politischer Prozess oder Fuellmich-Gerichtsshow?14.06.2025
Abschrift
Abschrift des Videos vom 14.06.202597 Abschnitte
Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.
Uwe
Hallo liebe Zuschauer, willkommen auf meinem Kanal, die Welt klar sehen. Das große Rainer Fuellmich Landgerichtsurteil ist ja vor einigen Tagen rausgekommen. Ich hatte dazu ja schon ein kurzes Statement gemacht und noch mal darauf hingewiesen, wie lang die Vorgeschichte eigentlich ist und das nach meiner Meinung. der gute Doktor Rainer Fuellmich ja ein Talatrexer sein sollte jedenfalls ist das eben meine persönliche Ansicht ich hab's auch versucht zu begründen und heute geht's aber um was anderes nämlich um die Besprechung des Urteils ja und da habe ich doch einen Partner mit dabei an Bord wie schon angekündigt nämlich den Rechtsanwalt Gordon Pankalla so und den werden wir jetzt gleich mal hier reinholen
Gast
so und ich sag mal hallo gordon ja so weit ist es geht geht so ganz gut schön da dass ich ja wieder auf deinem kanal bin wir haben uns ja auch zu dem fall schon besprochen bei mir auf dem kanal wo auch der doktor hofmann mit in die leitung kamen du erinnerst dich und Ja, da war es ja dann unklar, die rechtliche Einschätzung. Da haben ja vor allen Dingen die Fuellmich-Fans, das können sie ja gerne haben, eine andere Einschätzung gehabt als wir. Aber ja, das Urteil bestätigt jetzt eigentlich, dass wir da mit allem richtig gelegen haben. Aber das können wir jetzt ja in Ruhe besprechen.
Uwe
Ja, genau das wollen wir auch machen. Und zwar haben wir eben das Landgerichtsurteil aus Göttingen. Das ist 134 Seiten inklusive diverser Anlagen, wo es dann um Beweisanträge etc. ging. Da wollen wir jetzt im Detail nicht so weit reingucken. Jetzt wollen wir vielleicht, bevor wir das machen, noch mal kurz auf dich eingehen, denn du bist ja ein Rechtsanwalt. Das wissen viele, die auf meinem Kanal schon sind, aber einige wissen es noch nicht. Und deswegen schauen wir mal auf deine Hauptseite anwalt-pancala.de. Du bist eben Experte für Medienrecht, Strafrecht und Arbeitsrecht und hast auch noch weitere Internetauftritte und Social Media Konten. Also insofern, du bist da recht aktiv und vor allen Dingen bist du auch tief im Thema drin. Und wer sich über deine Meinung im Detail zu interessiert, Rainer Füll mich interessiert, der findet auch auf deinen verschiedenen Kanälen da einiges an Informationen. So, aber jetzt wollen wir ja uns die Frage stellen, wie gehen wir mit dem Urteil voran? Und da möchte ich mal darauf hinweisen, dass wir Ja, durchaus uns vorbereitet haben. Und nur mal ein kurzer Überblick. Wir werden das in mehreren Kapiteln sozusagen machen. Einmal das Allgemeine, der juristische Grundrahmen. Dann eben, was ist überhaupt die Untreue, um die es ja hier um den Prozess eigentlich ging. Dann, wie ist das Gericht eigentlich zu welchen strafrechtlichen Einordnungen gekommen? Und auch, was ist denn überhaupt noch so besonders auffällig gewesen, insbesondere während des Ablaufes des Prozesses? Und zum Schluss eben, was können wir und die Protestbewegung und ähnliche Menschen letztendlich darüber lernen? Das heißt, ich würde sagen, Gordon, fangen wir einfach mal an mit dem Thema die Einleitung und juristischer Rahmen. Da war ja das einer der wichtigsten Punkte, der ja relativ spät ins Bewusstsein trat, dass es da mehrere Gesellschaften gab und dass unklar war, welche Gesellschaft was ist. Denn offiziell wurde es ja immer kommuniziert, der Ausschuss. Also was war die Vorgesellschaft, die sogenannte überhaupt?
Gast
Ja, genau. Das hieß ja Corona-Stiftung. Also das wurde ja immer gesagt, die Stiftung Corona-Ausschuss wurde das genannt. Als die Protagonisten anfingen, haben sie es aber noch nicht geschafft, eine Stiftung eintragen zu lassen. Und das heißt, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt der Eintragung einen gemeinsamen Zweck hatten, nämlich auch die Eintragung der Gesellschaft. Und das ist dann juristisch als eine sogenannte BGB-Gesellschaft zu bewerten. Wenn sich Leute für eine gewisse Zeit und einen Zweck zusammentun, dann ist das eine BGB-Gesellschaft. Und das wurde hier auch als Vorschaltgesellschaft oder Vorgesellschaft bezeichnet. Das ist insofern relativ wichtig, weil ja da auch die Frage nach der Zuordnung des Vermögens ist. Also wo ist die Kohle überhaupt hingekommen? Da hat das Gericht sehr ausführlich berichtet, was eben auch da auf den Seiten stand, was die Leute gedacht haben, wo das Geld hingeht. Dass auch, glaube ich, Sachen bezahlt worden sind, auch unter diesem Stichwort. Und der Gesellschaftsrecht-Experte in dem Rainer Fuellmich Verteidigungsteam war ja der Edgar Siemund. Und er hatte ja behauptet unter Applaus der Nicht-Juristen-Zuschauer, dass diese Gesellschaft gar nicht mehr bestehen würde. So, da war ich ja ganz anderer Meinung und das hat das Gericht jetzt auch festgestellt. Es gab also diese Vorgesellschaft auf dem Weg zur Stiftung und zweifelsfrei gab es die aber auf jeden Fall in dem... zeitpunkt noch als die darlehensverträge gemacht worden oder sogenannten darlehensverträge da kommen wir noch zu und da hat also das gericht da mir recht gegeben es gibt halt diese vorgesellschaft und der gehörte auch die kohle sozusagen also die spenden die da rein gekommen sind Und ja, darum ging es, dass halt vier Leute hier dabei waren in dieser Vorgesellschaft. Antonia Fischer, Justus Hofmann, Viviane Fischer und auch der Dr. Fuellmich, die waren die Mitglieder dieser BGB-Vorgesellschaft. Und die hat also bestanden und das Geld wurde auch dieser Gesellschaft zugeordnet. Zudem gab es ja auch einen Gesellschaftsvertrag. Das ist auch später noch wichtig, wo man eben auch festgelegt hat, dass Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft nicht erfolgen sollten, sondern dass hier eben umsonst gearbeitet werden sollte, aber eben auch man sich privat sozusagen nicht da bedienen sollte. Das zu dem ersten Punkt der Vorgesellschaft.
Uwe
Ja, also das ist ja wirklich eine äußerst spannende Sache gewesen. Ich erinnere mich noch, dass ich das auch länger Zeit überhaupt gar nicht mitgekriegt hatte. Und erst als irgendjemand sagte, da war schon die zweite Gesellschaft gegründet worden, wo eben Fuellmich und Fischer nur drin waren, nach dem Motto, ja was weiß man überhaupt, was ist das für eine Gesellschaft, da fing ich mal an zu recherchieren und stellte, guckte mir dann die Satzung an und sagte, hoppla, wann ist denn die Gesellschaft gegründet worden, wann ist die Satzung gemacht worden, das ist ja eine ganz andere Gesellschaft. So, hatte ich extra mal ein Video noch zugemacht und da waren alle ganz verblüfft. Da habe ich gesagt, wieso, es ist doch der Ausschuss. Sag ich, nee, das ist nicht der Ausschuss, das sind mindestens schon mal zwei verschiedene Gesellschaften.
Gast
Ja, wobei der Gesellschaftsvertrag, glaube ich, der später dann in der zweiten Gesellschaft, die dann nur aus Fuellmich und Fischer bestanden hat, identisch war. um da auch nochmal aufzuräumen mit einem juristischen Fehlglauben, die wäre ja nicht eingetragen worden. Eine BGB-Gesellschaft muss ich überhaupt nicht eintragen. Ich kenne das auch noch hier von einem findigen Steuerberater aus Köln, der sich das mal zunutze gemacht hat, du bist ja auch im Immobilienbereich unterwegs, wenn man beispielsweise ein Haus kauft oder verkauft, dann fallen ja da Steuern an. Das ist ja Kauf... Da will der Staat ja mitverdienen. Und dieser Steuerberater, der ist dann auch bis zum BGH damals, glaube ich, gegangen, der hatte nämlich folgendes Steuersparmodell entwickelt. Er hat gesagt, wir gründen eine BGB-Gesellschaft, mehrere Leute, und denen gehört das Haus oder die Wohnung. Und das steht dann auch im notariellen Kaufvertrag für das Haus. Und wenn man das übertragen will, ändern wir einfach nur den Gesellschaftsvertrag, ohne dass da vom Notar noch was gemacht werden muss. Und damit spart man sich dann Eigentumserwerbssteuer. Und das ist auch so durchgegangen, dass nur so als kleine Anekdote für die Leute, die immer meinen, ja, die wäre aber nicht eingetragen gewesen, muss eine BGB-Gesellschaft insbesondere nicht. Ja, das ist ja gerade der Witz an der Sache.
Uwe
Ja, es sind eben so die kleinen juristischen Feinheiten, die der Laie in der Regel nicht kennt, sondern nur eben die Gesellschaftsrechtler oder eben Brancheninsider für solche Art von Geschäften. Ja, also zu der Frage der Gesellschaft, da heißt es, die Gesellschaft würde mithin unabhängig davon, ob sie noch als Vorgesellschaft, als Abwicklungsgesellschaft oder als GbR existiert, weder ihr Vermögen noch ihre Rechts- oder Parteifähigkeit zu verlieren. So nach einem schon älteren BGA-Urteil aus März 2008.
Gast
Genau, und genau das hatte ja der Edgar Siemund bestritten. Das heißt, dass selbst wenn die Gesellschaft nicht mehr existiert hätte, wäre sie dann eine Abwicklungsgesellschaft gewesen und damit immer noch existent.
