versucht, sie das abzustellen.
Gast
Ein Moment bitte, Herr Pfalzgraf. Haben Sie kommuniziert, dass wir unter Zeitdruck sind? Also wir können jetzt hier nicht... Viel Zeit für Deutschland hat die Kanzlerkandidatin an diesem Wochenende nicht mehr. Es geht zurück in die Schweiz. einsiedeln, katholisch-konservativ. Hier lebt Weidel mit ihrer Familie seit 2019 zurückgezogen.
Eli
Merkst du es? Achte mal drauf. Ich habe es dir gesagt, das Jauch-Ding, wir hatten zwei Optionen. Entweder der hat eine eigene Rechnung beglichen oder er hat was vorbereitet. Jetzt wissen wir, er hat es vorbereitet. Jetzt wissen wir auch die Privaten, auch der Jauch steckt mit denen unter einer Decke. Wenn der den Auftrag kriegt, nachzuhaken mit dem Schweizer Ding da und Wohnsitz und so weiter und so fort, kommt in drei Tagen der Beitrag beim ZDF.
Gast
Unfassbar, wie die alle miteinander klüngeln. Ihre Partnerin Sarah Bossert gewährt ausgewählte Einblicke auf Social Media. Hier wird eine andere Alice Weidel präsentiert, nahbar, locker, fernab der deutschen Politik. Das Schweizer Leben des Paares beginnt vor zehn Jahren, in Biel, dem Kreuzberg der Schweiz, wie manche sagen. Queer-friendly, weltoffen, Multikulti. 2015 zieht Alice Weidel mit Partnerin und Kindern hierher. Wir treffen Gastronom Dino Pedolin. Er war ihr Nachbar damals, schließt Bekanntschaft. Ich habe zwei Kinder und wohnte in einer Wohngemeinschaft. Und lustig, auch Sarah sehr. Humormäßig hat man sich da gut verstanden. Und Ali ist ein bisschen bissiger der Humor. Und doch dachte ich, das ist eigentlich auch sowas, was ich als Humor verstehe. Bei einem Abendessen bei mir hat sie eben gesagt, dass sie da engagiert ist in einer Partei jetzt. Und wollte dann zuerst nicht sagen, in welcher. Ich habe dann so nachgehakt und dann hat sie dann gemeint, ja die AfD. Sie hat dann das aber so verteidigt, dass sie ja nur wegen dem Euro da mitmacht. Und dass das ihr Thema ist und alles andere, Fremdenfreundlichkeit, natürlich kein Thema ist. Und dann hörte er diese Alice Weidel. Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern. Es ist wie, als würde es eine Rolle spielen oder so, weil es ist so absurd. Es geht nicht mit, was sie da so lebt, überein. Zwischen buntem Biel und...
Eli
Wieso geht das nicht überein? Die ganzen Antisemiten, diese ganzen Muslime, die wollen alle Juden töten, die schmeißen Homosexuelle von Dächern. Irgend so ein Typ, der am besten mal die Fresse gehalten hätte. Der ist jetzt im Fernsehen, der ist nichts anderes als einfach irgendein Kellerwirt von irgendeinem Wein, hast du nicht gehört, in irgendeiner Kleinstadt in der Schweiz. Ich hab mal geguckt, das ist ein klitzekleines 55.000 Einwohner-Kaff. Halt die Fresse, wenn du nichts beizut... Ich kann nicht mehr. Wir müssen erst mal zu Ende gucken, Uwe, aber...
Gast
Und Bundestag. Alice Weidel macht in der AfD Karriere. 2017 Co-Spitzenkandidatin und dann Co-Fraktionschefin. Ihr Förderer Alexander Gauland macht damals eine Ansage. Ich nehme Frau Weidel oder wir machen es nicht zusammen. Oder ich mache es nicht. Und das habe ich dann ganz klar durchgesetzt. Das war für einige Leute schwierig in der Partei, die der Meinung waren, das entspricht nicht unserem Familienmodell. Kulturell ist sie bestimmt eher konservativ, ihr eigenes Lebensmodell jetzt mal davon abgesehen. Weidels eigenes Lebensmodell wirkt bis heute in der AfD wie ein Fremdkörper. Drei Aussagen auf einem Parteievent. Für mich ist Familie dort, dort wo Kinder sind. Familie ist da, wo Kinder sind. Diese gesellschaftsverwahrlosenden Sätze, die kommen mir echt zu den Ohren raus. Das reicht nicht. Familie ist da, wo Vater, Mutter und Kind zusammenleben. Dino Pedolin wohnte mit Weidels Regenbogenfamilie unter einem Dach und fragt sich bis heute, wie sie die Widersprüche aushält. Die arischen Plakate von der AfD mit arischen Menschen drauf, so sehen sie nicht aus. Sie sehen so aus, wie sie gegen die, die sie hetzt. Ich dachte, fuck, falls du es nicht merkst, du machst deinen Kindern das Leben schwer in Deutschland. Aber vielleicht ein Grund, nicht in Deutschland zu wohnen.
Eli
Wo hetzt Frau Weidel gegen Homosexuelle? Was erzählt der Typ? Wann hat die jemals gegen Homosexuelle gehetzt? Wovon redet der Mann? Hat er zu viel von diesen Zeugnissen gesoffen? Das einzig Gute daran, dass sie so viel Zeit verschwenden in diesem ohnehin nicht super langen Film, wir haben schon die Hälfte geschafft, liebe Freunde, ist ja, dass sie sie offensichtlich inhaltlich in ihrer, sag ich mal, in der Programmatik mit nichts angreifen können. Dass die ja nur, das ist ja dieses Ad hominem, die Person Alice Weidel, nicht etwa die Kanzlerin, nicht etwa die AfD als Ganzes, als Partei, nein, nein, so lebt sie ihr Leben, so ist sie im Privaten, weil sie bei der AfD halt eben nicht andocken können.
Gast
Das ist jetzt zu beliebt im Volk. Nehmen wir den cleveren Schachzug, hier zu sein und so überzuhetzen. Hetzen. Magdeburg. Ein Tag vor Weihnachten. Alice Weidel ist aus der Schweiz angereist, um eine Rede zu halten. Drei Tage nach dem blutigen Attentat auf dem Weihnachtsmarkt ist die Stimmung vor der Bühne bedrückt, geschockt und aufgeladen. Auch mit Ressentiments. Man kann ja theoretisch gar keinen mehr trauen.
Eli
Ja, ob die noch schon länger hier sind oder schon seit kurzem, man kann ja gar keinen mehr tun.
Gast
Kein Migrationshintergrund.
Eli
Uwe, mir ist gerade aufgefallen, das war vor drei Attentaten. Das war vor München, nee, das war vor Villach in Österreich, das war vor München und das war vor Aschaffenburg. Weißt du noch? Kannst du dich noch erinnern? Das war Magdeburg, vor drei Attentaten. Und das war erst letzten Dezember, was der hier beschreibt. Danach gab es drei weitere Attentate. Ist das unfassbar.
Gast
Ja, ganz genau. Das war ja einer der gut integrierten Leute. Der gut integrierten? Intrigierten. Vor Alice Weidel steht eine aufgebrachte Menge und sie vor der Frage, welche Worte sie wählt. Wir sind hier zusammengekommen, einen Tag vor Heiligabend, um der Opfer einer Wahnsinnstat zu bedenken. Eine Tat, Von einem Islamisten? Das ist ja falsch. Also war er nicht. Er war kein Islamist. Nein, nein. Es gibt da einige Verschwörungstheorien, die aber wirklich abwegig sind. Er war kein Islamist, sondern er war ein Islamhasser.
Eli
Ist er ein Islamhasser, wenn er nach islamistischem Vorbild... Menschen umbringt und sich nur so stellt, nur so gibt, als wenn er ein gut integrierter, europäisch, sag ich mal, ne, neu aufgezogener, eben Multikulti-Bereicherer dieses Landes wäre.
Uwe
Und als ich klar war, macht er was, er tötet auf dem Weihnachtsmarkt statt in der Moschee, also das ist so ein Unfug.
Eli
Richtig. Es wundert mich, dass der Till Schneider das gesagt hat damals.
Gast
Die Einschätzung ihres Parteifreundes, promovierter Islamwissenschaftler, passt nicht zu der Rolle, für die Weidel sich heute entschieden hat. Im Dialog mit dem Volkszorn. Zu sehr steht die Relativierung der Taten derer im Mittelpunkt, die unsere Gesellschaft verachten. die unsere Werte und unsere Kultur ablehnen, die unsere Heimat, die ihnen Schutz bietet, abgrundtief hassen. In der Einladung hatte es geheißen, die Veranstaltung soll in stiller Würde ablaufen und den Opfern gewidmet sein. Abschieben! Abschieben! Abschieben! Am Ende der Rede zeigt sie dem Publikum noch diese Alice Weidel. Wir wollen, dass sich endlich etwas ändert in unserem Land, dass wir nie wieder mit einer Mutter trauern müssen, die auf so eine sinnlose und brutale Weise ihren Sohn verloren hat. Alice Weidel auf der Bühne. Wenig später Alice Weidel neben der Bühne. Sie bekommt eine Rose für die Opfer gereicht, die sie vor der Kirche ablegen soll. Doch nach einigen Fotos und wenigen Metern ist für Alice Weidel der Trauermarsch schon vorbei. Sie bricht als einzige in der eingereiten AfD-Spitze ab und geht zurück in den Backstage-Bereich.
