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Wahlbeben im Südwesten | Warum bleibt alles beim Alten? | Landtagswahl Baden-Württemberg | KOMMENTAR08.03.2026

Abschrift

Abschrift des Videos vom 08.03.2026120 Abschnitte

Der Text hält den Kenntnisstand dieses Tages fest, nicht den von heute. Er wurde maschinell aus der Tonspur erstellt; maßgeblich bleibt das gesprochene Wort im Video.

Eli

Denn mir hier zugeschaltet ist mein herzensguter Gast, der immer wunderbar drauf ist, schön aussieht, gut riecht und bestens informiert ist. Klardenker Uwe.

Uwe

Hallo. Ja, hallo Eli. Guten Abend, liebe Zuschauer. Ist ja heute doch wieder ein überraschender Wahlabend.

Eli

Ach, ich finde es gar nicht so überraschend. Ich hatte es ja mehr oder minder fast bis aufs i-Tüpfelchen genauso vorausgesagt. Aber du hast offensichtlich etwas anderes erwartet. Wovon bist du denn so überrascht? Ich bin nur überrascht, dass du überrascht bist.

Uwe

Naja, also ich sage mal so, dass die Grünen so stark sind, hätte ich jetzt nicht gedacht. Und dass die AfD, ich sage mal, ihr Ziel nicht erreicht hat, ist natürlich auch ein bisschen verwunderlich. Denn sie hätten ja eigentlich mehr erreichen können.

Eli

Ja, das ist vielleicht richtig, wenn da nicht Manuel, äh, Manuel sage ich schon, Markus Frohnmaier gewesen war. Er war halt der große, ich will jetzt nicht sagen V-Mann, aber der große X-Faktor, der halt eben diese Wahl nach unten gezogen hat. Also ich meine, er war ja eigentlich wirklich der Anker, der das AfD-Ergebnis die ganze Zeit nach unten gezogen hat. Hattest du wirklich bis zuletzt noch Hoffnung, die AfD könnte das überstehen? Ich meine, er war schon signifikant schlechter, Markus.

Uwe

Nein, also sicherlich die Hoffnung hatte ich nicht gehabt, sondern ich meine nur, sie hätten theoretisch die Möglichkeit gehabt, wenn eben nicht in den letzten Wochen dann dieser Abfall gekommen wäre, der eben tatsächlich so gelaufen ist, wie er gelaufen ist. Und insofern haben sie eben ihre Chancen selber, ich sage mal, vergeigt.

Eli

Dass sie das selber vergeigt haben, ist ja schon klar, aber vielleicht schließt da die Anfrage an oder die Gegenfrage an. Hast du das übliche AfD-Bashing vernommen, dass man der AfD vor dieser Wahl versucht hat, wirklich alle möglichen Steine in den Weg zu legen und sie schlecht zu reden? Oder muss die AfD sich wirklich mal an die eigene Nase fassen und zugeben, die haben da Probleme, die sie nicht gelöst haben in den eigenen Reihen?

Uwe

Ja, also ich denke, wir haben schon schlimmere Zeiten mit dem Bashing gehabt. Gut, es gab natürlich insgesamt diese Vetternwirtschaftsgeschichte, die relativ stark aufgeblasen wurde. Aber irgendwie hat es diese Vetternwirtschaftsgeschichte tatsächlich geschafft, wohl die AfD auch bundesweit eben weiter zurückzudrängen. Und das finde ich schon erstaunlich, dass man das nicht abwehren konnte. Denn bei allen anderen Parteien sind ja diese Beschäftigungsverhältnisse seit Jahren und seit Jahrzehnten genauso gang und gäbe. Wieso also das jetzt bei der AfD plötzlich so verfängt und sie sich dagegen nicht erfolgreich wehren kann, das fand ich dann erstaunlich. Und das weist natürlich darauf hin, dass da irgendwo eine Schwäche in der Argumentation ist. Sprich in der Partei ist man sich über die Marschrichtung wohl nicht so ganz einig.

Eli

Und man merkt eben, es ist noch eine junge Partei, die noch irgendwie, also meiner Meinung nach fehlt es ja so ein bisschen an Selbstvertrauen. Da fehlt halt eben das Polit-Profitum, dass man halt eben parteienweit sich so souverän eben vor die Kameras stellt, wie das der Bundesvorstand eben gerade macht, der das eben versucht anzupassen. abzuwehren, Entschuldigung, zu erklären und eben die richtigen Hinweise zu setzen, wie du das gerade tust. Gut, wir schauen mal, damit wir die Leute hier nicht ganz in der Aktualität verlieren, in die aktuellsten Zahlen, die uns vorliegen. Wenn du bessere hast, Uwe, immer gerne rüberschicken. Du weißt ja auf Telegram, wie wir das aus der Vergangenheit gewohnt sind. Die aktuellsten Zahlen, die ich sehe, hier in einer praktischen Übersicht von einmal Infratest und einmal Forschungsgruppe Wahlen von 18.24 bzw. 23 sind hier gerade eingeblendet. 5.5.5 Londos, 5.5 ist gerade, ne nur ein 5, ist gerade ETVC-Unterstützer geworden. Ich danke dir. Lieb von dir, Kanalmitglieder, immer gerne willkommen. Und wir sehen da, lieber Uwe, die Zahlen haben sich kaum bewegt im Vergleich zu der Hochrechnung von 18 Uhr. Das zeigt mal wieder, was wir so oft sagen über die Hochrechnungen, wie akkurat die doch sind. 31,8 Prozent. Ich würde gerne jetzt von dir mal eine Einschätzung bekommen. 31,8 Prozent Grüne, 29 CDU, SPD 5,5, FDP 4,5, AfD 17,6, Linke 4,5, andere 6,8 Prozent. Und demgegenüber die Forschungsgruppe Wahlen. 31,7 Grüne, nur minimale Abweichung, 30,3 CDU, da ist die CDU noch ein bisschen stärker, 5,4 SPD, FDP raus, AfD ebenfalls auch hier unter den 18%, 4,5 Linke. Was würdest du sagen, was ist das für ein Gesamtbild für Baden-Württemberg?

Uwe

Naja, also es ist im Grunde genommen das Gesamtbild, was wir ja vorher auch schon hatten. Denn die Grünen waren ja in der letzten Legislaturperiode auch die stärkste Partei. Und insofern hat sich da eigentlich nur der alte Status neu etabliert. Sprich, die Baden-Württemberger sind insofern stabil, zumindest was die Hauptparteien betrifft.

Eli

Stabil sind sie, aber darüber hinaus, ich meine, hat der Wahlkampf dann überhaupt keinen Sinn gemacht, weil was vorher war, genauso wieder bestätigt worden ist? Oder siehst du irgendeine Bewegung in Baden-Württemberg? Irgendwas vielleicht auch nur auf der Meta-Ebene, zum Beispiel der Fakt, dass die FDP raus ist und die Linken jetzt ebenfalls raus sind? Die waren die FDP, Uwe, entschuldige, wenn ich kurz unterbreche, die FDP ist ja der große Verlierer. Sie sind durch den Exitus durch und sie waren vorher bei 10,5. Du siehst das hier.

Uwe

Ja, genau. Und das ist eben natürlich schon von zentraler Bedeutung, dass wir im Grunde genommen eine Polarisierung haben auf die zwei wichtigsten Parteien in Baden-Württemberg. Alle anderen sind quasi mehr oder minder in die Irrelevanz gefallen. Die AfD ist da natürlich jetzt als größte Oppositionspartei sicherlich

Eli

Ist sie nicht? Ja, ist sie vielleicht schon, aber die Regierungsbildung ist ja noch nicht vollzogen. Theoretisch könnte das jetzt auch noch die CDU sein, die in die Opposition geht. Ich sage jetzt einfach nur pro forma. Sie wird es natürlich nicht tun.

Uwe

Ja, das ist tatsächlich nur pro forma, denn das würde ich mal eher als unrealistisch betrachten. Und insofern denke ich, die Baden-Württemberger haben eben, der Volkeswille in Baden-Württemberg ist relativ eindeutig. Man möchte weiter wie bisher. Und man ist also bestens zufrieden.

Eli

Schade eigentlich, dass das so ist. Gut, lass uns mal gerade rüberschauen. Die Leute sagen, es gibt neue Zahlen von 18.50 Uhr. Die hast du aber auch nicht vorliegen, oder?

Uwe

Nein, ich muss hier selber mal gucken. Ich habe ja auch verschiedene Kanäle offen. So 18.23 Uhr habe ich hier was.

Eli

Okay, warte, ich habe spontan was gefunden. Ich bin beim ZDF. Genau, da bin ich auch gerade gelandet. Lass uns mal hier reinschauen. Also, neue Updates. Eine frische Hochrechnung gemacht. 19 Uhr und die Zahlen sehen laut. Und Uwe, Hochrechnung bedeutet, habe ich es vorhin richtig erklärt? Ist Hochrechnung immer noch auf Basis von diesen Exit-Pools oder bedeutet Hochrechnung auf Basis der ausgezählten Zettel, die aber noch nicht vollständig ausgezählt sind, projizieren wir jetzt in die Zukunft?

Uwe

Das Zweite, so verstehe ich es jedenfalls.

Eli

Okay, alles klar. Dann habe ich mich vorhin verzettelt. Okay.

Gast

... dieser Hochrechnung so aus. Die Grünen kommen auf 31,6 Prozent, die CDU knapp dahinter auf 30,2 Prozent. Die SPD erzielt 5,4 Prozent deutliche Verluste. Die FDP im Moment bei 4,4, damit nicht im Landtag vertreten, auch deutliche Verluste. Die AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdoppeln, 18,1 Prozent. Die Linke mit 4,4 Prozent, im Moment ebenfalls nicht im Landtag. Die anderen zusammen kommen auf 5,9 Prozent.

Eli

Was würde dieses Ergebnis bedeuten für die... Das ist spannend. Das würde ja bedeuten, lieber Uwe, das Mindestziel der AfD ist tatsächlich erfüllt. Die Verdopplung, von der man die ganze Zeit gesprochen hat, wäre nicht einfach nur symbolisch, sondern es wäre arithmetisch wirklich eine Verdopplung. Oder sehe ich das falsch? Waren die nicht bei 9, noch was?

