DWKS-Kompass-SiegelDie Welt Klar Sehen

Parteijugend im Konflikt | Antifa, AfD und die doppelte Moral | Gießen brennt?27.11.2025

Deutschland allgemein

Abschrift

Abschrift des Videos vom 27.11.202597 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Uwe

An diesem Wochenende wird die AfD ihre neue Jugendorganisation Generation Deutschland gründen und zwar in der Stadt Gießen. Anlässlich dessen hat die Antifa kundgetan und mobilisiert bis zu 40.000 Menschen und will die Stadt Gießen zum Brennen bringen. Das hört sich sehr kämpferisch und aggressiv an und da stellt sich doch die Frage erstens, was ist der Gesamtkontext des Ganzen? Zweitens, was sind überhaupt diese parteipolitischen Jugendorganisationen? Wie wichtig sind die? Wie einflussreich sind sie? Wer kann da überhaupt Mitglied werden? Und drittens, was sind eigentlich die Chancen der neuen AfD-Jugendorganisationen? Wie kann sie groß werden oder wird sie es überhaupt? Was sind die Risiken? Und in dem Zusammenhang auch, wie sind diese Aktionen der Antifa am Beispiel von dem, was Sie in Gießen planen, zu bewerten? Klar sehen, clever denken, frei handeln, die Welt klar sehen. Das nachfolgende Video ist die Aufzeichnung des gestrigen Livestreams, wo ich als Gast bei meinem Kanalpartner Löwenherz Eliathe war bei etvc. Die verschiedenen Themen, die wir besprochen haben, lassen sich eben diese drei großen Gruppen einteilen. Wo die genau anfangen, können Sie unten im Zeitstempel in den Kommentarbereich sehen, sodass Sie genau dorthin springen können, wo Sie das Thema interessiert. Also viel Spaß beim Zuschauen.

Eli

Neuer Name, alte Netzwerke. Liebe Zuschauer, die AfD möchte ihre im letzten Jahr aufgelöste Jugendorganisation neu gründen, unter anderem Namen, aber mit mehr oder minder demselben Zweck, und zwar das patriotische Vorfeld aufzubauen. Man ist jung, man ist patriotisch, man schämt sich nicht zu sagen, man ist deutsch und vor allen Dingen möchte man stabil sein. stabil genug, um dem Verfassungsschutz zu trotzen, der die alte Organisation als gesichert rechtsextrem eingestuft hat. Und die neue, die soll nicht das gleiche Schicksal ereilen. Was man stattdessen aber sein möchte, ist vermutlich gesichert unbequem. Das ist vermutlich der Grund, weshalb die Antifa jetzt bereits schon Sturm läuft und allein den Gründungsparteitag zur Gründung dieser neuen Organisation jetzt schon sabotieren, jetzt schon torpedieren möchte. Und das, indem sie die Stadt, in der das passieren soll, Gießen, zum Brennen bringen möchte. Als wenn es nicht schon Grund genug gäbe, um Gießen einen riesengroßen Bogen zu machen. Diesen Samstag hat die AfD zu ihrem Parteitag geladen und die Antifa möchte diese Stadt... Ja, aus irgendwelchen Gründen, die wir uns gleich näher angucken werden, offensichtlich auseinandernehmen. Die Messe Gießen ist in Angst vor der Anti-AfD-Bewegung auf den Straßen. Und das ist natürlich die linksextreme, gewaltbereite Antifa, die diese Stadt in Schutt und Asche legen möchte.

Gast

Hier in den Hessenhallen in Gießen will die AfD am letzten Novemberwochenende ihre neue Jugendorganisation gründen. Die Anspannung in der 90.000-Einwohner-Stadt wächst. Seit Tagen rufen Linksradikale, Antifa und Anarchisten zu Blockaden und Protesten auf. drohen sogar, die Stadt Gießen zum Brennen zu bringen. Bis zu 40.000 Aktivisten könnten kommen. Rund 200 Busse sind organisiert, dazu viele weitere Anreisen mit Auto und Bahn. Die Gießener zeigen sich angesichts dieser Zahlen besorgt. Wenn ich das höre, bekomme ich etwas doch Angst davor. Sollte friedlich ablaufen. Und wenn ich dann Worte höre, wir bringen Gießen zum Brennen, dann schaudert es mich einfach. Ich werde dann an dem Samstag die Innenstadt auch meiden und deswegen auch mein Wochenendeinkauf zum Beispiel schon mal einen Tag vorverlegen. Aus Angst vor Ausschreitungen und Krawallen wollen viele Ladenbesitzer ihre Geschäfte geschlossen lassen. Weiträumige Absperrungen erschweren zudem, in die Innenstadt zu kommen. Umsatzeinbußen im so wichtigen Weihnachtsgeschäft drohen. Ich habe mir herausgenommen, den örtlichen AfD-Vorsitzenden auch meine Meinung dazu zu sagen, weil in der Regel sind das die beiden Tage, die die stärksten Tage im ganzen Jahr sind.

Eli

Dieser Frank Leibold ist nicht einer der, sag ich mal, schärfsten Messer in der Schublade, weil was kann die AfD bitte schön dafür, dass die linksextreme gewaltbereite Antifa Gießen in diese Unsicherheitszone verwandeln möchte. Und eben gegen das demokratische Recht dieser demokratischen Partei eben demonstrieren möchte, sich einfach mal friedlich zu versammeln. Dann lassen wir das. Man könnte meinen, das ist alles ein Einzelfall mitnichten. Ein Einzelfall ist es weiterhin nicht abgesagt, trotz dessen, dass die Medien jetzt schon vorinformiert sind und natürlich ja zu Recht eben beschreiben, was eventuell einer der größten Polizeieinsätze in der Geschichte Hessens ist. werden könnte. Linksradikale rufen zum Widerstand auf. Gießen will sogar einen ganzen Stadtteil dicht machen, in der Hoffnung, dass es dort nicht ganz so doll eskaliert, wie aktuell befürchtet wird.

Gast

Die Stadt an der Lahn bereitet sich auf ein Wochenende vor, das im Chaos enden könnte. Hier in diesen Messehallen will sich die Jugendorganisation der AfD gründen. Schon jetzt ist die Polizei, das THW und sogar Spürhunde im Einsatz. Es sind 1000 Tausende Aktivisten und Demonstranten, die jetzt hier an diesem Wochenende in Gießen erwartet werden. Massiver Widerstand, der ist angekündigt worden. Mit Sitzblockaden möchte man verhindern, dass man überhaupt hier zu diesem Messegelände kommt. Und es gibt in den sozialen Medien erste Aufrufe, dass Gießen zum Brennen gebracht werden soll. Es dürfte einer der größten Polizeieinsätze der letzten Jahre werden. Aktivisten aus der linken Szene, darunter auch Radikale, aktivieren aktuell massiv in den sozialen Medien. Mit verschiedenen Aktionen, so wird in einem Video geworben, möchte man versuchen, die Gründung der AfD-Jugendorganisation zu verhindern. Und auch auf die Stadt Gießen ist man wütend. Denn die plant, wie man sagt, aus Sicherheitsgründen die sogenannte Weststadt auf der anderen Seite der Lahn dicht zu machen. Die AfD wäre dann unter sich. Viele Menschen vor Ort würden sich eher ein ruhiges Adventswochenende wünschen und sind besorgt. Naja, ich sag mal, es gibt bei so Demonstrationen ist die Gewaltbereitschaft wahrscheinlich schon da. Und dementsprechend mache ich mir schon Sorgen, ob es da auch zu Ausschreitungen kommen könnte. Also ich finde es sehr gut, dass viele demonstrieren wollen. Also es gibt auch viele Studierende. Die Vorbereitungen für den Protest laufen. In privaten Häusern, aber auch direkt bei linksradikalen Organisationen werden schon jetzt Workshops angeboten, wie man sich am besten am Wochenende verhalten soll. Gestern Abend versuchen wir mit Teilnehmern zu sprechen, aber wir sind unerwünscht und werden weggeschickt. Und auch heute gibt es einen weiteren Workshop, wo Ziviler ungehorsam auf der Tagesordnung steht. Das waren jetzt, ich würde sagen, ungefähr 15, 20 Teilnehmerinnen, vor allem junge Frauen, Studentinnen, die hier hingekommen sind zu dieser Einrichtung. Kameras sind leider nicht erlaubt, auch Interviews wollte man uns nicht geben. Hinter der Kamera hat man uns gesagt, es geht vor allem darum, dass man hier beibringen möchte, wie verhält man sich bei einem solchen Protest, wie kann man sich ja quasi legal auch der Polizei widersetzen. Die Vorzeichen, sie stehen ganz klar auf Konfrontation. Die Gemüter sind auf beiden Seiten der Hitzt. Und so könnte es ein sehr unruhiges Wochenende im hessischen Gießen werden.

Eli

Ja, hätte, hätte, Fahrradkette, könnte, Konjunktiv, man weiß es nicht, aber es fühlt sich fast so an, wie als wenn die Medienvertreter, die zahlreich nach Gießen gefahren sind, das fast schon irgendwie herbeisehnen, zumindest also sich für das Schlimmste vorbereiten. Hier noch ein weiteres Beispiel.

Gast

In Gießen formiert sich der Protest gegen die geplante Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation am 29.

Eli

Jeder, der vertikal filmt, gehört standesrechtlich wirklich an die Wand gestellt. Unfassbar. Der Typ ist Profi und weiß das nicht mal. Gießen aktuell.

Gast

Ich fasse es nicht. Der Aktions- und Protestbus Adenauer SRP Plus ist am Sonntag im dichten Schneetreiben aus Berlin angereist und steht seit Sonntagabend auf dem Gelände der Boulderhalle Level 8. Der Betreiber hat den Platz vermietet, weil rund um die Hessenhallen ein Versammlungsverbot gilt und dort direkt nicht protestiert werden darf. Vom Parkplatz hier ist man nur wenige Meter vom Veranstaltungsort entfernt. Gegen das Versammlungsverbot in der Weststadt wurde bereits geklagt. Das Eilverfahren läuft. SRP steht für Sozialistische Reichspartei, war eine Nachfolgeorganisation der NSDAP. Und das Plus im Namen steht für die AfD. Wir meinen, was früher möglich war, was Adenauer schon geschafft hat, das muss auch für Merz möglich sein, das muss auch heute möglich sein. Deswegen fordern wir, dass ein Verbot der AfD und natürlich auch ihrer Jugendorganisationen vom Bundesverfassungsgericht geprüft wird.