Eli
Aufgrund der Sicherheitslage. Es war zu gefährlich, in dem Chaos, was danach dort passiert ist, für sie weiterhin mitzulaufen. Sie wäre mitgelaufen, sie wollte mitlaufen und die Polizei, die sie schützt, hat ihr verboten, das zu tun. Und dann haben die Leute vom BKA, die sie beschützen, sie ins Auto zurückgebracht. Gegen ihren Willen quasi, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Gast
Die anderen gehen weiter, nachdem sie ihr Verschwinden bemerkt haben. Weidel wird ihre Rose nicht ablegen, an der Gedenkstätte für die Opfer, an der nahen Kirche. Wenig später fährt sie ab. Die Heimreise ist weit.
Eli
Kommen die wieder mit der Schweiz?
Gast
Ein Januarabend in Berlin. In ihrem Büro wird Alice Weidel ins richtige Licht gesetzt. Gleich kann sie sich einem Promi-Unterstützer präsentieren. Es wird ein Online-Gespräch, das selbst Parteifreunde irritiert zurücklassen wird, mit Elon Musk. Und Hitler. Die reden eine ganze Stunde, und das ist natürlich der Ausschnitt, den sie bringen. Sie haben ja die Nachkriegszeit von damals bis heute miterlebt, dass in dieser Zeit Hitler als konservativ oder libertär bezeichnet wurde. Habe ich nie gehört, nein. Ich kenne niemanden, der Hitler als libertär bezeichnet hat. Oder konservativ. Auch nicht. Konservativ auch nicht. He was a Communist.
Eli
Das war er natürlich nicht. Also war er ja ein Linker. Das mit dem Libertarian, das ist die Übersetzung von Liberal. Also im Sinne von liberal. Das Deutsche liberal ist. Libertarian, was sie halt im Prinzip da gesagt hat. Beziehungsweise das ist einfach in diesem Spiel zwischen den zwei Bedeutungen, was liberal bei uns und eben libertär bei denen bedeutet.
Gast
Die Kommunisten wurden von den Nazis alle in KZs gesperrt oder umgebracht. Weidel wird ihre Aussagen nicht zurücknehmen. Sie hat die Aufmerksamkeit genutzt, um die Grenze des Sagbaren zu verschieben, Hitler umzudeuten. Ihr Coup, der reichste Mann und Weltraumpionier, hat sie international bekannt gemacht. Aber kennen sie auch die Menschen hier am Bodensee? Seit sieben Jahren Weidels Wahlkreis und ihr offizieller Hauptwohnsitz. Doch wenn man die Einheimischen fragt, hört man die Geschichte von Alice Weidel, dem Phantom. Eine Frau Weidel habe ich noch nie wahrgenommen, dass sie für uns spricht. Ich habe sie noch nie gesehen. Ich habe sie noch nie gesehen.
Uwe
Ich habe sie noch nie gesehen und habe auch zum ersten Mal in Nachrichten davon gehört, dass sie angeblich von... Du könntest bei den Nachbarn von Olaf Scholz klingeln und neun von zehn Leuten würden sagen, dass die den noch nie dort gesehen haben.
Eli
Das ist nun mal so bei prominenten Leuten, die viel zu tun haben und natürlich extremen Wert auf ihre Privatsphäre legen. Das ist so.
Uwe
Das ist extrem traurig, so zu argumentieren. In jeder Großstadt kennt kaum jemand seinen Nachbarn, der auf der anderen Seite des Treppenhausflurs wohnt. Und das jetzt jemandem vorzuwerfen, jemandem, der als Politiker ständig rumbereist, das ist sowas von primitiv. Das ist unglaublich.
Eli
Helmut Ritter schreibt jetzt gerade im Chat, 18,36 Euro im Monat. Helmut, du hast so recht. Du hast so recht. 1,80 Euro wäre zu viel für diese Leute.
Gast
Treffen Alice Weidel am See. Es geht um ihre Heimat und Glaubwürdigkeit. Die Sonne geht auf. Beim Spaziergang erinnert sie sich zunächst an einen Jugendurlaub. Da hinten? Nee. An dem Yachtclub habe ich damals meinen Seegeschein gemacht. Da war ich 17. Das Überlingen von heute behagt ihr wenig. Ja, das ist Überlingen, das ist eine Grünhochburg hier, CDU-Grün. Die Leute haben teilweise, wenn sie so politisiert sind, ein recht hohes Aggressionspotenzial. Am Seeufer soll es um ihre Volksnähe gehen, die Verwurzelung im Wahlkreis. Das ist ein relativ großer Wahlkreis, glaube ich, auf jeden Fall. Ja, ist er. Wie viele Einwohner hat der Wahlkreis ungefähr? Ja, schon so einige. Also ungefähr geschätzt. Ja, müsste ich nachgucken. In Überlingen würden Sie sagen, das ist Ihr Zuhause? Ja, auch. Überlingen ist auch mein Zuhause. Ist das Ihr Hauptwohnsitz? Ja, das ist mein Hauptwohnsitz. Und wie oft, würden Sie sagen, haben Sie es geschafft, im letzten Jahr hier zu übernachten? Oh. Ganz, ganz, ganz oft. Ja. Ungefähr. Fünfmal, zehnmal, zwanzigmal. Ja, das ist eine suggestive Frage, die Sie hier stellen. Beantworte ich so nicht, wenn sie so gestellt ist. Können wir jetzt weitermachen? Wie soll ich das denn stellen? Nein, aber bestimmt nicht so. Wir fragen ja andere Politiker auch nicht, wie oft sie zu Hause übernachten. Können Sie ungefähr sagen, wie viele Nächte Sie in Ihrem Hauptwohnsitz im Wahlkreis verbracht haben im letzten Jahr? Wenn man mal von den 365 Tagen ausgeht, denke ich 50 Prozent auf alle Fälle. Also ungefähr 200 Mal? Ja, so würde ich sagen. Stört Sie die Frage? Warum? Oder finden Sie die Frage legitim? Das ist absolut legitim. Nee, nee, ich habe jetzt keine Lust mehr. Nein, nein, nein, nein. Also es sind ja Suggestivfragen. Sie suggerieren ja jetzt hier was.
Eli
Herr Krupalla steht da, es ist so, Herr Krupalla, die haben dem Molotow-Cocktails auf sein Auto geworfen, auf seinem Grundstück. Der steht da einfach drüber. Der sagt einfach, der lässt sich das eben nicht nehmen. Der wohnt in einem Haus und der lebt gefährlich. Bei ihr, sie ist eine Frau, sie hat Kinder im Haus. Sie hat nur eine andere, weitere Frau, die ebenfalls in Anführungszeichen nur... potenziell sage ich mal ein Opfer und nicht jemand ist, der da verteidigen kann oder was auch immer. Schimpft mich gerne einen Sexisten. Aber es ist auch nochmal eine ganz andere Sache, ob du eben in Weißwasser, in Ostdeutschland, wo die Verhältnisse noch ganz anders sind, Tino Chrupalla, auf deinem eigenen riesengroßen Grundstück, in Anführungszeichen es zu übernachten und weiterhin in Kauf nimmst, dass sie dir deine Autos regelmäßig anzünden und anderweitig Sachen auf dein Grundstück schmeißen, als wenn du Alice Weidel bist, die eine ganz andere Gefährdungsstufe hat. Auf Dino Chrupalla ist auch schon ein Anschlag verübt worden, aber ich meine, da muss man halt eben sagen, okay, er steht da halt, aber drüber überlebt gefährlich. Sie kann sich das nicht leisten, gefährlich zu leben. Die soll die Kanzlerin von Deutschland werden. Auch das gegeneinander zu schneiden, das ist vollkommen asymmetrisch.