Uwe

Bei 8, 8,5 oder 9,5 weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht. Ich muss hier selber nochmal nachgucken.

Eli

Warte mal, ich muss auch nochmal nachgucken, was es denn gewesen ist. Gut, bewerte mal bis dahin die Zahlen, die du jetzt siehst mit der Aktualisierung.

Uwe

Ich muss jetzt mal eben selber gucken.

Gast

Wir sind beim ZDF.

Uwe

Ja, also die Grünen sind ja quasi nur minimal runtergegangen. Das ist in vier Jahren natürlich jetzt nicht so die große Zahl. CDU hat ordentlich zugelegt. Das ist ja schon ganz ordentlich, knapp 20 Prozent. SPD hat sich ja locker halbiert. FDP hat sich mehr als halbiert. AfD hat sich fast verdoppelt. Linke, ja gut, die sind jetzt unter Ferner liefen und alle anderen auch. Also insofern muss man klar sagen, im Grunde genommen ist die grüne Wählerschaft in Baden-Württemberg stabil und die Schwarzen haben aber zugelegt. Und auch die AfD hat zugelegt. Das deutet darauf hin, dass doch in Baden-Württemberg ein Tendenz ist, nicht nur eben das Grüne zu behalten, sondern es soll schon auch noch ein bisschen konservativer werden.

Eli

Wichtig ist das Wort fast, was du gerade eingebaut hast. Die AfD hat sich noch nicht verdoppelt, egal ob man die Zahlen von 18 oder 24 nimmt oder die Zahlen, die wir uns gerade zu Gemüte geführt haben. Ich hoffe, ihr seht das hier. Ich muss hier dazu mal ganz kurz nochmal Play drücken. Ich weiß nicht, ob ich da reinzoomen kann. 18,1 steht dahinter. Ich weiß nicht, ob ihr das erkennen könnt. Also es ist leicht über 18 Prozent. Jetzt sieht man es vielleicht. Aber selbst wenn also diese Zahl eben zu Rate zieht, ist das noch keine Verdopplung. Ich weiß, das ist jetzt Korinthen-Kackerei. Aber sie hatten vorher 9,7, als sie 2021 angetreten sind. Und 9,7 mal 2 ist summa summarum 19,4 Prozent. Oder irre ich mich, Uwe? Das wäre eine Verdopplung.

Uwe

Das wäre eine Verdopplung, ja. Gut, aber da muss ich sagen, das finde ich schon noch ein bisschen zu pingelig.

Eli

Zu kleinteilig.

Uwe

Zu kleinteilig, weil es ist ja eben eine Fast-Verdopplung. Also sprich, dann haben sie eben statt 100 Prozent nur 80 Prozent dazu gewinnen oder 85 Prozent. Aber das ist doch auch schon ein tolles Ergebnis. Allerdings ist es doch mit einem Wermutstropfen zu sehen, weil Sie ja eben in den Wochen vorher, also ich sage mal bis vor vier Wochen oder 14 Tagen, hätten Sie ja eben ein höheres Ergebnis noch erzielen können. Sprich, Sie haben es selber vergeicht. Ihr schönes Ergebnis, so sehr es einerseits lobenswert ist, dass Sie sich fast verdoppelt haben, hätte eben tatsächlich zu einer realen Verdopplung führen können, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, wenn Sie eben nicht taktische Fehler gemacht hätten.

Eli

Richtig. Und Stichwort taktische Fehler. Das Gesicht dieses taktischen Fehlers ist jetzt gerade beim ZDF, der national weit bekannte taktische Fehler GEZ-Gebühren. Und wir hören mal rein, was er dort zu sagen hat zu seinem taktischen Fehler, der Markus.

Gast

Weiter zu Markus Frohnmaier, der hier mit der AfD das Ergebnis seiner Partei verdoppelt hat. Am Ende allerdings auch in der Kritik stand. Sie haben sich mal 25 Prozent vorgenommen als Ergebnis. und wurden dann von der eigenen Partei sehr vermisst, weil sie sich quasi im Wahlkampf-Endspurt aus dem Wahlkampf rausgezogen hat. Es hätte vielleicht für mehr gereicht, wenn Sie mehr dabei gewesen wären? Das ist ja irreführend, was Sie gerade sagen. Ich habe über 70 Termine gemacht. Ich war in Baden-Württemberg am Freitag und Samstag unterwegs. Ich bin kurz in die Vereinigten Staaten gegangen. Warum? Weil es unser wichtigster Handelspartner ist. 30 Prozent unserer Autos und Autoteile gehen dahin. Ich habe den Wirtschaftsstaatssekretär dort getroffen und den Vizewirtschaftsminister. Aber schauen Sie mal, eines ist doch jetzt bei dieser Wahl ganz...

Eli

Das ist so ein Blabla-Argument, dass du dort irgendeinen Wirtschaftsminister getroffen hast. Du bist ein insignifikanter Politiker einer insignifikanten, noch Politopposition in Deutschland. Du hast für 35.000 Euro in einem Silberkoffer das Paket bezahlt, bei dem du dort rumgesessen hast, um dich da abzulichten für deine Social-Media-Aufnahmen. Dass du den Wirtschaftsminister getroffen hast, ist vielleicht faktisch richtig, aber mehr als einen feuchten Händedruck hast du dir dort nicht abgeholt. Im Gegenteil, wir haben ja noch gesehen, du hast 35.000 Dollar mitgebracht. Wie bewertest du seinen Auslandsaufenthalt, Uwe?

Uwe

Also ich sage mal so, der Auslandsaufenthalt ist im Wahlkampf für Deutschland nach meiner Meinung nicht so sehr von Belang, denn die Wähler, die er zu wählen hatte, sind in Baden-Württemberg und nicht im Ausland. Insofern halte ich das für eine taktische Fehlentscheidung. Die mag vielleicht auf lange Sicht sinnvoll sein bezüglich seiner Aufstellung eben mit ausländischen Kräften, sag ich mal, für die Vernetzung, aber hier an der Stelle war das nach meiner Meinung nicht förderlich, weil es vermittelt so ein bisschen den Eindruck von Abwesenheit. Mein Wahlvolk selber ist mir vielleicht nicht ganz so wichtig.

Eli

Ja, in der Tat. Aber er ist halt der, wie nenne ich das, er ist auf seinem Kurs unterwegs und sein Kurs führt ihn irgendwie leider Gottes immer wieder ab vom rechten Pfade. Er wurde ja geehrt im Dezember als der größte Oppositionspolitiker, den Deutschland jemals gesehen hat. Und jetzt wissen wir auch, mit welchem Preis er diesen Preis bekommen hat. 35.000 Euro musste er in unmarkierten Bitcoins mitbringen. Ich übertreibe natürlich, aber auf jeden Fall hat das 35.000 Euro gekostet, um bei dem Kongress eben dabei zu sein, bei dem er jetzt zuletzt gewesen ist, damit es nicht ganz so auffällt, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Meine Interpretation zumindest. Okay, und hier das Gesicht also des taktischen Fehlers, wie du es vorhin genannt hast, Markus. Deutlich geworden.

Gast

Baden-Württemberg will eigentlich eine konservative Mehrheit. Die CDU und die AfD hätten gemeinsam genug Stimmen für diese konservative Politik. Wir wollen eigentlich, das haben die Wähler damit zum Ausdruck gebracht, keine grüne Politik mehr. Und Manuel Hagel und die CDU hätten jetzt alle Möglichkeiten zu sagen, es ist Zeit für eine Veränderung und Schluss mit grüner Politik. Ansonsten werden wir das neue Detroit und das wollen wir nicht. Und sie werden nicht mehr dabei sein, weil sie hier nicht für ein Mandat kandidiert haben, sondern nur für den Ministerpräsidenten.

Eli

Toll, dass der Detroit erwähnt. Natürlich eine Stadt, die in den USA für den wirtschaftlichen Niedergang steht. Aber wäre er deutscher Patriot, hätte er Gelsenkirchen gesagt. Verdammte Fresse dieser Typ.

Uwe

Ja und vor allen Dingen, er hat ja offensichtlich eine völlig falsche Einschätzung vom Wählerwillen. Wenn er sagt, der Wähler wollte das und das, wenn der Wähler das wollte, dann wären ja die Grünen nicht so stark gewesen. Das heißt, er hat offensichtlich nicht erkannt, was tatsächlich im Volk vor sich geht. Und genau darauf wollte ich hinaus. Und wir sehen ja gerade, dass in den letzten Wochen die Grünen rapide nach oben gegangen sind. Jetzt mag man darüber streiten, was der einzelne Auslöser war. Aber Faktum ist, dass eben der Wählerwille was anderes sagte. Und zwar deutlich. Man könnte auch sagen, schon in der Vorzeit war der Wählerwille auch durchaus grün und die AfD hat man gerade mit den Grünen aufgeholt. Und insofern ist diese Aussage, der Wähler wollte was Konservatives haben, das ist ja schlichtweg falsch. Das ist eine falsche Beurteilung der Sachlage.

Eli

Ja, Markus mit seiner falschen Beurteilung. Das ist das Einzige, womit er noch glänzen kann neben seiner Platte dort, der Typ ist. Unfassbar. Ich habe wirklich ein persönliches Problem mit ihm. Also noch einmal hier die neuesten Zahlen der Hochrechnung jetzt in einer Grafik zusammengefasst, dass wir es auch besser sehen. Uwe, auch für dich zum Nachkalkulieren. Das ist das Infratest-Team-App für die ARD 19.13 Uhr. Achso, alles klar.

Uwe

Ja, genau.