Eli

Ja, sehr demokratisch von euch, ihr wunderbaren, toleranten Gutmenschen hier. Fakt ist, liebe Freunde, man trommelt schon seit längerer Zeit gegen die AfD-Jugend. Im Übrigen vielen herzlichen Dank, Dennis. Nordisch für die Kanal-Mitgliedschaft. Musste ich erst mal doppelt lesen. Wie dem auch sei, wir haben heute auch tatsächlich einen sehr, sehr spannenden Bonus-Stream im Programm. Der ist heute auch wirklich themenbezogen doppelt relevant und wichtig. Jugend? Doppelpunkt überbewertet. Fragezeichen. Bleibt dran, dann werdet ihr das erleben. Seit Jahren schon. Eigentlich so ein bisschen, muss man sagen, seit die junge Alternative letztes Jahr eben in den Fokus gerückt ist und danach auch als gesichert rechtsextrem vom gesichert inkompetenten Verfassungsschutz eingestuft worden ist. scheinen die Medien, über die wir ja gerade hier zu reden scheinen, eben die Jugendorganisation der AfD im näheren Fokus zu haben und permanent eben gegen diese Jugendorganisation zu schießen. Von den Linken, Spiegel TV, ist man nichts Schlimmeres gewohnt, aber es ist nicht nur Spiegel TV und es ist nicht nur erst jetzt im Vorlauf zur Neugründung, dass man, wie gesagt, ein ganz großes Augenmerk auf diese Jugend legt. Hier ein paar Sekunden der Spiegel-Reportage von ungefähr einem Jahr unter dem Titel »Selbst in Rechtsradikalen zu radikal«.

Gast

»Reklamieren mit spektakulären Aktionen die Straße für sich. Die Identitäre Bewegung, kurz IB. Jung, ultra-rechts, aber irgendwie hip.« Die anderen wollen mit rechtsradikaler Politik in die Parlamente. Die junge Alternative, die Nachwuchsorganisation der AfD.

Eli

Es gibt erhebliche Überschneidungen zwischen... So und dann kommen sie, diese ganzen Experten, die schon so links aussehen, wie sie immer wieder quatschen. Und das ist alles, wie gesagt, kein Einzelfall. In diesem Jahr nochmal stark nachgelegt, hat man jetzt auch was für die Frauenquote getan. Wir sind immer noch beim fast schon linksextremen Spiegel. Die sehen jetzt also auch noch eine rechte Frauenfront, die sich da offensichtlich eben formiert, frei nach dem Motto, also wie gesagt, wo man einmal draufhauen kann, kann man auch zweimal draufhauen und jetzt also auch auf die Frauen, die sollen es auch abkriegen, hier der fast schon linksextreme Spiegel, der auch hier, Ja, dem Sexismus frönt. Wo sind die jungen Nationalisten? Damit hat die Generation Deutschland oder wie auch immer sich die junge Alternative neu nennen wird, ebenfalls nichts zu tun. Aber das wird alles vermengt von eben den fast schon Linksextremen bei dem Spiegel unter anderem, um halt eben den Eindruck zu erwecken, dass die alle dasselbe sind und alle gemeinsame Sache machen und alle miteinander eben irgendwie vernetzt sind. Und grundsätzlich geht ja angeblich eben alles vor die Hunde. Schuld an allem ist der Klimawandel, Putin oder eben die AfD. Und vor allen Dingen, hier seht ihr das auch bei Arte, gehen diese Beiträge inzwischen, also was das angeht, eben in Serie. Und die zeigen euch, ihr sollt vor allem Angst haben, vor allen Dingen vor eurer eigenen eben Courage. Und ja, euch nicht formieren, organisieren, involvieren, mobilisieren und in irgendeiner Form dynamisieren. Und das Schlimmste ist, ihr sollt nicht denken, weil jeder, der das macht, der ist unmittelbar gleich rechts. Und das Allerschlimmste ist, das mit dem Selberdenken, das beginnt jetzt also offensichtlich europaweit. Und deshalb muss man da direkt eben dagegen antreten. So also geschehen bei Arte. Ist Europas Gen-Z rechts abgebogen? Fragezeichen.

Gast

Früher Fridays for Future, heute Franco Fridays. Rechtsextreme Parteien begeistern immer mehr junge Europäer. Ein Generationswechsel, mit dem sie eine Wahl nach der anderen gewinnen und der die europäische Politik in den nächsten Jahren prägen könnte. Ist Europas Gen-Z rechts abgebogen?

Eli

Ja, Fragen hier und es ist in der Tat eine relativ sehenswerte Doku, einfach nur, die mal wieder zeigt, warum man den Fernseher einfach am besten mal ausschalten sollte. Da wird man dann eben cleverer, anstatt zu verdummen in Serie. Na, wie dem auch sei, in der Tat, hier sind sie wieder dieselben Experten, die wir vorhin auch schon gesehen haben, die da alle regelmäßig eben bemüht werden, wenn uns eingetrichtert werden soll, wie furchtbar eben das mit dem Selberdenken ist und dass das eben bei den Jungen beginnt. Und wie gesagt, auch hier natürlich, wie so oft vermengt, die AfD mit ihrer eben Neugründung. Und die Neugründung, sie steht unter einem neuen Namen und sie soll ein neues, frisches Gesicht bekommen. Das von Jean-Pascal Hohm. Kalli Hohm wird er genannt. Der Mann, der aktuell schon für die AfD im Brandenburger Landtag sitzt, aus Cottbus kommt und jetzt schon bereits als radikal eben gewertet wird. So radikal, dass man sich undercover beim Monitor mit 9 Milliarden Euro im Jahr finanziert, Gebühren finanziert, eben einschleusen musste bei einer Jugendveranstaltung, um ebenfalls vor ein paar Tagen Stimmung zu machen gegen eben diese Gründung.

Gast

Es ist Mitte September. Wir sind undercover unterwegs zu einer Veranstaltung der AfD in Rheine in Nordrhein-Westfalen. Ein Jugendstammtisch. Seit sich die junge Alternative, kurz JA, aufgelöst hat, finden diese Treffen regelmäßig statt. Zum Vernetzen, Organisieren. Heute hat Irmhild Bosdorff eingeladen. AfD-EU-Abgeordnete und ganz rechts außen. Man will die Zukunft der neuen AfD-Jugendorganisation planen. Und wir sind mittendrin.

Eli

Ja, wunderbar. Habt ihr fein gemacht. So was von superdupertoll. Der Monitor, könntest du echt nicht mehr kotzen, selbst wenn du willst. So, Jean-Pascal Hohm, wollten Sie interviewen, haben Sie dann irgendwie nicht geschafft. Stattdessen mal wieder dieselben, fast schon linksextremen Kommentatoren, die sich alle da hinsetzen, auch nicht ins Interview kommen, sondern nur per Zoom eingeschaltet werden, die alle immer wieder behaupten, alles eine Katastrophe. Ja, die ganze Jugend, sie tickt jetzt also offensichtlich rechts. Und dafür ziehen die sich halt eben irgendwelche vollkommen unbekannten Möchtegern-Influencer raus. Und dann diese sächsische Rebellentruppe da, die im Prinzip nichts gerissen bekommen hat. Da können sie auch gleich mit der Terror-Oma um die Ecke kommen, die angeblich den Karl Lauterbach entführen wollte. Bli, bla, blub. Ja, alles sind rechts, die nicht unserer Meinung sind. Und je weiter in den Osten, umso schlimmer. Und überhaupt, guck mal, die haben alle Seitenscheitel. Und warum sind die überhaupt vermummt? Bei der Antifa geht das sang- und klanglos durch, aber bei den Rechten, da muss man natürlich unbedingt dagegen ansenden. Ich hoffe, ihr bemerkt langsam aber sicher das Muster. So, und auch im alternativen Spektrum, wir kommen langsam aber sicher zu meinem Gast, der kann sich schon mal im Hintergrund vorbereiten. Auch im alternativen Spektrum ist natürlich Notiz genommen worden von diesem Gründungsparteitag. Compact hat gestern schon bereits ebenfalls diesem ganzen Thema und Jean-Pascal Hohm also eine Sendung gewidmet. Hier der Sensationalismus, der natürlich bei Compact

Gast

Antifa, uns steht ein wildes Wochenende bevor, liebe Zuschauer. In Gießen soll die neue AfD-Jugend gegründet werden und Linksextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet mobilisieren, jetzt schon. Es wird der größte Polizeieinsatz in der Geschichte Hessens werden und gleichzeitig beginnt in Dresden der größte Linksextremismusprozess seit der Roten Armee Fraktion. Alle Hintergründe gibt es wie immer bei uns hier im Brennpunkt des Tages.

Eli

Genau, also abonniert gerne Compact, die machen doch gute Arbeit, muss man sagen. Das gebe ich gar nicht zähneknirschend zu, sondern sage ich ganz, ganz offen. Wie gesagt, nur minus 20% Clickbait, dann werden wir Freunde. Wie dem auch sei, die, die definitiv Clickbaiting machen, auch auf der anderen Seite, es ist nicht nur gebührenfinanziert, es ist nicht nur der fast schon linksextreme, von der Agenda getriebene eben Spiegel, Bill Gates, Stipendiaten der Vergangenheit, wie dem auch sei, macht es möglich. Nein, auch die Linken im alternativen Spektrum, die Rechten haben wir ja gerade gesehen, Machen hier Aufmacher mit Jean-Pascal Hohm. Ich nehme mal an, das ist eine KI-Generierung und irgendwie wirkt dieser Typ auch KI-generiert, ist es aber nicht. Das ist dieser Merkant oder Markant, was auch immer. Der Typ hier, der offensichtlich dank seiner Haare und seiner großgewachsenen Statur sich einer überdurchschnittlichen Popularität befindet. in linken Kreisen erfreut. Wie dem auch sei, auch er hat jetzt also zu diesem Thema etwas zu sagen gehabt und hat das eingeordnet aus seiner linken Sichtweise. Ein Interview bei dem Jean-Pascal Hohm, der zuwählende neue Vorsitzende dieser neuen Organisation sich halt eben bei der Jungen Freiheit vorgestellt hat. Und wirklich, um ganz abschließend euch das nochmal vollständig hier zu zeigen, Alles wahrscheinlich ein riesengroßer Zufall. Unmittelbar ebenfalls eigentlich ja erst für morgen eingepinselt, muss man sich mal vorstellen, jetzt schon also online vorab. 27.11. ist eigentlich erst morgen. Jungmilitant National, die neuen Rechten, überall wird wieder vermengt, was ja entweder zusammengehört oder einfach nur zusammenfantasiert wird. Eine Dokumentation auf dem 3sat-Websender, allerdings finanziert natürlich aus dem Gebührennetzwerk des GEZ, des Informationsapparates des Schundfunks.