Uwe
Ja, und das sehen wir ja hier, guck mal, im nächsten Absatz heißt es ja, soweit der Angeklagte argumentiert hat, es habe eine konkludente Asset-Übertragung der Vorgesellschaft auf die zweite Gesellschaft, die SCA, stattgefunden, weil der Ausschuss später von dieser betrieben würde und die Zeugen, ARF und Dr. H. raus gewesen sein, stellt dies eine abwegige Rechtsauffassung dar. Genau.
Gast
Das ist nochmal ein anderer Aspekt, ob das Geld dann nachher auf die später gegründeten Sachen übergegangen wäre. Und das ist dann eben nicht so, sagt das Gericht. Aber wie dem auch sei, die Auszahlung war ja, glaube ich, zum Zeitpunkt, als die Gesellschaft, diese erste, mit den vier Leuten zweifelsfrei noch bestanden hat. Und da sagt das Gericht eben, na jedenfalls ist es sonst eine Abwicklungsgesellschaft. Also die besteht noch und der ist auch dann das Vermögen zuzuordnen. Das, was Siemund ja die ganze Zeit bestritten hat.
Uwe
Gut, kommen wir mal zum nächsten Punkt, Gordon. Ich denke, das hier haben wir soweit geklärt. Jetzt sind ja alle vier Geschäftsführer ja einzelvertretungsberechtigt gewesen. Und Fuellmich war in gewisser Weise, ich sage mal, inoffiziell quasi der Hauptgeschäftsführer. Zumindest wurde der Eindruck ja erweckt. Und was hatte er denn überhaupt als Geschäftsführer für Vermögens-, Betreuungspflichten und Treuhandfunktionen? Denn wir sind ja immerhin bei einer Anklage, wo es um Untreue geht.
Gast
Ja, genau. Das heißt, du darfst ja das Geld nur im Rahmen dieser Satzung, die die Gesellschaft hatte, benutzen. Ja, und das ist ja nicht das Geld von Herrn Fuellmich oder von Frau Fischer oder von Herrn Hofmann, sondern das Geld steht dem Corona-Ausschuss zu. Und das ist also Fremdgeld sozusagen.
Uwe
Ja, es wurde ja vielfach argumentiert, dass ja die Spender es nicht so interessieren würde, was er mit dem Geld macht, nach dem Motto, weil er für mich so ein toller Typ ist, deswegen kann er doch mit dem Geld machen, was er will und wenn er sich dann eben Gartenanlagen bauen lässt oder sonst nicht was, ist das nicht weiter schlimm, weil wir haben es ihm ja so gespendet. So diese Auffassung hat aber doch das Gericht ja verwarfen, denn Wenn wir da mal schauen, auf Seite 51 heißt es, der Angeklagte verstieß bereits dadurch gegen seine Vermögensbetreuungspflicht, dass er überhaupt Geldbeträge in der geschehenen Weise und festgestellten Absicht auf sein Privatkonto übertrug und auf das Privatkonto seiner Ehefrau übertragen ließ.
Gast
Ja. Das ist ja immer der Punkt, was die Fuellmich-Fans nicht kapiert haben, was wir eben auch schon vorher gesagt haben. Die Untreue ist eben schon dadurch, dass eher das Geld, was der Gesellschaft zuzuordnen ist, das haben wir jetzt ja breit ausgeführt, und was die Spender da wollen oder nicht, das Geld wurde an diese Stiftung Corona-Ausschuss oder Vorschaltgesellschaft gespendet. Und da gelten halt die Satzungen, was ich eben gesagt habe, dass da eben nicht Geld für private Zwecke ausgegeben werden sollte. Die gelten da. Und den Spendern war auch klar, dass sie das Geld nicht dem Herrn Fuellmich geben, sondern eben dem Corona-Ausschuss. Dadurch hatte er eben diese Betreuungspflicht, auch als geschäftsführender Gesellschafter. Und ja, da hat er dann ja so argumentiert, dass er gesagt hat, ich gebe mir jetzt Geld, Im Sinne eines Darlehens wurde ja gesagt, ich leide was aus. Und ja, das ist ihm schon treuwidrig, weil es gegen die Satzung verstößt. Ja, wird aber später nochmal so ausgeführt. Dann müssen wir erstmal überprüfen, was ist denn mit diesen Darlehensverträgen? Das war ja auch immer umstritten.
Uwe
Und da hat das Gericht...
Gast
ja eben eine Auslegung gemacht, was der Sinn und Zweck der Sache war. Und der Sinn und Zweck wurde ja immer ganz klar so kommuniziert von allen, glaube ich, dass man diese Darlehen nur deswegen gegeben hatte, weil man befürchtete, dass das Konto des Ausschusses gefändet werden könnte und das Geld dann für die Arbeit weg wäre. Deswegen wollte man es hier angeblich in Sicherheit bringen. So wurde es ja kommuniziert. Und von daher ist es völlig egal, ob man das als Darlehen oder wie man das immer bezeichnet, sondern man muss ja sehen, wofür das gedacht gewesen ist. Da waren ja auch die Fuellmich-Fans auf die Frau Fischer, die Viviane Fischer-Sauer, weil die gesagt haben, sie hätte ja angefangen, dann von einer Liquiditätsreserve zu sprechen und nicht mehr von Darlehen. Das spielt aber gar keine Rolle, wie die Frau Fischer es bezeichnet, sondern das Gericht legt das aus. Das hatte ich ja vorher auch schon gesagt. Und das Gericht hat gesagt, das ist ein Scheinvertrag. Das ist ja kein echtes Darlehen, sondern der Zweck der Sache war ja, man wollte angeblich das Geld sichern, indem man sich dann diese Darlehen ausgezahlt hat, um im Fall der Fälle dann darauf zurückgreifen zu können. Und das geht natürlich nur dann, wenn das Geld auch verfügbar ist. Und das ist hier eben dann nicht der Fall gewesen, weil der Dr. Fuellmich das ja private Belange ausgegeben hat.
Uwe
Wir können ja vielleicht mal kurz selber auf das Fass gucken, was das Gericht dazu gesagt hat. Zudem erschwerte diese Gestaltung eine etwaig erforderliche Rechtsverfolgung der Vorgesellschaft gegen den Angeklagten, denn die geschlossenen Scheindarlehensverträge hätten es ihm ermöglicht, sich im Falle einer Rückzahlungsforderung auf diese jedenfalls bis zur Fälligkeit abzuschließen. der Darlehen zu berufen. Die Scheindarlehensverträge selbst waren dabei ebenfalls für die Gesellschaft nachteilig, denn diese sahen jeweils keine Zahlung von Zinsen vor. Zudem widersprachen diese der Bestimmung der Satzung, wonach die Gesellschafter keine Zuwendung aus Mitteln der Gesellschaft erhalten durften. Das heißt, hier haben wir schon mal zwei Punkte. Der große Staranwalt Dr. Rainer Fuellmich weiß nicht, was für Mindesterfordernisse gehören, um Darlehensverträge zu machen, zum Beispiel eben Zinszahlung und Rückzahlungsvereinbarung. Und er kennt seine eigene gesellschaftliche Satzung nicht. Seine Gesellschaftssatzung verstößt auch noch gegen diese. Das heißt, hier sehen wir also, dass diese Aussage, ich wollte das Geld der Gesellschaft vor dem Staat in Sicherheit bringen, schließlich doch eine relativ schwache Argumentation ist. Das Gericht hat das eben genauso gesehen und sagte, dieses Vorgehen lässt sich auch nicht damit rechtfertigen, dass die Verschleierung gerade dazu diente, etwaige staatliche Zugriffe auf das Vermögen der Vorgesellschaft zu verschwören. Also lässt sich nicht damit rechtfertigen, ein legitimes Interesse staatlichen Maßnahmen außerhalb des vorgesehenen Rechtsweges entgegenzuwirken, kann auch bei der strafrechtlichen Beurteilung von untreuer Handlung nicht anerkannt werden. Das heißt, egal wie man es begründet, untreuer bleibt untreuer. So verstehe ich diesen Absatz.
Gast
Ja, das Ganze muss ja auch zum Nachteil der Gesellschaft sein. Und dann wurde ja immer gesagt, das sei zum Vorteil, weil man ja verhindern wollte, dass das Geld weggenommen wird. Aber tatsächlich war das ja ein ganz wesentlicher Teil der ganzen Vereinbarung mit den anderen Gesellschaftern, die ja hier nicht involviert worden sind. Zumindest mal der Dr. Hofmann und die Antonia Fischer, die wussten von der Sache nichts. Und das ist auch ein Nachteil, wie das Gericht gesagt hat, für die Gesellschafter.
Uwe
Ja, und es war ja ein nicht unbeträchtlicher Nachteil. Es ging ja nicht um irgendwelche Peanuts, wie es so schön heißt, also nicht um Kleinigkeiten. Denn die treuhändrische Bindung der überwiesenen Geldbeträge von 200.000 und 500.000 Euro hat er missachtet, indem er die Beträge wie von Anfang an beabsichtigt, also nicht erst zwischendurch, sondern von Anfang an, auf Privatkonten überwiesen ließ, um die erhöhten Salden der privaten Konten für private Zwecke zu verbrauchen, was er im Anschluss auch tat. Also das ist jedenfalls die Schlussfolgerung, die sich für das Gericht als Erkenntnis kundtat.
Gast
Ja, es fehlen ja auch Sicherheiten. Ja, also ein Nachteil ist es deswegen für den Corona-Ausschuss, weil die Sicherheiten sozusagen nicht gegeben gewesen sind. Und das ist ein Nachteil für das Vermögen des Corona-Ausschusses. Das war also nicht zum Vorteil, sondern zum Nachteil.
Uwe
Da hat er ja immer argumentiert, dass er eben... quasi so einen sicheren Schutz in seiner Immobilie hätte, was ich natürlich als Brancheninsider völlig lächerlich empfinde. Erstens kann man sein Geld in einer Immobilie nicht liquide halten, deswegen heißt sie ja Immobilie, weil es eben nicht sofort Geld gibt. Jeder Verkaufsprozess dauert zwischen drei, sechs, zwölf Monaten, je nach Marktlage. Manche Immobilien sind je nach Preis versichert. Verkaufspreisvorstellung gar nicht verkäuflich, also das ist keine sichere Sache. Mal abgesehen davon, dass Immobilienmärkte auch schwanken und es geht nicht immer nur aufwärts. Wir haben es ja gerade im Jahr 2022 gesehen, da waren dann die Hypothekenzinsen von ungefähr 1% auf 3 und 4% gestiegen innerhalb von wenigen Monaten und der Wohnimmobilienmarkt in ganz Deutschland hat im Durchschnitt ja Einbußen von 20 Prozent gehabt.