Eli

Also die CDU jetzt wieder unter 30 Prozent. Nicht, dass es relevant wäre. Es ändert eh nichts an grün-schwarz. Die Grünen halten ihr auch in der Hochrechnung zuerst verkündetes Ergebnis 31,5, 31,3 Prozent. Wichtig hier weiterhin in diesem Bereich hier unten, wenn wir in das Tal der Tränen gucken. Die SPD war ja vorhin wirklich zu köstlich, wie die reingeschaut haben. 5,5 Prozent könnten noch komplett rausfliegen. Wer weiß, wenn Deutschland Glück hat, dann passiert das tatsächlich noch. Aber die FDP hat wirklich ihren Niedergang mehr als zementiert. Also die können schon mal ihre Büros mehr als ausräumen. Die sind wirklich der Lächerlichkeit preisgegeben. Für mich, in Anführungszeichen, der Überraschungserfolg für Deutschland, und so viel Klugheit hätte ich Baden-Württemberg gar nicht zugetraut, die Linken tatsächlich raus. Die waren doch die Überflieger des Zeitgeistes, Uwe. Was ist denn da los? Die haben doch Wahlkampf auf Türkisch, Bosnisch und Arabisch gemacht.

Uwe

Ja, ja, aber du siehst ja, dass die Linken eben in Baden-Württemberg schon beim letzten Mal nicht so gut drauf waren. Da hatten die ja nur dreieinhalb Prozent. Und insofern, die Linken haben dort eben keinen Standbein. Das heißt, links und grün wird aus baden-württembergischer Sicht nicht miteinander vermengt.

Eli

Naja gut, aber Uwe, ich bitte dich. Also die CDU ist ja links.

Uwe

Also inwieweit wird das nicht miteinander vermengt? Wir müssen das doch jetzt aus Sicht des Wählers dort betrachten. Du siehst ja, dass die zwei linken, die original linken Parteien, eben die Linke und die SPD, die wurden ja quasi abgestraft. Die Linken waren früher schon nicht drin, die SPD wurde abgestraft. Das heißt, die Baden-Württemberger identifizieren die grüne Politik nicht mit linker Politik.

Eli

Ja, okay. Gut, wenn man es so interpretiert, hast du natürlich recht, aber wenn man sich vor Augen hält, das ist eine linke Partei, das ist eine linke Partei, das ist eine linke Partei, das ist eine linke Partei und das ist eine linke Partei, dann wiederum gilt, die CDUler, egal, die Grünen, egal, die Baden-Württemberger haben eine linke Partei gewählt. Okay, schade war's. Der Mond schien heller. Hoffnungsschimmer war ja vorhin noch. Die Dame aus Brandenburg, Christine Bayer, und das ausgerechnet am Frauentag, will sie die erste Landrätin werden. Vorhin wurde sie noch gefeiert. Bei 60 Prozent stand sie, als die ersten Wahlkreise ausgezählt waren. Wo ist sie denn jetzt inzwischen gelandet? Ich aktualisiere noch mal die Seite. Spree-Neiße heißt ihr Wahlkreis. Und das war's. Es geht in die Stichwahl und damit wird die AfD verhindert werden. Auch die Frau Bayer mit EI muss in die Stichwahl, hat nicht die absolute Mehrheit, die es bräuchte, um bei der Landratswahl durchzumarschieren. Liegt jetzt bei 46,78. Der CDUler Martin Häusler hat aufgeholt, liegt bei 28,76. Auch der SPDler hat dazugewonnen, 18,24. Und damit geht es in die Stichwahl.

Uwe

Ja, diese Prozedur, die kennen wir ja. Also wer im ersten Wahlgang eben nicht seine über 50% schafft als AfD-Kandidat, der ist dann im zweiten Wahlgang raus in der Regel. Und insofern, ja, es reicht nicht aus, nur 49,9% zu haben. Man muss schon eben deutlich drüber liegen. So um eine Stunde oder anderthalb war sie ja noch knapp bei über 50%. Du hattest ja völlig zu Recht kommentiert, ob das mal noch wird. Da hatte ich mir gedacht, ich glaube ja nicht, dass das was wird. Denn wir haben ja auch bei den letzten Landratswahlen immer gesehen, dass die durchaus noch größere Veränderungen in den Stimmenverhältnissen haben, als wir es bei den Landratswahlen hatten. Landtagswahlen haben. Die Landtagswahlen sind im Grunde schon nach einer halben Stunde, spätestens nach einer Stunde, sind die Ergebnisse eigentlich festgetackert. Das haben wir bei den letzten halben Dutzend Wahlen ja gesehen. Bundestagswahl genau dasselbe. Aber bei den Kommunalwahlen, Vielleicht weil einfach mehr Kreise und so weiter ausgezählt werden müssen, also sprich weil mehr Wahllokale dort sind. So da kann sich das eben doch noch in größerem Maßstab verschieben. So wenn ich dann sehe, dass jemand knapp über 50 Prozent ist und dann noch eben eine Partei, die von vielen geblockt wird, so dann ist für mich eigentlich der Ofen dann schon aus, dann weiß ich, das wird nichts mehr. Hätte die am Anfang 70 Prozent gehabt, nach einer Stunde noch 65 Prozent, dann würde ich vielleicht sagen, das mag ja vielleicht noch was werden. Aber mit knapp über 50, das ist dann einfach zu wenig.

Eli

Ja, das ist schade, aber das ist die traurige Politrealität. Und da nützt es auch wirklich nichts, daran irgendwie rumzumäkeln oder dann Manipulationen zu schreien. Die Manipulation passiert mannigfaltig. Wir sehen jeden einzelnen Tag, die nennt sich Medien. Da wird natürlich Stimmung gemacht. Und darüber hinaus kann man natürlich auch das eine oder andere eben noch nachsortieren. Briefwahl ist natürlich immer wieder noch ein Faktor, Uwe. Aber... Fakt ist, es ist, was es ist. Und alle spielen in diesem selben Teich. Und da wird die AfD natürlich immer zuerst angegriffen und auch gefressen, wenn sie sich fressen lässt.

Uwe

Das sehe ich ganz genauso. Und deswegen ja eben meine Ausführung zu, wie die Wähler in Baden-Württemberg offensichtlich denken, dass die Grünen und Links nicht miteinander in Verbindung bringen. Es mag sein, dass man eine bundesweite Perspektive einnimmt, so wie du das jetzt meistens ja tust, dass man dann sagt, das sind ja alles linke Parteien. Ja, das ist aber nur aus der Sichtweise. Aus baden-württembergischer Sicht ist das eben nicht so. Und das gilt eben für viele andere politische Verhältnisse auch. Weil wenn eben vor Ort gewählt wird, zählt nur die Meinung der Leute vor Ort und nicht das, was andere Leute darüber denken. Und wenn wir eben sehen, wie der Wähler denkt, dann muss man das einfach als Ergebnis zur Kenntnis nehmen. Das ist die politische Realität, ob sie einem gefällt oder ob sie einem nicht gefällt. Und man mag darüber dann philosophieren, was das bedeutet, welche Auswirkungen es hat. Wie dass man zum Beispiel jetzt in Baden-Württemberg sich fragen kann, wieso fällt niemanden dort auf, dass grüne Politik bundesweit desaströs war. Offensichtlich betrachten die ihre grüne Politik nicht als identisch mit der Bundespolitik, nach dem Motto, was die Grünen im Bund machen, das betrifft uns aber hier in Baden-Württemberg nicht. Das könnte ja zum Beispiel eine Meinung sein. Nun kenne ich nicht so viele Baden-Württemberger, um jetzt tiefer in die Psyche jetzt aus eigener Erfahrung von den Baden-Württembergern einzusteigen. Aber ich würde mal spekulieren, weil das ja ein Flächenland ist mit unheimlich viel aufgesplitterten kleinen Dörfchen. Das ist so ein bisschen anders als in manchen anderen Gegenden, wo viele Großstädte sind. Und da ist man in der Regel konservativer, da wählt man das, was... wie immer gewählt wurde, da wählt man, was der Großvater gewählt hat, oder fand man vor 30 Jahren die Grünen mal toll, also wählt man die und egal was sonst ist, man wählt sie eben wieder, Punkt. Also sprich, da ist auch so eine gewisse Bodenständigkeit, negativ formuliert Sturheit oder Blindheit, aber das ist die Realität und wenn die Leute so sind, Ja, dann müssen wir als Politkommentatoren, wir müssen das zur Kenntnis nehmen. Wir müssen eben zur Kenntnis nehmen, dass manche Menschen die Welt anders sehen und genauso wie sie die sehen, wählen sie die auch.

Eli

Okay Uwe, das ist jetzt eine sehr philosophische Weltsicht. Das ist sogar für die Metaanalyse zu philosophisch, finde ich. Gerade das ist frei nach dem Motto, wir können ohnehin nichts ändern und es ist, was es ist. Ich meine, dafür brauche ich dich dann auch nicht. Bitte ein bisschen technischer das nächste Mal. Aber natürlich, im Großen und Ganzen hast du recht, nur wir müssen ein bisschen kleinteiliger werden und nicht zu sehr die Philosophie jetzt gerade schon bemühen. Vielleicht ja dann in dem anschließenden Metaanalyse-Teil. So, Stichwort, ob man mag oder nicht. Wir zahlen ja alle für das GEZ, beziehungsweise für das öffentlich Unrechtliche. Und die haben nochmal eine Zusammenfassung, wie die Parteien also unterschiedlich reagiert haben auf diese Ergebnisse.

Gast

Parteien bisher aufgenommen, Simon Pfanzelt und Petra Otto fassen das zusammen. Zwischen Sieg und Niederlage liegt an diesem Stuttgarter Wahlabend nicht viel. Die Grünen haben eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt. Jetzt dürfte es knapp für Platz 1 reichen. Die CDU lag laut Umfragen lange vorn. Um 18 Uhr wollen sie sich die Enttäuschung nicht anmerken lassen. Doch für den Wahlsieg scheint es nicht zu reichen. Jubel bei der AfD, das Ergebnis von 2021 nahezu verdoppelt. Ihr kommt nun die Rolle der Oppositionsführerin in Stuttgart zu. Vor allem die Zuspitzung auf CDU und Grüne hat die kleineren Parteien an die Wand gedrückt. Die SPD mit ihrem historisch schlechtesten Ergebnis.