Gast

Und deshalb also natürlich mit Mitteln des ZDFs.

Eli

So, jetzt seid ihr endgültig abgeholt und versteht wahrscheinlich immer nur noch Bahnhof, denn da soll mal einer schlau werden aus dieser ganzen Nummer, was das denn alles jetzt nur bedeutet, ob das alles vollkommen übertrieben ist und vor allen Dingen, die Frage steht natürlich im Raum, warum hat der Mainstream... So eine unfassbare Angst, dass er eben jetzt schon so massiv eben gegen diese Gründung dieser harmlosen Jugendorganisation halt eben trommelt. Harmlos deshalb, weil im Vergleich zu dem, was die Linksextremen sich tagtäglich seit Jahren leisten, die junge Alternative ja wirklich sehr, sehr handsam gewesen ist. Und um das alles zu beleuchten und besser zu verstehen, was sich da eigentlich eben alles gründet und natürlich vor allen Dingen meisterhaft diese ganze Nummer eben auseinanderzunehmen und gründlich zu beleuchten, habe ich mir hier in den Stream geholt meinen Kanal-Kompagnon Deluxe und Extraordinär, den Kladecker Uwe. Der kommt praktischerweise aus Hamburg, dort ist die linksextreme Szene ja sehr, sehr stark. Er gehört zwar nicht dazu, aber er hat sich mit denen auseinandergesetzt. Insofern willkommen auf dem Kanal, lieber Uwe.

Uwe

Ja, guten Abend, Eli. Guten Abend, liebe Zuschauer. Ja, die Linksextremen sind natürlich in Hamburg mit ihrer, ich glaube, sogar Deutschland-Filiale. Und ich hatte beruflich in deren Gegenden ab und zu mal auch zu bewerten, in der unmittelbaren Nachbarschaft. Ja, und die Bude, in der sie da hausen, ja, ihre Hauptzentrale haben, das ist so ein richtiges Latterloch, zumindest von außen. Also ich persönlich würde sagen, das Ding muss weg oder kernsaniert werden. Aber nun gut, die Geschmäcker sind verschieden.

Eli

Richtig. Und ich erinnere in diesem Zusammenhang, dass in Hamburg zum Beispiel dem Dr. Bernd Baumann, dem Geschäftsführer, dem ersten parlamentarischen Geschäftsführer der AfD, das Auto auf offener Straße abgefackelt worden ist des Nachtens, mutmaßlich auch von Antifas, mutmaßlich eben aus dieser roten Zora, die er da regelmäßig ins Feld führt. Eine dieser Antifa-Hochburgen bei dir dort also um die Ecke in Hamburg.

Gast

Gut, genug von Hamburg.

Eli

Wir reden über Gießen, wir reden über die Gründung dieses neuen Netzwerks oder zumindest dieser neuen Organisation. Da verlässt mich auch schon mein solides Halbwissen. Was passiert dort eigentlich gerade? Was bedeutet Jugend in diesem Zusammenhang? Also wer wird da alles eingeladen und was kannst du uns also an weiteren Hintergründen zu dieser Organisation, die ja noch namenlos ist, jetzt bereits auf den Weg geben, lieber Uwe?

Uwe

Ich würde zunächst einmal mit der allgemeinen Einordnung beginnen und würde sagen, es ist ja schon ein Unding, denn wir haben in Deutschland ein Vereinsrecht und es kann sich gründen, wer will. Wenn die Antifa dort jetzt erklärt oder andere linke Organisationen, sie wollen dort die Stadt in Brand setzen und die Gründung verhindern, dann ist das ja schlichtweg die Beschneidung eines grundgesetzlichen Rechtes. Denn die Vereinsfreiheit ist bei uns ja im Grundgesetz eingetragen. Insofern ist diese Vorgehensweise, die ist ja ein verfassungswidriges Verhalten. Aber nun gut, da hat sich ja offensichtlich in den Nachrichten überhaupt keiner darüber aufgeregt, sondern nach dem Motto, wir warten mal, was da kommt. Und die Bürger gehen da schon mal vorsichtshalber in Dickung am Wochenende. Ja, kann man alles nachvollziehen. Nur die Haltung der Medien ist natürlich eigenartig, denn bei verfassungswidrigen Verhalten berichtet man nicht neutral, sondern da müsste man sagen, das geht gar nicht. Und da müsste eigentlich unmittelbar die Staatsanwaltschaft tätig werden.

Eli

Ja, also das ist zwar nicht das, was ich dich gefragt habe, aber ich bin froh, dass wir auf derselben Linie denken oder entlang derselben Linien denken, was die Verfassungswidrigkeit und die Scheinheiligkeit angeht in Bezug mit dieser offensichtlich wirklich terroristischen Vereinigung, die da ist, die Antifa und die terroristische Vereinigung, die da ist, die desinformationsgleich geschaltete Presselandschaft bei uns in Deutschland. Aber gut, zurück zur Sache. Was soll denn dort gegründet werden? Wovor haben die alle denn jetzt nur Angst?

Uwe

Ja, also wir reden im Grunde genommen von einer Jugendorganisation und der Partei AfD. Und die Frage ist eben, was stellt man sich darunter vor? Ich habe es ja ein bisschen in meinem Skript aufbereitet, dass man sagen muss, okay, zunächst einmal müssen wir unterscheiden, dass die Partei-Jugenden in Wirklichkeit gar keine jungen Leute sind. Da geht es zwar ab 14 Jahren los oder ab 16 Jahren, aber in der Regel geht das bis 35 Jahre. Das heißt, da sind also Leute, die schon lange ihre Ausbildung abgeschlossen haben, die schon lange Kinder und Familie haben, die die ihr erstes Haus vielleicht bauen, die ihre Karriere aufbauen und die natürlich auch in der Partei, in der sie Jugendorganisation sind, auch politisch tätig sind. Das heißt, was wir haben, wir reden nicht von Kindern, sondern wir reden hier Von jungen Erwachsenen, die quasi bis fast schon ein bisschen in die mittlere Altersklasse reingehen, die mitten im Leben stehen. Und insofern ist das schon mal ein begrifflicher Irrtum, den man allen, die nicht so politisch bewandert sind, schon mal bewusst machen soll. Es geht hier nicht um Kinder, sondern es geht hier um Erwachsene, die in einer Partei tätig sind und damit auch parteipolitisch alle möglichen Dinge tun können.

Eli

Aber in dem Zusammenhang muss man erwähnen, insbesondere in der CDU sind ja die Politiker überdurchschnittlich alle eben alt, genauso wie die Wählerschaft überdurchschnittlich alt ist. Und insofern ist jeder, der U36 ist, also unter 36, zählt ja in Anführungszeichen schon zu den Jungen. Aber es ist ein wichtiger und relevanter Punkt, weil in den ganzen Beiträgen wurde uns ja wirklich die Jugend gezeigt, teilweise unter 18-Jährige. die sich da eben sammeln und eben online irgendwelche Aktivitäten nachgehen und so weiter und so fort. Die werden zwar angesprochen, aber das werden mitnichten die Powerplayer sein, die in irgendeiner Form die Richtung dort eben angeben werden in dieser Organisation. Dazu hat die natürlich eine ganz andere Funktion und dazu wirst du uns vielleicht bald was erzählen. Wir sehen vor allen Dingen hier, alle Parteien, wenn ich das richtig verstehe, lieber Uwe, dieses Tableau, haben so eine Jugendorganisation.

Uwe

Ja, so ist es. Also im Prinzip sehen wir bei allen Parteien das Vorhandensein einer Jugendorganisation. Und wenn du mal schaust in der letzten Zeile, das BSW, hat seinen Jugendverband im Juli 2025 eröffnet. Das heißt, die Wichtigkeit, alleine diese Tatsache, dass alle Parteien Jugendorganisationen haben und dass selbst eine junge Partei quasi schon kurz nach ihrer eigenen Gründung sofort anfängt, eine Jugendorganisation zu begründen, das ist ein Beweis dafür, dass sich die Politiker sehr, sehr wohl bewusst sind, wie wichtig diese Organisationen sind. Und die Zahlen, die wir jetzt da in der nächsten Spalte sehen, die sind teilweise nicht ganz richtig. Also da bitte ich jetzt nicht drauf zu gucken. Wir haben gleich noch eine Tabelle, da sind die Zahlen präziser. Interessanter ist eher die rechte Spalte. Wo wir dann eben sagen können, okay, was sind so eigentlich die Funktionen? Ist das immer dasselbe, was die Jugendorganisationen innerhalb der Parteien machen oder in Anbindung der Parteien? Nein, ist es nicht ganz. Aber man kann grundsätzlich sagen, siehe hier zum Beispiel bei der SPD zweite Zeile. Programmlabor und innerparteiliches Korrektiv links der SPD Mitte. Das heißt, bei der SPD sehen wir, dass die Jugendorganisation linker ist als die SPD, selber Programmgedanken sich ausdenkt und die Partei korrigiert. Deswegen nennt man sie eben innerparteiliches Korrektiv. So, den ähnlichen Einfluss sehen wir in der CDU eine Zeile höher. hoher Delegierten- und Kampagnen-Einfluss. Das heißt, die machen Kampagnen und beeinflussen die einzelnen Politiker. Also auch dort sehen wir, dass das, was wir von den Erwachsenen, von den Ü36 hören, ja gar nicht immer Ü36 ist. Und das ist teilweise, und das werden wir gleich noch schauen, stark beeinflusst von diesen Jugendorganisationen.

Eli

Und ein aktuelles Beispiel ist zum Beispiel, wie die Junge Union den Kanzler vor sich her treibt in dieser ganzen Rentenfrage. Das geht auch von den Jungen in der Jungen Union aus.

Uwe

Dann sehen wir bei den Grünen, da ist es bewegungsnah.

Eli

Und Uwe, im Sinne der Zeit müssen wir das abkürzen. Also wir haben es verstanden, lass uns mal weitergehen aufs nächste Blatt.