Gast
Ja, aber ich glaube, dieses Immobilienthema wird hier immer sehr hoch gespielt, Uwe. Wichtig wäre ja zum Beispiel gewesen, man hätte ja eine Grundschuld eintragen können auf die Immo. Das ist ja auch nicht erfolgt. Und deswegen fehlt es dann in Sicherheit. Aber wenn wir mal zum nächsten Punkt kommen, Dann sehen wir, dass die Ausgaben, die hier gemacht worden sind, das hatte ja alles nichts mit der Immobilie zu tun, sondern private Dinge. Da wären wir eigentlich schon beim nächsten Punkt.
Uwe
Ja, also was hat er denn gemacht? Wir gucken nochmal, was das Gericht dazu sagt. Der Angeklagte hat also nicht das Geld der Vorgesellschaft in seinem Immobilienvermögen geparkt. sondern er hat lediglich Umschichtung in seinem privaten Vermögen und dem seiner Ehefrau vorgenommen und entsprechende Dispositionen über diese Privatvermögen getroffen, indem er das Geld der Gesellschaft zur Finanzierung der privaten Ausgaben nutzte. Also ich bitte dich, ich meine, er ist Geschäftsführer einer Gesellschaft und überweist Geld der Gesellschaft auf das Konto seiner Ehefrau? Was ist denn das für ein Geschäftsgebaren?
Gast
Ja, dann steht hier eben noch, ein Großteil des Geldes der Vorgesellschaft hat der Angeklagte ferner gar nicht für die Grundstücke ausgegeben, sondern die Tilgung der Bankdarlehen erfolgte von den 500.000 Euro. die der Angeklagte über Rechtsanwalt T. ausgeliehen hatte. Im Übrigen hatte der Angeklagte unter anderem Verpflichtungen aus einem Scheidungsfolgevereinbarung, also mit seiner Ex-Frau erfüllt, sowie einen Businesskredit und ein Darlehen auf das Haus seiner Mutter abgelöst. Wobei er das Geld auch plangemäß über einen längeren Zeitraum verbrauchte. was gerade nicht mit seiner Erklärung im Einklang steht, dass er das Geld nicht verdient. auf einem Bankkonto habe belassen können, weil dieses sonst auch hätte gefendet werden können. Er hat das eine ganze Zeit auf seinem Konto gehabt, er hätte es genauso gut gefendet werden können. Aber er hat das Geld, also wir reden immer von Immobilien, aber hier ist eine Scheidungsvereinbarung, Geld für die Mutti und so weiter, was er alles damit gemacht hat und natürlich auch Gelder auf das Konto seiner Frau überwiesen zur privaten Nutzung. Und genau das ist ja in dem Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen, dass man Gelder privat bekommt.
Uwe
Ja, und selbst diese weiteren Kontenkündigungen, sagt das Gericht, durch Banken, wegen des Verdachts der Geldfäsche rechtfertigen das alles nicht. Diese Kontenkündigen sind zwar lästig, mindern jedoch nicht die Liquidität der Vorgesellschaft oder deren Zugriffsmöglichkeiten auf das vorhandene Bankguthaben. Das heißt auch hier sehen wir eine völlig krude Argumentation. Immerhin hat doch Fuellmich etliche Jahre damit verbracht, mit Schrottimmobilien gegen die Deutsche Bank und andere Gesellschaften für seine Mandanten vorzugehen. Also was Immobilienkredite sind, wie man Liquiditäten von Immobilienfinanzierung und so weiter durchführt. Das weiß der doch alles. Da ist der doch Experte drin. Zumindest behauptet er das. Also kann er doch dann nicht hier auf einmal solche Argumente durchführen oder anführen. Das widerspricht ja seiner eigenen Berufserfahrung.
Gast
Ja. Vielleicht kommen wir dann zum nächsten Punkt. Vermögensnachteil, da sagt das Gericht, dabei ist ein Schein allerdings nicht schon dann anzunehmen, wenn der Treuhänder treuhändisch verwaltete Beträge für eigene Zwecke verwendet. Solange er jederzeit uneingeschränkt bereit und fähig ist, entsprechende Beiträge aus liquiden Mitteln auszukehren. Aber, dann sagt das Gericht, genau das war aber nicht der Fall. Genau das war eben nicht der Fall. Er konnte es eben nicht zurückgeben.
Uwe
Ja, und das ist natürlich, ich sag mal, da stellt sich ja eben die Frage, wie kann das sein? Also er müsste das alles wissen, macht das quasi wieder seines fachlichen Wissens und insofern... stellt sich für mich jetzt als Außenstehender noch die Frage nach der moralischen Integrität. Wie kann jemand ein Geschäftsführer sein, nicht wissen, wie das Gesellschaftsrecht von Vorgesellschaft und Folgegesellschaft ist oder der zweiten Gesellschaft? Wie kann jemand eben nicht wissen, wie man Gelder in Immobilien absichert? Das sind alles Dinge, die sind doch völlig unbegreiflich. Jedenfalls nicht mit einem rationalen, geschäftlichen Zweck oder Denken vereinbart.
Gast
Genau, und dann sagt das Gericht auch noch weiter, der Angeklagte hatte bereits zu diesem Zeitpunkt, wie nachfolgend auch geschehen, vor, das Kontokorrent für private Dispositionen zu verwenden, was in der Folgezeit insbesondere durch die Ablösung von Darlehen, Vornahme von Gartenarbeiten, Begleichung privater Ausgaben und Lebensunterhaltskosten auch geschah. Ja, also er hat das Geld privat verbraten. So, und dann kam ja unser Freund Magnutski und hat immer gesagt, das kann er doch tun. Er ist doch Geschäftsführer, da kann er sich doch selber einen Kredit geben. Ja, hier verkennt der Magnutski allerdings folgendes, es ist ja nicht sein Geld. Wenn du jetzt eine eigene Firma hast, kannst du dir auch selber einen Kredit geben. Das ist... Das ist was anderes. Aber hier geht es ja auch um die Bestimmung aus der Satzung von dem Corona-Ausschuss. Und da war eben die Ausgabe für private Sachen nicht erlaubt. Da sollte man im Gegenteil gar kein Geld für die eigene Arbeit erhalten. Das wurde damit ja ausgetrickst. Insofern, vielleicht wenn sich der Herr Maglutski das dann nochmal anschaut, Dann versteht er hier den Unterschied, dass es sich hier um Spendengelder handelt und nicht um eine private Firma, wo man natürlich in sich Geschäfte machen kann. Das geht hier aber nicht. Ja, das ist der Unterschied.
Uwe
ihrer treuhändischen Bindung, durch die sie wirtschaftlich dieser Vorgesellschaft zuzuordnen gewesen wären, entzogen und seinem und dem Privatvermögen seiner Ehefrau durch Überweisung der Gelder auf private Girokonten, in deren Kontokarenz sie einflossen, einverleibt. Ja. Also er hat im Grunde genommen, so würde ich das mal formulieren, er hat die Gesellschaft bestohlen, Geld veruntreut.
Gast
Ja, oder was man dann auch sagt, in die Kasse gegriffen. Landläufig sage ich es dann eben so. Wenn das keine Gelder sind, die mir gehören, die mir nicht zustehen und in der Höhe und dann auch noch zwei Mitgesellschafter, mindestens zwei übergangen bei der Sache. Das geht natürlich so nicht. Und das ist eben schon die Untreue. Ob man es dann zurückzahlt, ist ja nur noch eine Frage der Schadenswiedergutmachung. Wobei wir auch schon bei dem Punkt der Rückzahlungsabsicht sind, wo ja auch immer der Bittel gesagt hat, der Rainer hat ihm immer gesagt, er wollte das Geld zurückzahlen. Das hat er wohl eine Zeit lang gesagt, ist dann aber spätestens ab Herbst 21, zeigt sich hier überhaupt kein Wille mehr. den Betrag an die Vorgesellschaft zurückzubezahlen. Also in dem Sinne ist es nicht richtig, was Roger sagt. Er hat vielleicht einer geglaubt, das Gericht sagt hier das Gegenteil, dass er nicht mehr vorgehabt hätte, das Geld überhaupt zurückzuzahlen. Er hat, glaube ich, mal gesagt, weiß ich jetzt nicht, ob das stimmt, wenn, dann will er es nur in seinen Corona-Ausschuss zurückzahlen, also praktisch sich selbst. Und insofern, lieber Roger, wenn du zuguckst, ist eben nicht richtig, was du gesagt hast. Hier war kein Rückzahlungswille mehr vorhanden.
Uwe
Ja, vor allen Dingen, wie sollte er zurückzahlen, wenn er das Geld schon privat verbraucht hat? Also davon jetzt mal rein pragmatisch betrachtet.
Gast
Aber er wollte es ja gar nicht zurückgeben. Er wollte es jedenfalls diesem ersten Corona-Ausschuss, dem es ja zuzuordnen ist, das haben wir eben besprochen, dem wollte er es ja nicht mehr zurückgeben. Dann reicht es ja nicht, dass ich später eine neue Firma gründe und sage, der gebe ich das jetzt. Weil der steht das Geld ja nicht zu. Ist ja für mich klar. Also Rückzahlungsabsicht war auch wohl nicht mehr vorhanden. Jedenfalls ab einem bestimmten Zeitpunkt eben nicht mehr.
Uwe
Ja, also ich glaube, das Thema haben wir soweit auch behandelt, dass er sich anders verhalten hat, als er eigentlich hätte sich ordnungsgemäß verhalten sollen. Es stellt sich natürlich die Frage, wie hat denn jetzt das Gericht die ganze Sache insgesamt jetzt abgeurteilt? Also wir haben jetzt die Einschätzung der Sachverhalte und nachher kommt ja das Gericht eben dazu, eben eine Strafe zu bemessen, die Hürde schadenfest zu stellen und Was wissen wir denn dazu?
Gast
Ja, die Schlafzumessung meinst du jetzt?