Gast
Da ist es wieder. Wird es für Alice Weidel unangenehm, ist die Contenance und sie schnell weg. Dann geht es weiter zum AfD-Kreisverband, der sie wieder als Direktkandidatin aufstellt. Es ist mir eine ganz große Ehre, den Bodensee-Kreis vertreten zu dürfen. Und wir bekommen doch noch die Antwort an der Basis, wie viele Einwohner Weidels Wahlkreis nun eigentlich hat. 250.000 circa. Und wenn jemand hier als direkte Kandidatin antritt und seit sieben Jahren im Bundestag ist, sollte man dann diese Zahl wissen, wie viele Einwohner hier groß sind? Durchaus könnte man wissen, sollte man wissen, ja. Ist sie auch so lokal verwurzelt? Ja, natürlich. Ihr Vater wohnte im Waldkreis. Und Sie selber? Nein, die wohnten in Einsiedeln. Also in der Schweiz? Ja. Am Bodensee für viele ein seltener Gast. In ihrer Partei längst der unangefochtene Haupt-Act. Der Wahlkampf wird zur Weidel-Show, zum Weidel-Hype. Und der Parteitag zur Krönungsmesse. Zehn einer Nominierung mit Original-AfD-Wahlkampf, Musik und Video. Wann sind wir eigentlich nun wieder dran? Wir sagen jetzt.
Eli
Ich bin in dem Film, Uwe. Schau mal da. Weißt du, woran ich es erkannt habe? Der Typ, mit dem ich hab mich gewundert, warum hat der so viele Monitore, die der vor sich rumträgt. Das bin ich. Die Leute, die mich kennen, die mich beim Einsatz beobachtet haben. Ich hab ja meine Kamera, dann hab ich zwei Handys hier, ein Handy da, ein funktionstüchtiges und, und, und. Das bin ich. Ich bin da in diesem weißen Hemd da rumgelaufen. Das ist ja witzig. Ich bin in dem Film dran.
Uwe
Das ist doch witzig.
Gast
Die AfD berauscht von Alice Weidel und ihrem neuen Kanzlerkandidaten-Gesicht. Sie will zurück in ein anderes Deutschland, Dexit und D-Mark als Option. Und überhaupt das Land radikal verändern. Soll ich euch sagen, was wir tun werden, wenn wir am Ruder sind? Wir schließen alle Gender Studies und schmeißen diese Professoren raus. So! und Rückführung im großen Stil. Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration. Wir reißen alle Windkraftwerke nieder, nieder mit diesen Windmühlen der Schande. Im Wahlkampf-Endspurt bietet Weidel Groß-Events mit Volksfest-Atmosphäre, Fassbier und Feindbilder. Friedrich Merz wird als Darth Merz, Globalist und Heuchler dargestellt. Er, der wenige Wochen vor der Wahl die Brandmauer-Debatte neu entfachen und Weidel im Bundestag einen Triumph bescheren wird. Weidel präsentiert auch prominente internationale Unterstützer, etwa Unternehmer Elon Musk. Und einen potenziellen Kanzler im Nachbarland. Weidel dankt Herbert Kickl. Ein spezieller Gruß nach Österreich. Sie will Deutschland führen, als Kanzlerin. Doch wer ist Alice Weidel? Ihr wichtigster Förderer will sich nicht festlegen. Also ich glaube nicht, dass Frau Weidel eine Radikale ist, aber das sind wir im Grunde alle nicht. Ihr ehemaliger Professor warnt vor Ihren Wirtschaftsplänen.
Eli
Doch, der hat sich festgelegt. Der hat sich sogar nicht nur für Sie, sondern für die komplette Partei festgelegt. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was du gerade anmoderiert hast.
Gast
Der Staat in Europa, im Europäischen Verbund, der eine eigenständige nationale Politik wieder macht, der ist verloren. Ihr extremer Verbündeter sieht sie auf seinem Kurs. Sie verkörpert die Inhalte der AfD, auch wie ich sie sehe und wie ich sie haben will, diese Partei. Und ihr alter Bekannter erkennt sie kaum wieder. Den Schafspelz, den sehe ich nicht mehr, den zieht, glaube ich, niemand mit. Es ist auch wichtig. Wolf im Wolfspelz. Was sagt sie selbst? Wer ist Alice Weidel? Ich glaube, dass ich eine ehrliche, wahrhaftige Politikerin bin, die die Interessen Deutschlands vertritt und nichts anderes. Die Fotos vom Shooting sind längst auf Plakate gedruckt. Entschieden haben sie sich hier für das Freundliche. Nur eines der vielen Gesichter der Kanzlerkandidatin Alice Weidel.
Uwe
Gibt es auch unfreundliche Gesichter?
Eli
Ein Film von Ehre mit mehrer Gebühr, sage ich immer wieder. Wenn ihr mehr Gründe haben wollt, um euer GEZ-Abo irgendwann mit Freude und Stolz kündigen zu dürfen, für diesen Film zeichnen verantwortlich David Gebhardt, Johanna Sagmeister, Frank Wieltorf, Lukas Pischowski, Frank Wieltorf, Florian Wasik und Schnitt hat Johannes Dittmar gemacht. Uwe, Uwe, Uwe, ich wusste, es würde schlimm werden. Ich wusste, es würde mich zur Weißglut treiben und ich wollte nach anderthalb Minuten abbrechen. Jetzt habe ich mir das doch angetan. Jetzt musst du mir sagen, warum ich meine Zeit nicht verschwendet habe.
Uwe
Weil es eine gute Übung für dich ist, deine Impulse unter Kontrolle zu behalten. Das ist mal der persönliche Aspekt. Und der objektive Aspekt ist, man muss sich auch mit dem absurden Theater anfreunden. Man muss sich auch klarmachen, wie Politik, wie Propaganda funktioniert. Und hier haben wir das wunderbar gesehen. man einerseits den Eindruck erweckt, als ob man eine objektive Reportage macht, so aber in Wirklichkeit doch einen voreingestellten Blickwinkel immer wieder besonders betont. Also das ist eben Propaganda pur. Propaganda pur, die auf eine gewisse Weise eigentlich gut gemacht ist. Und wenn man nicht darüber nachdenkt, dann ist das sogar irgendwie eingängig. So wie eben zum Schluss, dieser triviale Satz, ja, sie Das Wahlplakat zeigt ihr schönes Gesicht, was zu deutsch heißt. Sie hat noch viele andere Gesichter und da ist wahrscheinlich auch noch ein hässliches dabei. Das heißt, das ist so geschickt gemacht, dass der Zuschauer eben in sich Assoziationen von alleine denkt, die gar nicht wörtlich genannt wurden. Also diese Art von Journalismus ist für meinen Geschmack schlichtweg gruselig. Aber das ist eben heutzutage so.
Eli
Ich weiß, du bist der Resigniertere von uns beiden und nimmst das einfach so gelassen zur Kenntnis. Ich meine, Uwe, die eine Sache ist ja so, wenn das jetzt einfach nur Journalismus wäre, der nichts bewirken würde, so frei nach dem Motto Rauschen im Walde. Dieses Zeug gucken sich die Menschen ja an. Dieses Zeug ist eine Wahlmanipulation, was da stattfindet. Ich meine, es ist jetzt nicht einfach nur deshalb so schlimm, weil sie das übliche Framing eben der AfD gegenüber betreiben. Wenn sie bei allen Politikern so kritisch wären, wenn sie beim Olaf Scholz nachfragen würden wegen der Cum-Ex-Affäre, wenn sie beim Robert Habeck nachfragen würden, wo der alles plagiert hat und wie eigentlich inkompetent kolossal der ist und so weiter und so fort, dann könnte ich ja sagen, okay, gut, das gehört halt einfach, sage ich mal, zur normalen Arbeitsbeschreibung dessen, was ein Journalist leisten müsste. Aber nein, die sind ja ihr Gegenüber. Ganz besonders bissig und allen anderen gegenüber nicht und zu einem Überfluss, es handelt sich um ZDF, wir dürfen das auch noch bezahlen, ob wir wollen oder nicht. Und wenn wir uns beschweren, wenn wir uns aufregen, dann sind wir die Bösen. Wie man es dreht und wendet, wird dieser Journalismus gegen uns verwendet. Das ist eine Waffe in deinen Verstand und in den Verstand von allen anderen Menschen, die nicht einfach nur so darüber stehen können, sondern die Alice Weidel richtigerweise in diesem Film beschrieben hat, als die mit der Schere im Kopf. Warum? Weil die Leute werden gepolt medial nachzuplappern, was sie denken, alle anderen auch denken. Und was... Der Fernseher sagt, was die anderen denken, ist dann irgendwann das, was die Leute denken, das die Menschen denken. Und deshalb ist das ein Angriff. Ein Angriff auf die kollektive Es ist Massenmanipulation der übelsten Sorte und dass wir das alles auch noch zwangsfinanzieren müssen, das setzt wirklich das i-Tüpfelchen auf eine Shitshow Sondersgleichen, wie ich nur diesen Beitrag bezeichnen kann. Das einzige Gute, was ich darüber sagen kann, ist, das war gut gemacht und die Drohnenschutz haben mir gefallen.