Uwe

Aber jede dieser Organisationen hat ihr eigenes Profil. einen ganz wesentlichen Faktor. Erstens hat jede Partei eine Jugendorganisation und zweitens haben sie überall einen parteiinternen Einfluss, nicht weil sie jung sind, sondern weil sie völlig neue Ideen reinbringen und weil sie die Politik der Alten kritisieren und teilweise sogar korrigieren. Jetzt kann man sich die Frage stellen, wie machen die das? Wie können die das? Ja, weil es unter anderem so viele sind. Also wenn man sich mal anguckt, dass jetzt in der der Parteijugend der Jungen Union über 90.000 Mitglieder sind und bei den Jusos ungefähr 70.000 und bei den Linken 74.000. Das sind also doch erhebliche Größenordnungen. Wenn man sich vorstellt, dass die Linken ja selber gar nicht so eine große Partei sind und dann haben sie eine Jugendorganisation mit 70.000. Das ist also schon ganz ordentlich. Das heißt, wir reden hier nicht von irgendwelchen kleinen Klüngelgrüppchen, sondern wir reden hier von riesengroßen Organisationen, die dann natürlich auch noch besonders aktiv sein können. Die Grünen mit 19.000 sind vielleicht eher noch klein, die jungen Liberalen auch. Aber klein sein heißt nicht, dass sie nicht ohne Einfluss sind.

Eli

Und in diesem Vergleich sieht man auch, die neu zu gründende AfD-Jugendorganisation, ob sie jetzt nur Generation Deutschland oder anderweitig heißen wird, ist erst im Aufbau gegriffen, hat sich noch nicht mal gegründet und hat bestenfalls also 2000 Mitglieder. Bestenfalls im Vergleich zu den über 90.000, die teilweise in dieser Tabelle zu finden sind, zum Beispiel bei der Jungen Union.

Uwe

Und das zeigt eben auch, dass hier rein quantitativ ein Alarm gemacht wird gegen diese Gründung, wo man sich die Frage stellen muss, wieso eigentlich? Also wenn man jetzt CDU-Jugend ist oder SPD oder Linke, dann muss man sagen, 2000 Leute, das ist doch nichts, da sind wir 30 mal größer, da sind wir 50 mal größer. So, nichtsdestotrotz wird eben dort Alarm gemacht. Das heißt, man muss sich die Frage stellen, warum ist das so? Wieso kann man bei einer so kleinen Gruppe so einen Terror machen und sogar noch Brand androhen?

Eli

Richtig, die ganze Stadt in Schutt und Asche legen wollen. Das muss man sich mal vorstellen.

Uwe

Und deswegen ist natürlich die Schlussfolgerung, dass tatsächlich diese Jugendorganisationen nicht nur für die Politiker wichtig sind, sondern es betrifft ja uns alle. Denn weil die Parteijugenden so einen starken innerparteilichen Einfluss haben, bestimmen die indirekt, ohne dass wir das sonst so offiziell mitkriegen aus der Mainstream-Presse, jedenfalls nicht so lautstark, auch die Politik der großen Parteien oder überhaupt ihrer Partei. Das heißt, wir bekommen dann teilweise Dinge zur Auswahl, zur Wahl vorgelegt, die aber von den jungen Fraktionen innerhalb der Partei, also von den Jugendorganisationen quasi erst erarbeitet wurden oder in einem Kompromiss mit den Alten dieser Partei dann sich gebildet haben.

Eli

Okay Uwe, also ich habe den Gedanken, den ich jetzt schon dreimal formulieren höre, den habe ich verstanden, den haben glaube ich auch unsere Zuschauer verstanden. Jugendorganisationen sind nicht einfach nur ein Kindergarten, sondern ein wichtiges politisches Instrument. Lass uns also weitergehen. Okay, betroffen sind zentrale Alltagsfelder, von denen das aktuellste Beispiel gerade in aller Munde ist, die Rente. Also ich denke mal, das haben die Leute inzwischen auch mitbekommen. Wirkungskette.

Uwe

Naja. Dann wird jetzt hier nur dargestellt, wie eben das überhaupt rein innerparteilich dann geht für die Ursachenkette. Das ist für uns jetzt aber im Grunde genommen nicht maßgeblich. Das haben wir ja auch schon besprochen. Sondern entscheidender ist jetzt mal die Beispiele, die unten in dem Kasten drin waren. Ja, nämlich eben den Mindestlohn, der von den Jungs mal gemacht wurde und dann der SPD quasi aufgedruckt wurde und die das dann zum Gesetz gemacht hat. Das ist dann irgendwann mal bei 8 Euro so und so hatten sie angefangen und als es dann ein paar Jahre später so weit war, hieß es dann 12 Euro. So, dann haben eben die Liberalen, also die jungen Liberalen, die haben dann durchgesetzt, dass das Cannabis legalisiert wird und auch vor fast 15 Jahren, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wird. Also da erinnert sich vielleicht manch einer gar nicht daran, dass eine so wichtige Sache, also über Cannabis mag man nur drüber nachdenken und sagen, Das sind ja nur ein paar Leute, die Cannabis unbedingt haben wollen. Aber Wehrpflicht betrifft ja quasi jede Familie, die wehrpflichtige Kinder hat. Und der Mindestlohn betrifft jede Familie, die im Niedriglohnsektor arbeitet. Und dementsprechend, wenn wir jetzt noch eine Tabelle weitergehen oder eine Folie weitergehen, sehen wir, das gibt natürlich, das sind jetzt nur die Top-Beispiele, so, aber wir haben eben auch im Bereich der Klimageschichte, im Bereich des Pflichtdienstes, Wehrpflicht, ja, dann natürlich auch in Migration, ja, also... Und Anti-Wehrpflicht, also diese militärischen Sachen, wo also die Jugend ja auch gerade selbst betroffen ist. Da sind sie natürlich auch aktiv. Und Klimaschärfung, ja, das ist klar. Da ist die grüne Jugend, das wissen wir, dass die da äußerst radikal sind.

Eli

Als Friedrich Merz nochmal ein aktuelles Beispiel für euch, liebe Zuschauer, heute die junge Generation im Bundestag angesprochen hat, sind ja demonstrativ einige von denen aufgestanden, das zweite Mal in unter einer Woche und haben einfach mal den Saal verlassen. Also nur um euch zu zeigen, liebe Freunde, dass es da definitiv also Punkte gibt, die die jungen Leute initialisieren und dann entsprechend auch versuchen auszufechten. Gut, das sind deine ganzen Quellen, die du uns hier anführst.

Uwe

Wer sich für die Quellen interessiert, kann da natürlich reingucken. Und hier nochmal, wie diese sechs Wege gehen, die eben solche Jugendorganisationen machen können. Das ist jetzt für uns, die wir jetzt nicht in diesen Organisationen drin sind, natürlich uninteressant. Aber ich will damit nur sagen, grundsätzlich ist es so, dass sie eben juristische, parteijuristische Möglichkeiten haben, eben ihre Interessen einzubringen und gegebenenfalls die Politik der Partei maßgeblich zu beeinflussen.

Eli

Oft hört man das Wort aber lieber Uwe Kaderschmiede. Und ich glaube, so muss man auch diesen dritten Punkt hier lesen. Nachwuchspipeline, Aktivistenpower und Kampagnen, das ist vielleicht nochmal was anderes. Aber insbesondere Nachwuchspipeline, das zeigt, man politisiert die Leute ab einem jungen Alter, holt sie raus aus dieser ganzen medial verordneten Apathie und sagt, du kannst etwas tun für dein Land, nicht umgekehrt. Und wenn du das lang genug und konsequent genug gemacht hast, Und dich auch professionalisieren möchtest, dann können die Besseren oder die Fähigeren zumindest eine Karriere machen und unmittelbar auch in Zukunft, wie zum Beispiel Jean-Pascal Hobbes, zu dem wir gleich kommen werden, eben nicht nur Vorsitzende werden von irgendeinem Jugendverein, sondern vielleicht auch wirklich in die Politik maßgeblich gehen, um dort als Landtagsabgeordneter oder Bundestagsabgeordneter eben die Politik zu beeinflussen.

Uwe

Ja, und das ist tatsächlich eben auch ganz wesentlich, sich klarzumachen, dass die Parteien nicht nur die kreativen Ideen der jungen Leute aufnehmen, sondern dass sie dort auch eben ihren Nachwuchs generieren bzw. programmieren, soweit das möglich ist. Das heißt, wer dann jetzt zum Beispiel mit 14 Jahren in so eine Parteijugendorganisation eintritt oder mit 16, und dann mit 36 dann da wieder austritt, weil er die Altersgrenze überschritten hat und dann in die andere Partei, in die Hauptpartei eintritt, dann hat der ja schon mal locker 20 Jahre Parteierfahrung.

Eli

Ja, also zumindest ist er dann schon mal organisiert gewesen, anstatt einfach nur Parteimitglied zu sein, ohne jegliche Organisation, weil er einfach nur irgendwie einen Mitgliedsantrag ausgefüllt hat. Ja, also da ist schon ein gewisses, sage ich mal, Aktivitätsmindestlevel, das vorausgesetzt wird und die Leute befähigen soll, eben in die Aktivität zu kommen. Gut, dieses Tableau verstehe ich nicht ganz, lieber Uwe. Hilf uns in aller Kürze, das nochmal einzuordnen.

Uwe

Ja, da geht es darum, wo eigentlich so die... Schwerpunkte der Parteien nach gewissen Kriterien eben liegen und wo ihre Chancen und Risiken sind. Und da kann man eben sagen, ja, die... Okay, Uwe, entschuldige, dass ich unterbreche.

Eli

Das habe ich verstanden. Das haben wir aber schon mehrfach thematisiert. Ja, jede Partei hat da ihre eigenen Akzente, die die ersetzen. Uns geht es ja heute mehr um die AfD.

Uwe

Ja, das ist schon richtig. Aber wir sehen hier die Risiken, die Chancen und Risiken, die die Parteien diese Jugendparteien in sich tragen. Und da siehst du zum Beispiel bei der Generation Deutschland AfD, die hat das Reputationsrisiko. Das heißt, die bloße Tatsache, dass diese Partei existiert, kann für die Hauptpartei zum Nachteil werden. So wie dann eben bei der SPD eben die Jusos zu links sind und dadurch die Politik der SPD gefährden können. Okay, alles klar.