Eli

Die Sozen, Uwe, die Sozen verstehen die Welt nicht mehr.

Gast

Guckst du dir an.

Eli

Das war für mich wirklich der Lichtblick. Die verstehen die Welt nicht mehr. Wie, wie, wie so ein Scheiße? Ich dachte, wir sind die Besten.

Gast

Vor allem die Zuspitzung auf CDU und Grüne hat die kleineren Parteien an die Wand gedrückt. Die SPD mit ihrem historisch schlechtesten Ergebnis.

Eli

Das ist ein Wahlergebnis, das uns jedenfalls nach den ersten Prognosen in der Nähe der 5% Hürde sieht. Es fällt mir in dem Moment wirklich schwer, Worte zu fassen.

Gast

Der Fraktionschef hat bereits seinen Rücktritt erklärt. Sitterpartie bei der Linken. Die Umfragen sahen sie lange über 5%. Es wäre ihre Premiere im Stuttgarter Landtag gewesen. Doch danach sieht es aktuell eher nicht aus. Wir haben ein Kopf-an-Kopf-Rennen erlebt, zwischen dem wir zerrieben wurden. Es war offensichtlich, die Menschen wollten keinen CDU-Ministerpräsidenten haben. Auch die FDP muss mehr als zittern. Und das in Baden-Württemberg, wo die Liberalen traditionell immer stark waren. Wir warten jetzt zunächst mal das Ergebnis ab. Das sind im Moment nur Prognosen. Aber wenn wir ausscheiden sollten aus dem Landtag von Baden-Württemberg, ist natürlich die Enttäuschung groß. Die Grünen feiern ihren Spitzenkandidaten. Doch der Wahlabend bleibt spannend. Die Auszählung läuft noch.

Eli

Die Auszählung läuft noch. Uwe, hast du aktuellere Zahlen?

Uwe

Nein, ich gucke hier gerade mal. Cem Özdemir interviewt. Das ist uninteressant.

Gast

An mehreren Orten der Hafen...

Eli

Die sind inzwischen sogar schon bei den Nachrichten. Die sind in die Nachrichten nahtlos übergegangen.

Uwe

Ja, das Thema hat sich hier schon...

Eli

Gesamtmetall-Chef rechnet mit Stellenabbau, das ist so wunderbar. An einem Tag, an dem die Grünen gewählt werden in Baden-Württemberg, um diesen Abbau fortzusetzen, kommt die Meldung.

Gast

Wo der öffentlich-rechtliche Rundfunk in allen vier Landessprachen produziert, also in Deutsch, Französisch, Rätoromanisch und... Ja, bla bla bla, das ist jetzt egal.

Eli

Den meine ich nicht. Jetzt das hier.

Gast

Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie erwarten auch in diesem Jahr in der Branche einen massiven Stellenabbau. Gesamtmetallchef Zander sprach im Zeitungsinterview von einer düsteren Lage. Bis zu 150.000 Jobs könnten verloren gehen. In Deutschland seien die Energiekosten, Unternehmenssteuern und Sozialabgaben zu hoch.

Eli

Und dann wählen die hier eine linke CDU, die linken Grünen und besiegeln damit den Untergang, sage ich mal, des Abendlandes. Es ist herrlich. Ein bisschen ist es tragikomisch, muss ich ehrlich sagen. Wenn es uns nicht betreffen würde, würde ich lachen. Aber wir sind ja leider Gottes betroffen. Und jetzt sagen mir die Leute, Frau Weidel ist gerade im Interview bei der ARD. Das gibt mir Grund, darüber zu schalten. Lasst uns mal schauen, ob das tatsächlich stimmt. Sie ist bei Markus Preiss. Das bedeutet, das kann nichts Gutes bedeuten. Markus Preiss ist ja ihr notorischer, sag ich mal, Feind. Erinnert euch zurück, das Interview mit Scheiß AfD. Ja, das war ja Markus Preiss, ihre Nemesis. Markus Preiss, der hier gerade noch im Gespräch war mit Carsten Linnemann. Und dann, da ist er schon.

Gast

0,6 Prozent hat die AfD da ihr Potenzial ausgereizt. Es geht schon um die AfD. Da ist sie. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis.

Eli

Sie ist extra unterbelichtet. Die können nicht mal den Scheinwerfer für Frau Weidel vor der Greenscreen-Wand anschalten.

Gast

Wir konnten unser Wahlergebnis fast verdoppeln. Jetzt werden wir mal sehen. Dieses Freihandelsabkommen, wir leben von Freihandeln. Ich habe nochmal zurückgespult. Übrigens mit den radikalen Rechten und radikalen Linken, aber das sei dahingestellt. Und gleichzeitig hat... Ja komm, Linnemann, das war... ...gratuliert. ...mit dem höchsten Zuwachs von allen Parteien des Abends entwickelt. 17,6 Prozent hat die AfD da ihr Potenzial ausgereizt. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis. Wir konnten unser Wahlergebnis fast verdoppeln. Jetzt werden wir mal sehen, wie sich das im Laufe des Abends entwickelt. Ob wir bei 18 Prozent landen werden, bei dem ZDF ist das eben so. Und damit können wir sehr zufrieden sein, weil wir den höchsten Zuwachs von allen Parteien haben. Und man muss einfach dazu sagen, dass die Bundespolitik bei der CDU, Friedrich Merz, dem Manuel Hagel komplett den Wahlkampf verhagelt hat. Das muss man einfach ganz klar so sagen. Und die SPD kann man froh sein, dass sie überhaupt noch im Landtag sitzt. Das ist alles Ausfluss aus meiner Sicht miserabler Bundespolitik. Dieses Land hat eine Wirtschaftswende verdient, die komplett ausbleibt. Die Unternehmen gehen pleite. Wir haben die höchsten Insolvenzraten. Wir haben die höchsten Energiekosten. Und das ist überhaupt gar keine Strategie in Sicht. Und das ist natürlich die Quittung dafür. Bleiben wir nochmal bei der Wahl in Baden-Württemberg. Sie haben gesagt, Sie haben sich fast verdoppelt, was auch stimmt zur letzten Wahl. Aber bei der Wahl davor hatten Sie auch schon 15,1. Da ist jetzt nicht mehr allzu viel zugelegt dazu. Deswegen nochmal, ist das das Potenzial? Oder hat Ihnen Markus Frohnmaier den Wahlkampf verhagelt? Der stand ja nicht mal auf dem Wahlzettel. Also Markus Frohnmaier hat einen sehr guten Wahlkampf gemacht. Wir haben auf den richtigen Kandidaten hier gesetzt und wir haben noch nie so ein gutes Ergebnis bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg eingefahren und das lasse ich mir auch nicht kleinreden. Und dementsprechend sind wir sehr zufrieden mit unserem Ergebnis. Und Sie werden sehen, im Bund sind wir bei 25 Prozent. Da pegeln wir uns ein. Und in Ostdeutschland sind wir bei fast 40 Prozent mit einem großen Abstand. Der Wähler möchte eine Mitte-Rechtsregierung haben und das hier tatsächlich. Ein CDU-Kandidat einem Grünen den Vortritt lässt, Ministerpräsident zu werden, um grüne Politik weiterzufahren, das ist natürlich schon ein ganz starkes Stück und definitiv nicht das, was der Wähler gerne möchte. Ganz kurze Frage trotzdem nochmal. Der Wähler möchte natürlich jemanden, auch gerade in der Landespolitik, der sich um das Land kümmert. Jetzt ist Markus Frohnmaier nicht mal als Kandidat für den Landtag angetreten. Also er hat gesagt, ich mache das nur, wenn ich Ministerpräsident werde. Ansonsten habe ich mit dem Stuttgarter Landtag nichts zu schaffen. Und er ist in dieser Woche, wo der Wahlkampf sozusagen in den Schlussspurt geht, vier Tage in den USA gewesen. Nochmal, sind Sie zufrieden mit Ihrem Spitzenkandidaten?

Eli

Jetzt haben wir übrigens auch die Information, die mir immer wieder gefehlt hat. Die Leute sagen immer wieder, ach, der war nur kurz dort. Der hat das auch immer so, sag ich mal, neutral formuliert. Kurz in den USA. Aber er war vier Tage in den USA. Vier Tage am Stück, wie ich gesagt habe. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. So, dass er eben Donnerstag in Rottweil nicht dabei sein konnte. Das sind vier Tage, in denen die anderen Wahlkampf gemacht haben. Okay, fairerweise muss man sagen, vielleicht hat er da mit dem AfD-Ergebnis sogar einen Gefallen getan. Weil jeden Tag, den er Wahlkampf macht, fällt das AfD-Wahlergebnis. Aber normalerweise, wenn er ein sympathischer, wenn er ein wahrzunehmender, wenn er ein wahrhaftiger AfDler gewesen wäre und nicht einer, der den West-Transatlantischen Kurs vertritt, Ja, dann wäre das natürlich eine Todsünde, mitten in der Wahlwoche im Wahlkampf sich für vier Tage rauszuziehen. Es war nicht mal eben kurz 24 Stunden hin und zurück. Es waren vier Tage am Stück. Und zu Recht kriegt die AfD hier einen Arsch versohlt. Das muss ich ganz ehrlich sagen.