Uwe
Ansonsten war das furchtbar. Änderungswünsche sozusagen oder Abweichung. Ich möchte nur noch zusätzlich dazu anmerken, ja die Propaganda kann sehr groß sein, aber die Propaganda wirkt nicht automatisch. Die Propaganda muss von dem Rezipienten, sprich von dem Zuschauer aktiv akzeptiert werden. Du kannst noch so viel Propaganda machen, wenn der Zuschauer sagt, das interessiert mich nicht, dann interessiert ihn das nicht. Das heißt, die können das sehr gut machen und wenn der Zuschauer sagt, das gefällt mir, ich nehme das an, dann ist das die Entscheidung des Zuschauers. Wenn er sagt, nee, das akzeptiere ich nicht, dann geht das an dem vorbei. Das heißt, man darf also nicht... den Zuschauer selber zum bloßen Opfer erklären, der nur eine Verfügungsmasse von irgendwelchen Medienanstalten ist. So ist es nicht. Du könntest genauso gut sagen, ja Moment mal, geh doch mal in so einen Edeka-Laden und schau mal an, wie groß die Regale für harte Alkoholiker sind. Faktum ist aber, dass die Anzahl der suchtabhängigen Alkoholiker seit Jahrzehnten nahezu konstant ist. Uwe, wieso redest du jetzt mit mir über Alkoholiker?
Eli
Wir reden über diesen Film.
Uwe
Ja, aber der Film ist auch nur ein Angebot. Der Film ist ein Angebot an Zuschauer, nimm meine Propaganda an. Ich habe dir ein tolles Angebot gemacht, ich habe es filmerisch perfekt versucht beizubringen, bitte nimm es an. So, und der Zuschauer steht in der Freiheit, dieses Angebot anzunehmen oder nicht. Ja, das
Eli
Das ist ja immer so, lieber Uwe, aber das entschuldige ich doch nicht, dass auf Staatszahlerkosten, entschuldige, dass ich unterbreche, dieser schon produziert wird. Die haben eine Neutralitätspflicht. Die werden von uns zwangsfinanziert, weil sie diese Neutralitätspflicht zu respektieren, zu achten haben. Wir reden doch nicht einfach nur darüber, dass es Alkohol ist, was du kaufen kannst oder nicht. Also entschuldige, wenn mir hier der Arsch platzt. Aber Alkohol zwingt dich keiner irgendwie fremd zu finanzieren. Wenn du blöd genug bist, das Angebot von Alkohol anzunehmen, weil es für dich so verlockend ist, kannst du das mit deinem Privatgeld in deiner privaten Freizeit machen, ob du willst oder nicht. Aber es kommt keiner zu dir und nimmt eine Zwangsabgabe ab für Alkohol, den andere konsumieren sollen. Das ist doch das Prinzip der GEZ. Deshalb ist das so verwerflich. Komme hier bitte nicht mit Alkohol.
Uwe
Ja, aber selbst das, dass das so ist, Edi, da stimme ich dir auch zu, dass deine Darstellung korrekt ist. Aber das ist doch das normale Leben der Politik seit 5000 Jahren. Das ist doch nichts Neues.
Eli
Ja, das ist ja das Problem. Das ist doch das Problem. Ich hatte euch gewarnt, Leute.
Uwe
Ja, aber guck mal, du wirst doch den Zustand, in dem die menschliche Gesellschaft sich seit 5.000 Jahren befindet, also ich sage seit dem Beginn der Städtebaus, als wir alle noch Wanderhirten waren und Kuhhirten waren und Schafhirten waren und Pflanzen gesucht haben, da war das noch nicht so. Erst als wir sesshaft wurden, da konnten die Menschen anfangen, solche Spielchen zu machen. Und seitdem ist es immer so, dass die Herrschenden versuchen, ihr Volk mit irgendwelchen Tricks zu bezaubern. Und das Volk fällt in zwei Gruppen, nämlich die einen, die sich bezaubern lassen und die anderen, die sagen, du kannst mich mal. Das heißt, dieses Prinzip, dass eben die frommen Sprüche, was Gesetz und Ordnung ist und wie man das alles hinbiegt, dass es dann nachher im Grunde genommen doch nur Willkürherrschaft wird, Das ist immer schon so gewesen. Wir können darüber lamentieren, dass es nicht so sein sollte. Das ist nun mal die faktische Realität. Wenn man nicht will, dass der GEZ-Beitrag in eine Staatspropaganda umgewandelt wird, dann muss man es ändern. Und wenn man es nicht ändern kann, dann ist es nur ein Zeichen dafür, dass diejenigen, die ihn haben wollen, in einer stärkeren Machtposition sind. Das mag man bedauern, aber es ändert doch nichts an der Realität.
Eli
Natürlich ändert das nichts an der Realität. Aber das ist ja die selbe Argumentation, die wir vorhin zu Recht kritisiert haben, als es darum ging, dass man ja dieser Argumentation folgend auch keine neuen Atomkraftwerke bauen müsste. Weil es war 5000 Jahre so. Das bedeutet, man kann das also nicht ändern. Doch, man kann es ändern. Irgendeiner wird irgendwann mal geboren werden, lieber Uwe. Der hat das einfach alles nicht gehört oder gewusst, was du alles zu sagen hast. Und der wird einfach nicht wissen, dass es unmöglich ist. Und weißt du, was er als nächstes machen wird? Der wird es machen. Und dann ist der KZ abgeschafft und dann sind 5000 verdammte Jahre von Lüge und Manipulation vorbei, Klammer auf, bis der nächste kommt und noch eloquenter lügt.
Uwe
Völlig klar, völlig klar, Eli. Ich stimme ja auch dir an der Stelle zu 100 Prozent zu. Ich habe ja nur eine Zustandsbeschreibung gemacht und habe ja nicht gesagt, dass ich in Zustand für gut befinde. Ich habe auch nicht gesagt, dass er nicht änderbar ist. Ich habe nur gesagt, es ist so. Und im Moment ist es eben immer noch so, dass niemand da ist, der diesen Zustand effektiv ändern kann. Wir haben jetzt eine Situation, die von Amerika ausgeht, die eine gewisse Neuerung bringt, um es mal wertneutral zu sagen. die möglicherweise auch auf uns überschwappt, dass wir vielleicht manche Dinge möglicherweise ändern werden. Aber ob das tatsächlich sich durchsetzt, das werden wir alles noch sehen. Nur, worauf ich hinaus will, ist, man kann das beklagen und kann sagen, okay, ich betrachte das jetzt von einem moralischen Gesichtspunkt oder von einem juristischen Gesichtspunkt oder von einem wirtschaftlichen Gesichtspunkt, das kann man alles machen. Aber die einzige Frage, die letztendlich zählt, ist, kann ich es ändern oder kann ich es nicht ändern? Wenn ich sage, ich will das nicht haben und ich möchte es ändern oder es möge jemand kommen, der es ändern möge, dann muss ich den unterstützen oder ich muss mich selbst dazu bereit machen, es ändern zu können. Aber im Moment sind wir immer noch auf dem Status Quo, dass es so ist, wie es ist. So beklagenswert wir das persönlich jetzt halten, ich finde das überhaupt nicht toll. Ich denke auch manchmal, ich würde lieber in der DDR 3.0 leben als bei uns in der BRD. Es ist aber einfach so.
Eli
Lass uns mal zurückkommen zu dem Film, lieber Uwe, weil jetzt bist du mir zu schnell auf die Meta-Ebene abgezischt.
Uwe
Jetzt verarschst du mich und dann beschwerst du dich immer.
Eli
Nein, nein, aber du hast mich dazu gebracht, diesen formalen Film zu gucken. Jetzt müssen wir auch schon drüber reden. Tut mir leid, mein Guter. Dieser Film hatte dieser Film für dich irgend... Wir reden die ganze Zeit über Mehrwert. Hatte dieser Film für dich einen Mehrwert, außer, dass es darum ging... Frau Weidel in einem schlechten Licht darzustellen. Ich sage dir genau von Anfang an, worauf ich hinaus möchte. Eigentlich müsste da wenigstens ein Hauch dessen dabei sein, dass die also quasi sagen, okay, es wird ja verkauft als Porträt, es wird ja verkauft für das komplette Volk, inklusive also 25% AfD wieder im Volk, die diese Abgabe zahlen. Ist da also irgendetwas dabei gewesen, wo man sagen könnte, das würde diesen Film, diese ganze Bestrebung, das ganze Budget legitimieren? Oder war das von Anfang bis Ende nur... Konzipiert, durchgeführt und ausgestrahlt. Ein medialer Auftragsmord vom ZDF.
Uwe
Also ich fange mal hinten an. Ja. Ein klarer Fall von journalistischem Auftragsmord. Denn um jetzt aus diesem Film herauszufiltern, dass Frau Weidel vielleicht doch eine passable Person sein könnte und vielleicht doch was Gutes für das deutsche Volk werden könnte, das bedarf schon quasi der Metainterpretation. Weil alle Szenen, die dargestellt wurden, die ganze Story, die erzählt wurde, im Grunde genommen darauf hinlief, sie doch zu diskreditieren. Und das ist eben ein Journalismus der finstersten Art und Weise, Propaganda pur.