Eli

Gut, also das sind jetzt nur zwei Beispiele. Es ist ansonsten zu kleinteilig, um sich jetzt hier in dieser Tabelle zu verlieren. Und ich muss fairerweise dazu sagen, wenn die AfD jemandem auch nur guten Tag wünschen würde auf offener Straße, könnte man ihr das schlecht auslegen. Also insofern könntest du da alles rot einfärben, aber natürlich hast du auch recht. So kurzfristiger versus langfristiger Einfluss. Ich habe das Gefühl, darüber haben wir auch schon gesprochen, dass da im Prinzip diese Sachen auf Jahre aufgebaut werden, unter anderem eben zur Professionalisierung angelegt sind, um die Partei eventuell eben nach links, nach rechts oder in die Mitte zu schieben, zu dynamisieren. Und du schreibst auch hier, Jugendverbände wirken heute sichtbar und morgen Struktur bilden. Also heute sollen die möglichst das Gesicht der Partei prägen. Man soll jung, man soll dynamisch, man soll motiviert sein. Und langfristig soll man, wenn man dann halt eben älter und reifer geworden ist, eben in die Struktur, in das Herz der Partei eben übergehen.

Uwe

Ja, und vor allen Dingen kommt noch ein Punkt dazu, Eli, weil das ja alles junge Leute sind, die mitten im Leben stehen in der Regel, weil die ja gerade dann die Schule beenden, in den Beruf gehen, sind die... haben die auch einen Einfluss auf ihr Umfeld. Nicht nur innerhalb der Partei, sondern in ihren Klicken, in ihren Freunden, bei ihren Arbeitskollegen. Das heißt, dadurch, dass es diese Jugendorganisationen gibt, ist es den Parteien möglich, in bestimmte Bevölkerungsgruppen hineinzuwirken und dort ihre politischen Ideen weiter zu verbreiten.

Eli

Ja, das macht Sinn. Gut, dann schauen wir weiter. Mal wieder so eine Matrix, die keiner versteht, wenn man nicht der Ruhe an seiner Seite hat.

Uwe

Die ist nicht maßgeblich, die können wir ruhig überschlagen.

Eli

Alles klar, wunderbar. Musik in meinen Ohren. Impulsgeber versus Mehrheitsmacher. Das ist wahrscheinlich genau das, was du gerade beschrieben hast, dass man einen Impuls gibt und dann einen Trend dadurch setzen kann und dann eben die Mehrheit dafür generieren kann. Dass das alles aber eben an der Wurzel beginnen muss, in Anführungszeichen radikal, etymologisch gesprochen, an der Wurzel von der Wortbedeutung her. Das steht jetzt also erstmal außer Frage. Wirken stärker über delegierte Personalkampagnenmasse und so weiter und so fort. Beide prägen also die Parteien massiv. Gut, das ist also nicht zu unterschätzen. Personelle Pipeline, Parteijugend als Sprungbrett in Spitzenämter. Eine Grafik, die das hier auch ebenfalls zeigt. Und du sagst, bei der AfD sind die meisten Leute noch ohne Parteijugenderfahrung.

Gast

Genau.

Eli

So verstehe ich das hier.

Uwe

So kann man das verstehen. Das sind natürlich jetzt so Schätzwerte, das ist jetzt nicht alles genau analysiert, aber es soll eben symbolisieren, dass tatsächlich ein gewisser Teil der Jugendpolitiker dann später auch in die Berufspolitiker oder Landespolitiker werden wird. Also sprich, das werden Karrieren vorbereitet.

Eli

In den Altparteien sind 60% der aktiven Politiker aus irgendeiner dieser Kaderschmieden hervorgegangen. Radikalisieren oder stabilisieren?

Uwe

Es gibt eben bestimmte Jugendverbände, die radikaler sind als ihre eigene Mutterpartei, wie eben bei den Linken zum Beispiel. Und die durch ihre Eigenständigkeit, dass sie sagen, es ist mir auch wurscht, was die erzählen, wir machen unser eigenes Ding. Dadurch kann natürlich eine Radikalisierung stattfinden. Allerdings bei der CDU zum Beispiel, die sind dann doch sehr konservativ, die unterstützen quasi die Position der Hauptpartei. Und insofern stabilisieren die das dann eben. Das heißt, man sieht dann in der Außenwirkung als normaler Bürger, die Jungen sind ja quasi auf derselben Seite wie die Alten. Während bei einigen anderen Parteien sagt man, was ist denn da los? Sie denken die Jungen ja ganz anders als die Alten. Die sind ja viel radikaler, viel wilder. Können jetzt die Alten die Jungen nicht unter Kontrolle halten? Oder sind die Alten so langweilig, dass die Jungen da eben mit härteren Aussagen rüberkommen müssen? Wobei man eben grundsätzlich für alle Parteien, die Jugendorganisationen haben, bedenken muss, dass junge Menschen radikale Meinungen äußern und auch radikale Taten tun, liegt im Wesen der Jugend. Das ist überhaupt gar nichts, was mit Parteien zu tun hat. Das heißt, junge Menschen haben immer viel Energie im Körper und im Kopf und die möchten sie irgendwie umsetzen in irgendeinen Aktivismus. Aber meistens, und das ist das Wesen der Jugend, fehlt es an der mentalen Reife. Das heißt, da ist ein starker Wille und viel Kraft, aber nicht so sehr viel Vernunft. Die kommt ja meistens erst in den späteren Jahren oder Jahrzehnten. Und diese Diskrepanz zwischen Kraft und mangelnder Intelligenz oder Wissen führt eben dazu, dass viele dumme Sachen mit großer Energie durchgesetzt werden wollen. Und dadurch entstehen Konflikte mit den Weiseren, mit den Älteren, die wir seit Jahrtausenden, seitdem wir Generationen von Menschen haben, schlichtweg existieren. Also insofern darf man sich nicht wundern, dass junge Leute und junge Parteien ein bisschen wilder und radikaler denken und auch handeln wollen.

Eli

Ja, das liegt in der Natur der Sache. Man spricht ja auch von den jungen Wilden, die sich halt eben in ihrer Sturm- und Drangphase noch ein bisschen ausprobieren, austesten wollen, Grenzen ausloten wollen, manchmal auch über die Stränge schlagen, um dann entweder eingefangen zu werden oder aber, wie du richtigerweise sagst, eben den notwendigen Impuls zu setzen in puncto Wehrdienstpflicht, in puncto Mindestlohn und andere Dinge, bei denen sie sich nicht auskennen und lieber die Fresse halten sollten. Entschuldige, da habe ich schon wieder ein bisschen gewertet. Gut, reden wir weiter über das nächste Punkt, den du hier aufgeschrieben hast, regionale und soziale Muster. Ich habe die zwei Matrixes da übersprungen, die du da vorhin drin hattest.

Uwe

Ja, das ist auch in Ordnung. Es zeigt nur, dass eben die Organisationen nicht nur jetzt politisch andere Zielrichtungen haben, sondern teilweise auch unterschiedliche Tätigkeitsbereiche haben, also wo sie arbeiten. überhaupt ihre Politik ausüben, ob sie eben quasi Arbeit vor Ort machen oder ob sie Bildungsarbeit machen an den Universitäten zum Beispiel oder im Internet. Das sind also völlig verschiedene Vorgehensweisen und das ist natürlich davon abhängig, erstens was hat man für eine Ideologie und zweitens was hat man für eine Klientel. Die Klientel, die man haben will, hat ja schon eine bestimmte Vorprägung. Also ich kann jemanden, der sagt, ich will jetzt unbedingt mit 30 meine erste Million haben und meinen Porsche fahren, dem kann ich nichts davon erzählen, dass er doch auf sein Auto verzichten soll und doch erstmal nur sein Müsli sich kochen möchte. Also das passt irgendwie nicht. Diese Art von Denken muss man dann anderen Parteien überlassen, um diese Klientel anzusprechen. Das ist ganz normal, dass dort auch erhebliche Aktionsfeldunterschiede sind.

Eli

Okay, Uwe, ich verstehe nicht, was das gerade mit dem Blatt zu tun hat, das ich mir angucke. Weil da gehst du ja eigentlich nur darauf ein, dass es unterschiedliche Muster gibt, wie man eben vorgehen möchte. Aber in aller Kürze zusammengefasst, je nachdem, wie deine Klientel ist und wie deren Gewohnheiten, musst du die entsprechend halt auch eben ansprechen. Das nehme ich einfach mal mit.

Uwe

Genau, das ergibt sich ja aus dem Satz, Milieus bestimmen das Verhalten.

Eli

Okay, alles klar, gut. Oder bestimmte Themen. Dann schreibst du wieder diese Wirkungskette bis hin zum Bürger. Gut, die Wirkungskette haben wir uns schon mal angeschaut.

Uwe

Wir hatten schon im Grunde genommen, dass es weitergeht. Hier kann man nochmal gucken, ob es Skalierungsmöglichkeiten gibt, diesen Einfluss zu bemessen. Aber das bringt uns jetzt nicht so wirklich viel weiter.

Eli

Okay, alles klar. Natürlich ist es sehr, sehr schwierig, im Nachgang irgendwie zu sagen, auch nach 60 Jahren Jugendorganisation, wer hat da jetzt hundertprozentig konkret nachvollziehbar für jeden, schwarz auf weiß, eine gewisse Wirkung eben erzielt und was ist eventuell einfach nur Wahrnehmung, nehme ich mal an, die vielleicht ein bisschen auch subjektiv eingefärbt ist. Dein Fazit, lieber Uwe.

Uwe

Ja, das Fazit ist, dass die Frage ist, wäre die Welt ohne Parteijugenden besser oder schlechter dran? Das kann man objektiv natürlich nicht beantworten, aber man kann auf jeden Fall sagen, für die Parteien sind diese Parteijugendorganisationen wichtig, weil sie erstens in neue Ideen bringen, so zweitens, weil sie sich für Kampagnen einsetzen lassen oder sich sogar freiwillig gerne einsetzen möchten, so und drittens, wo sollten die ganzen Nachwuchspolitiker herkommen, wo sollten die die gewonnen werden aus dem normalen Wahlvolk wohl eher nicht. Und es ist eben dieses Besondere, dass diese Jugend, so sehr man sich dann bei den Parteien darüber auch ärgern mag, wenn die dann manchmal querulant sind, sie sind eben auch der frische Wind, der die Strukturen, die alt sind, dann womöglich zum Einsturz bringt oder zumindest zur Modernisierung. So, und damit kommen wir auch zum Ende, dass eben selbst, weil diese Wichtigkeit der Jugendorganisation so hoch ist, ist es für jede Partei eine zwingende Notwendigkeit, eine strategische Maßnahme, sofort nach der Gründung einer Jugendorganisation, also nach der eigenen Gründung, eine Jugendorganisation baldmöglichst zu gründen, um seine Chancen, die sich daraus ergeben, auch optimal entfalten zu können.