Gast

Das habe ich Ihnen gerade schon gesagt, dass ich zufrieden mit dem Spitzenkandidat bin. Wir haben mit Markus Frohnmaier auf den richtigen Kandidaten gesetzt. Wir haben unser Ergebnis fast verdoppeln können. Wir haben das beste Ergebnis bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg einfahren können. Und dementsprechend haben wir auch am besten mit dem höchsten Zuwachs von allen Parteien abgeschnitten. Nochmal, diese Parteien, so wie es jetzt ist, die Würfel sind ja gefallen, werden nicht für einen politischen Wandel sorgen. Und noch einmal... Die CDU, die muss mal erklären, warum sie überhaupt jetzt einen Rückzieher macht, um einen grünen Ministerpräsidenten in Vortritt zu lassen, wegen der Brandmauer oder wie. Das ist ja überhaupt gar nicht das, was der Wähler will. Der Wähler will endlich einen politischen Wechsel haben. Der wird hier ganz erfolgreich mit Schwarz-Grün verhindert. Es ist eigentlich schon ziemlich beschämend, wenn man sich die ganzen Gewinnzahlen hier in Baden-Württemberg von einem Industriestandort, Automobilsektor, ist hier mal stark gewesen, wenn man sich das anschaut. Es ist wirklich beschämend, was hier gemacht wird von Seiten der CDU. Fragen zum Thema Gewinnzahlen kommen wir jetzt gerade nicht, sondern zu den Zahlen der SPD. Knapp über 5 Prozent. Was ist das für ein Ergebnis aus Ihrer Sicht? Kann man da noch von einer Volkspartei sprechen? Erstmal ist es ein sehr bitteres Ergebnis, da gibt es nichts. Das ist ja der Klüsendorf, das ist der Generalsekretär der Sozen hier. Daran rumzureden und selbstverständlich ist das auch etwas, was uns den Abend natürlich über sehr betrübt, aber andererseits schauen wir natürlich auch genau auf die Gründe dieses Ergebnisses und da sehen wir eben, dass gerade im Schlussspurt in den letzten Wochen eine starke Mobilisierung hin zu den aber auch zu CDU, zu Manuel Hagel und zu Cem Özdemir stattgefunden hat. Und dass diese Polarisierung, diese Zuspitzung der Kandidatenfrage, wer wird Ministerpräsident, eben extrem noch mal Stimmen gezogen hat. Aber diese Töne hören wir immer wieder nach diesen Wahlergebnissen der SPD. Ist es wirklich immer nur quasi die konkrete Situation in diesem Wahlkampf? Oder fragen Sie sich nicht auch im Willy-Brandt-Kampf?

Eli

Uwe, also dass die SPD so spektakulär verloren hat, das ist ein spannendes Thema, das müssen wir vielleicht in der Meta-Analyse uns nachher noch einmal vormerken. Also der Niedergang wirklich halt der linken Kräfte, ist ihr Zeitgeist schon vorbei? Der Moment, in dem sie hochgejubelt worden sind, die SPD, die ja von der Arbeiterpartei zur Arbeitslosenpartei geworden ist, die jetzt vielleicht auch noch in Rheinland-Pfalz einen von Bug bekommt. Ungeachtet dessen, wie weit die AfD hinter ihrem Maximalpotenzial zurückbleibt. Sie steigt, während die SPD überall fällt. Was bedeutet das für Friedrich Merz, der sich gekettet hat? Nicht einfach nur in eine schwache CDU, sondern eine noch schwächere SPD. Juniorpartei, die immer schwächer wird und trotzdem ihm den Ton vorgibt. Also da ist einiges vorgezeichnet. Aber nichtsdestotrotz, wie bewertest du eigentlich, das ist die Frage, die mir jetzt gerade aufkommt, die Performance der Medien im Zusammenhang mit der Auswertung dieses Wahlkampfes? Ich muss ganz ehrlich sagen, vielleicht vorab mein Eindruck, Das ist fairer und differenzierter, als ich es jemals in Erinnerung habe.

Uwe

Ja, also das muss ich auch so sehen oder sehe ich auch so, Eli. Wir haben da schon schlechtere Berichterstattungen gehabt. Also ich habe überhaupt den Eindruck, dass die Medien in den letzten Wochen ein bisschen mehr Klarheit bringen, auch in anderen Themen, worüber man früher nie gesprochen hat. Das wird dann teilweise erwähnt. Also vielleicht gibt es hier auch langsam so ein gewisses Umdenken. Ich weiß nicht woran das liegt, da habe ich mir noch keine Gedanken zu gemacht. Aber es scheint sich was zu verändern. Und hier hat man doch, muss man klar sagen, es war dieses sonst so exzessive AFD-Bashing konnte ich eigentlich nicht feststellen. Ja, und insofern muss man sagen, ja, haben die Medien sich doch gebessert. Also scheinen noch nicht Hopfen am Malz komplett verloren zu sein.

Eli

Ja, und nicht nur in puncto der AfD. Ich finde auch, sie haben sich gebessert in puncto des Umgangs mit den anderen Parteien. Also sie sind kritisch, wo es kritisch zu sein gehört. Sie drücken bei der SPD jetzt mitten in die Wunde. Wie gesagt, ich glaube, das wird eigentlich so ein bisschen das Thema, das diesen Frühling dominieren wird. Also wie gesagt, der Kanzler hat da jetzt maximale Probleme. Er wird zusätzlich typiert. Durch das Typieren der SPD überall. Und die Linken werden abgestraft. Auch das wird angesprochen. Sie schießen wohl irgendwie verbal zurück. Irgendjemand soll irgendjemand eine Flasche genannt haben. Ist jetzt vollkommen egal. Von den Linken bin ich ohnehin nichts anderes gewöhnt. Aber nichtsdestotrotz nicht nur das AfD-Bashing zurückgefahren, sondern zur Not halt eben auch oder richtigerweise so rum die Kritik an den anderen Parteien. So, wir haben einen neuen Zwischenstand. 19.22 Uhr, nachdem wir zuletzt 19.13 Uhr hatten.

Gast

Ja, es ist immer noch ein bisschen Bewegung in den Zahlen, aber so langsam stabilisieren sich die Werte. Schauen wir auf unsere allerneueste Hochrechnung, gerade erstellt. Da kommen die Grünen auf 31,4 Prozent. Ganz leichte Verluste. Die CDU legt zu auf 29,9 Prozent. Wir haben also hier jetzt einen Abstand von anderthalb Prozentpunkten. Die SPD kommt auf 5,4, wäre damit im Landtag. Die FDP nicht im Landtag mit 4,4 Prozentpunkten. Und die Linke stand jetzt auf. SPD kommt auf 5,4, wäre damit im Landtag. Die FDP nicht im Landtag mit 4,4%.

Eli

Gerade bei der AfD.

Gast

Die Linken stand jetzt auf 4,4 Prozent, wären damit auch nicht im Landtag. Was dieses Ergebnis angeht, ist das Rennen zwar noch nicht gelaufen, aber es wird jetzt mit jeder Minute unwahrscheinlicher, dass sich die Kräfteverhältnisse da nochmal umdrehen zwischen Grünen und CDU. Im Moment gehen wir von 120 Sitzen im baden-württembergischen Landtag aus, damit wäre die absolute Mehrheit bei 61. Diese Zahl kann sich aber noch erhöhen durch Überhang- und Ausgleichsmandate. 44 Sitze würden an die Grünen gehen, 42 an die CDU, die SPD 8 und die AfD kommt auf 26 Sitze, also ein Vier-Parteien-Parlament. Uwe, jetzt rein rechnerisch, was haben wir denn da?

Eli

61 brauchen die, ne? 44 von den Grünen. Man kann es ja leider nicht erkennen. Das ist so bescheuert. 44 von den Grünen. Nee, nee, ist schon richtig. Aber hätte es überhaupt eine Mehrheit gegeben, CDU und AfD? Das ist doch das, was Frau Weidel vorhin behauptet hat.

Uwe

Es geht ja um die Sitze. 42 Sitze haben die CDU. Und dann die 26 macht zusammen 60, 68.

Eli

Ja, das stimmt, das hätte tatsächlich gereicht. 68, 61 brauchen sie insgesamt. Okay, also hätte das, ja, hier machen sie es auch gerade. Ja, das hätte eine Mehrheit gegeben. 61 hat es gebraucht und die hätten sogar 68. Ja gut, die rechnen uns das sogar vor, hätte ich gar nicht fragen müssen.

Gast

Und die AfD kommt auf 26 Sitze, also ein Vier-Parteien-Parlament. Was bedeutet das für die Frage, welche Koalitionen sind möglich? Das ist sehr übersichtlich. Es reicht natürlich für Grüne und CDU deutlich über der absoluten Mehrheit. Rechnerisch würde es auch reichen für CDU und AfD, wurde politisch aber ausgeschlossen. Und auch drei Viertel der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger sagen, dass sie diese Koalition nicht wollen.

Eli

Soviel also dazu. Und weißt du, worüber wir uns dann im Metateil unterhalten werden müssen? Und ich sehe es jetzt schon kommen, dass uns die Leute reihenweise deabonnieren und kritisieren werden. Öffentlich feiert die AfD, intern werden Enttäuschungen und Vorwürfe laut. Uwe, ich sag's dir, ich bin da Politkenner genug, diese ganzen Fressen, die die da ziehen, dieses Fake-Gefeiere von Markus Frohnmaier, ich garantiere dir, irgendjemand kriegt da heute gerade den Arsch versohlt. Garantiere ich dir. Das kannst du hier doppelt und groß schreiben. Intern werden Enttäuschung und Vorwürfe laut. Das ist nicht nur, weil es der Mainstream ist, liebe Freunde. Ganz ehrlich, wenn ich, und ich bin ja Politprofi im Sinne von, dass ich professionell Politik kommentiere und interpretiere, okay? Ich bin auch Journalist, ich gehe auch selber raus, ich rede mit diesen Leuten, ich interviewe die, ich habe direkten Bezug zu denen, ich habe es schon mal gesagt, ich habe mit Frau Weidel nach dem selben Salatblatt mehrfach schon gegriffen und so weiter und so fort. So, wenn ich mir jetzt als Politprofi eine Meinung erlaube, sage ich, dass als Politprofi der Politik macht, als Politiker. Würde ich Markus Frohnmaier bei diesem Rumgeeiere, bei dem, was er da eingefahren hat, würde ich den Arsch versohlen. Ganz ehrlich, das war miserabel, hundsmiserabel. Die CDU hat alles dafür getan, alles, dass die da wirklich 20% plus hätten einfahren können. Und dass die um die 18% jetzt in Anführungszeichen noch betteln müssen, wenn der so einen Wahlkampf gemacht hat. Das muss aufgearbeitet werden. Da sind Fehler passiert. Und intern werden die definitiv lautstark darüber reden müssen.