Eli
Aber ist in diesem Film, hast du irgendeinen Moment erkannt, wo du sagst, hey, das hat ja wirklich irgendwie so Züge von einem Porträt. Jetzt kenne ich diese Person irgendwie besser. Da geht es wirklich darum, sie darzustellen. Weil ich muss es ganz ehrlich sagen, von Anfang bis Ende, inklusive sogar, wenn sie zurückreichen bis in ihre Schulzeit, reichen sie nur dahin zurück, Um sich mit dem Feigenblatt des Journalismus, das ist jetzt ein Porträt, schmücken zu können, aber tatsächlich reiten die schon damals also auf irgendwelchen Liebesgeschichten rum, wenn sie beim Haareschneiden irgendjemanden in den Nacken gefahren ist oder was auch immer dieser Mist da gewesen ist mit diesem Typen, der ihr da also die Lüge irgendwie vorgeworfen haben will. Egal wie tief sie zurückgehen, ob sie das Porträt nennen, ob sie das Reportage nennen, in welchem Format auch immer sie es darbringen werden. Ich kann euch garantieren, das Budget ist bewilligt worden. Jeder einzelne von denen, bis hin zu diesem Korrektiv-Regisseur da, ist explizit gecastet worden, um von Sekunde 1 bis zur letzten Sekunde nur diesen Auftragsmord an ihr im Prinzip medial auszuüben.
Uwe
Ja, das ist ein reines Diffamierungsvideo, was sich als Aufklärungsporträt tarnt. Und das ist also wirklich ein ganz finsteres journalistisches Konzept.
Eli
Von Anfang an, Uwe, Sie haben angefangen, indem Sie sich über Ihren Musikgeschmack lächerlich machen, darüber, dass sie diese vielen unterschiedlichen Gesichter hat, dass man ihr also nicht trauen kann und so weiter und so fort. Über Robert Habeck würden Sie das nicht sagen, über Cum-Ex-Wirecard Olaf Scholz würden Sie das nicht sagen, über Blackrock-Merz würden Sie das nicht sagen, da würden Sie es nicht wagen, das ist der nächste Bundeskanzler. Bei Wagenknecht würden Sie mit Putin natürlich der Keule kommen und die Linken sind sowieso irrelevant, genauso wie der Lindner mit seinem komischen Toupet. Aber bei ihr wirklich von Anfang bis Ende. Und das einzige Gute, was ich diesem Film abgewinnen kann, ist, Uwe, sie wehren sich mit Händen und Füßen. Sie schmeißen diesen Dingen Budget und Kraft und Anstrengungen daher. Sie ziehen alles. Alle Register, um die AfD zu bekämpfen, das würden sie nicht tun, wenn sie nicht den kalten Nacken der AfD in ihrem Rücken spüren würden. Das bedeutet nicht, dass die AfD schon irgendetwas bewirkt hat, auch wenn sie die ganze Zeit sagt, AfD wirkt und so weiter und so fort. Sie war und ist und bleibt bis zuletzt aktuell eben eine Partei in der politischen Opposition. Aber sie treibt die anderen vor sich her. Und die anderen haben Angst. dass da etwas passieren könnte. Und wie wir schon bei der Corona-Pandemie gesehen haben, das ist alles, was es braucht. Die Angst, dass etwas passieren könnte. Und schon reagieren sie panisch. Wie die Hühner aus den Hühnerställen in China.
Uwe
Das stimmt völlig, Eli. Also man müsste eine solche Show hier überhaupt gar nicht abziehen, wenn man nicht eben die Notwendigkeit dafür sehen würde. Das heißt, Würde man tatsächlich ernsthaft an Demokratie und Aufklärung interessiert sein, dann würde man ein neutrales Interview machen und nicht solche pointierten Negativ-Szenarien, ein nach dem anderen, hintereinander. sondern man würde da wirklich mal versuchen, ein echtes Porträt zu machen. Und dass man das nicht macht, ist ein Beleg dafür, dass man eben die Wahrheit nicht bringen möchte. Man möchte eine Dämonisierung machen und die möchte man hier eben geschickt verpacken und verkaufen als Aufklärung. Aber in Wirklichkeit ist das Motiv, was dahinter ist, ist Schiss in der Hose.
Eli
Ich habe die Leute mal gefragt, ich habe eine Umfrage im Hintergrund laufen, 47 Leute haben sich daran beteiligt, trotz dessen, dass uns gerade immer noch 175 zuschauen. Also keine Ahnung, ob alle anderen schon pennen oder was. Weißt du, so nach dem Motto, die sind eingeschlafen, das Handy läuft doch nebenbei, um die Zahlen hochzutreiben. Na, wie dem auch sei, danke an die, die mitgemacht haben, 48 jetzt. Ich habe sie gefragt, wie fandet ihr den Film? Halt dich fest, 85% sagen, er war schlecht, 12% sagen, er war mittel und 4% sagen, er war gut. Keine Ahnung, ob die mir nur einfach eins reinwirken wollen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich kann diesem Film nichts Gutes abgewinnen. Ich kann diesem Film nichts Gutes abgewinnen. Und was mich wirklich wundert, Uwe, Uwe, ganz kurz, ganz kurz, ganz kurz, das muss ich dich jetzt mal fragen. Und zwar Frau Weidel ist ja nicht dumm. Frau Weidel kann ja auch Google bedienen. Wenn Frau Weidel hört, wer diesen Film macht, dieser David Gebhardt, und es nur eine Google-Suche braucht, um zu erfahren, der Typ ist von Korrektiv, Ja, warum hat sie diesen Film dann überhaupt gemacht? Warum hat sie sich darauf eingelassen? Glaubst du, die haben die Identität des Filmemachers verschleiert?
Uwe
Nein, das glaube ich nicht, sondern ich denke, dass sie einfach sagt, Hauptsache es wird über mich gesprochen und ich wirke für mich selbst. Also ich schätze mal, dass sie einfach darauf spekuliert, dass die Zuschauer schon merken, was in dem Film abläuft.
Eli
Ja, aber Uwe, das ist ja genau so, wie wenn Hitler sagen würde, okay, es ist kein Problem für mich, dass der Zentralrat der Juden seine Autobiografie schreibt. Das geht doch nicht. Du kannst doch nicht korrektiv einen Film über Alice Weidel machen lassen. Das ist doch ein Interessenskonflikt. Ich erinnere dich daran, die sollen objektiv und neutral sein.
Uwe
Ja, ich weiß, Edi, ich weiß, worauf du hinaus willst. Und wenn wir jetzt die andere Variante betrachten und sagen, dann hätte sie das nicht machen sollen. Und warum hat sie es dann dennoch gemacht? Dann würdest du sagen, dass ihr Urteilsvermögen an der Stelle eben optimierungsbedürftig ist. Nach dem Motto, gib deinem Feind nicht zusätzlich noch eine schwache Seite zum Futtern. Ich sehe das mal so, Frau Weidel ist, obwohl sie nun zehn Jahre oder wie lange auch immer damit der AfD ist, sie ist immer noch nicht so die typische Politikerin. Also sie ist doch eher so der normale Mensch, der seine Ideale vertritt und meinetwegen auch die Ideale der Partei. Aber sie hat nicht so den Machtinstinkt, sie hat nicht so dieses Machtdenken. Für eine neue ZDF-Doku trifft sich Donnernist. Dass da einfach noch eine gewisse Form von Naivität sein mag, von Gutgläubigkeit, dass man solche Dinge irgendwie noch bewältigen könnte und dass es nicht so schlimm werden könnte.