Eli

Okay, alles klar. Also wir halten fest, eine Jugendorganisation ist nicht einfach nur irgendein kleiner Spielplatz, den man sich mal eben so gönnt, sondern die AfD ist bereit, jetzt da größeres Geld in die Hand zu nehmen, um eine professionelle Struktur aufzubauen, die sogar noch zukunftsfähiger sein soll, noch zukunftsorientierter sein soll, noch offizienter sein soll, noch stringenter der Parteilinie folgen soll und vor allen Dingen natürlich auch nicht ganz so angreifbar sein soll, damit es nicht genauso in einem Fiasko mehr oder minder endet, wie auch das letzte Mal. Damit das nicht passiert, liebe Freunde, hat man sich den Jean-Pascal Hohm geholt. Jean-Pascal Hohm, der erste und einzige, der sich aus der AfD in der ehemaligen, also jungen Alternative, jetzt zur Verfügung stellt, in der neu zu gründenden Organisation, aktuell ja sowieso schon im Landtag der AfD Brandenburg, der sich also zur Verfügung stellt, um der neue Vorsitzende zu werden von dieser Jugendorganisation, die eventuell den Namen Generation Deutschland tragen wird, eventuell aber eben auch nicht. Jean-Pascal Hohm, genannt auch Kalli Hohm, Landtagsabgeordneter aus Cottbus, eben in Brandenburg, hier ist seine Hood, sein Kiez, sein Milieu, da kommt er her und er hat natürlich auch seine eigene Präsenz, die er jetzt erst Stück für Stück eben hochfährt. Und irgendetwas sagt mir, wenn er diesen Posten da übernimmt, dann wird er sich über Aufmerksamkeitsdefizit nicht beschweren können. Mir persönlich ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass ich den Jean Pascal schon mehrfach vor der Kamera hatte. Einmal im Wahlkampf letztes Jahr, als es in den Ostländern bereits darum ging, unter anderem eben in Brandenburg Stimmung zu machen. Und das zweite Mal nach dem furchtbaren Mord an Liana. Erinnert euch zurück, liebe Freunde, das war das Mädchen, das von einem Migranten, sagen wir einfach mal... Ja, natürlich Muslime, aber was tut das überhaupt zur Sache? Also von einem Migranten, halten wir fest, grundlos vor den Zug geschmissen worden ist. Und in diesem Zusammenhang musste ich reisen nach Heilsbad, Heiligenstadt, wo die Beisetzung war. Und da ist natürlich nicht einfach nur ein emotionaler Björn Höcke zu sehen gewesen, der diese Sache richtigerweise eben eingeordnet hat, den diese Sache auch wirklich sichtlich mitgenommen hat. Wie könnte es auch nicht? Eine junge Frau ist da gerade beigesetzt worden. sondern eben auch Kalli Hohm, Jean-Pascal Hohm, den ich unmittelbar gefragt habe, wie er auf diese Ereignisse blickt. Damit ihr euch einen Eindruck verschaffen könnt von dem Mann selbst, der extra aus Brandenburg angereist gekommen ist, nach fast schon Sachsen-Anhalt, so in dieses Ländertreis zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen, um halt eben dort Liana die letzte Ehre zu erweisen. Warum war es Ihnen ein Anliegen, so weit heute herzukommen, um die Veranstaltung zu besuchen?

Gast

Die Tat, weswegen wir hier sind, weswegen Liana von uns gegangen ist, ist eine unfassbar schreckliche und sie ist die direkte Folge einer absolut verfehlten Migrationspolitik und mir ist es besonders wichtig, dass wir der Opfer und insbesondere der jungen Opfer dieser verfehlten Migrationspolitik gedenken. Das machen wir heute nicht mit einer großen Demonstration, wo wir die Migrationspolitik anprangern, sondern heute sind wir hier, um einfach zu trauern und auch der Familie unser Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen.

Eli

Ich zeige jetzt einfach mal ein paar Videoaufnahmen von ihm, dass ihr euch einen Eindruck von dem Mann machen könnt. Dieses wichtige, größte Interview von Kalli Hohm, das mir aktuell bekannt ist im Vorfeld zu seiner Krönung, zu seiner demokratischen Wahl und oder Ernennung, wie auch immer man es nennen möchte, kommt von der Jungen Freiheit, Ehre wem Ehre gebührt und die haben ihn ebenfalls interviewt. Hier vielleicht auch der Einstieg dazu.

Gast

Es ist meine Aufgabe als hoffentlich zukünftiger Bundesvorsitzender darauf zu achten, dass die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, nicht wiederholt werden. Wenn Sie eine Demo organisieren, mit wem würden Sie lieber auf der Straße stehen? Mit der IB oder mit der JU? Ja, herzlich willkommen bei der Jugendfreiheit. Schön, dass Sie wieder da sind. Wir haben heute einen ganz besonderen Gast da, und zwar der künftige Chef der Jugendorganisation der AfD. Ich kürze die Veranstaltung. Wir gehen davon aus, dass wir rund 1000 Gäste haben werden, stimmberechtigte Mitglieder der AfD-Jugendorganisation. Und damit wird das der größte Jugendkongress in der Geschichte der AfD-Jugendorganisation sein. Und diese Dynamik, die wir da spüren, lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken, dass das ein guter Kongress wird und dass es auch eine erfolgreiche Jugendorganisation wird. Was ist jetzt anders bei der geplanten Jugendorganisation als zur damaligen Jugendalternative? Also zum einen ist es natürlich eine strukturelle Frage. Die neue Jugendorganisation wird deutlich enger an die Partei gebunden sein. Das zum einen. Und zum anderen, werden wir uns auch klar positionieren als Jugendorganisation der AfD. Wir wollen Kaderschmiede sein für die Partei. Wir wollen die Amtsträger, die Mandatsträger, auch die hoffentlich zukünftigen Mitglieder der Regierung herausbilden und sehen unsere Aufgabe darin, die Mutterpartei, die AfD zu stärken und für die Zukunft mitzumachen.

Eli

Gut, wer den Rest des Interviews sich anschauen möchte, das geht jetzt noch 24 Minuten so weiter, der kann das sehr gerne tun. Das ist ein sehr lohnenswertes Interview. Man kriegt einen ersten Einblick, vielleicht auch einen zweiten oder dritten Blick auf Jean-Pascal Hohm. Uwe, du hast den Mann jetzt zweimal kennengelernt. Einmal von der Beerdigung, dem Interview, das ich dort geführt habe. Und das zweite Mal dieses Interview, das du gerade gesehen hast bei der Jungen Freiheit. Was für einen Eindruck macht der Mann auf dich? Der Fokus ist explizit darauf, dass ja die AfD verteufelt wird als rechtsextreme Organisation, die gewaltbereit sei und hier irgendwie angeblich, ich weiß nicht, Gefahr für Deutschland signalisiert. Aber wirkt dieser Vorsitzende so, wie als wenn er eben einer dieser jungen Sturm-Rebell-Drang-Leuten wäre, der da drauf und dran ist, wirklich halt Deutschland oder Gießen in Schutt und Asche zu legen?

Uwe

Nein, der ganze Habitus zeigt, dass er zumindest nach außen hin den Eindruck eines in sich durchaus gesetzten und ruhigen Menschen macht, der genau weiß, was er will, der einen genauen Plan hat, der sich auch versteht als Unterstützung für seine Hauptpartei, der sich also quasi auch Weisungen unterordnen kann. um eben dem Gesamtprojekt zu nützen. Das heißt, er macht eindeutig den Eindruck auf mich, dass er ja eine positive Gesinnung hat. Und aus diesen Nachrichten würde ich noch nicht mal aus dem Traum auf den Gedanken kommen, dass das jetzt eine gefährliche Person sein könnte und dass diese Person der Anführer oder eine wichtige Entscheidungsperson der zukünftigen Jugendorganisation ist, die so gefährlich sein soll.

Eli

Trotzdem steht er jetzt absolut im Mittelpunkt, im Kreuzfeuer. Es gibt überall Kanäle, die sich überschlagen, die seine Person auseinandernehmen. Generation Rechtsextreme, eine Anlehnung an den eventuell zu wählenden Namen Generation Deutschland. Jean-Pascal Hohm, der hier auch auf einem Kanal, Hessencam heißt der, eben dargestellt wird. Und da geht man auf seine Vergangenheit ein, seine in Anführungszeichen Jugendsünden, dass er mal eben in der Fußball-Hooligan-Szene unterwegs war. Aber ansonsten gibt es immer wieder Ausschnitte, wo er irgendwie von einem Team interviewt wird. Ich spiele mal ganz kurz ein. Eine junge Alternative gab es damals. Haben Sie da schon Erfahrungen gehabt in Cottbus?

Gast

Eine junge Alternative direkt gab es ja nicht in Cottbus, aber wir machen regelmäßig von der AfD hier Jugendabende, wo der Zuspruch immer sehr gut ist.

Eli

Dann haben die immer wieder irgendwelche anderen Quellen, die die da reinnehmen. Hier noch einmal, vielleicht ein bisschen mehr Eindruck von ihm selbst.

Gast

Treibt Kampfsport, bildet Gemeinschaft und werdet wehrhaft. Auch wenn ich Infostände mache, kommen junge Leute vorbei. Wenn Schülergruppen bei mir im Landtag sind, ich bin ja auch Landtagsabgeordneter, dann wollen die immer Fotos machen, freuen sich, mich zu sehen. Und das zeigt, dass wir bei der Jugend gerade hier in Ostdeutschland sehr gut ankommen und verankert sind.

Eli

So und so weiter und so fort. Und dann sind natürlich auch immer wieder irgendwie hier Beiträge reingeschnitten aus der wirklich ganz, ganz tiefen Vergangenheit. Björn Höcke wird immer mal wieder erwähnt. Immer wieder kommt die Keule des Rechtsextremismus. Aber Kalli Hohm, Jean-Pascal Hohm lächelt das mehr oder minder süffisant weg. Ich weiß nicht, woher die das genommen haben von der Hessen-Camp. Ich habe das Gefühl, die haben das nur aufgearbeitet. Immer wieder wird es auch vermengt mit Beiträgen eben von anderen aus der AfD, zu denen im Prinzip der Herr Hohm nie irgendeine Stellung genommen hat und für die er eben auch nicht spricht. Dann werden, wie gesagt, die jungen Nationalisten reingemischt, die nicht in der AfD-Jugendorganisation sind, sondern mehr eben zur Organisation der Heimat gehören. Und man sieht ja also offensichtlich, dass man immer wieder bemüht ist, im linksautonomen fast schon Lager, eben die IB, die jungen Nationalisten und Rechtsradikale eben miteinander zu vermischen. Hier eben die Notwendige natürlich, wie so oft, sie darf nicht fehlen, Anspielung auf Martin Sellner, der ja angeblich Staatsfeind Nummer 1 ist. Uwe, worauf ich hinaus möchte ist, warum dieses Framing? Warum also diese irgendwie perfide Angst davor, dass eine Jugendorganisation sich da eben gründet? Warum versucht man hier wirklich den Teufel an die Wand zu malen? Warum bemüht man alle möglichen Stereotypen, die alle hundertmal widerlegt worden sind, um hier diese Gründung dieses neuen Frameworks da eben zu verhindern.