Uwe

Das gehört ja auf jeden Fall dazu, Eli, zum politischen professionellen Geschäft, dass man genau guckt, wo und an welcher Stelle sind die Meinungsumfragen abgebogen, wie sind die Wahlergebnisse genau auszuwerten, welche Zielgruppen hat man verloren. So, und sprich, man wird das genau analysieren können, woran es gelegen hat und dann muss man seine Strategie eben fürs nächste Mal optimieren. Also das ist ja nicht so wie bei uns jetzt als Wählern, dass wir sagen, okay, wir nehmen jetzt das Wahlergebnis zur Kenntnis und dann ist das eben die nächsten so und so viele Jahre so. Sondern die Parteien, die müssen da schon sehr genau hingucken, das ist ja ihr Geschäft.

Eli

Und man darf auch nicht vergessen, ja, also bundesweit steht die AfD viel besser da, als das, was ihr gerade in Baden-Württemberg attestiert worden ist. Hinter vorgehaltener Hand zeigt sich in Gesprächen mit hochrangigen Funktionären hingegen auch Enttäuschung. Die AfD bleibt hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück. In bundesweiten Umfragen liegt die AfD schließlich seit Monaten zwischen 23 und 26 Prozent. War teilweise, strickenweise, die beliebteste Partei. Frau Weidel war sogar schon in der Top Ten der beliebtesten Politikerinnen. Und damit deutlich höher als bei der Bundestagswahl 2025, bei der sie knapp 21 Prozent erreichte. In Baden-Württemberg lag die AfD damals lediglich einen Prozentpunkt unter dem Bundesergebnis. Das war wirklich so. Und dann kam Markus Frohnmaier. Nun landet sie wiederum unter dem damaligen Ergebnis. Und die Tendenz ist leider Gottes nach unten. Gut, müssen wir uns jetzt noch weiter anschauen. Aber Uwe, bitte ganz kurzer Hinweis aus dem Chat. Du bist ein bisschen leise. Dreh dich mal bitte 10 Prozent lauter.

Uwe

Mal gucken.

Eli

Wenn es irgendwie geht.

Uwe

Das geht schon.

Eli

Und dann gucke ich mal auf ein anderes Thema, denn ich möchte langsam aber sicher auch ein bisschen von Baden-Württemberg weg nach Bayern kommen. Das machen wir auf die folgende Art und Weise. Also wir gucken noch einmal bei der Frau Bayer rein. Also das Wort spielt, das ist herrlich. Christine Bayer ist nicht aus Bayern, ist aus Brandenburg und stand heute zur Wahl, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer als Landrätin in Spree-Neiße-Kreis. Und ich aktualisiere, 19.33 Uhr waren 188 von 208 Wahlbezirken ausgezählt. Ich aktualisiere noch einmal und wir sehen, es geht in die Stichwahl und damit ist die AfD-Wahl dort de facto in der heutigen politischen Realität nicht mehr möglich. Sie ist raus. Sie geht natürlich in die Stichwahl. Sie ist die haushohe Gewinnerin, das ist vollkommen klar. Der CDUler hat 29 Prozent. Aber das wird nicht reichen, weil jetzt wird das Bündnis Solidarität gegen Rechts, die Omas gegen Rechts und alles weitere aufrufen, sich hinter den CDU-Kandidaten in der Stichwahl zu versammeln. Auch die Partei hier, Hamster oder Hampelmann, Herr Robert Hanschke wird vermutlich ebenfalls die Partei, die Partei ist ja nicht ernst zu nehmen, wird eben dazu aufrufen, sich hinter dem Establishment-Kandidaten zu vereinen. Und siehe da, relativ wahrscheinlich, auch wenn es knapp wird, ich prognostiziere, in zwei Wochen dann Frau Christine Bayer in der Stichwahl wird sie unterliegen. Insofern leider Gottes auch zu knapp gegriffen. Und das gibt uns aber Gelegenheit, lieber Uwe, jetzt den Sprung zu machen nach Bayern. Das hast du wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm, ich auch nicht. Aber dort wird ja heute auch noch gewählt.

Uwe

Mit Bayern habe ich mich nicht so sehr beschäftigt. Das ist mir einfach ein bisschen weit weg. Zumal es geht ja auch dort nur um Landratswahlen.

Eli

Nee, da geht es gar nicht um Landratswahlen. Kommunalwahlen. Genau. Richtig. Der Stand von vor einer Stunde war...

Gast

Ja, die ersten Ergebnisse sind reingekommen und es schaut so aus, als ob es eine Stichwahl geben wird zwischen dem Amtsinhaber Florian Janik und seinem CSU-Herausforderer Jörg Vollett. In Erlangen sind die Steuern massiv eingebrochen und das erste Mal seit langer Zeit muss der Mann Erlangen hier eben massiv sparen an allen Ecken und Enden. Und da konnte der amtierende Oberbürgermeister eben seinen Amtsbonus nicht so richtig ausspielen. Und Jörg Vollett von der CSU, der hat gesagt, er will sparen und er will vor allem ein großes...

Eli

Sagt mir alles nichts. Ich kenne diese Persönlichkeiten nicht. Ich kenne diese Ortschaften nicht. Es ist sehr kleinteilig. Es ist halt wirklich nur eine Kommunalwahl. Und sogar die haben zum Sieger des Abends geschaltet. Und das ist der Cem. Den können wir uns aber hier mal angucken aus dem Bayerischen Rundfunk.

Gast

35 Prozent der Stimmen ausgezählt. Und wir sehen Jörg Follett.

Eli

Bevor der Cem kommt. Haben die hier nochmal eine Zusammenfassung? Ich weiß ja nicht, vielleicht ist ja jemand aus Bayern und dann ist das für euch relevant.

Gast

Hört mal rein. 35,9 Prozent und Florian Janik von der SPD. Oberbürgermeisterwahl in Erlangen. Florian Janik von der SPD bei 28,3 Prozent. 16,8 Prozent, also alles in Richtung Stichwahl. Apropos Grüne. Wir hören, es gibt einen aktuellen Ton, ein Statement von Cem Özdemir im Nachbarbundesland Baden-Württemberg. Den wollen wir gleich hören. Ja, ich hab die Zahlen auch gesehen. Aber es ist noch zu früh, um final was zu sagen. Der Bahn Württemberg ist immer so ein bisschen skeptisch und wartet ab, bis er es ganz sicher weiß. Aber das, was wir schon wissen, darauf kann man sich wirklich freuen. Darüber kann man sich freuen. Deshalb einen herzlichen Dank an Sie, an euch alle.

Eli

Volles Haus bei den Grünen.

Gast

Herzlichen Dank. Ich will jetzt niemanden hervorheben. Ich habe nachher dann noch eine Längerrede. Ich habe jetzt gleich noch ein paar Termine. Aber soviel schon mal vorab. Danke an jeden und jede Einzelne, die hier sind, die draußen im Land unterwegs waren. Damit meine ich natürlich erstmal die Mitglieder meiner Partei. Aber dass wir heute hier stehen und dass wir die Zahlen, die wir jetzt sehen, hoffentlich einfahren werden, das hat nicht nur mit Mitgliedern der Partei zu tun. Das hat mit viel mehr Menschen zu tun, die sich eingebracht haben. Und die Zahlen, über die Cem Özdemir gerade gesprochen hat, die wollen wir uns natürlich jetzt nochmal genauer anschauen. Wir haben nochmal die aktuellste Hochrechnung aus Baden-Württemberg vorbereitet. Danach kommen die Grünen auf 31,8 Prozent, minus 0,8. Die CDU auf 29,3. Das sind plus 5,2 Punkte. Das sind die Zahlen von 18 und 24.

Eli

Die sind jetzt schon inzwischen irrelevant geworden. Wir wollten eigentlich den Sprung machen. in die Kommunalwahlen hier. Aber Stichwort Baden-Württemberg, egal was jetzt der aktuelle Stand ist oder am Ende noch sein wird. Eine Sache, denke ich mal, ist definitiv schon klar. Uwe, schau mal hier, habe ich gerade im Internet gefunden. Baden-Württemberg, wir können alles, außer wählen. Heißt das nicht außer Hochdeutsch? Und noch was anderes. Ein kleiner Moment hier. Warte mal. Der Freude in diesem tragischen Tag. Von der FDP gibt es unterschiedliche Leute. Eine davon war eine Frau, von der ich auch noch nie gehört habe. FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner über die anstehende Wahl in Baden-Württemberg. Sie soll vor ein paar Wochen gesagt haben, ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal. Die FDP hat jetzt verloren. Minus 6,1 Prozent. Das sind über 100 Prozent von dem, was sie hatte. Fällt damit unter die 5-Prozent-Hürde. Und jetzt müsste sie normalerweise, wenn sie konsequent ist, müsste sie so bald in Erscheinung treten. Glaubst du, sie zieht das durch?

Uwe

Also bei Politikern wollen wir es mit der Worttreue nicht ganz so eng sehen. Was man vor der Wahl verspricht, muss man nach der Wahl noch lange nicht halten. Das wissen wir. Das gilt natürlich auch für solche Zusagen.

Eli

Ja, oder der Friedrich-Merz-Effekt, so nennt man das, glaube ich. Gut, also spannend, was da passiert. In puncto Kommunalwahl müssen wir beide sagen, da sind wir so ein bisschen überfragt. Da ist einiges los und das sind natürlich kleinere Ortschaften, für die das vielleicht relevant ist. Aber es ist so ein bisschen sehr ad hoc. Ich habe die Rennen nicht auf dem Schirm.

Uwe

Es gibt hier so einen Ticker vom Bayerischen Rundfunk. Da heißt es eben Stichwahlen München, Nürnberg und Augsburg.

Eli

Es hilft, wenn du mir das einblendest, Uwe. Sonst merke ich mir das alles gar nicht.

Uwe

Ja, da muss ich mal gucken.

Eli

Da bist du. Hat geklappt. Wir sehen es. Hat geklappt, genau.