Eli
Ja. Naja, sie ist halt auch nur ein Mensch, das ist das Ding. Weißt du, Donald Trump wird ja auch immer wieder als Monster gezeichnet. Und überhaupt, die bösen, schlimmen Viktor Orban, denk an Putin, wo man ja denkt, in irgendeinem Verlies, in irgendeinem Keller frisst er Kinder und was auch immer. Die zeichnen ja dieses Zerrbild von einer, es ist ja schon keine Person mehr, es ist eine Figur, die da gezeichnet wird. Und dann auf einmal eben Frau Weidel zu sehen, guck mal hier, ich habe jetzt rein zufällig einfach an diesem Moment pausiert. Dass ihr zum Beispiel mal was ins Auge kommen kann und man das halt eben mal wegkrümeln muss oder was auch immer. Dass die auch mal aufs Klo gehen muss, dass sie nicht immer jeden perfekten Spruch parat hat oder wirklich für alles die perfekte Erklärung hat und so weiter und so fort. Das malen sich die Leute ja gar nicht aus, weil die Figur, das Zerrbild des Hasses oder zumindest was man hassen dann eben kann, das muss ja am Leben erhalten werden. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, also... Ich hatte jetzt ein Interview mit Peter Büstron und er hatte, weil er wusste, dass da ihm dieser Spiegel-Reporter Adrian Altmaier entgegenstand, hat er doch tatsächlich das Kunststück hinbekommen. Fünf Minuten lang ist er interviewt worden. Jede Frage von Altmaier so zu beantworten, dass darin ein Angriff war, zurück an den Spiegel. Okay? Und dann würde ich sagen, wenn sie, wenn Frau Weidel sich also einlässt auf eine Reportage, ein Porträt vom ZDF vor einem Korrektivregisseur, dann muss sie die Bystron-Methode anwenden. Da muss jede Antwort sein, ja, aber das ZDF ist doch selber schuld. Oder ihr seid doch selber so schlecht. Und die Linken, nun hast du nicht gehört. In jeder Frage. Und dann sollen die daraus bitte schön ein Porträt machen. Aber das hat sie nicht gemacht. Sie hat sich auf diese Sache eingelassen. Und dann kann man mal wieder sehen, sie ist halt einfach ein besserer Mensch als ich. Ich wäre über die alle drübergerollt, mir wäre der Arsch geplatzt. Ich wäre aber auch kein guter Bundeskanzler. Weil du weißt, wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd und ich brauche eine ganze Herde. Ich kann mir trotzdem immer noch keinen Reim drauf machen, ob sie sich jetzt nur einen Gefallen damit getan hat, indem sie gesagt hat, scheiß drauf, ich mach das jetzt. Oder ob sie aus taktischen Gründen hätte eigentlich verzichten sollen. Weil, Uwe, vergiss nicht, die Leute sehen das ja. Eine Million Menschen wird diesen Scheiß nicht angucken.
Uwe
Ja, ja, natürlich. Also ich sag mal, bei Korrektiv hätte ich, glaube ich, an ihrer Stelle gesagt, nein, danke. Weil wir speziell in der Corona-Zeit gesehen haben, dass Korrektiv ja eigentlich ein Lügen... Loch des ersten Grades, dass die überhaupt irgendeinen Satz sagen, der im Kontext korrekt ist, das ist ja noch zu bezweifeln. Natürlich haben sie manchmal schon auch Fakten korrekt dargestellt, aber die Interpretation von dem, was sie dann gemacht haben, die war wiederum völlig unterirdisch. Und insofern hätte ich, glaube ich, mit Korrektiv hätte ich gesagt, nee, mit Ihnen nicht. Oder entsprechende vorherige Vereinbarungen getroffen, dass ich dann Mitspracherecht habe, was wie gesendet wird oder so. Aber offensichtlich war sie da ein bisschen unbedarfter. Und ich denke, das liegt einfach auch an ihrer Person, dass sie nicht so, ich sage mal, so negativ gegenüber anderen Menschen ist und glaubt, das wird sich schon alles zum Guten wenden.
Eli
Ja, nur das Problem ist, in der Politik gibt es keine Zufälle. Es ist ja nicht zufällig so gekommen, dass ein Regisseur, der für das Korrektiv gearbeitet hat, diesen Film machen durfte. Es ist ja auch kein Zufall, dass er diesen Film so zusammengeschnitten hat. Und es ist auch kein Zufall, dass zum Beispiel jetzt gerade auf den letzten Metern man noch versucht, irgendeinen Spendenskandal bei der AfD zu konstruieren oder anderweitig, die weiterhin, sogar auf den letzten Metern, wo die Leute so verfestigt sind in ihrer Meinung, noch die letzten paar Prozentpünktchen eben abzufallen, abzuschleifen. Das sind ja alles keine Zufälle. Und wenn das einer weiß, von wie lang her sich so eine Position ja auch anbahnt und dass man das Eisen schmieden muss, wenn es heiß ist, dann ja wohl Frau Weidel. Eine Sache muss ich fairerweise sagen, die kommt aus diesem Film wieder so ein Stück weit hervor, aber das haben andere Medien besser herausgearbeitet. Das ist einfach, dass diese Frau, du hast sie ja recherchiert, das ist wirklich, das ist im wahrsten Sinne des Wortes Exzellenz. Sie gehört zur Elite nicht nur dieses Landes, sondern auch noch der Schweiz und überhaupt des ganzen deutschsprachigen Raumes. Das ist nicht nur die oberen 5%, das ist die obere 1%. Und das ist ja nicht gestern entstanden. Das ist eine Lebensaufgabe. Ich meine, Friedrich Merz, der ist nicht so brillant wie Sie, der arbeitet mit 69 immer noch dran. Und vielleicht schafft er es jetzt, aber nur mit aller möglichen Schützenhilfe. Frau Weidel würde das gegen den größten Widerstand in der Geschichte Deutschlands schaffen. Weil sie zu diesen 1% gehört. Und das hat mir dieser Film noch einmal so ein Stück weit vor Augen gebracht. Sie war halt schon damals rebellisch. Klammer auf wie ich, Ausrufezeichen, Klammer zu. Macht euch keine Sorgen, ich werde nie Kanzler von Deutschland. Aber sie könnte es werden. Und warum? Weil sie sich ein Leben lang, nicht einen Monat, nicht eine Woche, nicht ein Jahr, nicht ich mach mal eine Kampagne, zehn Jahre lang. Sie hat sich ein Leben lang dahinter geklemmt. Sie wusste gar nicht, dass sie Kanzlerin werden würde, als sie schon auf dem Weg dahin war. Und das hat begonnen, als sie ihrer Mama da aus dem Uterus gekrabbelt ist. Da war sie auf dem Weg zum Kanzleramt. Es ist eine Lebensaufgabe, es ist eine Mammutaufgabe, so etwas zu machen, wenn man das gegen den Widerstand von allen schaffen will. Und sie könnte es schaffen, weil die Zeit reif dafür ist.
Uwe
Ja, und vermutlich wird sie es auch schaffen, denn wie wir schon besprochen haben, die nächste schwarze Koalition in unserer Regierung wird ja nicht allzu lange halten. Wir werden dann aller Wahrscheinlichkeit nach meiner erst neulich wieder aktualisierten Glaskugel wahrscheinlich schon im Jahr 26 die nächste Neuwahl haben. Das wird dann eben schwarz-blau heißen müssen und dann wird Herr Merz eben doch die Brandmauer heranheißen müssen. Insofern ist das alles nur eine Frage der Zeit. So wie ich vorhin sagte in der Live-Sendung, dass der Merz sich ruhig zurücklehnen konnte nach dem Motto, er steht so gut, da muss er nicht viel gegenüber dem Scholz Neues auf den Tisch bringen. So kann die Weidel eben auch solche Filme wie jetzt hier vom Korrektiv eigentlich auch über sich ergehen lassen, weil sie weiß, die Unzufriedenheit im Volk ist so groß, die wird auch durch die nächste Regierung nicht weniger werden. Und insofern ist die AfD... Egal wie der Mainstream sie beurteilen mag, sie ist einfach im Aufwend, weil alle anderen diese Probleme, die die AfD zum Thema macht, überhaupt nicht adressieren wollen. Jedenfalls nicht ernsthaft.
Eli
Und die Leute, die sehen es immer nicht, aber 22% für die AfD, eine Partei, die so überall geschlagen wird. Das ist nicht einfach nur 22 Prozent wert, das ist gut und gerne 32, 42 Prozent wert. Und der Rest, das ist halt das, was abgebaut worden ist. Durch das Framing, durch die Manipulation, durch die Angriffe, die physischen, die im Übrigen dazu geführt haben, dass Frau Weidel eben eine Sicherheitslage hat, bei der sie nicht kommentieren kann, nicht kommentieren darf, wo sie wohnt, wo sie sich aufhält, wie viele Wohnsitze sie hat und so weiter und so fort.
Uwe
Ja, und guck mal, wenn du jetzt eben die CSU mit dem 5% noch abziehst, dann hat die AfD auch nur noch 25%. Also sprich, wir sind ja schon in einer statistischen Unschärfe, denn diese ganzen Umfragen liegen ja alle in der Unschärfe von ungefähr bis ungefähr 2,5% plus minus. Die sind ja im Grunde genommen gleich auf. Und wir wollen jetzt mal nicht darüber diskutieren, wie stark jetzt vielleicht solche Umfrageinstitute in den Regierungsbetrieb eingebunden sind aus rein wirtschaftlichem Interesse und, und, und. Das heißt, ob solchen Umfragen überhaupt zu vertrauen ist und in welchem Umfang, das ist ja noch ein ganz anderes Thema. Aber selbst unter der Annahme, dass das alles korrekt wäre, muss man klipp und klar sagen, Das ist das, was Edi meint. Also wenn man so stark angegangen wird und dann doch 20 Prozent oder 22 Prozent hat, dann hat man in Wirklichkeit noch mehr. Und meine Spekulation ist, und da stimme ich dir auch zu, ich denke, in Wirklichkeit hat die AfD bundesweit 26 bis 28 Prozent. Ob das tatsächlich in der Wahl bei rauskommt, werden wir noch sehen. Wir werden vielleicht einen hohen Wahlanteil haben, aber wahrscheinlich auch einen hohen Briefwahlanteil. Bei Briefwahlen wissen wir, dass der Manipulationspotenzial relativ hoch ist. Das wird bestimmt ganz spannend werden, aber das werden wir dann ja am Sonntag sehen.