Uwe
Ja, also zunächst einmal können wir sagen, okay, das Gericht geht schon mal davon aus, dass das nicht alles nur Zufall ist, sondern dass der Angeklagte vorsätzlich handelte. Er wusste, dass er Geschäftsführer der Vorgesellschaft war und so weiter. Er kannte auch die Umstände, die zur Annahme des Treuhandvertrages über die ausgezahlten Beträge geführt haben und, und, und, und. So, ihm war auch bewusst, dass er verpflichtet war, die Beträge liquide für die Vorgesellschaft bereits zu halten. So, das heißt also, der unterlag der Angeklagte also kein Verbotsirrtum, nach dem Motto, dass er ja von echten Darlehensverträgen ausgegangen war und so weiter und so fort.
Gast
Zumal er selber auch Jurist ist und hätte das auch dann als Jurist so einschätzen müssen. Kommt, finde ich, noch dazu. Ja, ich dachte jetzt bei der Einordnung, also was die Schuld anbelangt und dann die Strafzumessung.
Uwe
Ja, da wollen wir natürlich auch hin. Also das Gericht sagt ja zunächst einmal, das ist ein besonders schwerer Fall. Von jetzt welchen Paragraphen ist 266, 263? Vielleicht kannst du uns mal dazu was sagen, was das für Paragraphen sind.
Gast
Ach so, ja, genau. Also der besonders schwere Fall wird hier nicht in dem Untreue Paragraph 266 geregelt, sondern da eben beim Betrug in Verbindung mit 263 ist der Betrug und da ist der besonders schwere Fall geregelt und den hat das Gericht hier angenommen.
Uwe
Also das heißt, das Gericht sagt, es ist ein besonders schwerer Untreuefall oder ein besonders schwerer Betrugsfall?
Gast
Nee, nee, Untreue. Das ist ja nur in Verbindung mit, weil diese Strafschärfung, die steht im... in den Betrugstatbestand drin, nicht im Untreutatbestand, aber da wird dann trotzdem drauf zurückgegriffen. Deswegen in Verbindung mit 263. Gut, also auch hier war es eben keine kleine... Die Untreue ist ja ein lex speciales Straftatbestand, der dem Betrug vorgeht. Ja, also wenn ich schon eine Untreue habe, dann brauche ich gar keinen Betrug mehr prüfen. Ja gut, aber es geht einfach hier, die Höhe des Schadens ist natürlich wichtig. Das ist natürlich hier eine wirklich beträchtliche Summe. Und dann hat das Gericht eben auch gesagt, die furchtbaren, also erstmal die völlige Uneinsichtigkeit dieses Mannes, auch vor Gericht, wie er sich aufgeführt hat. Und dann eben auch andere in dem Verfahren beleidigt hat. Die einzelne Bezeichnung können wir jetzt hier, glaube ich, mal weglassen. Also ja, Bloßstellungen der anderen. Also er... Er macht ja aber diese Ehrverletzungen, das kennen wir ja aus der Fuellmich-Szene, da haben wir zum Beispiel Nullnummer, alter Scheißer, verlogenes Miststück und so.
Uwe
Obwohl das Gericht ihn mehrfach ermahnt hat, ließ er davon nicht ab. Also was ist denn das für eine... Ich sag mal Mentalität, das Gericht nicht zu respektieren, die Ordnungsrufe und der Mahnung des Gerichtes nicht zu akzeptieren. Dann eben die Beklagten, wie sagtest du, Nullnummer und alte Scheißer, hier haben wir es. Oder die Zeugin VF als verlogenes Missstück, den Zeugen Dr. H. als psychisch krank oder psychisch gestört zu beurteilen. Das ist ja nun nicht so die nette Art und Weise.
Gast
Nein, aber das ist typisch Rainer Fuellmich, würde ich sagen, weil er reagiert dann halt immer so. Er hat ja, meine Streitigkeit in der Sache hatte ja dann auch damit angefangen, dass ich die Frau Fischer vertreten habe. Da hat er dann aus Mexiko schon Gerüchte über mich gestreut. Und ja, das setze ich jetzt ja auch sofort über die Aktion Resist. Habe ich ehrlich gesagt so auch noch nie erlebt, dass man dann Praktisch nur den rechtlichen Vertreter, der ich dann da war, dass man den dann auch in dieser Art und Weise auch angeht, ist völlig unter der Gürtellinie, muss ich mal sagen. Und es ist ein absolut kindisches Verhalten, insbesondere als Anwalt, dann da so vorzugehen.
Uwe
Ja, ich wollte das nochmal mit den Zitaten hier unterlegen. Also im Schlussvortrag hatte dann erfüllt mich den Leiter des medizinischen Dienstes der Justizvollzugsanstalt als widerlichen Sack, den Steuerberater der Anzeigenerstatter als Ekelpaket, Großmal und Dummschwätzer. die Anzeigenerstatter als Loser, den Sicherheitsstifter JVA als sadistisch, die Zeugin VF als Idiot und einen ehemaligen Mitgefangenen als Verräter, Arschkriecher und Idiot bezeichnet und erklärte, dass man seine Situation so beurteilen könne, dass er nicht anders als ein KZ-Häftling untergebracht sei.
Gast
Völlig daneben.
Uwe
Er sei ebenso überhandelt worden wie Hamas-Geyser. Ja, also... Hast du zu viel amerikanische Filme gesehen oder was ist mit dem los?
Gast
Ja, vielleicht. Aber das ist einfach untragbar, so ein Verhalten vor Gericht und diese Betitelungen und Beleidigungen. Es ist halt so, dass diese ganzen Beleidigungen, eigentlich da nicht mehr ins Gewicht fallen. Das ist nämlich das Problem. Kenne ich auch aus anderen Verfahren. Wenn man dann noch eine Beleidigung on top, dann sagt meistens das Gericht so, der hat schon so viel Dreck am Stecken, der fällt gar nicht mehr ins Gewicht. Und dann kann man halt loslegen. Aber es zeigt sich dann eben auch bei der Bewertung der Schuld und der Schlafzumessung, dass solche Sachen natürlich negativ sind dann, was die Strafzumessung anbelangt.
Uwe
Ja, da wollen wir nochmal auf meine Strafzumessung, das ist ja ein bisschen kompliziert, das musst du uns mal erklären, Gordon. Da heißt es auch, bei der konkreten Strafzumessung hat die Kammer noch einmal die zugunsten und zulasten des Angeklagten sprechenden Gesichtspunkte sowie die Höhe der veruntreuten Beträge gewürdigt und hinsichtlich des ersten Geldbetrages von 200.000 Euro, von denen Strafzumessungsrelevant 150.000 sind, auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten und hinsichtlich eines zweiten Geldbetrages von 500.000, der strafzumessungsrelevant ist, mit 375.000 Euro auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und fünf Monaten erkannt. Kannst du mal kurz den Unterschied darstellen, diese Geldbeträge und strafzumessungsrelevant, was das bedeutet?
Gast
Ja, es wird ja dann ja mal eine Gesamtstrafe gebildet. Weißt du, wie ich das meine? Es wird ja eine Gesamtstrafe gebildet. Man sagt mal, mit dem Bereich kommt das in Betracht, mit dem das. Und dann bildet man daraus dann eine Gesamtstrafe.
Uwe
Okay, gut. Und die Gesamtstrafe, wie wird ja hier formuliert, unter zusammenfassender Würdigung der für und gegen den Angeklagten entsprechenden Gesichtspunkte, hat die Kammer unter Berücksichtigung des engen Zusammenhangs zwischen den beiden Straftaten auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten gelegt. Erkannt. Ein härter Ausgleich wegen der zwischenzeitlich vollstreckten und daher nicht einbeziehungsfähigen Geldstrafen war nicht veranlasst. Ja, drei Jahre, neun Monate ist natürlich ein Sümmchen. Und da hieß es ja, dass ja fünf Monate von deiner Untersuchungshaft nicht angerechnet werden. Ist das viel oder wenig?
Gast
Und überhaupt sind drei Jahre und neun Monate viel oder wenig? ganz normal hier ist. Das wird ja auch immer anders dargestellt, als würde er hier besonders schlecht behandelt. Das sehe ich eigentlich nicht bei der Summe und auch bei dem Verhalten, was hier auch mit berücksichtigt worden ist. Auch wie er aufgetreten ist, diese Uneinsichtigkeit bis zum Schluss, die Beleidigung, pipapo. Und den besonders schweren Fall, was wir eben hatten nach dem 263. der mit einbezogen worden ist. Von daher würde ich eigentlich von einer normalen Strafzumessung rechnen. Ja, und warum jetzt diese fünf Monate dann nicht anerkannt worden sind, da regt man sich ja auch drüber auf. Aber hier hat das Gericht ja auch ganz klar gesagt, dass Fuellmich und seine Verteidiger, denen ja eigentlich schon längst klar war, worum es ging, das Ganze hier als eine Bühne benutzt haben für ihre Theorien und Spekulationen und auch Beschimpfungen anderen gegenüber. Und da kann man natürlich dann hingehen und sagen, gut, dann wird das halt nicht mehr darauf angerechnet. Das waren ja auch dann diese gesamten nutzlosen Beweisanträge, die mit der Sache nichts zu tun hatten, die ja dann im Urteil beschieden worden sind, weil sie einerseits schon Zeugen geladen hatten, dann gab es zu der Sache gar nichts mehr zu sagen und bei anderen Beweisanträgen spielte das für das Urteil dann überhaupt keine Rolle mehr. Dass man hier wirklich eine Show gemacht hat, Und das wollte sich das Gericht zum Schluss natürlich nicht bieten lassen. Hat dann gesagt, okay, wenn ihr eine Show macht, die ganze Sache hier in die Länge zieht, dann ist das euer Pech. Und dann erkennen wir das eben auch nicht an. Und das ist meiner Ansicht nach auch völlig okay. Auch die fünf Monate, ich glaube, der Hinweis kam auch schon weit vorher. Also von daher sind ja so gesagt nur fünf Monate nicht berechnet worden. Hätte wahrscheinlich auch noch mehr machen können. Untertitelung. BR 2018
Uwe
Ja, also ich erinnere mich, dass als da gerade der Prozess begann, das ist ja schon ein Weilchen her, da hatte ich auf meinem Kanal auch mal ein Video gemacht nach dem Motto, Fuellmich die Show seines Lebens. Da wusste ich natürlich noch nicht, wie er mit dem Prozess umgehen wird, aber ich wusste ja, wie er vorher Show gemacht hat und insofern hatte ich dann eben schon mal in instinktiver Vorausahnung, gesagt, das ist die Chance seines Lebens, nicht und nicht, das ist der arme Mann, der jetzt einen politischen Prozess erleidet und er wird versuchen, diesen Prozess irgendwie so zu machen, dass er möglichst im Mittelpunkt steht, dass er der Gute ist und alle anderen sind die Bösen. Und wie sich dann später bei der Prozessbeobachtung, zumindest soweit ich das aus den verschiedenen Kommentaren der verschiedenen Prozessbeobachter entnommen habe, muss es wohl auch so gewesen sein.