Uwe

Also hier sehen wir ja eben Kommunalticker der aktualisierten 19.36 Uhr. Das ist ja schon mal doch relativ frisch. Trends für München, Nürnberg und Augsburg. Stichwahl. So, und was haben wir für Ergebnisse? Oberbürgermeister Reiter von der SPD wahrscheinlich in Stichwahl. 1922 Nürnberg zwischen König und Achmed. Keine Ahnung, wer jetzt König und Achmed ist. Ja, gute Beteiligung. Mehr können wir wissen hier noch nicht. Und dann Augsburg muss auch vor Stichwahl. Eva Weber muss ihre Stichwahl verteidigen. Nach Auszählung von 205, das sind 254 Stimmgebiete bei 33,7%. Und SPD, Florian Freund, 19,6%. So, was haben wir hier noch? Münchens Oberbürgermeister, nur knapp vor einem Herausforderer. Was haben wir hier? Also... Die Hälfte der ausgewählten Wahllokale hat Herr Reiter mit 34,9 Prozent, Dominik Krause als Zweiter mit 30,2 Prozent, Baumgärtner CSU bei 21 Prozent. Na gut, also das sagt uns jetzt nicht allzu viel aus, Eli, außer dass hier doch in großen Städten Stichwahlen stattfinden. Aber wir wissen ja eben, dass diese Oberbürgermeisterwahlen von einer besonderen Tragkraft sind, weil die großen Städte ja eben wirtschaftlich spannend sind. Mehr können wir jetzt hier im Moment zu den Kommunalwahlen glaube ich noch nicht sagen.

Eli

Deshalb lass uns mal wieder zurückgehen, so ein bisschen nach Baden-Württemberg. Danke dir, lieber Uwe. Du kannst wieder in deine gewohnte Ansicht rübergehen. Was ich immer wieder spannend finde, ist, dass man bei uns immer deabonniert, weil wir halt immer, wir sagen halt die Wahrheit. Wir machen halt eben nicht diese ganze Schönfärberei und dieses ganze Clickbaiting. Aber man sieht es mal wieder, wenn man bei den Clickbaitern reinschaut. Kompakt hat heute getitelt, AfD bieben! Die Wahlschlacht im Westen, jetzt muss die AfD zittern, dass sie wenigstens ihr Minimalergebnis überhaupt noch ins Ziel rettet. Und wie gesagt, intern wird da einiges nochmal mit aufgearbeitet werden müssen. Öffentlich feiert die AfD, intern werden Enttäuschungen und Vorwürfe laut. Na wie dem auch sei, zurück also zu dem AfD-Bebend, das uns prognostiziert worden ist. Bei Kompakt müht man sich ab, klitzekleine Achtungserfolge für die AfD zu finden und selbst die lösen sich geradeaus. Sie haben geschrieben, und zwar um, ich meine, sie sind nicht schuld daran, ich zeige einfach nur, was es für eine unterschiedliche Mentalität gibt. Um 18.48 Uhr holt die AfD in Pforzheim ein Direktmandat. Zwar sind erst rund 10% des Wahlgebietes ausgezählt, doch die Weidel-Partei kann sich durchaus Hoffnungen machen. Zumal die Stadt als Hochburg der AfD gilt. Schon bei vergangenen Wahlen wurden starke Ergebnisse erzielt. Das war 18.48 Uhr. Pforzheim, Achtungserfolg also. Ihr seht es hier, der Kandidat der AfD hätte dort also ein Direktmandat gehabt. Er wäre der Spitzenreiter gewesen im Vergleich zum CDUler. Soweit die allererste Hochrechnung. Kompakt hat schon gejubelt, Feucht im Schritt und so weiter und so fort. Moment, habe ich es gerade falsch eingeblendet. 18.45 Uhr das eine, 18.45 Uhr das andere. Wartet, dann habe ich es falsch eingeblendet. Auf jeden Fall, ich kann jetzt schon mal vorwegnehmen, hat sich leider eben alles nicht bewahrheitet, denn 19.38 Uhr, da ist es, jetzt kommt es gleich, wartet mal, ich habe es euch falsch eingeblendet, aber es passt soweit. Wenn man alles ad hoc macht, da seht ihr das. Also, wo Kompakt jubelt, dass es gereicht hat und überhaupt Spitzenergebnis, Direktmandat, sieht nicht gut aus. Jetzt, nachdem man ausgezählt hat, 110 von 129 Gebieten, zuvor waren es ja noch nur 9 von 129 Gebieten. Auch dieser kleine Achtungserfolg für die AfD, leider Gottes dahin. 28,8 für den Pforzheimer, für den AfDler gegenüber 29,9. Kein Direktmandat, also nicht mal in Pforzheim, nicht mal in der AfD-Hochburg. Und das ist das Wichtige. Und noch etwas anderes ist sehr, sehr spannend. Und zwar... Spree Neiße. Wir haben ja die ganzen Abend über berichtet über die Frau Landrätin, erinnert euch zurück, die Frau Bayer aus Brandenburg. Und wo wir schon gesagt haben, als sie bei 60 Prozent stand, das wird nichts mehr. Das ist im Prinzip politisch gegessen, das könnte er knicken. Schreibt also nun um 19.13 Uhr kompakt unter dieser Webseite. Darstellung dieser Grafik, als sie bei 184 von 208 Gebieten steht, 19.07, da seht ihr das, 47,05%. CDUler und SPDler unterwegs und hast du nicht gehört. Sie schreiben also, AfD, Achtung Uwe, halt die Schlipper fest, Erdrutscherfolg bei Landratswahlen in Brandenburg. Mit stolzen 47% führt die AfD-Kandidatin Christine Bayer bei der Landratswahl in Spreeneiße. Der CDU-Herausforderer kommt derzeit auf gerade einmal 28%. Zwar reicht das starke AfD-Ergebnis noch nicht für einen Sieg in Runde 1, für die Stichwahl ist es aber eine Ausgangslage, die kaum besser sein könnte. Ausgerechnet am Weltfrauentag, bla bla bla bla bla und dann der ganze Quatsch für die Hausfrauen. Also im Sinne von Hoffnung und überhaupt und die Frauen und Symbolik und bla bla bla und Emotionalität. Wenn die Realität ist, an der Symbolik vorbei, politisch ist die Frau jetzt chancenlos. Wir werden jetzt genau das sehen, was leider Gottes immer wieder kommt. Wir werden sehen, dass man sich gegen sie verbündet und dann ist sie in der zweiten Wahl, in der Stichwahl leider Gottes politische Geschichte.

Uwe

Ja, und das darf man eben nicht unterschätzen, dass eben die Brandmauer in den Köpfen so stark verankert ist, sodass man schlichtweg alles aufbietet, um auf keinen Fall irgendeinen AfD-Politiker irgendwo in ein Amt zu lassen. Und das ist zwar ein merkwürdiges demokratisches Verständnis, aber es ist die politische Realität.

Eli

Ja, was ist denn los mit Kompakt, lieber Uwe? Was ist denn los mit diesen ganzen Leuten, die uns die ganze Zeit die Märchen erzählen, die ganzen Clickbaiter von Olli, dem Felgenverkäufer, über den Collier mit seinen Haaren, über den Vermietertagebuch aus Costa Rica, über den Never Forget Nicky und wie sie alle heißen und Kompakt ist da immer wieder vorne mit dabei, die uns die ganze Zeit sagen, die AfD dominiert, die AfD gewinnt. Also wenn die AfD gewonnen hätte, die letzten vier Jahre, als uns 20 Mal am Tag erzählt worden ist, dass sie gewinnt, dann hätte sie wohl auch heute gewonnen.

Uwe

Ja, aber das ist eben genau dieses Geschäft, die Hoffnung zu verkaufen. Und die AfD-Wähler sind natürlich ganz normale, durchschnittliche Menschen, die eben alle Werbesprüche glauben und die insbesondere denjenigen glauben, die ihre Träume, die sie sich wünschen, besonders bunt ausmalen. Also insofern finde ich das durchaus normal, dass es eben Anbieter von Nachrichten gibt, die genau diese Zielgruppe sich auserwählen und sagen, was wollen die gerne hören? Die möchten gerne AfD-Erfolgserlebnisse hören, die möchten AfD-Märchen träumen, von den tollen Erfolgen der AfD. Und wenn die das haben wollen, dann geben wir denen das.

Eli

Das sind Verkäufer von Hoffnung und von Medaillen. Im Übrigen intern wurde mir auch gesteckt, die verdienen an den Medaillen so viel, dass der ganze Laden im Prinzip über Medaillen läuft. Im Prinzip sind die Medaillenverkäufer, der parallel ein bisschen Journalismus macht. Sie geben sich große Mühe und der Nachwuchs ist sehr potent und hat Großes wahrscheinlich vor, aber ich weiß jetzt nicht, wie viel in Prozent, aber den Mehrteil des Umsatzes, nicht, dass es nur auf Umsatz ankommt. Aber Kompakt gibt es nur noch, nicht etwa, weil die Leute auf YouTube gucken, nicht etwa, weil die Leute das Abo bestellen mit dem Magazin, dann werden die sehr beschränkt in ihren Möglichkeiten, sondern weil die wie die Blöden diese Edelmetall-Silbermünzen dort kaufen, die Deutschland auch nicht retten werden. Im Prinzip ist es kompakten Silbermünzenverkäufer, der Paralleljournalismus macht. Und ich muss ganz ehrlich sagen, es wundert mich nicht bei diesem ganzen Clickbait-Scheiß.