Gast
Richtig.
Eli
Wir kommen zum Abschluss, lieber Uwe. Bis Sonntag kommt erst mal morgen der Donnerstag. Du hast es vorhin, wie hast du es genannt? Die Zickenrunde oder was? Irgendwas mit Zickenkrieg hast du gesagt, ne? Ich dachte, Zickenkrieg. Ja, genau. Das ist morgen. Das ist die Schlussrunde vor der Wahl. Ich meine, wie gesagt, wie viel Glück kann man haben? Baerbock, Wagenknecht und Weidel in einer Runde. Aber natürlich wird es viele Männer geben, die dann dazwischen quaken werden, die niemand hören möchte. Ich meine, hier, der Typ heißt, glaube ich, Arken oder Agne. Ich kann es mir nie merken. Das ist der SPD-Vertreter, obwohl der Bundeskanzler da sein sollte, den interessiert keine Sau mehr, 4%. Lindemann ersetzt aus irgendwelchen Gründen Merz, na gut, den hatten wir heute schon und das ist wiederum der CSU-Vertreter, die eigentlich gar nichts mitzudeuten haben. Also ich meine, wer wählt die CSU außer in Bayern? Gut, das ist also morgen am Donnerstag und dann wählen wir natürlich am Sonntag, aber am Samstag auf jeden Fall, lieber Uwe. Da machen wir auch nochmal, wie es Tradition langsam wird auf dem Kanal, den Valomaten. Stimmen die Leute ein und Sonntag begrüßen wir sie nach dem Wählen wieder und führen den ganzen Tag durch eine Analysesendung. Extraordinär, bei der du dann übernimmst, ich übernehme, je nachdem, wann wer welchen Block eben nimmt. und machen dann Stück für Stück eben unsere Arbeit. Marco Bluder hat gerade 50 Euro geschickt. Siehst du, der ist auch gerade ganz agitiert hier. Der Film war grauenhaft, aber was war eben zu erwarten? Beziehungsweise, aber was erwarten wir so? Und das hat er geschrieben. Ja, genau, du hast absolut recht. Der Film war furchtbar. Und was mir gerade auffällt, Uwe und ich bedanken uns auch für 50 dänische Kronen. Weil jetzt sind ja gerade Euronen reingekommen, aber es sind vorhin auch 50 dänische Kronen reingekommen. Ich habe da irgendwie schon ganz vergessen, darauf zu reagieren. Dankeschön an Karl Heinz. Ich habe schon mal gefragt, wie viel 50 dänische Kronen wert sind. Ich weiß es bis heute nicht. Ich hoffe...
Uwe
Ein Zehntel ungefähr, ein Euro.
Eli
Ein Zehntel? Das sind 5 Euro? Naja gut. Geschenken Gaul schaut man nicht ins Maul. Ich danke dir natürlich, um Gottes Willen.
Uwe
Also das ist jetzt so meine Spekulation. Ich will das jetzt nicht hundertprozentig sagen.
Eli
Okay, ich will ja einfach nur auf eines hinaus, liebe Freunde, ich freue mich natürlich, aber wenn man 50 so aufblitzen sieht, da denkt man irgendwie instinktiv jetzt, man denkt das eine und dann, wenn man die Fremdwährung sieht, fragt man sich erstmal, was ist überhaupt DKK, aber inzwischen weiß ich, das sind dänische Kronen, Dankeschön dafür. Wahrsager hat 2,49 Euro per Superchat geschickt, sagt, danke euch beiden, lieber Uwe und Mr. Roof, der hat diese ganze Sache hier eröffnet. Er hat 5,99 Euro gleich am Anfang geschickt. Vielen herzlichen Dank für diese Unterstützung. Uwe und ich bedanken uns bei euch und wir freuen uns beide auf, also mindestens Samstagabend, Uwe ist gesetzt und der Sonntag. Was machen wir wegen morgen? Hast du nochmal Bock?
Uwe
Willi, wir ziehen das jetzt hier durch. Wir sind in der Zeitenwende. Apropos, 50 dänische Kronen sind 6,70 Euro.
Eli
6,70 Euro. Das sind mir die liebsten 6,70 Euro, die ich je gekriegt habe. Vielen herzlichen Dank. Alles klar. Danke dir für die Info. Und du sagst, wir ziehen das also durch. Morgen geht es also weiter. ZDF-Schlussrunde vor der Wahl. Das Einzige, was ich jetzt noch nachgucken muss, ist, wann diese Schlussrunde kommt. Ich glaube, 21 Uhr. Schlussrunde Wahlen. Lass mich mal kurz gucken. Alle Infos live. Letzte TV-Debatte. ZDF, Laber, Laber, Sylt, Rhabarber. Wann geht's los? Wann beginnt das? ZDF heute live startet um 21.45 Uhr. Uwe. So lange? Was machen die da für ein Late-Night-Ding? Ich meine, wundert mich jetzt. Wollen die gar nicht, dass die Leute da reingucken?
Uwe
Kann durchaus sein.
Eli
90 Minuten soll es gehen. Aktuelle Fragen zu den Wahlkampfthemen beantwortet werden von Außenpolitik über Gesundheitsfragen. Ach Gott, ich habe jetzt schon keinen Bock mehr. Die Wahlsendung wird von Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF Hauptstadtstudios und unser neuer bester Freund Markus Preiß, Leiter des ARD Hauptstadtstudios moderiert. Uwe, ich frage noch einmal, willst du dir das wirklich antun? Das ist derselbe Markus Preiß, den wir gerade hatten.
Uwe
Also du bist der Kanalinhaber, du musst entscheiden, ob die Sendung überhaupt stattfindet. Wenn sie stattfindet, kannst du gerne auf mich zählen. Wenn du sagst, du hast da keinen Bock auf so einen Scheiß, dann lass das einfach bleiben.
Eli
Startschuss ist 22 Uhr, 15 Minuten vorher beginnt der Countdown. Oh Leute, da muss ich nochmal ganz hart in mich gehen, ob ich mir den Müll noch einmal geben möchte.
Uwe
Jetzt mal rein von der pragmatischen Seite, Eli. Wir haben uns jetzt glaube ich vier Sendungen angeguckt. Es wird ja nicht besser werden. Also im Grunde genommen könnte man natürlich auch sagen... Wir konzentrieren uns nur noch auf die Wahl am Sonntag und das war es dann. Was wir auch immer jetzt kommentieren, wir drehen uns auch so ein bisschen im Kreise. Es ist Wahlkampf, jeder erzählt seine Wahlkampfgeschichten. Die Personalien kennen wir mittlerweile, unsere Kommentierungen. können auch nicht besser werden, weil die sich ja nun mal reaktiv auf das konzentrieren müssen, was uns dort vorgetragen wird. Und es sind ja nun mal immer dieselben Sprüche.
Eli
Ja, das Einzige, was mich wirklich noch reizt, ist die Aussicht darauf, dass Frau Weidel die Baerbock in Anführungszeichen in der Luft zerreißt. Aber auch da muss ich ganz ehrlich sagen, da muss man 22 Uhr erst anfangen und dann hoffen, dass die das irgendwie hinbekommen, bis 23.30 Uhr das hinzubekommen für einen Ausraster, einen tollen Halbmoment, wo man sagen könnte, hey Mensch, das war ja klasse.
Uwe
Und Frau Baerbock ist gut, sich in der Luft zu halten. Sie ist immerhin... diplomierte Trampolinspringerin.
Eli
Trampolinspringerin. Trampolina wird sie ja auch im Umgangston genannt. Äh, in der Fachsprache.
Uwe
Also insofern, wenn du wirklich keinen Bock hast, Edi, weil du sagst, dich nervt das, ja, und dein Herz klappert, dann nimmst du uns zu stark zu, ja, dann lass es einfach bleiben.
Eli
Vielleicht mache ich es morgen nur mit Bonusmitgliedern oder was, weißt du, wo ich immer die ganze Zeit dazwischen quatschen kann, weil bei den öffentlichen Sendungen, da sind die Leute immer böse auf mich, wenn ich dazwischen gehe, weißt du.
Uwe
Ist ja auch berechtigt so, weil man will ja auch hören, was die anderen sagen. Man will ja nicht nur hören, was du sagst.
Eli
Ja, aber gut, ich sage immer wieder, meine Logik ist, wenn du hören willst, was die anderen sagen, dann guck doch bitte den unkommentierten Stream in die Sendung. Die heißt dann Sendung. Dafür sind die Fernseher da. Wenn du ins Internet gehst, die Vorzüge eines Livestreams bei ETVC ist, du kriegst ETVC live. Da bin halt ich.