Gast
Ja, er hat das ganz standesgemäß amerikanisch aufgezogen. Ich habe ja da auch schon von Dallas gesprochen. Man hat über alles Mögliche geredet, nur nicht über die wesentlichen Fragen, über Nebensächlichkeiten, sich dann darüber empört. Und das war Hollywood-Reif, was da abgezogen worden ist. Nicht nur von Fuellmich, sondern auch von den Berichterstattern und immer der gleichen Bubble, die wir da vor Ort gesehen haben.
Uwe
Ja, da würde ich gerne mal näher drauf eingehen. Du hattest ja auf deinem Kanal ja auch schon mehrfach dich dazu geäußert. Vielleicht machst du das mal bitte hier in dieser Sendung auch nochmal in entsprechender, angemessener Form. Wie ist denn dein Gesamteindruck, wie sich das Verteidigerteam von Fuellmich im Prozess verhalten hat? Was war die Strategie, was sie gefahren haben? Wie sind sie mit dem Gericht klargekommen? Da gab es ja auch irgendwelche Problematiken. Was ist dein Eindruck? Was ist deine juristische Meinung dazu?
Gast
Ja, also mein Geschmack ist das nicht gewesen, muss ich ganz ehrlich sagen. Da ja eigentlich die Karten auf den Tisch gelegen haben, hätte man hier mit einer anderen Verteidigung, beispielsweise mit einer Einsicht, vielleicht eine Entschuldigung oder so, wäre man weitaus besser gefahren als mit dieser Konfrontation, die wir hier erlebt haben. Und ich habe so den Eindruck, dass die Verteidiger sich da haben auch vielleicht ein bisschen scharf machen lassen. Die Verteidiger können ja auch nichts machen. gegen den Willen des Mandanten. Also ich würde sagen, dass das von Fuellmich schon so ausgegangen ist und dass er das alles auch so haben wollte mit diesen FBI-Geschichten, was es da gab mit dieser Bedrohungslage und, und, und. Dieser ganze Unsinn, der da veranstaltet worden ist. Und ich hätte das nicht so gemacht. Aber wie gesagt, da weiß ich auch nicht, was Fuellmich mit seinen Verteidigern da besprochen hat. Also ich...
Uwe
Also zumindest das Gericht hat es ja nicht positiv bewertet. Denn hier sehen wir auf Seite 111, der angeklagt hat, im Zusammenwirken mit den Verteidigern, Rechtsanwältin so und so, Rechtsanwalt, Doktor so und so, Rechtsanwalt so und so, den Prozessverlauf durch der Verteidigung objektiv nicht dienliches Verhalten verzögert. Also wie bitte? Der Verteidigung nicht dienlich. Das heißt, man hat, die Anwälte haben sich quasi gemeldet, gegen das Interesse ihres Mandanten verhalten, wobei dies zur Überzeugung der Kammer aus prozessfremden Zwecken, nämlich welcher? Nämlich das Verfahren als Bühne dafür zu nutzen, sich als Opfer einer durch den Verfassungsschutz und die Justiz initiierten politischen Verfolgung zu inszenieren, andere Personen bloßzustellen und zu diffamieren und Empörung zu schüren. So, er folgte so und so vorbei. Das Handeln der vorgenannten Verteidiger dabei zur Überzeugung der Kammer entsprechend der maßgeblich vom Angeklagten vorgegebenen Strategie der Verteidigung folgte. Ja, habe ich ja gesagt. Genauso wie du.
Gast
Ja, da gehe ich auch von aus, weil als Verteidiger kann ich ja auch nichts gegen den Willen meines Mandanten machen. Also mit meiner Verteidigungsidee, da mal kleinere Brötchen zu backen, wäre der für mich ja wahrscheinlich auch nicht einverstanden gewesen. Also er wollte es genauso. Ich kann mir jetzt vorstellen, liebe Grüße an die Kollegen, dass die vielleicht auch wirklich froh sind, dass das Ganze vorbei ist. Ich hatte ja auch der Katja Wörmer mal gesagt, Ob ihr das nicht eigentlich schon peinlich ist, meinte sie eben nein. Und ich würde sowas, das würde man bei mir nicht erleben, weil auch... sich so im Gericht gegenüber zu verhalten, wird man von mir nicht erleben. Also der Simon hatte ja dann auch noch gesagt, er schämt sich, die Robe zu tragen und so weiter und so fort. Also wenn ich dann Gerichtssitzen habe, ja gut, es wurde nicht akzeptiert, weder von dem Angeklagten noch von den Verteidigern offensichtlich. Wenn ich jemanden die ganze Zeit so anscheiße, da muss ich mir überlegen, ob das dann so förderlich ist. Und das war es ja nun offensichtlich nicht. Ja, muss man wissen.
Uwe
Also ich sage mal theoretisch, sofern es nicht Pflichtverteidiger waren, hätten doch die Mandate auch niedergelegt werden können. Also ich will jetzt nochmal auf das Thema, was eigentlich jetzt die Moralität der Verteidigung der einzelnen Rechtsanwälte betrifft, Du sagst, du würdest das jetzt nicht so gut finden. Und ich persönlich bin jetzt kein Rechtsanwalt, aber ich würde es auch nicht machen. Aber die Rechtslage mag ja eine andere sein. Ich glaube, es war doch nur die Katja Wörmer, Pflichtverteidigerin, wenn ich das richtig sehe.
Gast
Lichtverteidiger war doch dieser Pol, ne? Ach ne, genau, der Pol.
Uwe
Und die anderen waren ja insofern von Fuellmich dann beauftragt, im weitesten Sinne. Das heißt, die hätten ja ohne weiteres sagen können, ne, Rainer Fuellmich, so möchten wir nicht arbeiten, wir wollen noch ein bisschen länger im Justizsystem tätig sein und nicht unser Renommee wegen dieses einen Prozesses in die Kutze reiten. Das hat bei mir die Frage hervorgebracht, ja, Was sind die Motive von solchen Anwälten? Ich meine, einmal auf der großen Bühne zu stehen und eine Show zu haben, die aber von wem gesehen wird? Nur von den paar tausend Fuellmich-Fans sozusagen? Und wie viele von denen werden nachher Mandanten dieser drei Rechtsanwälte werden? Also das scheint mir kein hinreichendes Motiv zu sein. Oder könnte da mehr hinter stecken?
Gast
Ja, ich muss an der Stelle sagen, also ich habe ja gesagt, ich hätte das so nicht gemacht. Allerdings muss ich, weil das ja auch Anwälte sind und wir dann Kollegen sind, diesbezüglich dann irgendwie, dann möchte ich da nicht so viel zu sagen, weil das sind ja Kollegen von mir und da müsstest du mich selber fragen.
Uwe
Okay, das respektiere ich, das ist auch in Ordnung so. Und ich kann aber trotzdem mal meine Meinung sagen.
Gast
Ja, das ist vielleicht besser, wenn du das sagst, weil wie gesagt, unter anderem als Kollegen braucht man es normalerweise nicht. Ich sage nur, ich hätte das nicht so gemacht.
Uwe
Nein. Also ich sage mal so, ich denke immer pragmatisch und sage, wenn jemand etwas Unangenehmes macht, dann macht das entweder, weil er unfähig ist, zu ängstlich dieser Pflicht auszuweichen, was aber hier nicht der Fall sein kann, denn man hätte ja das Mandat niederlegen können. Und dann wird man eben ein anderes Mandat, frei werden für ein anderes Mandat. Sprich, das kann ja nicht das Problem gewesen sein. Und wenn ich dann aber so sehe, wie dann die Fuellmich-Fantruppe behauptet, Ja, in jeglicher Hinsicht propagandistisch tätig war und Spenden einsammelt, habe ich so, ja, ich sage mal, die Spekulation, könnte es sein, dass da eine Gewinnbeteiligung versprochen wurde, nach dem Motto, wir sammeln viel Geld ein und dann kriegen die Anwälte ein Erfolgshonorar, wenn sie entsprechend bei der Show mitmachen. Das ist natürlich rein spekulativ und ich will das überhaupt gar nicht weiter vertiefen und sage nur, das waren so Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen sind.
Gast
Aber rein objektiv ist es doch so, dass tatsächlich für Spenden für den Prozess von Fuellmichler auch aufgerufen worden ist, oder nicht? Ja, ja, natürlich. Und ja. Das ist so gewesen. Und das hat das Gericht ja dann eben auch gesagt, dass sie das als Bühne genutzt haben. Und das habe ich auch so empfunden.
Uwe
Naja, aber er musste ja quasi freiwillig seine Anwaltsanlassung zurückgeben. Das heißt, weil er ja eben nicht praktizieren konnte.
Gast
Nein, also er hat sie freiwillig zurückgegeben. Das musst du auch noch mal ganz klarstellen. Wenn er sie nicht zurückgegeben hätte, wäre sie ihm nämlich entzogen worden, weil er dann nicht in der Lage gewesen wäre, weiterhin als Anwalt tätig zu sein. Genau, das meine ich ja. Er ist eigentlich der Sache nur zuvor gekommen. Da konnte dann immer gesagt werden, ja, er hat es ja freiwillig zurückgegeben. Aber wenn er es nicht freiwillig gemacht hätte, wäre sie ihm entzogen worden. Das ist auch klar.