Uwe

Ja, weil man sich eben sehr bewusst ist, dass Jugendorganisationen heute noch klein sind, aber morgen können sie erheblich Einfluss auf die Zukunft ausüben, insbesondere auf die Bevölkerung, das heißt auf die Wahlentscheidung. Wir sehen ja, dass die Kartellparteien, so kann man sie ja nennen, eine Heidenangst vor der AfD haben. Und dementsprechend befürchten die natürlich, dass wenn die Jugendorganisation wächst, die AfD damit natürlich noch stärker wird. Insofern halte ich es vom strategisch-politischen Denken her für völlig nachvollziehbar, dass man hier dem Grundsatz folgt, wehret den Anfängen, am besten macht man sie platt, bevor sie überhaupt erst anfangen. Und wenn man sie dann nicht platt machen kann, dann kann man versuchen, sie zu verbieten oder sonst nicht was oder ihnen das Leben badig machen. Aber auf keinen Fall darf man sie demokratisch gewähren lassen.

Eli

Was denkst du, ich meine, haben die das jetzt nur zu Ende gedacht, wenn die jetzt Gießen tatsächlich in Schutt und Asche legen, wenn die in Gießen tatsächlich zu irgendeiner Form von Eskalation halt eben führen, wenn Gießen tatsächlich über die Stränge schlägt und natürlich die linksextreme gewaltbereite Antifa dort für Verwerfungen sorgt, sei es nur die Sperrung von Straßen oder aber vielleicht Schlimmeres, dass Menschen oder Dinge beschädigt werden. Kann dieser Plan, sich gut menschenartig tolerant und so super duper toll zu zeigen, kann der auch, der Engländer sagt, backfiren, also im Prinzip zurückschießen und im Prinzip dann gerade die Linken in einem schlechten Licht dastehen lassen?

Uwe

Also grundsätzlich ist das theoretisch wohl denkbar. Ich halte es aber gar nicht für so sehr wahrscheinlich. Und zwar alleine schon aus dem Grunde, weil eben doch drei Viertel der Menschen in Deutschland die AfD für rechtsradikal halten und diesem Nazi-Framing voll folgen. Und da hat man natürlich auch mehr Toleranz dafür. Und wir sind es ja auch gewohnt, dass eben die Linken gewalttätig sind. Ich denke nur mal an G20-Gipfel, die wir zum Beispiel mal in Deutschland hatten, wo dann auch quasi Straßenschlachten waren. Das nimmt man so zur Kenntnis, aber niemand kommt ernsthaft auf den Gedanken, da mal richtig durchzugreifen. Das heißt also, diese Gewalt, die ist man durchaus bereit, in Deutschland bei den Linken zu akzeptieren. Insofern halte ich es derzeit noch nicht für so wahrscheinlich, dass es da zu einem Rückstoß kommen könnte, dass die Linken sich unbeliebt machen, wenn sie jetzt anfangen, in Gießen zu randalieren.

Eli

Okay, dann kritisch nachgehakt, wenn sie randalieren und also offensichtlich ein Aufschrei von Gutmenschen Deutschland ausbleibt, kann dann der Effekt eintreten, dass die AfD verliert, doppelt verliert, im doppelten Sinne, dass also quasi der Parteitag verhindert wird, die Gründung verhindert wird, aufgrund von irgendeiner Sabotageaktion außerhalb der Halle, innerhalb der Halle und dann also zusätzlich auch noch, als nicht etwa das Opfer, sondern verdreht, als der Täter dargestellt wird, so frei nach dem Motto, seht ihr, Erstens habt ihr das sowieso verdient und zweitens, ihr seid also daran schuld, gemeint also die AfD, ist also daran schuld, dass dieses Schicksal über Gießen hereinbrechen musste.

Uwe

Also für diejenigen, die so denken, das sind ja diejenigen, die sowieso schon gegen die AfD sind. Das heißt, da sehe ich überhaupt gar keinen Nachteil. Das ist dieselbe Kernmasse. Ich denke, es wird eher so sein, dass diejenigen, die ein bisschen wackelig sind und pro AfD sind, die werden das wiederum als Wasser auf ihren Mühlen betrachten. Das heißt, sie werden sagen, siehst du, So sind die Linken ja, dass sie noch nicht mal eine Vereinsgründung zulassen oder eben eine Organisationsgründung, muss ja nicht immer ein Verein sein. Und das ist überhaupt gar nicht akzeptabel. Und weil das nicht akzeptabel ist, deswegen bin ich mir umso sicherer, dass ich die AfD befürworte und natürlich auch entsprechend unterstütze, zum Beispiel bei den nächsten Wahlen.

Eli

Okay, aber das ist ja eine mehr oder minder optimistische Lesart von dir, dass du sagst, egal was die Linken also machen, ob sie jetzt nur erfolgreich sind oder ob sie spektakulär scheitern an ihren eigenen Ambitionen, du sagst, die AfD kann aus diesem Wochenende, kann aus diesem Parteitag nur als Sieger hervorgehen.

Uwe

Ja, sie wird auf jeden Fall, denke ich, derzeit ist das Potenzial davon zu profitieren, meiner Meinung nach, größer als das Negativpotenzial. Also die Chance ist größer als das Risiko. Also insofern wäre ich jetzt AfD, ja, Organisator dort, würde ich sagen, wunderbar, lasst die mal ruhig, ja. Dadurch kriegen wir Aufmerksamkeit und wollen wir mal hoffen, dass die linken Chaoten ordentlich randalieren. Und zwar am besten so, dass der normale Bürger sich darüber aufregt. Je mehr die randalieren, desto besser für uns.

Eli

Gut, jetzt, ich weiß nicht, ob du den Compact-Beitrag gesehen hast, mir ist darin aufgefallen, dass gleich zu Beginn Jürgen Elsässer, der Chefredakteur, gesagt hat, ich hoffe, ich zitiere ihn richtig, diese Chaos-Trümmertruppe, gemeint ist die Antifa, die sind zwar eine schlimme Bande und die sind zu vielem fähig, aber er erwartet nicht, dass es zu dieser massiven Mobilisierung kommen wird von eben bis zu, ich meine, die Zahlen sind ja horrend, 20.000, 40.000 Menschen, die da im Prinzip angekarrt werden. Wovon gehst du aus? Wo steht die Antifa? Sind die jetzt auf gut Deutsch gefragt in Deutschland aktuell ausgebrannt, ausgedünnt und können solche Zahlen überhaupt nicht ins Feld führen?

Uwe

Also das kann ich dir nicht sagen. Also ich glaube, dass die schon genügend Finanzmittel haben, um was zu organisieren. Aber ob das tatsächlich dieser Anlass wert ist, da so viel Aufwand zu treiben, das sehe ich noch nicht so klar. Also wenn da vielleicht 10.000 Leute hinkommen mögen, dann können die 10.000 genügend Ärger machen. Also mit 40.000 wird es auch nicht mehr Ärger geben. Wir wissen ja, wie die Antifa vorgeht und da ist die Menge der Leute gar nicht mal so maßgeblich.

Eli

Die 90.000-Einwohner-Stadt wurde hier vor etwas mehr als zehn Tagen geschrieben. Die 90.000-Einwohner-Stadt Gießen steht also vor dem Ausnahmezustand. Die AfD will am 29. und 30. November ihre Jugendorganisation in Gießen gründen. Linksradikale, Antifa und Anarchisten kündigen massive Krawalle an. Bis zu 40.000 Aktivisten sollen in die hessische Stadt kommen. Allein 180 Busse wurden gechartert. Zudem sollen viele zusätzlich mit Bahn oder Pkw reisen. Anreisen. Uwe, die Frage, die sich unmittelbar anschließt, ist, wie viel davon ist vielleicht auch nur mediales Wunschdenken von eben einer Hetz, gleichgeschalteten Presse, die irgendeinen Krawall herbeisehnt, einfach nur um Klicks zu generieren?

Uwe

Naja, also wir wissen, dass die Zahlen bei Demonstrationen grundsätzlich immer sehr geschönt sind, soweit es die Veranstalter betrifft und auch deren Sympathisanten. Insofern würde ich sagen, lasst mal abwarten, wie viele tatsächlich da waren. Wenn nachher nur 5.000 da waren, dann ist das natürlich ein bisschen wenig. Aber auch 5.000 Leute können durchaus sehr viel Ärger in einer relativ kleinen Stadt, das ist ja eine Mittelstadt, fast schon eine Großstadt mit 90.000 Einwohnern, können doch eine ganze Menge Ärger dort machen.

Eli

In Hamburg, ich erwähne das, weil du Hamburger bist, gab es ja zum Beispiel das letzte Mal den Einsatz von Wasserwerfern gegen friedliche Demonstranten. Da hieß es auch schon Nazis bekämpfen. Das war dann auch ebenfalls im Wahlkampf, im Bundestagswahlkampf zu Beginn des Jahres. Die haben da eine kalte Dusche abbekommen. Wie das dieses Mal laufen wird, wissen wir nicht. Was wir allerdings hören, lieber Uwe, das ist schon eine neue Dimension, das ist, dass die Delegierten der AfD, die aktuell alle versuchen, irgendwo in Gießen und Umgebung unterzukommen, dass denen die Hotels reihenweise aktuell die bestätigten ursprünglich Reservierungen stornieren. Wie ordnest du denn das ein, dass also die Toleranzgesellschaft auf dieses neue Register zieht?