Uwe
Ja, ja, ja, aber du kannst ja, man weiß ja nicht, warum du was kommentierst, wenn man nicht mehr hört, was die überhaupt gesagt haben.
Eli
Naja, aber es ist auch irrelevant, was die gesagt haben, weil du gesagt hast, dass die sich ja eh im Kreis drehen.
Uwe
Naja, gut, also man kann es von verschiedenen Seiten aus sehen. Also wie auch immer, entscheide, wie du es für richtig hältst. Wenn du mich hier gerne dabei hast, bin ich dabei. Und wenn du sagst, du hast da keinen Bock drauf, dann lass das bleiben.
Eli
Ja gut, aber Uwe, nur in der Vollständigkeit halber, das bedeutet ja, bis 23 Uhr ist das Format angesetzt, da müssen wir beide die Klappe halten, sonst werden sie sauer auf uns. Dann werden sie wahrscheinlich ein paar Minuten überziehen, da ist 23.45 Uhr, da müssten wir 23.45 Uhr erst anfangen zu analysieren. Da haben wir beide schon den ganzen Arbeitstag intus.
Uwe
Ja, ja, also das sehe ich auch so, das Timing ist ungünstig.
Eli
Gut, Uwe, deine letzten Worte.
Uwe
Ja, meine letzten Worte sind, wir sollten uns nicht von dem Wahlkampfgetöse abhalten lassen, schon gar nicht von Details verwirren lassen, sondern Bundeskanzlerkandidaten, die müssen groß denken, die müssen... an das Wohl des deutschen Volkes denken, an die deutsche Volkswirtschaft. Und insofern ist die Frage, wem kann man das zutrauen? Wer diejenigen, die immer nur erzählen, dass sie in den letzten drei Jahren, wo alles scheiße gelaufen ist und wir in die Rezession laufen, dass sie alles richtig gemacht haben? Diejenigen, die unsere Industrie abbauen oder diejenigen, die dann zwar erklären, wir müssten wirtschaften, aber wir müssten doch gleichzeitig die Ukraine unterstützen und Waffen liefern. Also das sind ja alles so, ich sage mal, krude Theorien und Argumentationen. All insofern empfehle ich, wir sollten doch mal ernsthaft uns logisch fragen, was wollen wir eigentlich? Und die, die wir wollen, die wirklich Substanz bieten, die sollten wir dann wählen. Ja.
Eli
Ich wähle heute Hayat Farah. Der oder die, ist Hayat ein männlicher Name? Ich weiß es gar nicht. Auf jeden Fall, Hayat hat nämlich gerade 10 Euro geschickt. Er sagt, vielen lieben Dank für einen angenehmen Abend und dem schließe ich mich an. Vielen lieben Dank, lieber Uwe, für den angenehmen Abend. Wer mehr von dir sehen möchte, der kann gehen auf deinen Kanal, die Welt klar sehen, denn auf die Welt klar sehen gilt...
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln.
Eli
Besser hätte ich es selbst nicht sagen können. Vielen herzlichen Dank, lieber Uwe. Wir sehen uns also dann in Bälde, was auch immer das bedeuten soll. Ciao, ciao.
Uwe
Alles klar, tschüssi.
Eli
So, werte Leute, da geht er hin, der Uwe. Und ich bin so klug als wie zuvor. Ich weiß immer noch nicht, was ich morgen machen werde. Ihr müsst wahrscheinlich wirklich, ja, ihr müsst einfach mal bei Telegram reingucken. Ich will jetzt hier noch keine abschließenden Statements geben. Ich wollte heute eigentlich schon nicht mal mehr. Und jetzt soll ich morgen nochmal wollen. Und das hätte ich tatsächlich gewollt, weil mich reizt das Casting, das muss ich fairerweise zugeben. Es ist spannend zu sehen, wer da alles nun morgen kommt. Aber so dringend habe ich es auch nicht nötig, dass ich mich noch einmal hinsetzen möchte, um 22 Uhr parat stehen muss, Spalier, um danach 23.45 Uhr noch einmal eine Bonus-Sendung erst anzufangen oder eine Lüse erst anzufangen. Ich will euch da keine falschen Hoffnungen machen, weil wie gesagt, ich habe noch sehr viel nebenbei zu tun und muss Stück für Stück die Sachen auch abarbeiten. Hayat Farah sagt, sie ist eine Frau. Das ist wunderbar. Ich danke dir, lieber Hayat. Und ja, lieb von dir, dass du auch über etvc.de slash danke dich gemeldet hast. Im Übrigen, ich habe vergessen, wer sich über etvc.de slash support meldet, 10 Euro schickt und eine Nachricht, der kriegt natürlich das Konfetti und... Das obligatorische Döp, Döp, Döp. Also vielen herzlichen Dank, liebe Hayat, für diese Unterstützung und natürlich alle anderen, die mit mir und mit Uwe bis in die Nacht jetzt also diese Sendung hier gemacht haben. Ursprünglich wollte ich heute noch arbeiten, aber so spät fange ich da jetzt auch nicht nochmal an. Da müssen sich jetzt die Leute auch gedulden darauf, dass ich meine Mitarbeit jetzt wieder irgendwie aktivieren kann. Okay, werte Zuschauer, mir bleibt eigentlich nur zu sagen, ich hoffe, das war für euch irgendwie trotzdem sehenswert und lohnenswert. Weiß Gott, der Inhalt von dem Film, für den zeichne ich natürlich nicht verantwortlich, sondern nur für die Kommentierung. Ich habe versucht, das Beste draus zu machen, wo notwendig, mich zurückgehalten, wo notwendig, ist mir wie zu erwarten, war der Arsch explodiert. Aber ich glaube, nichts anderes war auch zu erwarten, spätestens als wir gesehen haben, wer da wirklich verantwortlich zeichnet für diesen Film. In diesem Sinne... Ja, morgen ist auch noch ein Tag. Irgendwie geht es weiter, wie auch schon Runa gesungen hat. Ich weiß nur noch nicht so ganz, wie. Aber wir werden es erfahren. Und zwar alle zusammen. Und wenn ihr das erfahren wollt und auch zufällig und auch zuverlässig für die Zukunft nachhaltig euch mit mir verbinden wollt und verbünden wollt, dann, liebe Freunde, werdet bitte Kanalmitglieder. Warum sage ich das? Alle, die hier drin sind, sind Kanalmitglieder. Das ist ja vollkommen klar. Aber, liebe Freunde, die Statistik zeigt, wir haben wieder diesen Zustand. Fast die Hälfte aller Kanalmitglieder, die wir überhaupt haben, sind inzwischen wieder Kanalmitglieder. Probekanal-Mitglieder, also solche, die sich eben 30 Tage von jemandem haben, sponsern lassen. Zum Beispiel eben von den eTVC-Sponsoren, die eine sehr überschaubare Anzahl sind, sie sind etwas mehr als ein Dutzend und sie sponsern hier gefühlt die Mitgliedschaft für zumindest die Hälfte aller Leute, die hier reingucken. Daran ist grundsätzlich jetzt nichts Verwerfliches, sie machen das ja natürlich aus freien Stücken, aber Freunde, Ist das fair? Müsst ihr euch selber fragen. Dass ein paar wenige für hunderte andere diese Möglichkeit hier eben geben. Vielleicht wollt ihr euch auch selber revanchieren, indem ihr sagt, wie ihr entlastet die wenigen, die eben viel geben, indem ihr ein bisschen gebt und zwar aus der eigenen Tasche. Ich hoffe, ich kann euch tatsächlich 4,99 Euro wert sein, wenn nicht jetzt, dann vielleicht in der Zukunft, wenn eure Probemitgliedschaft ausläuft. In diesem Sinne, werte Leute, das soll es gewesen sein. Vielen herzlichen Dank also für den heutigen langen Abend. Ich wusste gar nicht, dass er so lang werden würde. Wir haben schon 20 Uhr mit diesem Duell begonnen. Jetzt ist 0.26 Uhr. Keiner kann sagen, dass er bei mir nicht auf seine Kosten kommt. Und nichtsdestotrotz, ich glaube, das war einer der spannenderen Streams, die wir in der letzten Zeit gemacht haben. Okay, vielen herzlichen Dank dafür, dass ihr da seid. Und wir sehen uns bald wieder. Werte Zuschauer, was auch immer ihr tut, auch jetzt, da ihr so müde seid, wie ich aussehe, lasst es bitte das Nachdenken sein, diese eine Sache, die ihr da tut. Weil wenn ihr diese eine Sache tut, die da heißt Nachdenken, wird das in der Regel eine produktive Angelegenheit für alle Beteiligten. In diesem Sinne, macht es gut, aber macht. Tschüss, ich bin raus. Euer Eli.
Gast
Musik Musik Musik Untertitelung. BR 2018
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „ÖRR ZDF - Musterbeispiel für Framing & Propaganda“, Die Welt Klar Sehen, 01.03.2025.
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