Uwe
Ja, wir können ja vielleicht nochmal uns die Frage stellen, jetzt wird es ja wohl so weitergehen, dass man da in Revision geht und die Fuellmich-Fans sind ja hellauf begeistert und gehen davon aus, dass alles gut werden wird. Auf meinem Kanal hatte jemand auf das letzte Tondokument von Rainer Fuellmich verwiesen von vor ein paar Tagen, wo der dann eben darauf hinwies, jawohl, wir sind die Guten, wir stehen auf der richtigen Seite und wir kämpfen gegen die Monster. Und wir warten auf unsere Zeit und dann regeln wir alles. Und der Kommentator auf meinem Kanal meinte dann, ja, und die Revision, die wird ja auf jeden Fall gewonnen. Und dann führt Rainer Fuellmich ein neues Justizsystem ein. Dann dachte ich mir, hoppla. Wenn die Revision gewonnen wird, was ist er dann? Dann ist er ein aus der Haft entlassener, aus der Untersuchungshaft entlassener freier Bürger. Und als freier Bürger, selbst wenn er sich dann seine Anwaltszulassung wieder besorgen würde, dann steht er doch genauso wie alle anderen da. Also wie kann er jetzt ein neues Justizsystem einführen? Dazu müsste er ja eigentlich nach unserem Grundgesetz ja erstmal einen Gesetzesbeschluss im Bundestag haben, wenn wir zwei Drittel Mehrheit, weil es ja um eine Verfassungsänderung geht, für die Einführung eines neuen Justizsystems und auch nur zwei Drittel Mehrheit im Bundesrat. So, und das macht dann Rainer Füllmilch von alleine. Und das hielt ich dann dem Kommentator vor, das ist aber kein Problem, weil Rainer wird die dann schon alle überzeugen.
Gast
Ja, darunter macht es ja unser Dr. Fuellmich nicht. Es war doch, glaube ich, auch schon so, korrigiere mich da bitte, er hat doch diese Geschichte gemacht, wie hieß das denn, mit echten Richtern, echten Anwälten, dieses Tribunal, was er da veranstaltet hat.
Uwe
Ja, ja. Dieses Show-Tribunal.
Gast
Genau. Und er hat ja auch mal gesagt, das muss alles komplett weggehen. Und wir müssen das völlig von Neuem aufbauen. Da hat er eigentlich auch immer Vorschub geleistet für seine Class Action, weil er immer sagen wollte, alle Gerichte sind völlig im Eimer. Und das war eigentlich schon in der ersten Sendung, wo ich im Corona-Ausschuss war, wo ich ihm ja auch widersprochen habe, Natürlich gibt es schon seit ewigen Zeiten auch Fehllohnteile. Die gibt es immer. Die wird es auch immer geben. Das ist dann ja auch völlig klar. Und dann haben wir natürlich bei der Corona-Rechtsprechung einiges erlebt, wo ich auch sagen muss, das fand ich so nicht in Ordnung. Auch wie die Prozesse da gelaufen sind, das habe ich auch selber miterlebt. Auch unter Panik der Richter oder wie man es auch immer bezeichnen soll. Da war ich auch nicht mit einverstanden und auch nicht von der Entscheidung des Verfassungsgerichtes, was ja zumindest einer partiellen Impfpflicht zugestimmt hat. Und mit der Begründung bin ich überhaupt nicht einverstanden. Aber immer dieses Ding, alles ist doch total im Eimer und alles muss komplett weg. Das sind ja so Leute, die dann so, also ich habe Recht, alle anderen können nur Unrecht haben.
Uwe
Ja, und vor allen Dingen, Gordon, es ist ja so, dass Rainer Fuellmich ja immer so tat, als ob er der große Profi ist. Und ich hatte dann festgestellt, dass es also nach meiner Meinung nicht so war, auch mit diesen komischen Schrottimmobilienprozessen. die er in den 90ern geführt hat, da fand ich auf seiner Homepage bestenfalls zwei Urteile, wo es mal um 60.000 D-Mark ging als Streitwert. Dann hat er mal was gegen BGH unternommen und ist dann da auch abgeblockt worden. Also sprich, große Fälle hat er gar nicht gehabt. Und als er sich dann mit der Sammelklage positionierte nach dem Motto, wir machen eine Sammelklage in den USA und ich bin ja erfahren, er war doch nur ein Anwalt, der eine deutsche Mitklägerin an einem großen amerikanischen Sammelklageprozess dort vertrat. Mehr hat er nicht gemacht. Das heißt, keine Expertise in großen Sachen. Und das große Geld scheint er auch nicht verdient zu haben. Wenn ich mich daran erinnere, eine Information, die manch einer vielleicht schon vergessen haben mag. Es gibt nämlich einen Bericht hier von Epoch Times, der ist aus dem Frühjahr 24, also quasi zu Prozessbeginn. Und da sagt Genau hier sehen wir es, 19. Februar 24. Und interessant ist, dass weiter unten was steht, was die meisten Leute ja vergessen haben. Nämlich, dass ermittelt wurde, Polizeiliche Ermittlungen, die belegten, dass das Konto der Kanzlei schon zu Beginn des Jahres 2020 ein Minus von 92.000 Euro aufgewiesen habe. Und Ende März 2020, kurz vor der Antragstellung auf Corona-Hilfe, soll sich das Minus immerhin noch auf 45.000 erhöhen. So, da stellt sich doch die Frage, wie kann denn jemand, der eine erfolgreiche Kanzlei hat, mal ebenso schnell 90.000 Euro Minus haben und Corona-Hilfe für seine erfolgreiche Kanzlei beantragen? Was hältst du denn davon?
Gast
Das ist ja das nächste Märchen, auch im Zusammenhang mit der Class Action. Also da hat er sich ja immer so als den super erfolgreichen Anwalt dargestellt. Und ja, da wird ja dann auch aus dieser Hater-Bubble von Fuellmich gesagt, ja, der Fuellmich, der wäre so erfolgreich, der Pankalla ja nicht, der ist ja nur eifersüchtig. Also da muss ich mal sagen, liebe Freunde, ich habe es nicht nötig gehabt, Corona-Hilfen zu beantragen, nur mal dazu. Aber man gibt ja Leuten dann auch lieber Geld, wenn man denkt, die haben es gar nicht nötig. Und so hat er sich ja mal als der große Weltmeister verkauft. Weil sonst kauft ihm ja keiner die Klasse Action ab. In Wirklichkeit war er es ja offensichtlich nicht. Also wenn er schon Minus gehabt hat auf seinem Anwaltskonto und hier in rechtlicher Höhe, dann zeigt das, dass er eben nicht der erfolgreiche Spezialist und internationaler Anwalt gewesen ist, für den er sich hier ausgegeben hat.
Uwe
Ja, zumal die Größenordnung, Gordon. Ich meine, wir haben noch sein Haus gesehen. Ich habe darüber ja auch mal ein Video gemacht, nach dem Motto, wie viel kann das wohl wert sein? Und dann ist es quasi ein Wohnen und Arbeiten. Er hat einen Arbeitstrakt. Sprich, er ist jetzt nicht die große Kanzlei mit zehn Mitarbeitern. Er hat immer ein paar, ich sage mal, assoziierte Rechtsanwälte gehabt, die mal mitgearbeitet haben, die aber offensichtlich keine Festangestellten waren. So sprich, er ist ja keine große mittelständische oder Großkanzlei gewesen, sondern er ist eigentlich ein Einzelkämpfer mit Hilfskräften gewesen. Also so wie es viele andere Anwälte auch machen. Was haben denn solche Anwälte für Betriebskosten? Jetzt mal bei aller Liebe. Um wie viele Monate muss man keine Einkünfte haben, um auf 92.000 Euro minus zu kommen? Das heißt für mich, der ich selber Unternehmer bin und ein bisschen Vorstellung davon habe, was einzelne Unternehmer für Umsätze haben, kann ich nur sagen, er hat doch mindestens ein halbes Jahr, wenn nicht gar ein Jahr, er hat ja kein Pfennig Geld verdient, sonst wäre der nicht ins Minus gekommen. Und insofern, was ist denn das für ein Anwalt?
Gast
Ja, also besonders viel auf der hohen Kante scheint er nicht gehabt zu haben, weil für mich ist er glaube ich auch zehn Jahre älter als ich, kann das sein. Und wenn wir dann seine Immobilien sehen, wo ja Bundsschulden drauf waren, also die waren ja so alle nicht abbezahlt. Muss man sich mal überlegen, wer es bis 65 als super internationaler Spitzenanwalt nicht schafft, seine Kredite da zu tilgen, dann kann der ja nicht ganz so erfolgreich und frisch gewogen werden.
Uwe
Ja, apropos diese super internationalen Anwälte. Er hat doch immer erzählt, solange er noch mit der Class Action rumeierte, wie viel hunderte und tausende von Anwälten er weltweit kennt, die alle... tipptopp sind. Und dann hat er wie viele von denen als inoffizieller Berater bei seinem Prozess? Kein, sondern hat hier drei Anwälte, die mit Fachexpertise vielleicht nicht so ganz gesegnet sind.
Gast
die Frau Christidis ja unter anderem beim Griechen kennengelernt hatte, wahrscheinlich beim Gyros Essen, das war ja zumindest der Edgar Siemund, der sich hier als russer Gesellschafter verkauft hat, aber inhaltlich, wie wir eben gesehen haben, völlig daneben gelegen hat mit seiner Expertise.
Uwe
Ja, er hätte doch zum Beispiel immer so viel Wert gelegt auf den John F. Kennedy Jr. So, John F. Kennedy Jr. ist ja ein Anwalt zwar in New York gewesen und noch woanders, mit seiner Kindergesellschaft dort, oder Kinderinteressengesellschaft, aber der hat doch durch seine Prominenz, hätte der bestimmt, einen Korrespondenzanwalt in Deutschland gekannt, der sich für Rainer Fuellmich eingesetzt hätte. Und das gilt vielleicht für manch andere, nicht ganz so prominente Anwalt, internationale Anwälte auch. Das heißt, wo waren denn die ganzen Freunde international auf allen fünf Kontinenten? Nirgendwo waren die. Das heißt, auch das waren noch alles nur Märchen.