Uwe

Ja, man darf nicht vergessen, Eli, das Angebot passt immer zur Nachfrage. Wenn die Menschen mehr Sachinformationen wollten, dann würden sie sich so ein Mist nicht angucken. Das heißt, die wollen das hören und es ist eben deren Bedürfnis und insofern spricht nichts dagegen, dass irgendjemand deren Bedürfnis erfüllt. Denn letztendlich muss man sich dann als Anbieter die Frage stellen, worum geht es mir? Geht es mir um die Wahrheit oder geht es mir ums Geld? Und letztendlich geht es bei den meisten immer ums Geld am Ende. Mag sein, dass am Anfang die Wahrheit mitspielte und dass die wichtig war. Aber sobald dann die ersten finanziellen Probleme auftauchen oder man schnelles Wachstum haben will oder sich personell erweitern will, dann fängt es an, ums Geld zu gehen. Und dann wird dann das, was man früher mal hochheilig hielt, das wird dann nachher nicht angekündigt. ist es wichtiger, dass man eben erfolgreich ist, dass man eben mehr Journalisten hat, dass man buntere Formate machen kann, dass man öfter auf Sendungen gehen kann. Das alles kostet viel Geld und schortiwupp wird dann auf einmal so ganz unmerklich das Geld wichtiger als die Wahrheit. Und dann ist man eigentlich im Mainstream angekommen. Nur, dass man eben nicht ARD und ZDF obendrauf stehen hat, sondern obendrauf steht alternatives Fernsehen. Aber eigentlich ist man kein alternatives Fernsehen mehr, sondern man ist jetzt ein Kommerzunternehmen, was Nachrichten verkauft.

Eli

Und nicht nur Nachrichten, die stimmen, sondern Nachrichten, die ganz stark eingefärbt sind und die teilweise überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben. Von einem Erdrutschsieg zu sprechen in Brandenburg bei der Frau Bayer, die hundertprozentig dieses Mandat nicht bekommen wird, ist einfach nur, also im politischen Sprechen würde man von Wählertäuschung sprechen. Und hier ist es halt eben Täuschung der Silbermedaillenkäufer.

Uwe

Das ist einfach Bild-Zeitungsniveau, dass man sagt, wir versprechen alles, wir behaupten alles, Hauptsache der Zuschauer guckt. Und was dann morgen ist, ist dann morgen. Denn der Zuschauer, der auf so einen Mist reinfällt, der kommt ja morgen sowieso wieder, wenn der nächste neue Mist erzählt wird. Und insofern, man muss ja überhaupt gar nicht zu seinem Wort stehen. Man muss sich ja gegenüber niemandem rechtfertigen. Weil der Zuschauer das ja genau so haben will. Der Zuschauer möchte nach Strich und Faden betrogen werden. Er möchte alles hören. Die AfD ist toll, die AfD wird den nächsten Bundeskanzler stellen. Wenn die den nächsten Bundeskanzler stellt, dann wird Deutschland wieder auf die Beine kommen und, und, und. Das ist das, was eben viele Leute gerne hören möchten. So, und dafür sind die dann auch bereit, ja, alles zu tun. Nämlich insbesondere auf die Sender zu gehen, die ihnen das jeden Tag neu erzählen.

Eli

Ja. Schade, es sind nicht alle Zuschauer, aber es sind in der Tat die meisten Zuschauer. Und dass es so ist, das zeigt halt eben auch, wo das Interesse leider Gottes liegt. Eben gerade haben sie gerade die Kanzlermedaille von Kompakt noch einmal gepostet auf ihrem Telegram-Kanal. Man möchte ja jetzt auch mit Frau Weides Popularität noch einmal ein bisschen den Rubel rollen lassen. Aber ich und du, Uwe, halt ihr das immer wieder vor Augen. Wir sind die Arschlöcher. Gut, weil wir den Finger halt in die Wunde legen und weil wir uns deshalb eben unbeliebt machen. Fakt ist, öffentlich feiert die AfD, intern wird von Enttäuschung gesprochen und es werden Vorwürfe laut. Das ist tragisch, das ist schlimm. Deutschland hat diese Zeit nicht, aber das ist das, was in Baden-Württemberg gerade die Mehrheit der Leute gewählt hat. Und damit gibt es einen eindeutigen Verlierer und einen eindeutigen Sieger. Zu den eindeutigen Verlierern gehört sie. Sie braucht sich nicht zu freuen. Sie braucht sich keine Hoffnung zu machen. Das wird nichts. Das tut mir sehr leid. Aber das ist nun mal die Realität. Und der andere Verlierer, und der sah heute wirklich sehr betrübt aus, das war der Manuel Hage. Das ist die CDU und das ist vielleicht so ein bisschen das Metathema, was spannend sein wird. Die CDU ist abgestraft worden. Damit ist der Kanzler Merz abgestraft worden. Und die Grünen feiern einen Ausnahmeerfolg, der sich vermutlich bundesweit nicht wird replizieren lassen. Und parallel sind auch noch die SPD da wirklich im Erdboden versunken. Da ist einiges, worüber man noch reden kann. Und das tun wir nach einer kurzen Pause. Denn ich glaube, für den Moment hat sich das mehr oder weniger eingepegelt. Ich sehe auch keine anderen Zahlen, die sich jetzt noch irgendwie bewegen. Von daher, Uwe, dein letzter Satz für diese Sendung. Und wenn du magst, gerne nachher noch in die Meta-Analyse. Aber es sei dir freigestellt.

Uwe

Ja, also meine Einschätzung ist, man sieht in Baden-Württemberg, wie wahrheitsresistent Wähler sein können, dass sie eben den, ich sag mal, den Transfer, den intellektuellen Transfer nicht machen können oder wollen, dass grüne Bundespolitik irgendwie sich auch in der Landespolitik spiegelt und dass man nicht sagen kann, ja, aber unsere Grünen sind aber ganz anders, ganz anders als die im Bund, ne? Also da muss ich sagen, es ist ein schönes Beispiel. Wie war der Satz vorhin? Wir können alles in Baden-Württemberg nur nicht wählen. Ich glaube, das dürfte man hier als zutreffend betrachten. Allerdings sollte man es nicht mit einem erhobenen moralischen Zeigefinger machen. Weil in einer Demokratie, egal wie instabil oder stabil sie ist, der Wählerwille heilig ist. Und es wird nicht gefordert, dass der Wähler intelligent ist. Es wird nicht gefordert, dass der Wähler irgendwie was wissen sollte. Vom Wähler wird nur gefordert, dass er alle vier Jahre eine Stimme abgibt. Das hat er getan, aufgrund welcher Einflüsterung oder falschen Wahrnehmung auch immer. Das ist die Realität und mit der müssen alle anderen dann leben.

Eli

Richtig. Das ist schon wieder, sag ich mal, deine ganze Meta-Analyse, frei nach dem Motto, alles ist, wie es ist und man muss es alles hinnehmen. Aber wie gesagt, da kämpfe ich ja mit dir schon meinen Kampf gegen die Windmühlen seit so vielen Jahren. Ironisch ist diese ganze Sache insbesondere vor dem Hintergrund, dass natürlich eigentlich Deutschland vor die Hunde geht. Ich meine, die Beispiele sind mannigfaltig. Das ist vom 8. März, von dem fast schon linksextremen der Zeit. Die Metallbranche droht einen Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen. Und was machen die Baden-Württemberger? Die können alles außer wählen. Sie wählen halt eben die Grünen. Sie wählen ihren Niedergang. Einiges, was man da eben noch wird aufarbeiten müssen, sowohl intern bei der AfD, wie wir gesehen haben, als auch natürlich intern bei der anderen Partei, die maßgeblich beteiligt war heute Abend, die CDU. Manuel Hagel sah sehr unglücklich aus bei seiner Rede. Und auch die SPD da. Das waren die einzigen vielleicht, die noch seine, sage ich mal, Niedergeschlagenheit noch übertroffen haben. Gut, wir werden noch genügend Gelegenheiten haben, darüber zu reden. Ich persönlich gehe dann nach einer kurzen Pause nochmal live. Ich möchte das alles nochmal analysieren und gerne auch mit einem spontanen offenen Mikrofon. Habe ich mir gerade überlegt, nämlich, was haltet ihr nämlich von diesem Wahlergebnis? Es wird sich ja bis 21.15 Uhr, 21.30 Uhr noch mehr eingepegelt haben. Und lieber Uwe, können die Leute sich auf dich freuen oder verabschiedest du dich?

Uwe

Also ich glaube, ich kann mich freundlich mal einschalten, aber muss ja nicht dominant dort sein, weil mich interessiert natürlich auch, was die anderen dann denken. Und insofern, ja, ich bin dann erstmal mit dabei.

Eli

Alles klar. Gut, in Ordnung. Dann freuen wir uns auf dich. Ich freue mich auf dich. Gönn dir gerne nochmal ein bisschen Pause. Ich denke mal, vor 21.15 Uhr wird es nicht werden. Kannst also nochmal einen kleinen Snack einnehmen. Ich bereite im Hintergrund alles vor und dann sehen wir uns nachher wieder. Aber für die, die uns an dieser Stelle verlassen, gilt, von Uwe gibt es mehr auf seinem eigenen Kanal. Und normalerweise sage ich denn auf seinem Kanal gilt, aber ich habe mir noch nicht gemerkt, was dort gilt. Insofern, Uwe, was gilt denn da jetzt dort?

Uwe

Ja, also wir bleiben einfach nochmal beim alten. Klar sehen, clever denken, frei handeln. Und das Neue, das machen wir dann demnächst mal.

Eli

Okay, aber der Kanal ist ja gerade im Begriff zu wachsen und neu auf- und umgestellt zu werden. Er lädt sich gerade hier im Hintergrund. Hier seht ihr das. Ah, genau, das hatte ich mir noch nicht gemerkt. Orientierung, also in bewegten Zeiten. Wer mehr von Uwe sehen möchte, gerne bei ihm vorbeischauen. Er hat da sein Vier-Säulen-Modell und ordentlich ist er performant, was er da raushaut an Videos. Der lässt mich ja schon alt aussehen. Und dabei ist er der Ältere von uns beiden. Also definitiv lohnt sich das dort vorbei zu scrollen, vorbei zu surfen und auch nachher nochmal reinzuschalten. Denn von Uwe gibt es auf diesem Kanal nachher noch einmal mehr. Hier der Kanal von Uwe gerade in alle Chats. Dankeschön, mein Guter. Das soll es für den Moment gewesen sein. Wir sehen uns nachher.

Zitate aus dieser Abschrift bitte mit Quellenangabe: „Wahlbeben im Südwesten | Warum bleibt alles beim Alten? | Landtagswahl Baden-Württemberg | KOMMENTAR“, Die Welt Klar Sehen, 08.03.2026.

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