Uwe

Naja, also natürlich sind die Hoteliers darauf bedacht, einerseits Geschäft zu machen, andererseits wissen wir, dass die Antifa ja auch Drohungen ausspricht und Leute aufs Korn nimmt. Und insofern wissen wir nicht, was da im Vorwege schon gelaufen ist. Ob da nicht irgendwelche Rundmails gelaufen sind, Anrufe nach dem Motto... Und wenn du AfD-Leute in dein Hotel nimmst, dann passiert das und das. Also das wissen wir nicht. Aber es ist alles sehr wohl vorstellbar bei diesen Radikaldenkern.

Eli

Jean-Pascal Hohm wiederum sagt hier zur Einordnung von dieser Krawalllage, dass die politische Linke mittlerweile fast ausschließlich zur Kundgebung gegen Versammlungen der AfD mobilisiert, zeigt nicht nur ein fragwürdiges Verständnis von Demokratie, sondern offenbart auch das offenkundige Fehlen eigener politischer Ideen, für die man bereit wäre, auf die Straße zu gehen. Also mehr oder minder der Kampf der Linken beschränkt sich ausschließlich darauf, Faschos überall zu wittern und eben zu bekämpfen. Man fragt sich, was die eigentlich den lieben langen Tag machen würden, wenn sie irgendwie die AfD bekämpfen, effektiv oder eben verbieten würden. Auf dem linken Portal, in den Medien, aber auch in den sozialen Netzwerken wird massiv für den Widerstand mobilisiert. Im Bundestag kündigte der Abgeordnete Ferhat Kocak selber natürlich, schon auch ein Hauch von Linksextremen, wie er da getanzt hat vor dem Bundestag und so weiter und so fort, Er kündigt also an, mit einer breiten Zivilgesellschaft werden wir uns am 29. November in Gießen der Neugründung der AfD-Jugend entschlossen entgegenstellen. Man sieht also die Wogen, ja sie schlagen hoch, aber lieber Uwe, egal wie sehr ich es versuche, du merkst, ich bin ein bisschen auf dem Kriegsfahrt, du bist aus der Ruhe, nichts zu bringen. Wie sind denn deine Erwartungen für Gießen? Ich meine jetzt mal, hätte, wenn und aber Konjunktiv, spekuliere mal bitte ins Blaue hinein, wird das jetzt nun großer, katastrophaler irgendwie Reichtum, Fall für die Antifa? Gehst du von Ausnahmezustand aus oder irgendetwas dazwischen?

Uwe

Naja, ich sag mal so, die Stadt Gießen muss natürlich für die öffentliche Ordnung und Sicherheit sorgen. Das heißt, das, was die Antifa tatsächlich sicher machen kann, ist, dass sie sich in Gruppen und Haufen von Hunderten oder Tausenden zusammenballen können. Sie können dann vor der Halle stehen und können versuchen, die Abgeordneten oder die Delegierten daran zu hindern, da reinzukommen. Gut, da müsste aber die Polizei wiederum dafür sorgen, dass sie das doch können. Sprich, das sind allenfalls Verzögerungen. Und wenn die dann erstmal in den Hallen drin sind, dann geht es ja darum, dass die Antifa dann draußen ist. Das heißt, dann können sie ja nur ihre Sprechchöre machen. Das heißt, mehr als dumm rumsingen und rumschreien können Sie doch eigentlich gar nicht. Und alles, was Sie sonst machen könnten, wäre quasi bürgerliches Eigentum zu zerstören. Wenn Sie jetzt anfangen würden, irgendwelche Molotow-Cocktails in Geschäfte zu werfen, nur weil Sie sich darüber ärgern, dass irgendeine andere Partei, eine Jugendorganisation gründet, dann sind das doch kriminelle Taten, die strafbewehrt sind. Das heißt, wenn Sie das nicht machen wollen, wenn Sie keine Autos anzünden wollen, wenn Sie keine Barrieren aufbauen wollen, die Polizei ihre normale Arbeit macht, dann fahren die eigentlich nur dahin, um bei wie viel Grad Temperatur, bei 6 Grad Temperatur tagelang da draußen zu stehen und rumzuschreien. Also es ist doch schlichtweg lächerlich.

Eli

Schlichtweg lächerlich, so könnte man die Antifa ganz gut zusammenfassen. Aber eine echte Bedrohung geht die, eine echte Bedrohung von, sag ich mal, dem Narrativ der Antifa mehr aus über Gießen hinaus. Also der Fakt, dass es überhaupt eine Gutmenschen-Toleranz-Gesellschaft eben gibt in Deutschland, die eben alles als rechts betitelt, was nicht ihrer Meinung ist und nicht bei drei auf den Bäumen ist, ist das vielleicht der so viel größere Schaden über die impotenten Versuche, Gießen zu verhindern hinaus?

Uwe

Ja, natürlich. Da gebe ich dir völlig recht, Eli. Weil alleine die bloße Tatsache, dass jeder, der irgendwo nicht deren Meinung ist, als Nazi beschimpft wird, ist ja eigentlich, so ist mein Rechtsverständnis, aber da mögen mich Juristen belehren, ist ja eigentlich eine, wie sagt man das, nicht Verniedlichung oder Verbrechen des Verbrechens. Verharmlosung. Verharmlosung, genau, Verharmlosung. Also man kann doch nicht ernsthaft sagen, weil jemand eine bestimmte Meinung hat, zum Beispiel, er sagt, ich bin jetzt für die Remigration von illegalen Migranten, kann man sagen, das ist ja wie bei den Nazis. Nein, das ist es eben nicht. Das heißt, eigentlich müsste auch hier dieses gesamte Geistesgut, dass man Leute als Nazis beschimpft, das müsste nach meiner Meinung strafbewehrt sein, weil das eben eine Verharmlosung ist. aus meinem Empfinden, der Verbrechen des Dritten Reiches ist. Das ist keine Bagatelle. Es ist mehr als eine Beleidigung, dass man sagt, jemand ist ein Dummkopf oder ein Arschloch oder so. Aber das geht so nicht. Und vor allen Dingen, es ist ja eine Beschimpfung einer gesamten Gruppe. Und das ist ja bei uns auch gar nicht zulässig. Denn es heißt ja auch im Grundgesetz, niemand darf wegen seiner Glauben, seines Glaubens, seiner Religion und seiner Rasse und sonst nicht was benachteiligt werden. Und hier auf einmal werden Leute diskriminiert, nur weil sie eine bestimmte politische Meinung haben. Das ist doch völlig anti-Grundgesetz-mäßig. Das bedeutet natürlich, wenn man das so zulässt, das ist ja im Laufe der Jahre in Deutschland so gewesen, dass wir also quasi Gruppen haben, die mit vollem Umfang und mit voller Aktivität antidemokratische, antigrundgesetzliche Aktivitäten machen, öffentlich auf der Straße. Und im Grunde genommen wird das von den Behörden und vom Staat geduldet. Wenn nicht sogar, wie wir ja durch die NGO-Anfragen im Bundestag vermuten dürfen, sogar noch von denen finanziert werden. Also das finde ich ist schon die wesentlich schlimmere Gefahr. Das heißt, so dumm diese Leute im Einzelnen dort sein mögen, dass sie überhaupt so einen Quatsch machen. Vielleicht kriegen sie auch Geld dafür, ich weiß es nicht. Aber dass sie es überhaupt machen und niemand sich dagegen verwehrt, dass dort kein Staatsanwalt einschreitet, dass dort keine Verbote ausgesprochen werden, dass dort keine Urteile gefällt werden im größeren Umfang, dass solche Organisationen nicht als terroristische Vereinigung aufgelöst werden, das halte ich für einen bedenkenswert schwachen Weg. moralischen Zustand unserer Republik und wenn es schon so weit gekommen ist, kann das natürlich sich noch weiter ausweiten und insofern ganz klares Ja, das geht über Gießen weit hinaus.

Eli

Okay, Uwe, wie ist deine Lesart von dem, was die AfD mit dieser Organisation erreichen kann? Was sie plant, das hat der Jean-Pascal Hohm in seinen längeren Interviews zusammengefasst. Was erwartest du dir von dieser Jugendorganisation? Ich meine, angesichts dessen, dass die sich jetzt erst gründen müssen, jetzt erst formieren müssen, jetzt schon mit diesem Widerstand behaftet werden, dann noch, wie gesagt, dieses ganze Negativ-Framing, dass man permanent untersucht wird, permanent unter der Lupe sein wird, permanent natürlich auch vom Verfassungsschutz vermutlich eben durchsetzt sein wird. Jeder Zweite könnte da einen Verfassungsschützer ohnehin schon drin sein. Wie dem auch sei, was kann also die AfD-Jugend, wie auch immer sie sich nennen wird, bestenfalls eben erreichen oder realistischerweise erreichen in den nächsten Jahren?

Uwe

Ich denke, sie wird aus den Erfahrungen der AfD-Partei gelernt haben, dass man nicht in einer solchen Jugendorganisation drin sein kann, ohne extrem resilient zu sein. Das heißt, ein dickes Fell zu haben, sich mit Verleumdungen und Klagen umzusetzen. körperlichen Angriffen auf Autos, Häuser und so weiter, Diffamierung. Darauf müssen die sich einstellen. Und diejenigen, die die Bereitschaft haben, sich diesem harten Wind entgegenzustellen, die werden auch bereit sein, die Organisation voranzubringen. Sie wissen, dass sie beobachtet werden. Sie wissen, dass sie nicht zu rechts sein dürfen, weil sie sonst Gefahr laufen, verboten zu werden. Also erwarte ich, dass hier eine Kader Jugend groß wird politisch, die sehr wohl in 10, 15 Jahren dann die Interessen der Hauptpartei erfolgreich weiterführen kann. Also ich denke, der harte Wind wird sie entsprechend reifen lassen und die werden schon relativ stark werden.

Eli

Okay, alles klar.

Gast

Klar sehen, clever denken, frei handeln, die Welt klar sehen.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Parteijugend im Konflikt | Antifa, AfD und die doppelte Moral | Gießen brennt?“, Die Welt Klar Sehen, 27.11.2025.

iWas dabei übertragen wird

Erst der Klick startet das Video und baut dabei eine Verbindung zu YouTube auf. Bis dahin wird nichts von dort geladen — auch dieses Vorschaubild liegt auf dem Server von dieweltklarsehen.de. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung

Auch als Podcast: Spotify · Apple Podcasts · Amazon Music · Deezer · podcast.de · Podcast Index

Analyse der Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Gießen und der angekündigten Antifa-Mobilisierung. Uwe Loose ordnet als Gast bei Eli (etvc) Funktion und Macht von Parteijugenden ein und bewertet die doppelte Moral von Medien und Staat.

Alle Videos aus 2025 · Zum Videoportal