Gast
Also ich habe ja schon gesagt, zu den Kollegen möchte ich mich nicht so äußern. Die haben bestimmt ihr Bestes gegeben. Sage ich jetzt einfach mal so, aus ihrer Sicht haben sie das Beste gegeben. Ob es dann wirklich die absoluten Top-Anwälte gewesen sind oder ob man da andere Anwälte hätte nehmen können. Ja, das ist ja auch für mich entscheidend. Wahrscheinlich in seiner Verteidigungsstrategie, die ich ja als etwas egoman bezeichnen könnte, hat ihm das dann wohl so ganz gut in den Kram gepasst, mit den dreien zusammenzuarbeiten, die ja dann, wie das Gericht schon gesagt hat, offensichtlich durch ihn dann die Verteidigung so gestaltet haben. Und das wäre vielleicht mit anderen Anwälten nicht möglich gewesen, mit mir nicht, mit anderen weiß ich nicht.
Uwe
Für die kannst du ja nicht sprechen, genau. Gut, dann lass uns doch mal jetzt zum Fazit kommen, Gordon. Wenn wir jetzt das Ganze mal Revue passieren lassen und uns die Frage stellen, dieser Fuellmich-Prozess, der ja nun groß aufgeblasen wurde, sei es seitens der Staatsanwaltschaft, das sind ja über 40 Prozestage gewesen letztendlich, Und sei es auch seitens der Fangemeinde von Fuellmich. Was lässt sich aus diesem ganzen Prozedere für die alternative Realität, den Widerstand, wie manche ihn nennen, wobei ich persönlich glaube, es gibt keinen Widerstand in Deutschland, der diesen Namen verdient. Aber das ist meine Meinung. Was lässt sich daraus für andere Organisationen und Strukturen im Widerstand ableiten? zum Thema Rechtsform, Spenden, Transparenz und so weiter?
Gast
Ja, dass es auf jeden Fall nicht gut gelaufen ist und dass es zu einem großen Schaden der Bewegung oder des Widerstandes, wie du das jetzt bezeichnen willst, dass ein großer Schaden entstanden ist hier. Auch was die Glaubwürdigkeit anbelangt. Ich möchte jetzt aber dann vielleicht nochmal so ein bisschen nett für die Fuellmich-Fans reden, die ja gesagt haben, es sei ein politischer, ein rein politischer Prozess gewesen. Der Meinung bin ich nicht, weil, wie wir gesehen haben, hat eben das, was Rainer gemacht hat, eben den Straftatbestand der Untreue doch erfüllt. Das muss man ganz klar sagen. wo man vielleicht den Fuellmich-Fans ein bisschen recht geben kann, ist, man kann ja auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ja, ich glaube schon, dass dem Staat oder einer würde sagen dem Deep State das schon bestunken hat, was der eine da gemacht hat, weil er eben aufgrund auch seiner sehr überzeugenden Art auch sehr viele Leute mitnehmen konnte. Er hat mit Sicherheit auch zutage gebracht an Informationen, die man sonst so nicht gehabt hätte durch seine Interviews, ist dann vielleicht auch etwas in die spekulative Ecke abgerutscht. Aber er war natürlich nicht gerade förderlich für das Narrativ, was hier aufgemacht worden ist, dem ja niemand widersprechen durfte, wie auch von der Leyen gesagt hatte, glauben Sie nur den offiziellen Medien. So, dass man hier zumindest als vielleicht kleines Freundschaftsangebot an die Bittel-Fans und Rainer-Fans sagen könnte, ja, das ist schon ein normales Strafverfahren gewesen. Aber man hat hier dann wahrscheinlich auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Ja, davon müssen wir ausgehen, dass man da natürlich froh war, dass der Rainer sozusagen vom Sender gewesen ist. Das möchte ich gerne zugestehen.
Uwe
Ja, also ich finde, das ist auch korrekt, wenn man sagt, jawohl, da ist schon auch was Politisches mit dabei. Andererseits sehe ich nicht, dass die Fühl-mich-Fans recht haben nach dem Motto, ja, die anderen haben mit der Staatsanwaltschaft eingegangen oder ähnliches. Dazu wäre es ja alles gar nicht gekommen, hätte der Rainer Fuellmich seine anderen Mitgesellschafter nicht um deren Gesellschafterrechte gebracht. Das heißt, was für eine Moralität muss jemand haben, der seine vier oder drei Mitkompanions so in die Pfanne haut, dass zwei von denen dann nachher gegen ihn kämpfen. Klage einreichen. Also da denke ich, muss sich doch der Rainer für mich selber an seine Nase fassen und muss sagen, Menschenkenntnis ist nicht so mein Ding. Denn dass man seine Mitkompanions so verärgert, dass die nachher eine Wut auf einen haben, das ist schon eine Kunst für sich.
Gast
Naja, sagen wir mal so. Vielleicht, ich spekuliere jetzt mal, aber wir haben ja auch schon Hintergrundtatsachen dazu vorgetragen. Jetzt wurde gesagt, dass der Kontostand im Jahr 2020 war und andere Vermögenswerte nicht da, die Immobilien eben mit Grundschulden belastet waren. Vielleicht sagen könnte, Rainer hat auch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Einerseits hat er sich für die Sache eingesetzt und da war er meiner Überzeugung nach auch überzeugt von dem, was er da gemacht hat. Auf der anderen Seite wollte er eben auch Geld damit machen. Und ich glaube, dass er primär eigentlich mit dem Verkauf dieser Class Action Kohle machen wollte. Und er praktisch gar nicht damit gerechnet hat, dass für die journalistische Arbeit hier so viel gespendet wird. Ich glaube, damit hat er gar nicht gerechnet. Und ich glaube, so wie ich ihn jetzt wahrgenommen habe in seiner, ja, wie nennt man das jetzt, Ego-Manie oder Selbstkommunikation, Wie können wir das ausdrücken? Ja, Hybris. Eine Selbstüberschätzung. Ja, Selbstüberschätzung. Dass er irgendwie sich auch gesagt hat, ach komm, ich habe ja eigentlich das meiste gemacht. Wobei man ja auch sagen muss, dass die Frau Fischer viel gemacht hat und das ganze Team, was ja auch noch da gewesen ist. Den Dr. Wodarg dürfen wir eigentlich auch nicht vergessen. Aber dass er irgendwie gesagt hat, Also für sich gedacht hat, mir steht das irgendwie zu. Den anderen steht das gar nicht zu. Die haben ja auch nicht so viel gemacht. Und deswegen hat er da auch vielleicht moralisch die Bedenken nicht gehabt, gesagt, das steht mir einfach zu. Und ja, auch dann vielleicht nicht damit gerechnet, dass dann die anderen tatsächlich vor Gericht ziehen. Das hat er vielleicht unterschätzt.
Uwe
Aber das sucht sich ja auch ein Weilchen hin. Es ging ja eigentlich los mit dem Rausschmiss von ihm aus dem Corona-Ausschuss. Ja, im September 2022 war es, glaube ich. Aber die Probleme waren ja schon ein Jahr lang bekannt, dass eben keine Unterlagen über die Finanzströme an die anderen Gesellschafter gegeben wurden. Und insofern waren die anderen, die ihn später dann vor den Kali quasi gezerrt haben, die waren doch sehr, ja ich sag mal, noch langsam in ihrem ganzen Prozedere. Also ich persönlich hätte gesagt, wenn ich Gesellschafter bin, in einer welcher Gesellschaftsform auch immer, da kommen Gelder rein, da wird alle vier Wochen ein Kassensturz gemacht und da will ich ganz klare Zahlen sehen und lasse mich doch nicht ein Jahr lang vertrösten. Dann würde ich aber sofort, nach vier Wochen, würde ich sagen, aber beim nächsten Monat, dann hast du ja die Zahlen, wenn du sie jetzt nicht vorbereitet hast. Und spätestens im dritten Monat würde ich juristische Maßnahmen gegen mein Geschäft ergreifen, aber doch nicht vier, zwölf Monate lang warten. Also das spricht, die haben sich ja wie Mäuschen verhalten und nicht wie professionelle Gesellschafts- und Geschäftsführer.
Gast
Ja, dass die anderen dann so spät erst dann was gemacht haben, ist die eine Sache. Man könnte es jetzt auch umdrehen, lieber Uwe. Wenn die Gesellschafter Viviane Fischer und Rainer Fuellmich der Meinung gewesen sind, die anderen haben nichts beigetragen, hätte man ja umgekehrt auch deren Ausschluss aus der Gesellschaft beantragen können, weil sie für den Gesellschaftszweck sozusagen nichts beigetragen haben. Und dann muss man das eben ganz juristisch machen. Ja, das kann man ja tun. Man kann ja auch sagen, wir beenden das Ding jetzt. Es kommt nicht zur Eintragung und so weiter. Da hat man das viel zu lange laufen lassen. Dann hätte der Herr Fuellmich das aber ganz normal wie ein Anwalt machen müssen, Gesellschaft auflösen. Dann hätte man das Geld verteilt. Es wäre ja niemals zur Ausschüttung gekommen. Das stand ja dem Gesellschaftsvertrag entgegen. Oder man macht eben auch einen Vertrag, wo man sich vielleicht für die Dienstleistung eine Ausfallentschädigung da reinschreibt und sagt, wer da so viel arbeitet und dann in seinem Hauptjob nicht mehr agieren kann, dem steht dann auch was zu. Das kann man ja auch... kann man ja auch reinschreiben, aber warum hat das dann nicht eben sauber juristisch gemacht? Und das ist das Dumme. Er hätte das eben so machen sollen. Und wir sind ja auch noch nicht am Ende.
Uwe
Lass uns doch jetzt mal das Fazit von der positiven Seite her sehen. Wir haben jetzt die negativen Aspekte bemängelt, was alles hätte nicht sein sollen. Was wäre denn jetzt für die Protestbewegung oder irgendeine Organisation oder Struktur, was kann denn die aus diesem Prozessualen Prozedere an positiven Leersätzen gewinnen. Wie sollte man das denn richtig machen zukünftig?
Gast
Ja, man sollte das eben vernünftig aufsetzen. Ich meine, zum Schluss haben wir es ja eigentlich jetzt mit der Situation zu tun, dass viele von diesen Spendengeldern überhaupt nicht mehr für die Sache benutzt werden können. Vor allen Dingen dann auch jetzt nicht. Wir haben ja noch das eingelagerte Gold. Dann wird es ja ein weiteres Verfahren geben wegen der von Eliathe sogenannten Telefonseelsorge. Das heißt 30.000 Euro für Bürokosten. Mein lieber Scholli, da blüht, glaube ich, Rainer auch noch was. Weil ich glaube, die Höhe kann er so nicht begründen. Und... Ja, also das dürfte dann eben auch so gewertet werden, dass das ebenfalls eine Untreue ist. Ja, für die Protestbewegung allemal nicht schlecht. Die Gelder sind jetzt nicht mehr für die Sache eingesetzt worden.
Uwe
Ja, aber wir wollen jetzt mal das Positive hin. Was soll man besser machen?
Gast
Wo man es hätte gebrauchen können. Das ist ja wichtig. Selbst wenn das jetzt irgendwann zurückkommt oder sonst was. Jetzt haben ja die Gelder auch gefehlt. Es soll ja ein Archiv aufgebaut werden. Dafür ist kein Geld da und so weiter. Weil jetzt die Spenden ja nicht mehr so kommen, vermute ich jedenfalls, weiß ich ja nicht. Ja, was sollen wir denn daran jetzt, da fällt mir jeder was Positives ein.
Uwe
Nein, ich würde daraus sagen, wir sehen das eben auch dann, wenn sich Leute zusammenfinden, die eigentlich was Gutes wollen, in Anführungsstrichen. Sie deswegen aber nicht blindgläubig zueinander sein sollten, sondern ihre Professionalität auch wahren sollten. Das heißt, sie sollten vernünftige Verträge machen, sie sollten sich vernünftig professionell untereinander verhalten und sie sollten dann, wenn irgendwas nicht stimmig ist, sofort der Sache nachgehen. Und vor allen Dingen sollten sie transparent sein mit der Mittelverwendung. Denn das, was sie tun, ist nicht nur das, was sie für sich tun, sondern es wirft auch ein gutes oder schlechtes Licht auf, die Gesamtbewegung, die sie quasi repräsentieren. Und diese Blindgläubigkeit und dieses rein propagandistische, wie wir es jetzt auch im Nachgang sehen, während des Prozesses, ich glaube nicht, dass das der Gesellschaft, der Protestbewegung gut tut, sondern ganz im Gegenteil, es zeigt jedem, der halbwegs unbefangen ist, da sind ja völlige Idioten, die kann man nicht für ernst nehmen, das sind Fanatiker, weil die sind hirnverbrannt die können nicht logisch denken die lehnen den rechtsstaat ab weil sie noch nicht mal ganz einfache juristische Sachverhalte wie die Untreue naja sowas von Puppen einfach zu verstehen ist die das nicht verstehen wollen das heißt wer will denn sich mit solchen Idioten in Anführungsstrichen identifizieren Und wie kann es sein, dass dann viele große alternative Medien immer noch auf den Zug aufspringen und vom politischen Prozess reden, anstatt mal die Klarheit und Wahrheit beim Namen zu benennen und zu sagen, hier gibt es ein schwarzes Schaf und wir distanzieren uns von diesem schwarzen Schaf. Das wäre mal eine Aussage. Wir sind nicht so wie der, wir sind nicht so geldgierig. Wir sammeln nicht Spendengelder ein und geben die für Privates aus. Wir geben mit unseren Geldern ordentlich um. Das wäre doch mal eine Offensive für Wahrheit und Klarheit. Aber da sind wir irgendwie noch nicht.
Gast
Ja, also ich bin ja Jurist, aber ich habe auch schon Firmen gehabt. Und ich habe da auch mit Freunden zusammengearbeitet. Nur ich weiß, mit Freunden musst du eigentlich immer alles doppelt und dreifach vernünftig vertraglich regeln. Weil das Schlimmste, was dir passieren kann, ist eben, dass dann eben wegen Business noch Freundschaft kaputt geht. Deswegen habe ich das immer so gemacht, dass ich das besonders gut geregelt habe, damit es da nicht zu Missverständnissen kommt. Und wir alle wissen ja, das ist einfach so, bei Unternehmungen gibt es immer zwei kritische Sachen. Die eine Sache ist, wenn zu wenig Geld da ist und die andere Sache ist, wenn zu viel Geld da ist. Dann fängt nämlich das... packen und stechen an. Und insofern haben sie es hier irgendwie nicht vernünftig geregelt. Man kannte sich ja, glaube ich, vorher, ob man da wirklich befreundet gewesen ist, kann ich jetzt nicht beurteilen. Aber man hat es einfach nicht gut geregelt. Und das ist zum Schaden der Sache dann, wie auch immer. Es ist zum Schaden der Sache geworden. Und das ist einfach wirklich traurig. Das muss man so sagen. Ja, okay.
Uwe
Gordon, ich denke, wir haben das Thema doch rundherum von verschiedensten Seiten besprochen und jeder, der das Urteil nicht selbst gelesen und selbst analysiert hat, hat jetzt die wichtigsten Punkte eigentlich mal von uns diskutiert bekommen. Mit einer fachkundigen Hilfe konnten wir das ja auch alles viel besser verstehen, als wenn wir das alleine machen würden. Ich bedanke mich für deine Bereitschaft, das auf meinem Kanal zu besprechen. Wir veröffentlichen das dann aber auch auf deinem Kanal, sobald das Video fertig ist. Und dann würde ich sagen, noch ein Abschlusswort an unsere Kanal-Zuschauer.
Gast
Das ist leider traurig, dass es so gelaufen ist. Und diejenigen, die jetzt hier böse auf mich gewesen sind, denen möchte ich mal dann eben sagen, ich hätte mir das alles nicht so gewünscht. Überhaupt nicht. Ich hätte mir im Gegenteil das gewünscht, was wir jetzt besprochen haben. dass es sauber geregelt worden ist und diese Probleme hier gar nicht aufgetreten wären. Als Jurist muss ich dann aber auch dann die Tatsachen sehen und dann subsumiere ich das unter den Straftatbestand. Und da kann ich ja dann nur lügen, wenn ich dann behaupten würde, dem ist nicht so. Hat er jetzt das Urteil auch gezeigt, liebe Freunde. Also das ist jetzt keine Bösartigkeit meinerseits gewesen. sondern es ist eine objektive rechtliche Einschätzung gewesen, die ich mir absolut gerne erspart hätte. Und alle die, die an Rainer geglaubt haben, die sind vielleicht dann auch enttäuscht und wollen die Wahrheit nicht wissen, weil Frisida Rainer für mich in der Zeit natürlich ein Held gewesen ist und ihr das nicht ertragen könnt. Da muss ich euch sagen, also das eine ist die Gefühlsebene und das andere ist halt die Faktenlage. Und als Jurist muss ich da auch die Fakten berücksichtigen, Freunde.
Uwe
Jawohl, danke schön, Gordon. Dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal auf deinem oder meinem Kanal. Ich verabschiede dich schon mal und wende noch ein paar Worte an meine Zuschauer auf meinem Kanal. Tschüss, bis zum nächsten Mal, Gordon.
Gast
Danke, Uwe. Grüße aus dem wirklich heißen Köln heute. 33 Grad heute aus der Pepper Lounge hier für euch.
Uwe
Ja, liebe Zuschauer, da ist der Gordon nun dahin gegangen. Bis zum nächsten Mal. Ich glaube, es war doch durchaus ganz interessant, eben mal reinzuschauen. Und für diejenigen, die auch mal Rechtsbedarf haben in Angelegenheiten, die Medienrecht, Strafrecht und Arbeitsrecht betreffen. Daran denken Anwalt Pankalla, sitzt in Köln und hat auch viel gemacht zum Thema Corona, Rechtsprobleme etc. Und übrigens hat er auch ein paar interessante Social Media Kanäle bei Telegram und bei YouTube und ich weiß nicht wo er überall ist. ist relativ aktiv dort und auch ein Mensch, der mit dem Herz am rechten Fleck, der nicht nur nach dem Mandantenvertrag und dem Geld guckt, sondern der für seinen Mandanten auch das Beste haben möchte. Für Sie wiederum, wenn Sie sich über dieses Thema noch weiter interessieren wollen, dann finden Sie auf meinem Kanal natürlich auch noch Einige Informationen. Ich habe auf meinem Kanal verschiedene Playlisten. Da finden Sie einmal hier was zum Thema Fühl mich und die Basis und die Sammelklage. Und natürlich auch zum Corona-Ausschuss gibt es jetzt auch nochmal eine eigene Plattform. Playlist. Da sind auch nochmal 40 Videos drin. Also insofern, da finden Sie eine ganze Menge. Das heißt, wenn Sie nicht schon eingeschworener Fuellmich- und Corona-Ausschuss-Zuschauer auf meinem Kanal sind, dann schauen Sie einfach hier mal in diese Playlist rein. Gucken Sie sich insbesondere jeweils die ersten Videos an. Das heißt, Bei dem Thema Sammelklage gucken Sie sich mal die ersten vier Videos an. Dann kriegen Sie mal so einen Eindruck über den Sammelklagevertrag. Wenn es zu dem Thema Corona-Ausschuss geht, gucken Sie sich insbesondere die Videos an zum Thema 125. Corona-Ausschuss oder 125. Märchenstunde habe ich es genannt. Da gibt es insgesamt acht Teile von und da habe ich die Punkte, die die vier Gegner von Rainer Fuellmich im Corona-Ausschuss, also die drei Anwälte plus Wolfgang Wodarg, was sie dem Rainer Fuellmich vorgehalten haben. Schauen Sie sich da mal rein und dann finden Sie zum Schluss in Teil 7 und Teil 8 auch meine Spekulationen, was das Ganze wohl sein sollte und wie gut und wie ernst man diese beiden Projekte überhaupt hätte nehmen sollen. Ja, damit will ich es dann auch belassen. Verabschiede mich und schreiben Sie Ihre Kommentare bitte unten wieder in die Box rein.
Gast
Bis zum nächsten Mal. Die Welt klar sehen.
Uwe
Klar sehen, clever denken, frei handeln. Die Welt klar sehen.
Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „politischer Prozess oder Fuellmich-Gerichtsshow?“, Die Welt Klar Sehen, 14.06.2025.
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Uwe Loose bespricht mit Rechtsanwalt Gordon Pankalla das 134-seitige Untreue-Urteil des Landgerichts Göttingen gegen Reiner Fuellmich. Kernfrage: politischer Showprozess oder gerechtes Urteil – mit klarem Befund, dass der Untreuetatbestand erfüllt ist.
